Leserkommentare [15686]

[15.06.2016, 12:14:37]
Dr. Henning Fischer 
in den letzten 30 Jahre die ich als niedergelassener Arzt überblicke 

haben sich einige Schwerpunkte maximal verlagert: z.B. weg von medizinischen Belangen auf materielle unter dem Motto: Geiz ist geil

90% des teuflischen SGB V betreffen Regularien, die ausschließlich zur Kostendämpfung geschaffen wurden: Heil-Hilfs-Arzneimittelrichtlinien ect.

Der Bürokratismus ist explodiert, keine blickt mehr durch, und die kassenärztliche Tätigkeit ist zum Minenfeld geworden.

Erzählen Sie mal einem angestellten Arzt:

- im Zweifelsfall mußt Du Medikamente und Anwendungen für Patienten aus eigener Tasche bezahlen

dafür

- bekommst Du auch nur 62% Deiner Leistungen bezahlt!

Wenn schon Arzt, dann aber nicht Kassenarzt in Deutschland!
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[15.06.2016, 11:48:30]
Wolfgang P. Bayerl 
google wird mir ja direkt sympathisch, 
denn die entsolidarisierte Gesellschaft hat ja nicht allzuviel übrig für das Altern. Ich würde bei den Mitochondrien ansetzen, da gibt es schon Vorschläge von einem gewissen Aubrey D. N. J. de Grey
Department of Genetics, University of Cambridge, UK  zum Beitrag »
[15.06.2016, 11:12:54]
Claus F. Dieterle 
Es ist doch so einfach! 
Der Glaube an Jesus Christus und die daraus resultierenden Taten führen zum ewigen Leben. Und die Bibel wurde zuverlässig überliefert. Für Christen gilt auch die Verheißung in Psalm 92,15: "Und wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein..." zum Beitrag »
[15.06.2016, 11:08:50]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Gute Besserung statt gute Preise! 
Der Kollege Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK, sollte wissen, dass unsere ärztliche Kernkompetenz fundiertes Wissen um Anamnese, Untersuchung, Differenzialdiagnostik, Labor, apparative Untersuchungen, Therapie, allgemeine und spezielle Pharmakotherapie, Physiotherapie, REHA, Prävention und Palliation bedeutet.

Eindeutig n i c h t gehören zu den Aufgaben der ärztlichen Berufsausübung die Forschung, Entwicklung, Produktion, der Vertrieb und die betriebswirtschaftliche Kalkulation bzw. Preisgestaltung von pharmazeutischen Produkten. Außerhalb von Rezepturen war und ist dies auch niemals Gegenstand ärztlich-universitärer Aus- und Weiterbildung bzw. medizinischer Fortbildung gewesen.

In Klinik und Praxis kann und darf es nicht unsere primäre ärztliche Aufgabe sein, den gesamten Arzneimittelmarkr zu überwachen, zu steuern und zu finanzieren. Dafür sind zweifelsfrei Ökonomen, Volks- und Betriebswirte, Pharmazeuten, Pharmamanager, Politik, Krankenkassen, Medien und Öffentlichkeit zuständig. Selbst die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), die KBV, die Ärztekammern (ÄKn) bzw. die Bundesärztekammer (BÄK) sind eher für Zulassung, Ausbildung, Sicherstellungsauftrag, Honorarabrechnung, Logistik und Ethik zuständig als ausgerechnet für Banken- und Versicherungs-nahe Monetik.

Geradezu absurd ist die Äußerung: "Der Arzt sollte von sich aus das günstige Produkt verordnen. Vermutlich kennt er aber seine Biosimilar-Quote gar nicht", wie Professor Daniel Grandt, Chefarzt am Klinikum Saarbrücken und Studienleiter des Arzneimittelreports unterstellt. Denn wenn der Arzt gerade k e i n 'aut idem'-Kreuz macht (cave Bedeutungsumkehr!) kann die Apotheke nicht nur bei Biosimilars nach eigenem Gutdünken entscheiden, ob sie Original, Generikum oder Biosimilar rausgibt. Außerdem müsste dem Kollegen D. Grandt auch bekannt sein, dass alle Rabattverträge n i c h t öffentlich sind!

Die bösartige Äußerung: "Es sind freiwillige Bonuszahlungen an die pharmazeutische Industrie" ist m. E. ein durch nichts zu entschuldigender Generalverdacht, dass wir Ärztinnen und Ärzte in Deutschland der Pharmaindustrie unzulässige Vorteile gewähren würden.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
(es liegen keinerlei Interessenkonflikte vor) zum Beitrag »
[15.06.2016, 09:11:39]
Wolfgang P. Bayerl 
mich wundert schon, dass hier so wenig Kritik kommt 
Der Arbeit kann man mit Fug und recht hohe Selektionierung vorwerfen um einen positiven Effekt von Alkohol zu erreichen, der dann unvermeidlich, siehe Foto, zu einer Alkohol-Empfehlung ausartet.
Immerhin sterben in Deutschland ca. 75000 Menschen durch Alkohol, mehr als irgend ein Krebs schafft.
Die Selektion betrifft nur
a) postmenopausale Frauen,
b) nur Trinkerinnen
c) nur gesunde Trinkerinnen ohne cardiovaskuläres Risiko bei Studienbeginn
d) und schließlich betrifft auch in dieser Gruppe die Aussage eine Minderheit
" only 37% of the invited women participated in the first examination in 1993-98, and hence caution should be taken when generalising the findings. "
Was mir auch fehlt ist der absolute Wert der Lebenserwartung.
Immerhin rangiert Dänemark in Europa bei der Lebenserwartung aktuell (UNO 2016) an 21. Stelle noch hinter Deutschland.

Eine statistische Reanalyse 2015 vieler Arbeiten über positive Effekte bei niedrige Alkoholkonsum sieht das wesentlich kritischer:
"All cause mortality and the case for age specific alcohol consumption guidelines: pooled analyses of up to 10 population based cohorts"

http://www.bmj.com/content/350/bmj.h384
"Conclusions Beneficial associations between low intensity alcohol consumption and all cause mortality may in part be attributable to inappropriate selection of a referent group and weak adjustment for confounders. Compared with never drinkers, age stratified analyses suggest that beneficial dose-response relations between alcohol consumption and all cause mortality may be largely specific to women drinkers aged 65 years or more, with little to no protection present in other age-sex groups. These protective associations may, however, be explained by the effect of selection biases across age-sex strata."

Gerade in einem Ärzteblatt sollte nicht der Begriff der "optimalen Alkohol-Dosis" benutzt werden. Es gibt hierfür die S3-Leitlinie von 2015 bei der u.a. auch bei dem umstrittenen "moderatem Konsum" mindesten eine 2-Tages-Totalabstinenz empfohlen wird, was causal mehr als untermauert wird mit den noch länger nachweisbaren Laborveränderungen (gamma-GT etc. und Metaboliten im Urin). Der Stoffwechsel benötigt eine Erholungszeit. Gerade das regelmäßige Trinken ist das Stoffwechselproblem.

mfG zum Beitrag »
[15.06.2016, 07:39:49]
Hartwig Raeder 
Erklärung 
Die Glomeruläre Filtrationsrate GFR ist immer proportional zum Herzzeitvolumen HZV. HZV und GFR müssen immer bestimmt werden. Wenn die Reduktionen von HZV und GFR gegenüber den Normalwerten identisch sind, dann liegt keine Nierenkrankheit vor. Es handelt sich um ein Extrarenalsyndrom vermutlich im Rahmen eines intensivpflichtigen und dialysepflichtigen Multiorganversagens. Ursachen der Niereninsuffizienz können ein Kardiorenalsyndrom, ein Hepatorenalsyndrom, ein Pulmorenalsyndrom oder ein Zerebrorenalsyndrom sein. Nach erfolgreicher Behandlung des Grundleidens erholt sich die Nierenfunktion immer. Die Mortalität und die Prognose sind abhängig vom Grundleiden und nicht vom Dialysebeginn. zum Beitrag »
[14.06.2016, 22:07:02]
Wolfgang P. Bayerl 
Diese Theorie setzt allerdings voraus, 
dass die Immunreaktion schädlich ist. Das ist nicht so ganz nachvollziehbar, da die toten Muskelzellen ja irgendwie entsorgt werden müssen. Es müsste daher vorher bekannt sein ob nicht die Ausdehnung der Muskelschädigung am Morgen höher ist. Auch die Angina p. tritt ja morgends häufiger auf. Wer weis mehr? zum Beitrag »
[14.06.2016, 22:04:26]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Shock in Obstetrics is shocking Obstetrican" - Schock in der Geburtshilfe ist ein schockierender Geburtshelfer! 
war der Leitspruch meines Geburtshilfe-Dozenten Dr. McInerny in Australien. Weltweit sind sich alle Experten einig, wie problematisch bzw. für Mutter und Kind vital bedrohlich eine Becken-End-Lage intrapartal auch noch mit zweimaligem Mekonium-Abgang ist.

Bei einer Hausgeburt mit insgesamt 18-stündigem Geburtsvorgang und bekannter Becken-End-Lage erst etwa 12 Stunden nach Wehen-Beginn überhaupt im Hotelzimmer als improvisiertem Kreißsaal zu erscheinen und aus ideologischer Verblendung ("Wegen ihrer inneren Einstellung messe sie keine Herztöne des ungeborenen Kindes und kläre die Schwangeren nicht über bestimmte Risiken auf") zu handeln, hat selbst die BGH-Richter verblüffen müssen.

Eine inkompetent und ideologisiert handelnde Ärztin und Hebamme hatte sich gegen die schwangere Patientin und ihr Kind in größter Lebensnot und Gefahr verschworen. Deswegen hat der Bundesgerichtshof das entsprechende Urteil des Landgerichts Dortmund wegen "Totschlags durch Unterlassen" ausdrücklich als rechtswirksam bestätigt.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[14.06.2016, 12:00:09]
Detlef Bunk 
Der fehlinformierte Patient – ein ewiges Thema 
Im Zusammenhang mit der beginnenden Verbreitung fragwürdiger psychologischer online-Testverfahren im Internet und der Zunahme teil- und fehlinformierter, geängstigter Patienten in Ambulanzen und Praxen schrieb der Kommentator bereits 1999 im Kinder- und Jugendarzt:

„Es ist durchaus möglich, daß zukünftig in den psychiatrisch-psychologischen Praxen Patienten mit selbstgestellten `Internet-Diagnosen` erscheinen und der Kliniker dadurch zunehmend gezwungen sein wird, seine diagnostische Einschätzung dem Patienten gegenüber noch ausführlicher wissenschaftlich fundiert zu begründen. … “ (Bunk 1999)

Der richtig informierte Patient scheint eher die Minderheit zu repräsentieren. Die Zeit ist überreif, für sensible Bereiche wie das Gesundheitswesen Regeln zu schaffen, um die Objektivität und Seriosität von Informationen im Internet erkennen zu können – ein erster Schritt: Angabe von Quellen und Gütekriterien.

Cit:
Bunk, Detlef (1999) Psychologische Screening-Diagnostik zum Ausschluss oder zur Bestätigung von Teilleistungsstörungen. Kinder- und Jugendarzt, 30. Jg, Nr. 11, S.1131-1140.

Dr. phil. Detlef Bunk,
Dipl. Psych. PP, KJP,
Essen
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[14.06.2016, 11:23:04]
Joachim Malinowski 
Entzündung blocken - Gefahr gebannt? 
Wenn die Entzündungreaktion so entscheidend ist, wie sieht es dann mit Antiphlogistika aus, um ein besseres Outcome zu erhalten? zum Beitrag »
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