Mittwoch, 22. Mai 2013

Leserkommentare [8294]

[22.05.2013, 12:28:49]
Dr. Horst Grünwoldt 
Trinkwasser-Hygiene 
Ein unter hygienischen Bedingungen gewonnenes Grundwasser ist als "drinking water/ eau potable" krankheits-erregerfrei und muß deshalb nicht aufwendig und wartungs-intensiv "ultrafiltriert" werden, wie der Herr Dipl.Ing. Soddemann uns das wiederholt empfiehlt.
Das gilt sowohl für die Abwesenheit von potentiell pathogenen Virus spp., Bakterien- und Protozooen-Arten sowie Parasiten-Stadien.
Die Ultrafiltrationa dürfte nur zum Virus-Nachweis in verdächtigen ("verseuchten") Wasserproben, z.B. bei H2O-Leitungs-Defekten sinnvoll sein.
Ansonsten sorgt immer noch die schon von Robert Koch vor 100 Jahren propagierte Langsam-Sand-Filtration und heutige Ozonisierung (ggf. auch Sicherheits- Chlorierung) zu gesundheitlich unbedenklichen Trinkwasser aus instand-gehaltenen Verteilungs-Leitungen.
Entscheidend bei der Trinkwasser-Hygiene ist aber, daß das Lebens-Elixir nicht nachträglich durch den Verbraucher fäkal-oral kontaminiert wird; sei es durch die ungewaschenen Hände oder schmutzige Transport- oder Vorrats-Behältniss.
Das ist nach wie vor in allen E-Ländern der Welt ein Problem, weil dort -trotz des Vorhandenseins einer guten Grundwassermenge und Qualität- vor allem die Abwasser-Entsorung nicht funktioniert.
Dr. med. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[22.05.2013, 09:48:18]
Dr. Birgit Bauer 
Wieder neue Verwaltungen 
"Wir brauchen Assessment-Center, in denen die Anwärter nach Eignung ausgesucht werden können." -na toll! Herr Montgomery verfällt ins typisch deutsche Konfliktmanagment- eine neue verwaltungsstruktur muß her.
Es geht auch einfacher und praxisbezogener.
Wie wärs mit einem Pflegejahr vor der Immatrikulation ?
Da kann sich der angehende Arzt testen, ob der Beruf ihm Freude macht oder ihn überfordert,er lernt gleichzeitig unter Praxisbedingungen den Umgang mit Patienten und die Stollperfallen dabei und sein Umfeld bemerkt auch ob er für den Beruf geeignet ist oder nicht.
Meiner Generation im Osten unseres Landes hat es jedenfalls nicht geschadet. Außerdem ist es ein geeignetes Mittel die Leistungen und Anforderungen an das Pflegepersonal direkt kennenzulernen, das beugt späterer "Halbgott in weiß - Mentalität" vor.
M.f.G. B.Bauer zum Beitrag »
[22.05.2013, 08:46:55]
PD Dr. Michael Probst-Kepper 
MRSA, MRE, Besiedlung nicht gleich Infektion 
Im Orginal liest man "Damit hat sich auch der Anteil der MRE-Infektionen an allen Krankenhausfällen in fünf Jahren von 0,465 auf 0,941 Prozent mehr als verdoppelt. Der Anteil der MRSA-Infektionen stieg von 0,299 auf 0,526 Prozent. Zu 65,6 Prozent handelte es sich dabei um MRSA-Infektionen, die ohne Krankheitssymptome verliefen."
D.h. es gab den Nachweis einer Besiedlung also keiner Infektion. Diese Meldung ist entsprechend unsachlich. Wer Daten erhebt und auswertet, sollte dies kompetent tun. zum Beitrag »
[22.05.2013, 07:14:55]
Dr. Christian Schulze 
Schneller in den Beruf als Vollzeitkraft 
Heute hat auch schon ein Herr Bahr gemerkt, dass die 1,0er Kandidaten wenig in die Versorgung gehen, plötzlich merkt das jeder. 750-950 neue Allgemeinmediziner pro Jahr bei einem Wegfall von 7000 pro Jahr. Jetzt soll das EIngangskriterium geändert werden, Umsetzung 2015? Studiendauer 7 Jahre im Schnitt 2022, dann FA-Weiterbildung , mit Babypausen und Teilzeit gerne mal 7-9 Jahre und d.h. dass wir aufgrund dieser Änderung im Jahr 2030 einen Effekt sehen können. Hilft das und halten alle bis dahin noch durch? Wie wird die Versorgung sicher zu stellen sein? Ich denke, wir brauchen kurzfristiger bzw. wenigstens mittelfristig greifende Programm pro Niederlassung und Arbeit an der Basis. Und wir brauchen eine stärkere Finanzierung der ambulanten Ärztlichen Versorgung (drittletzter Platz OECD) anstelle von noch mehr stationärer Fallzahlsteigerung (zweiter Platz OECD, relativ gemessen pro Einwohner in dieser Statistik). Warum ist das kein Wahlkampfthema? Wie soll denn die Versorgung der Zukunft aussehen? zum Beitrag »
[22.05.2013, 06:36:16]
Wilfried Soddemann 
Infektionen meist fäkal-oral übertragen und deshalb wasserassoziiert: Trinkwasser filtern! 
Trinkwasser ohne Partikel wie Viren muss das primäre Ziel sein. Die Ultrafiltration filtert auch 20 Nanometer kleine Viren. Die extrem kleinen Noroviren haben einen Durchmesser von 33 Nanometern.Ultrafiltration im Wasserwerk kostet 5 Euro je Person und Jahr. Ohne Zusatz von Chemie.

