Mittwoch, 29. Juli 2015

Leserkommentare [13470]

[22.07.2015, 13:48:53]
Sarah Richter 
Und so kindisch 
ich dieses öffentlich ausgetragene Hickhack auch mit Recht finde, entschuldige ich mich für meine kleine letzte Beleidigung.

MfG, Sarah Richter zum Beitrag »
[22.07.2015, 12:42:26]
Sarah Richter 
Immer noch: beser lesen 
Sehr geehrter Herr Dr. Schätzler,
(im Vergleich zu Ihnen wahre ich die Form..)

Sie haben leider selbst beim Zitieren immer noch nicht richtig hingesehen.
Ich schreibe ausdrücklich "viele"! Ärzte und "manche"! Ärzte, womit natürlich lang nicht DIE Ärzteschaft als Ganzes gemeint ist.

Außerdem lautete der erste Satz meines Kommentars: Verlogen, unlogisch und blasiert - das sind die Schlagworte,die mir bei der ganzen Diskussion! um die Sterbehilfe einfallen. Gemeint ist also auch da nicht der Ärzteberuf oder die Ärzte an sich, sondern die Diskussion darüber. Die Redaktion hat diesen ersten Satz vermutlich aus Nicht-Relevanz nicht hingeschrieben - was aber nicht weiter schlimm ist, geht man davon aus, dass man es mit erwachsenen, intelligenten Menschen zu tun hat, die selbst in der Lage sind für Sie nicht relevante Kritikpunkte entweder zu übergehen oder gegenzuargumentieren.

Das "Blasiert" bezieht sich für mich auf jeden, der meint über das Leid oder Wohl anderer genau Bescheid zu wissen und entscheiden zu müssen, was ein anderer auszuhalten hat und was nicht.

Wenn Sie genau hinsehen, werden Sie in diesem Artikel eine kleine Beleidigung finden, die sich aber wiederum in keinster Weise auf die Ärzteschaft bezieht, sondern auf Sie persönlich. Ich hoffe aber, Sie stehen da drüber und müssen nicht wieder die Redaktion um Hilfe bitten.

Sarah Richter zum Beitrag »
[22.07.2015, 11:22:16]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
@ Sarah Richter und @ ÄZ-Redaktion 
Ich zitiere S. R.:
"Verlogen, unlogisch, blasiert"
"Verlogen, da viele Ärzte doch nie eine staatliche Einrichtung...von innen gesehen haben."
"Warum unlogisch?...wenn manche Ärzte meinen, die derzeitigen Möglichkeiten des Arztes zu einer (natürlich völlig unbeabsichtigen) Einleitung des Sterbeprozesses auf Wunsch eines Todkranken würden ausreichen."
"Drittens: Blasiert...Welch armselige Arroganz."
Ich bin gespannt auf eine Stellungnahme?
Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z. Zt. Bergen aan Zee/NL) zum Beitrag »
[22.07.2015, 11:07:02]
Dr. Klaus Thierse 
MDK 
lt. § 277(1) SGB V ist das ERGEBNIS der Begutachtung dem Leistungserbringer als auch der Kasse mitzuteilen.

Das ERGEBNIS: ich erlebe regelmäßig, wenn ich bei der Kasse (beim MDK kenne ich ja zunächst den Ansprechpartner nicht, einige Begutachtungen werden quer durch die Republik versandt) die fehlende Zusendung gemäß § 277 bemängele, dass dann die KASSE mir das komplette Gutachten zusendet - Koll. Schätzler hat Recht: Datenschutz ist bei unseren Krankenkassen offensichtlich ein Fremdwort.

Und dass Fr. Gradl gerade in der Psychotherapie den Datenschutz als bürokratisch empfindet, ....

Dr. Klaus Thierse

Und dann fordern die Kassen auch immer wieder Entl.-Briefe etc. an sogar ohne Umschlag für den MDK (selbst das wäre ja rechtswidrig). zum Beitrag »
[22.07.2015, 10:57:33]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Ich hab' nicht 'Rücken', ich habe Barmer GEK" 
Seltsam schräg: Barmer GEK Vorstandsvorsitzender Dr. med. Christoph Straub (Ex-Vorstandsmitglied in der Rhön-Klinikum-AG) beklagt bei der Vorstellung seines aktuellen Krankenhausreports, dass in den Kliniken "lumbale Rückenschmerzen" zu einem großen Anteil weder operiert noch schmerztherapeutisch behandelt würden. "Das ist eine deutliche Fehlentwicklung". Zugleich beschwört er, dass Hausärzte die Lotsen in einer abgestuften Versorgungskaskade sein sollten. Die Patienten sollten jedoch vor einer Operation an der Wirbelsäule in jedem Fall eine zweite Meinung einholen - auch wenn dies in einer w e i t e r e n Klinik stattfinden würde, wo w i e d e r u m weder operiert noch schmerztherapeutisch behandelt werden würde.

Das alles vor dem Hintergrund, dass die Ex-Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Birgit Fischer, die 2011 zum Verband forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VfA) wechselte, nach dem juristischen Scheitern ihres BEK-Hausarzt-Vertrags die Hausarzt zentrierte Versorgung (HzV) des Deutschen Hausärzteverbands (HÄV) mit allen gesundheitspolitischen Mitteln torpediert und bekämpft hatte.

Orthopädisch-internistische Klinik-Kollegen sind nicht zu beneiden: Da schlagen mitten in der Nacht und an Wochenenden vermeintlich akute und chronische Rückenschmerz-Patienten mit unspezifischen Kreuzschmerzen auf ("unspecific low back pain), die entweder ihr Ibuprofen vergessen, fach-orthopädische Ratschläge zur Gewichtsreduktion ignoriert oder sich völlig inadäquat fehlbelastet haben: Laienhafte Renovierungsarbeiten, untrainiertes Bierkästen schleppen, Fehlhaltung beim Grillen, Trend- und Risikosportarten, Crossfit o. ä. Hinzu kommen Folgen physiotherapeutischer, heilpraktischer, osteopathischer und wunderheilerischer (z. B. Thai-Massage) Fehlmanöver, Wartezimmer-Phobien, Terminprobleme bei niedergelassenen Orthopäden etc. pp.

Extrem verwundert, dass der ärztlich geschulte Barmer GEK Vorstand Dr. med. Christoph Straub sich nicht an zahlreiche Reports erinnern will, nach denen 90 Prozent aller "aute and chronic low back pain" spontan abheilen, keinerlei Ruhigstellung, Kortison- oder NSAR-Injektionen bedürfen, sondern mit rein flankierenden Maßnahmen sich selbst terminieren. Auch bei chronischen Rückenschmerzen sind aktivierendes, n i c h t immer schmerzfreies Aufbautraining und spezifisch abgestufte Interventionen Mittel der Wahl.

Dies wird konterkariert, indem die GKV-Kassen incl. Barmer GEK immer wieder ihren Versicherten suggerieren, es gäbe einen einklagbaren Rechts- und Erfüllungsanspruch, an jedem Ort der Welt und jederzeit absolut schmerzfrei zu sein. So, als wären akute und chronische Schmerzen ein bio-psycho-sozial überflüssiger "Wurmfortsatz" der menschlichen Evolution. Als würden Hammerschlag, glühende Asche, Feuer, Sonnenbrand, Bing-Horton-, Migräne- oder SAB-Kopfschmerzen, akutes Abdomen, ISG-Blockierung, Lumboischialgie, Myokard-, Mesenterial- und Hirninfarkt, tiefe Beinvenenthrombose und Lungenembolie nicht biologisch sinnvoll und überlebenswichtig den Schmerz als essenzielle Primärsymptomatik ans Gehirn vorausschicken. Bei chronischen Schmerzen gilt es ebenso, nach den eigentlichen bio-psycho-sozialen U r s a c h e n zu fahnden und nicht alles schmerztherapeutisch interventionell oder gar sedierend zuzudecken. Abschreckendes Beispiel ist auch die kommunale Initiative "Schmerzfreie Stadt Münster"!

Aber genau diese nicht nur von der Barmer GEK fehlgeleiteten Anspruchs- und Erwartungshaltungen und eine weltfremde WHO-Gesundheitsdefinition mit der absoluten Abwesenheit von Krankheitssymptomen sind Ursachen dafür, dass die Zahl der Krankenhausfälle aufgrund von Kreuzschmerzen innerhalb 8 Jahren von 2006 bis 2014 von 282.000 auf 415.000 gestiegen sind. Dass 30,5 Prozent der betroffenen Patienten operiert wurden, 29,9 Prozent eine Spritzen Schmerztherapie spricht eher für eine klinische Spitzenleistung: Denn immerhin 39,6 Prozent der Patientinnen und Patienten mussten damit keine iatrogenen Schäden, sekundären Chronifizierungen oder nosokomialen Infektionen erleiden. Von den Versuchen, Kliniken wegen unterlassener Hilfeleistung zu verklagen, einmal abgesehen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z. Zt. Bergen aan Zee/NL)

