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| [11.02.2012, 16:04:20] |
| Dr. Horst Grünwoldt
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| Der große Jan
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Im Wiedervereinigungs-Rausch haben wir alle freudig auch das Riesentalent Jan Ullrich aus der überaus erfolgreichen DDR-Sportschmiede als letztlich gesamtdeutschen Ausnahme-Athleten "übernommen".
Und seine großartigen persönlichen Erfolge (Olympiasieg, Tour-de France-Gewinner u.a.) meist auch als deutsche Gloria gefeiert.
Diese sind ihm gottlob durch kein (Sport-)Gericht der Welt zu nehmen; und die durch ihn erlebten Sportler-Emotionen sowieso nicht.
Da mögen einige Kleingeister in Häme ausbrechen, daß nunmehr das Opfer von Doping-Quacksalbern, Geldschneidern und objektiv unbewiesenen "Doping"-Verdächtigungen seit Jahren an den Pranger gestellt wird und angeblich "ausgebrannt" ist.
Darf der CAS in Lausanne rechtskräftig ein solches Indizien-Urteil überhaupt fällen? Würde dies vor einem ordentlichen Gericht Bestand haben?
Alle "Schaden-Freudigen" sollten sich einmal für die traurige Kindheitsgeschichte, seine tolle DDR-Jugendentwicklung und phänomenale Sportlerkarriere bis zum nationalen Hero im ganzen interessieren. Danach kann man das Kesseltreiben gegen unser Radsport-Idol nur als infam betrachten!
In den Annalen der Sportgeschichte wird der große Jan und seine Leistungen gewiß Bestand haben. Zu wünschen bleibt ihm aber auch, daß er familiär immer festen Halt findet und die alten Sportkameraden und früheren Wettkampfkonkurrenten ihm treu bleiben. Da bin ich mir aber ganz sicher.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
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| [11.02.2012, 09:27:57] |
| Dr. Ralf Hettich
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| Herzinfarkt und Sex
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Menschen, die sexuell aktiv waren bevor sie einen Herzinfarkt hatten, sind nach dem Herzinfarkt sehr verunsichert und trauen sich auch meistens nicht, mit ihrem Arzt darüber zu sprechen.
Das zeigten neuere Studien, die in den USA durchgeführt wurden. In einer Umfrage bei Herzinfarktpatienten, gaben nur die Hälfte der Männer und ein Drittel der Frauen an, dass sie mit ihrem Kardiologen über die Ungefährlichkeit von Sex nach dem Krankenhausaufenthalt gesprochen haben. Die Umfrage zeigt auch, dass die sexuellen Aktivitäten bei beiden – Männer und Frauen – in dem Jahr nach dem Herzinfarkt deutlich zurückgegangen sind.
Die meisten Menschen können jedoch nach einem Herzinfarkt wieder ein Sexleben haben und das sogar wenige Wochen nach einer weniger komplizierten Herzattacke. Die Patienten sollten sich nur gut fühlen und in der Lage zu sein, sich moderat zu bewegen. Doch die meisten Menschen haben Angst davor eine weitere Herzattacke zu bekommen. Meist sind es nicht die Patienten, sondern deren Partner.
Aber, so berichten es Kardiologen, die Gefahr einen weiteren Herzinfarkt wegen Sex zu bekommen ist sehr gering und gar vernachlässigbar.
Die Wahrscheinlichkeit das Sex einen Herzinfarkt auslöst, liegt bei zwei Fällen von einer Million gesunden Menschen, die keine Herzerkrankung haben.
Bei Menschen mit einer Herzerkrankung steigt das Risiko auf einen bei 50.000 an, aber auch dies ist wirklich wenig. Und einen Nichtanstieg des Risikos bei Herzinfarktüberlebenden zeigte sich bei jenen, die regelmäßigen Sport betrieben.
Regelmäßiger Sport nach einem Herzinfarkt ist aus verschiedenen Gründen sehr wichtig. Und dies ist ein Grund mehr. Regelmäßiger Sport eliminiert gänzlich das Risiko eines Herzinfarkts, der mit sexuellen Aktivitäten zusammenhängt.
Mein Fazit: Kardiologen sind sich darüber einig, dass nach einem überstandenen Herzinfarkt Sex problemlos wieder möglich ist, sobald der Herzinfarktpatient wieder leichte sportliche Belastungen vertragen.
Sprechen Sie mit Ihren Patienten das Thema „Sexuelle Aktivitäten“ durch, denn nach ihrem Überleben ist es auch ein wichtiges Ziel, dass sie wieder Ihre volle Lebensqualität erreichen. Und da gehört Sex einfach dazu.
Mit den besten Wünschen für eine erfüllte Sexualität
Ihr Dr. Ralf Hettich
Mailkontakt: info@ralfhettich.de zum Beitrag »
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| [11.02.2012, 02:36:21] |
| Dipl.-Psych. Wilfried Vogelbusch
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| Hepatitis-Medikamenten-Euphorie: Teuer und ununtersucht auf langfristige Schäden
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Ist die Virus-Elimination alles? Wie wirken sich die krassen Nebenwirkungen auf die Mortalität aus? Die Erkrankungsrate an Zirrhose scheint mir bei Patienten ohne Fettleber statistisch nicht sonderlich hoch bei HCV-Infizierten, die Krebsrate noch viel geringer, sofern kein weiterer Drogenkonsum mit den dazugehörigen Ernährungsmängeln fortbesteht. Was dagegen die Mortalitätserhöhung durch Wirkung derzeit gepriesener Medikamente angeht, darüber gibt es historisch bedingt klar noch nicht viele Daten. Worüber sich die Pharmaindustrie freuen mag.
Der bewiesene Präventionseffekt von 4 Tassen Kaffee pro Tag - nicht koffeinfrei - scheint mir gesünder. Und nebenwirkungsfreier. Und schon garnicht 50.000 Euro teuer. zum Beitrag »
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| [10.02.2012, 22:30:55] |
| Dr. Horst Grünwoldt
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| Verstrickungen
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Unser großartiger Radstar Jan Ullrich wurde niemals des sog. "Dopings" überführt. Das heißt, er wurde nicht ein einziges Mal wegen des Mißbrauchs von Arzneimitteln zur vermeintlichen Leistungssteigerung positiv getestet.
Man mag Jan vielmehr bedauern, daß er als gutgläubiger Athlet Kontakte zum Quacksalber Fuentes hatte und der ihm einige zigtausend Euro für die wiederholte Eigenblutspende und das (Über-)Lagern der Blutbeutel zur vermeintlichen Reinfusion "abgezapft" hat. Das gibt nach m.E. noch keinen konkreten Anlaß das deutsche Ausnahmetalent im Radrennsport betrügerischer Absichten oder tatsächlichen "Dopings" zu bezichtigen und ein Berufsverbot auszusprechen.
Das fragwürdige Urteil des CAS und die Häme des Zellbiologen Franke zeigt vielmehr, daß das "Doping"-Reglement der WADA/NADA gründlich überdacht werden muß, um einzelne Hochleistungs-Sportler nicht zum Sündenbock zu machen oder der Willkürbehandlung auszuliefern.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
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| [10.02.2012, 20:29:28] |
| Dr. Klaus Zentek
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| Warum nicht schon vor 25 Jahren?
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Kann mir jemand von den orthopädischen Kollegen sagen, warum dies Register erst jetzt möglich ist. In anderen Ländern ist dies schon seit langer Zeit möglich.Wer sträubte sich dagegen?
Dr.med. Klaus Zentek
www.kuenstliches-gelenk.info zum Beitrag »
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| [10.02.2012, 15:48:53] |
| Dipl.-Psych. Bernd Nolde
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| Ja - aber bitte anderes Screening-Instrument benutzen
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Grundsätzlich ist das Plädoyer des Artikel sicher richtig, dass bei Traumasisierungen eine möglichst zeitnahe und qualifizierte traumatherapeutische Behandlung (DeGPT) erfolgen sollte.
Leider nur ist das vorgestellte Screening-Instrument zur Einschätzung der voraussichtlichen Entwicklung einer Posttraumatischen Belastungsstörung ziemlich ungeeignet (siehe: http://www.psycontent.com/content/jq981q9m6j025w63/). Stattdessen wäre die "Impact of Event Scale" in der revidierten Fassung zu empfehlen (siehe: http://www.praxis-hechler.de/fb/psy/PTBST-Impact%20of%20Event%20Scale.pdf). zum Beitrag »
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| [10.02.2012, 14:48:29] |
| Dr. Jürgen Schmidt
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| Die Klammer der Spezialgebiete muss erhalten bleiben
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Die "Einheit der Inneren Medizin" ist zwar ein immer aufs Neue dikutiertes Thema und viel beschworenes Bekenntnis und durch den truncus communis der Weiterbildung - eben auch der Spezialgebiete - theoretisch gesichert, die Praxis sieht jedoch zunehmend anders aus.
Die gemeinsam durchlaufene klinische Schule pathophysiologisch, differentialdiagnostisch und -therapeutischen Denkens beginnt die verklammnernde Wirkung zu verlieren.
Als erstes haben dies die "Allgemein"-Internisten (von ihren Spezialisten) zu spüren bekommen.
Dem Berufsverband stellt sich die Aufgabe, den Satzungsinhalt "Einheit.." wieder in den Fokus zu rücken. Unter dem dominanten Aspekt zunehmend arbeitsteiliger Spezialisierung, die ohne intensive (intensivere!) Kooperation nicht denkbar ist, muss ein Auseinanderdriften der Spezialgebiete verhindert werden. Längst gibt es geriatrische Fachabteilungen. Ihre Rolle im Curriculum der Weiterbildung sollte gestärkt werden, besonders für jene Internsiten, die eine Niederlassung anstreben, und auf eine Klientel treffen werden, die in der Mehrzahl eines geriatrische Asseesment bedarf. Da hat der Kollege Popert völlig recht. zum Beitrag »
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| [10.02.2012, 14:13:37] |
| Verena Hädrich
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| Zweiklassenmedizin die Wahrheit
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Meine Familie besteht aus einer Person, die privatversichert ist und meinem Mann GKV sowie 3 erwachsenen Kindern GKV
GKV Versicherte schwangere, die keine Tabletten nehmen sollte, hat gewaltige Nacken und Schulterprobleme,
Anruf bei großer Gemeinschaftspraxis in Erlangen, bei der sie schon mehrmals wegen diverser Probleme war, lehnt einen Termin ab. Sie wäre noch nie wegen Orthopädischen Problem da gewesen, daher bekäme sie keinen Termin.
Anruf beim Orthopäden der Mutter, vormals GKV Arzt jetzt nur noch Privat, da die Nase voll von Abrechnungsproblemen. Echt engagierter Arzt, auch als GKV,
nimmt Tochter sofort fdran, kann natürlich kein Attest für ARbeitgeber schreiben, aber der Tochter helfen. Schreibt wirklich günstige private Rechnung.
Das kann doch nicht sein.
In ERlangen können nicht alle Ärzte voll sein. Das aber schon mehrmals erlebt. Mutter bekommt sofort Termin die anderen nicht.
Der Artikel bezieht sich nur auf die Wartezeit im Wartezimmer und hat so eine tolle Überschrift. zum Beitrag »
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| [10.02.2012, 12:08:52] |
| Christof Oswald
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| warten worauf?
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Leider war es mir nicht möglich die Studie im Original ausfindig zu machen. Dies wäre nötig um deren Stichprobe, Methodik und deren Schlussfolgerungen bewerten zu können. Soweit so schwierig. Einiges lässt sich allerdings schon anmerken.
Die Botschaft Herrn Köhlers eine Zweiklassenmedizin gäbe es nicht ist schlechterdings falsch und damit als populistisch zu bewerten. Beim Hausarzt, hier unterscheidet sich die Wartezeit bei Terminen nur um 0,8 Tage, haben die wenigsten Patienten einen Termin. Die meisten kommen bei Beschwerden ohne Voranmeldung ins Wartezimmer, falls sich ein Hausbesuch vermeiden lässt, und werden dort mehr oder minder schnell versorgt. Die bittere Wahrheit zeigt sich im Facharztbereich. Dort wo Menschen fachlich spezialisierte Behandlung brauchen, müssen GKV-Versicherte mehr als doppelt so lange auf einen Termin warten, wie Privatversicherte. Dies liegt nicht an knappen Ressourcen der Fachärzteschaft, deren Kapazität außerhalb Deutschlands ihresgleichen sucht, sondern schlichtweg am großen Erlösgefälle. Dieses wäre rasch erledigt, würde die Politik der Privaten Krankenversicherung ebenso viele Soziallasten aufbürden wie der GKV. Dann wäre rasch Schluss mit der Ungleichbehandlung, zumal dann die Leistungsfähigkeit der GKV anwachsen würde. Damit bliebe die Honorarsituation der Ärzte insgesamt unverändert. Allerdings wäre dies dann auch das Ende der privaten Krankenversicherung- was die deutsche Gesundheitspolitik, zulasten der Beitragszahler und ihrer adequaten Versorgung, seit Jahren zu verhindern weiß.
Christof Oswald
Nürnberg zum Beitrag »
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| [10.02.2012, 11:50:04] |
| Christof Oswald
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| Anfang oder Ende der Betreuungsvielfalt
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Holland ist seit langer Zeit dabei die Nebenwirkungen einer liberalen Politik zur end-of-life-therapy zu durchleben. Mobile Lebensabbruch-Teams sind da bislang die ungeliebteste Variante. Was auf den ersten Blick wie eine palliative Betreuung in den eigenen vier Wänden missverstanden werden mag, verhindert diese jedoch stattdessen und steht noch dazu im "Wettbewerb" der Hausärzteschaft in den Niederlanden. Das Frankenbrunnen-Prinzip in der hollöndischen Sterbehilfe? Schnell hin, schnell wieder weg.
Aus meiner deutschen Sicht und meiner langen klinischen Erfahrung als Pflegekraft auf der Intensivstation und im Feld der Medizinethik, sehe ich persönlich in Deutschland keinen harten Grund aktive Sterbehilfe anzubieten. Wir können heute Menschen medizinisch wie pflegerisch ein lebenswertes Leben, bis in den Tod hinein ermöglichen. Wir sind heute juristisch dazu in der Lage jegliche Therapie, die der Patient nicht (mehr) will bzw. die medizinisch nicht (mehr) indiziert ist, zu unterlassen bzw. wieder abzubrechen. Dies erfordert allerdings eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Grenzen unser Therapie und dessen, was für den Patienten am Besten ist. Darüber müss(t)en wir uns von ihm, bzw. seinen Angehörigen aufklären lassen.
Ich bin vielen Menschen begegnet, die sterben wollten. Allerdings lag dies fast immer daran, dass sie so - mit Schmerzen, in Einsamkeit, usw. - nicht weiterleben wollten. Wir sollten uns also darum bemühen, diese Ursachen zu beheben, und wieder etwas Respekt vor der Bandbreite des Lebens und davor haben, dass wir nicht alles bis ins kleinste Detail vorherbestimmen können. Vielleicht sollten wir damit beginnen von dem Wahn ewig jung und schön sein zu müssen Abstand zu nehmen und wieder ein Altern in Würde schön zu finden.
Christof Oswald
Klinikum Nürnberg zum Beitrag »
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