soddemann-aachen@t-online.de
Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann
0 25 82 - 99 15 66 zum Beitrag »
[21.05.2013, 17:33:08]
Denis Nößler 
Per E-Mail erreichte uns folgender Leserbrief 
„Ich bin Hausarzt. Ich arbeite für Ihr Leben gern.“ Haben wir diese erniedrigende, ja anbiedernde Kampagne nötig? – Bei unseren Patienten bestimmt nicht, bei denen genießen wir eben (trotz alle Diffamierungen) nach wie vor hohes Ansehen. Auf die Stellen, auf die es ankommt, Politiker, Krankenkassen, Medien, Gesetzgeber macht dies gar keinen Eindruck! Im Gegenteil, die lachen sich in´s Fäustchen über dieses instinktlose Eigentor der Ärzteschaft! Qui s´excuse s´accuse. Und sie werden sich ebenso wie die Bürger und Patienten sagen: Die verdienen halt zuviel Geld, diese Ärzte. – Millionen für eine Werbekampagne zur besten Sendezeit über Jahre! – Wie wird das bald abgestanden sein, man kann es nicht mehr hören, Widerwillen wird geweckt.

Dazu zementiert dieser Slogan „Ich arbeite für Ihr Leben gern“ geradezu das Image, von dem wir Hausärzte („echte“ Ärzte, wie Herr Laschet persiflierend in der ÄZ vom 26./ 27.04.2013 schreibt) endlich runterkommen müssen, von der Aufopferungsrolle bis hin zur Selbstaufgabe und Hintanstellung aller privater Interessen. Diese Zeiten müssen jetzt endlich vorbei sein! – Gerade dies ist doch auch ein wichtiger Grund, weshalb der Nachwuchs weg bleibt.

Alle sagen sich, die scheinen es nötig zu haben, die Ärzte. Da muss was dran sein an dem, was immer wieder über die Ärzte verbreitet wird. Diese kontraproduktive Verschwendung unserer Beitragsgelder muss schleunigst gestoppt werden! Diese unseelige Kampagne ist peinlich. Marktschreierisch geben wir uns der Lächerlichkeit preis!

Dres. med. Welf und Heike Dieterich zum Beitrag »
[21.05.2013, 08:50:27]
Dr. Michael D. Lütgemeier 
Soso, der Vorstand kann den Ärger nachvollziehen .... 
Wie wäre es denn, wenn der Vorstand mal in Amtshaftung und private Haftung gehen würde? Für michist die Sache sehr einfach: Kein Geld, KEINE LEISTUNG. Jedenfalls nicht auf Kasse. Die Ärzte sind einfach unfähig Fórderungen durchzusetzen- die (faktische) Umsonstarbeit sollte verboten und die Anleitung hierzu unter Strafe gestellt werden.  zum Beitrag »
[21.05.2013, 08:07:56]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Demografiebedingte Medikalisierung und Pathologisierung? 
Die Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) ist keineswegs so dramatisch, wie es den Anschein hat: Die extrem verbreitete "low-dose"-Prophylaxe mit ASS 50-100 mg täglich, ein Antihypertensivum für die 50 Prozent der Gesamtbevölkerung jenseits des 50. Lebensjahres, die unter Hypertonie und hypertensiver Herzerkrankung leiden, bzw. die Senkung hohen Cholesterins mit CSE-Hemmern ergeben schon drei Medikamenteneinnahmen pro Tag.

Dieses für hochentwickelte postindustrielle Länder typische Bild wird noch ergänzt durch z u s ä t z l i c h e medikamentöse Maßnahmen als Folge von Distress, Bewegungsmangel, Überernährung, metabolischem Syndrom und Diabetes mellitus. Von Systemerkrankungen wie Neoplasien, Rheuma, multipler Sklerose (MS), chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten (CED), Epilepsie, M. Parkinson, M. Alzheimer, Kollagenosen usw. ganz zu schweigen.

Viel interessanter als das ambulante medikamentöse "Grundrauschen" wäre allerdings eine WIdO-Studie zur Anzahl der täglich verabreichten Medikamente im s t a t i o n ä r e n Bereich. Tägliche Medikamentengaben von weniger als 10 verschiedenen Präparaten sind in den Krankenhäusern eher exotische Ausnahmefälle. Medikalisierung und Pathologisierung im Alltag schreiten voran.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[21.05.2013, 07:41:57]
Dr. Gerhard Heinsch 
Flatratemedizin auf Wunsch der Bundes-KV 
Die Grippewelle hat den Hausärzten unzweifelhaft Mehrarbeit im Sinne von deutlich mehr Patientenkontakten gebracht. Nicht nur die Fallzahlen sind angestiegen, sondern auch die Mehrfachkontakte mit den einzelnen Patienten (bis zu 6,7,8,10x im "Grippequartal") sind sprunghaft gestiegen.

Selbst ein Erfassen der Fallzahlen ergibt hier kein realistisches Bild und dieses scheint auch ganz im Sinne unserer Vertreter , insbesondere der Bundes-KV , zu sein.

Auf meine Anfrage hin, wie denn der Leistungsnachweis der Hausärzte im kommenden Hausärzte-EBM abgebildete werden soll, wenn es keine Möglichkeit der Dokumentation der Arzt/Patientenkontakte durch eine dafür vorgesehene Abrechnungsziffer gibt, bekam ich lediglich die Antwort, dass das so von der Vertretervollversammlung beschlossen sei.

Offensichtlich ist die Erfassung des tatsächlichen Aufwandes zum Nachweis für die Krankenkassen nicht unbedingt erwünscht, so dass die Hausärzte brav weiter im Rahmen der Flatrate die Patientenversorgung sicherstellen.

Ich kann den Kollegen nur empfehlen bis zum 25.5.2013 schnellsten hier noch einmal Anfragen an die KVen und KBV im Vorfeld der Beschlussfassung des "Hausärzte-EBM" zu stellen (am 25.5.13 findet die beschlussfassende Sitzung der Bundes-KV statt).

Weiterhin frohes Schaffen an alle Kollegen,

Dr.med.G.Heinsch
Hausärztlich tätiger Internist

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[18.05.2013, 14:30:31]
Dr. Jürgen Groß 
Sachsen-Anhalts Regierung dient dem Mammon 
Jesus sagte einmal (Luk. 16, 13): „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“. Die sich christlich nennende Regierung will ein außerordentlich traditionsreiches Uni-Klinikum, das eng mit der Leopoldina verbunden ist, schließen. Lieber Gott, was ist das für ein Land?!
Dr. med. Jürgen Groß, aufgewachsen am MLU-Uni-Klinikum zum Beitrag »
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