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[22.07.2015, 10:42:08]
Dr. Henning Fischer 
Streit um Plätze im KV-Gefängnis 

traurig, traurig

Ich werde es in absehbarer Zeit verlassen
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[22.07.2015, 09:26:18]
Anne C. Leber 
Leserzuschrift von Dr. Herta Wetzig-Würth 
Wenn die Kassenärztliche Bundesvereinigung das "Umschlagverfahren" bei gutachterlichen Stellungnahmen durch den MDK - aufgrund von Verstößen gegen den Datenschutz bei den Kassen - für nicht mehr statthaft erklärt, welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die gutachterlichen Stellungnahmen bei den ausführlichen Berichten an Gutachter zum Antragsverfahren von tiefenpsychologisch fundierten und analytischen Psychotherapien - sensiblen Inhalts -?
Auch hierbei wird bekanntlich das "Umschlagverfahren" praktiziert.

Der Schutz von Patientendaten fordert eine schnelle Antwort.

Dr. med. Herta Wetzig-Würth
Ärztin für Innere Medizin,
Psychotherapie - Psychoanalyse
aus Braunschweig
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[21.07.2015, 15:59:22]
Ute Fischer 
Zecken im Garten 
Was steckt dahinter, dass ausgerechnet das Bundesland Baden-Württemberg, das so intensiv über Zecken forscht, sich bis heute vor der Meldepflicht für Borreliose drückt?  zum Beitrag »
[21.07.2015, 14:14:53]
Dr. Boschidar Nikolow 
Multimodale Therapie 
Der Begriff "Multimodale Therapie" durchzieht nun seit einigen wenigen Jahren als "Schlagwort" durch alle med. Medien und bis heute kam noch keiner dieser "Fachleute" auf die Idee, dass diese Therapie für min. 90% der Patienten nicht machbar ist, weil man 1. Zeit dafür haben und 2. in einem Umfeld leben muss, wo diese notwendigen "Experten" und Stellen vororts auch erreichbarbar und bezahlbar sind. Nicht jeder ist ein Beamter, der monatelang 3 Tage der Woche abwesend ist ! Es gibt Menschen, die arbeiten müssen, um finanziell zu überleben - die können (abgesehen vom fraglichen Erfolg) von der tollen "Multimodalen Therapie" nur träumen. Ich schreibe dies nicht ohne Grund, weil ich genug Patienten kenne, die dies z. T. vergeblich versucht haben, aber auch ohne Erfolg absolvierten, kenne aber keinen, dem mit dieser multimodalen Therpie wirklich geholfen wurde. Diese Aussage ist natürlich keine Studie, sondern die Erfahrung, die ich mit sehr vielen Schmerzpatienten gemacht habe. Es wäre schön, diesen menschen endlich wirklich helfen zu können !! Ich schreibe aus Österreich und kenne die Situation in Deutschland nicht, aber unsere Schmerzamulanzen sind fast peinlich. In Tirol ist man z. B. nicht einmal in der Lage, eine Ketamintherapie (über die Sinnhaftigkeit kann man natürlich diskutieren) durchzuführen. Fazit: Theorie, weil die Machbarkeit und auch der Erfolg in Frage gestellt ist. Ich beschäftige mich in meinen freien Nachtstunden seit min. 20 Jahren mit Schmerzpatienten, denen bis dato nur mit Opioiden geholfen wird. Ich suche schon lange nach einem wirklichen Fachmann/Frau, der/die die entsprechende Hypnoseausbildung hat. Wenn mir Jemand einen nennen kann - herzlichsten Dank.
MfG., B. Nik.  zum Beitrag »
[21.07.2015, 13:20:18]
Heidemarie Heubach 
Bekannte Handschrift der Troika! 
Man lese nur den Klassiker von Naomi Klein "Die Schockstrategie" - da kann einem übel werden bei der beschriebenen Abwicklung von zig-Ländern (viele in Lateinamerika) nach immer demselben Muster: das Volk auspressen wie eine Zitrone, durch Privatisierungen die Reichen noch reicher machen. Jetzt soll der 1.Dominostein in Europa fallen: Griechenland. Es wird nicht der einzige bleiben, da braucht man nur das Zitat im Interview von Warren Buffet ernst nehmen "wir sind in einem weltweiten Krieg. Diesen Krieg haben wir Reichen begonnen, und diesen Krieg werden wir Reichen gewinnen." zum Beitrag »
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