Apotheker plus, 28.10.2011

Was für OTC-Arzneien gilt, gilt auch für Kosmetikartikel

LUXEMBURG (mwo). Nach einem aktuellen Urteil des EuGH in Luxemburg können Hersteller den Verkauf ihrer Produkte über das Internet in der Regel nicht verhindern. Festgelegte Vertriebswege seien nur zulässig, wenn dies zur Sicherung der Qualität erforderlich sei, so die Richter.

Geklagt hat der zur Gruppe Pierre Fabre gehörende französische Kosmetikhersteller PFDC. Dessen Vertriebsvereinbarungen schreiben vor, dass die Kosmetika nur in einem "physischen Raum" und nur in Anwesenheit eines diplomierten Pharmazeuten verkauft werden dürfen.

Damit wurde der Vertrieb faktisch auf Apotheken beschränkt. Die französische Wettbewerbsbehörde beanstandete 2008 dies als wettbewerbswidrig. Insbesondere der Internethandel werde komplett unterbunden.

Der EuGH verwies nun in seiner Begründung darauf, dass er bereits bei OTC-Arzneimitteln und Kontaktlinsen die Notwendigkeit individueller Beratung als Argument für ein Internet-Verbot zurückgewiesen hat.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »