Leserkommentare [16786]

[11.01.2017, 06:42:56]
Carsten Windt 
Rechenakrobatik 
Ich kann sehr gut eine Ersparnis für den Staat sehen. Aber das Ergebnis ist eher eine Ersparnis zu Lasten anderer. Viele haben immer das Bild des reichen Beamten oder Pensionäre vor Augen. Tatsächlich könnte dieses nur ab den oberen Besoldungsgruppen des gehobenen Dienstes oder des höheren Dienstes stehen. Das sind aber die wenigsten. Dafür haben Beamte statisch mehr in der als die 1,3 pro Frau im Bundesdurchschnitt. Mehr Kinder bedeutet aber auch mehr Versicherte pro Beitragszahler in der GKV. Knapp die Hälfte der Beamten sind Pensionäre. Bei einer etwas günstigeren Kostenstruktur dürfte auch hier der größte Teil der Leistungen benötigt werden. Eine Rechnung mit vielen Unbekannten, welche die Studie nicht berücksichtigt. Aber wer zahlt dann die Zeche?
Die jetzt GKV-VERSICHERTEN und die Ärzte.
Eine Überführung der Beamten verschärft das demografische Problem und dürfte mehr Leistungen-als durch Beiträge ausgeglichen werden, Kosten. Entweder steigt der beitragssatz oder der Zusatzbeitrag. Aber halt die SPD will ja die Bemmessungsgrenze um 25% erhöhen.
Trotzdem Verlierer sind die Gkv-versicherten und natürlich die Ärzte, die ca 20% Einkommen verlieren.
Herr Lauterbach hat aber auch hier eine Antwort. Für ihn hat die Pkv ein Problem, weil sie nicht einseitig Leistungen kürzen kann. Also zumindest die SPD verspricht schon heute in Zukunft bei Ihrer Bürgerversicherung die Leistungen zusammen zu streichen. zum Beitrag »
[10.01.2017, 18:42:08]
Erich Blöchinger 
Fitnesstudio aus Saltugenetischer Sicht problematisch 
als promovierter Sportwissenschaftler mit dem Schwerpunkt med. Trainingstherapie halte nicht nur ich das Treiben in den meisten Fitnesstudios für größtenteils ungesund. Anaerobes Aerobic, Bodybuilding bis zum Muskelabrisse (z-B. Biceps-, Brustmuskel)unzählige akute Bandscheibenvorfälle dokumentiere ich laufend in meinen Akten. Meine Empfehlung lautet: Viel bnesser sind Therapiezentren in denen Prävention, Therapie - und Rehaleistungen von seriös und kompetent ausgebildeten Therapeuten angeboten wird. Der Laie kann leider Therapie nicht von Fitness unterscheiden zum Beitrag »
[10.01.2017, 16:21:56]
Thomas Georg Schätzler 
Gute alte Tante "dpa" und Bertelsmann-Stiftung - Milchmädchenrechnung im Gleichschritt? 
Die Originalfassung der Studie findet sich unter
https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/Studie_VV_KrankenversPflicht_Beamte_Selbststaendige_Teilbericht-Beamte_final.pdf

Dort werden unter "5. Zusammenfassung und Fazit" auf Seite 54 in z. T. kryptischen Ausführungen konfabuliert und formuliert:

"TABELLE 23 - Zusammenfassung der Simulationsergebnisse für die Einbeziehung von Beamten in die GKV
BASISVARIANTE | WECHSELTRÄGHEIT | LANGFRISTIGES KALKÜL | BEIHILFEFÄHIGER TARIF
Anteil Wechsler 88 % | 80 % |94 % | 88 %
Anzahl Wechsler 2,72 Mio. | 2,49 Mio. | 2,90 Mio. | 2,72 Mio."

Unter "Mrd. Euro p. a." werden im Einzelnen beziffert:
"GKV-Nettoeffekt 3,4 | 2,3 | 4,4 | 0,1
Nettoeffekt öffentliche Haushalte 3,2 | 3 | 3,2 | 2
Bund (inkl. Bahn, Post) 1,6
Länder 1,7
Nettoeffekt Beamtenhaushalte 0,6 | 0,5 | 0,5 | –0,5"

Quelle: IGES auf Basis von SOEP-Daten sowie Daten der Statistischen Landesämter, Landesfinanzministerien und Landesrechnungshöfe | Bertelmann Stiftung

Mit anderen Worten: Die Studie der Bertelsmann-Stiftung formuliert ein Einsparpotenzial von 60 Milliarden Euro in der Krankenversorgung durch Abschaffen der Beamten-Beihilfe, in dem sie in ihrer eigenen offiziellen Zusammenfassung einen Nettoeffekt von nur 0,5 bis 0,6 Milliarden Euro pro Jahr beziffert. Dieser würde allerdings bei herbeifantasierten Einsparungen von 60 Milliarden Euro erst in über 100 Haushaltsjahren eintreten.

Also eine klassische Milchmädchenrechnung mit Volksverdummungscharakter!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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[10.01.2017, 12:10:30]
Martina Lommler-Thamer 
Diese Chancen bietet der Innovationsfonds den Praxissoftwareherstellern 
Es kann nicht sein, das ich als Niedergelassene wieder für viel Geld (400,00€ einmalig und monatl. 7,00€) für den Medikationsplan bei Turbomed bezahlen soll. Meine Patienten haben schon seit Jahren einen Medikationsplan, nun teilt mir Turbomed mit, dass ich für den neuen Plan diese Summe zu zahlen habe und das der alte Medikationsplan ab 01.04.17 aus dem Update genommen wird. Damit zwingen diese mich, den neuen Plan zu kaufen.
Ich werde den Anbieter wechseln!!!!!!!!!!!!!!!!!! zum Beitrag »
[10.01.2017, 11:45:00]
Sigbert Scholz 
Apps 
Bots können nur eines der neuen Hilfsmittel sein, die die Anamnese verbessern...Das war es dann aber auch schon!Ansonsten werden richtige Diagnosen nur multisensorisch gestellt.Alles andere ist MARKETING!
Viele Grüße an die Cyber Industrie. zum Beitrag »
[10.01.2017, 11:41:06]
Wolfgang Hensel 
Ohne Theorie? Geht nicht! 
Es ist viele Jahre seit meinem Studium her, aber wie so oft im Nachhinein dankbar, so viel Theorie gebüffelt zu haben. Ich habe es oft verdammt, dieses mehr oder weniger auswendig lernen, aber ohne Theorie bekomme ich keine Diagnose. Von Ausnahmen, direkt erkennbare äußerliche Erkrankungen, einmal abgesehen. Was bringt mir die Physiologie, die Pathologie, die biochemischen Vorgänge im menschlichen Körper, wenn ich die Theorie nicht kenne. Woher weiß ich, welche Blutkörper zu welcher Krankheit gehören. Das ist Theorie.
Natürlich ist das praktische zwingend notwendig, aber wenn ich dann noch nicht einmal eine deutlich hörbare Herzklappenveränderung hören kann. Ich habe es einmal bei einigen Studenten erlebt. Studenten im zehnten Semester wohlgemerkt, im Rahmen des Blockpraktikums. Selbst die betroffene Patientin war ausserordentlich erschreckt darüber. Diese Mitralklappeninsuffizienz war eigentlich nicht zu überhören. Und trotzdem einige Studenten hatten "nichts" gehört. Dabei gibt es doch verdammt gute CD´s mit allen Herzgeräuschen. Und dann fehlte auch noch komplett die Zuordnung zu den einzelnen Klappen.
Natürlich könnte auch ein wenig mehr am Patienten praktisch geübt werden, aber ohne Theorie?
Heute bin ich dankbar, daß ich soviel lernen mußte. zum Beitrag »
[10.01.2017, 10:37:07]
Karl-Otmar Stenger 
Mitverantwortung des Gesetzgebers 
Die Bundesregierung ist äußerst zurückhaltend bei der Bekämpfung der Volkskrankheiten und unterstützt auch noch die Liberalisierung der Zuckermarktordnung der EU, wo doch vor 2 Jahren die WHO davor gewarnt hatte, dass ein Konsum von Zucker von mehr als 5% des Energiebedarfs mittel bis langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen muss. Es wird Zeit, dass diese lahme Gesundheitspolitik beendet wird. Längst macht sie sich wegen Untätigkeit mitschuldig am Leid der Kranken. Das Abwarten, ob wohl die Lebensmittelindustrie zur Vernunft kommen will, macht alles nur noch schlimmer und den Gerichten unnötige Arbeit. zum Beitrag »
[10.01.2017, 09:10:26]
Zlatko Prister 
und in den 140.000 arztpraxen 
dümpeln die ärzte mit ihren karteikarten und papierhaufen nur dahin und bewegen sich keinen millimeter aus ihrem dokumentationsmittelalter.
um das digitalisierungsvorhaben des ministers voranzutreiben braucht man eine willige basis. die ärzte haben aber keine lust auch im ansatz über die abläufe in den praxen nachzudenken. diese prozesse müssen erst intern optimiert werden.
softwarehäuser stellen den ärzten perfekte systeme zur verfügung. jeder hat heutzutage so ein gutes system in seiner praxis.

meine kolleginnen und kollegen NUTZEN ES ABER NICHT !

hier muss man ansetzen. ärzte schulen im bereich der internen prozessoptimierung.

sonst wird nichts aus der digitalisierung.
oder wir warten, dass die jeztige generation austirbt. das wir aber lange dauern.

mfg
dr. z. prister
papierlose hausarztpraxis 4.0
www.prister.de
frankfurt am main zum Beitrag »
[10.01.2017, 09:10:20]
Jürgen Schmidt 
Medizin ist Denken 
Das Spannungsverhältnis zwischen den Notwendigkeiten theoretischen Wissens und praktischer Fähigkeiten ist künstlich.
In der Differentialdiagnose gehen die Gedanken - ja, Medizin ist Denken - immer vom Befund zur Pathophysiologie und zurück.
Richtig ist allerdings, dass die erworbenen praktischen Fähigkeiten - auch bei den Weiterbildungsassistenten - seit Jahrzehnten abgenommen haben, parallel zur Technisierung der Medizin. Wer die feinen klinischen Zeichen lebensbedrohlicher Erkrankungen nicht gelernt hat, steht in der ersten Phase eines technischen Untersuchungsprogramms und der nacheinander einlaufenden Befunde mitunter ratlos sortierend vor dem Patienten.
Vor einiger Zeit besuchte ich einen Patienten im Krankenhaus der nach einer Tonsillektomie mit Fieber und hochgradiger Schwäche den dritten Tag ohne Diagnose dahin siechte. Ich entdeckte die Mikroembolien an den Fingerkuppen, setzte ein Stethoskop auf das Herz und Stellte die dringliche Diagnose - - weil ich vor Jahrzehnten auch die seltenen Krankheitsbilder einmal gelernt hatte.
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[10.01.2017, 02:43:15]
Manfred Stapff 
Wo bitte gibt es ein "Recht auf Abtreibung"? 
Sehr richtig beschreibt der Autor dass die pro- oder contra Trump Diskussion in USA derzeit hochgradig emotional geführt wird und selten den Fakten folgt. Ebenso ist die Abtreibungsdiskussion ein extrem emotionsgeladenes und von der jeweiligen Weltanschauung dominiertes Thema, das tief mit der Definition des Beginns des schützenswerten Lebens und damit mit der Abwägung mit dem Recht der Frau auf eigene Entscheidung verbunden ist.
Man hätte sich eine weniger reisserische Überschrift gewünscht: Wo bitte gibt es ein "Recht auf Abtreibung", das Trump beschneiden könnte? Es gibt allenfalls Sachverhalte, die eine Abtreibung zu einem Straftatbestand machen oder nicht. zum Beitrag »
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