Wir in der Praxis, 21.04.2009

Scheidung wirkt auf Rentenanspruch

Lässt sich ein Ehepaar scheiden, werden künftig alle während der Ehe erworbenen Rentenansprüche geteilt. Und das gilt nicht nur für Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

Auch die Ansprüche aus einer Beamtenversorgung, berufsständischen Versorgungswerken, betrieblicher Altersversorgung und sogar aus privater Altersvorsorge werden unter beiden Ehepartnern aufgeteilt. Der Grund ist eine Reform des Versorgungsausgleichs. Was das bedeutet?

Hat zum Beispiel der Ehemann während der Ehezeit eine Anwartschaft von 30 Punkten bei der gesetzlichen Rentenversicherung erworben, gehen nach der Scheidung 15 Punkte an die Ehefrau. Hat er zusätzlich Ansprüche aus einer Betriebsrente mit einem Kapitalwert von 30 000 Euro, wird die Ehefrau hier mit 15 000 Euro beteiligt.

Allerdings ereilt die Ehefrau das gleiche Schicksal, erwirbt sie während der Ehe Rentenansprüche. Das Gesetz tritt am 1. September 2009 in Kraft. (reh)

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