Mittwoch, 3. September 2014

Leserkommentare [10802]

[27.08.2014, 09:24:11]
Dr. Ragi Chita 
Hat da denn keiner wirklich Ahnung, wie die Praxis ausieht? 
Das also als Nächstes...
Ich bin auf die Kriterien für das Rankinng gespannt. Da schneidet evtl. der IGeL-verkaufende Luxusarzt, der sich ohne Wartezeit 1 Stunde Zeit für seine ausgewählten Patienten nimmt und für die Dauer der Massagetherapie krank schreibt besser ab als der einsam kämpfende Landarzt, der täglich 180 anströmende Patienten eines überalterten morbiden Landkreises rundum versorgen muss. Werden da die Patientenmeinungen verwertet oder wird für jede einzelne Praxis die Patientenzahl und Morbidität berücksichtigt?

Fragt sich eigentlich auch mal jemand, warum die Hausärzte die neue Geriatrie-/ Gesprächsziffer nur so wenig abgerechnet haben? Weil bei der Versorgung von 2000 Patienten/ Quartal schlicht nicht genug Zeit ist für so viele 10min-Gespräche oder dafür, dass man in der Patientenakte schon lange bekannte und vom Arzt behandelte behandelte Zustände nochmal im geriatrischen Assessment dokumentiert. Die kleinen Praxen in Ärztehäufungsgebieten haben dafür mehr Zeit.

Und wozu soll man "eilige Überweisungen" bürokratisieren. Ich kenne keinen Facharzt, der den Patienten nicht gleich annimmt, wenn der Hausarzt telefonisch um sofortige Untersuchung bittet - will ja auch schließlich keiner Hilfe unterlassen oder seinen Zuweiser verprellen. Stattdessen wird demnächst Geld für eine Koordinierungsstelle abfließen und ich muss nochmal was ausfüllen??

Und wozu gibt es die bürokratische regional gegliederte Niederlassungsbeschränkung? Die KBV kennt doch die Patientenzahl jeder einzelnen Praxis. Wenn sich ein Kollege niederlassen will oder jemand eine Zulassung für einen Praxispartner beantragt, kann man doch einfach nachsehen, wieviele Patienten von jeder Praxis in der Gegend versorgt werden und weiß sofort, ob da noch Bedarf für einen weiteren Arzt ist?!

Warum fragt nicht mal jemand einen Arzt, der täglich mit der Sache zu tun hat? zum Beitrag »
[27.08.2014, 08:26:44]
Ludwig A. Minelli 
Bewusste Irreführung einer wissenschaftlichen Zeitschrift 
Die sogenannte „Studie“, mit der nachgewiesen werden soll, dass sich die Zahl der Menschen, welche in die Schweiz reisen, um dort Freitodhilfe in Anspruch zu nehmen, innerhalb von vier Jahren verdoppelt habe, muss jedem, der die von Dignitas auf deren Website publizierten statistischen Angaben zu lesen weiss, als bewusste Irreführung einer wissenschaftlichen Zeitschrift erscheinen. Hätten die Studienautoren als Ausgangspunkt ihrer Berechnung nicht zwei aufgrund äusserer Einflüsse schwache Jahre von Dignitas ausgewählt, sondern die Jahre davor, hätte sich gezeigt, dass sich diese Zahlen nur verhältnismässig langsam nach oben bewegen. Dazwischen gab es zwei schwache Jahre: Zufolge behördlicher Eingriffe war die Kapazität von Dignitas in jener Zeit von aussen beschränkt. Es scheint den Autoren darum gegangen zu sein, die Behauptung des „Dammbruchs“ zu unterfüttern. Die Studie ist ausserdem in äusserst vielen Beziehungen vollständig unexakt. Wer sich dafür interessiert, findet deren mit Kommentaren unterlegten gelben Stellen auf der Homepage von Dignitas (www.dignitas.ch). Man ist gespannt auf die Reaktion der Herausgeber der Zeitschrift auf die offensichtlich fehlende Wissenschaftlichkeit der „Studie“.
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[27.08.2014, 08:17:49]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Wie wär's denn mal ... 
mit Entwicklung von Leitbild-Kultur, interner und externer Supervision, Beschwerde-Management, positiver Fehlerkultur, Prozess-, Ablauf- und Ergebnis-Dokumentation mit quantitativer und qualitativer Evaluation, Management-Schulung und Optimierungsstrategien bei den "Kranken" Kassen der GKV?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[27.08.2014, 07:28:40]
Dr. Ulrich Hänsel 
Ranking auch bei Mangel? 
Wird es auch ein Ranking bei bald nicht mehr vorhandenen Landärzten (wie ich ohne Nachfolge-Aussichten) geben? Wir haben in D offenbar ein Luxusproblem, in einigen Facharzt-Bereichen ist die Nachfolgeregelung auch nicht immer rosig. zum Beitrag »
[26.08.2014, 23:03:51]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Da die GKV von Medizin wenig Ahnung hat, vermute ich mal, 
sollen dann die Patienten über ihren Dr. abstimmen.
Das heist dann z.B. länger krank schreiben, das gibt Punkte. zum Beitrag »
[26.08.2014, 22:57:05]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Mich ärgert das mit der Schließung kleiner Häuser schon lange, 
denn ein ökonomischer Vorteil ist damit KEINESFALLS automatisch verbunden.
Oft ist das Gegenteil der Fall. Es sind überwiegend Hierarchie- und Prestigeangelegenheiten, warum ein großes Krankenhaus NICHT kritisiert wird.
Oft hört man dann das Argument, das große Krankenhaus ist so teuer, jetzt muss wenigsten die Auslastung (Patientenzahl) etwas erhöht werden, damit sich das teure Krankenhaus . . irgendwie . . besser rechtfertigen lässt. Eine Appendektomie darf dann locker das 3-fache Kosten, man kann ja aus Auslastungsgründen schnell noch ein CT drüber laufen lassen, "z.B. unklares Abdomen". Und der Fachradiologe darf ja dann per Strahlenschutzgesetz sowieso machen was er will. zum Beitrag »
[26.08.2014, 19:28:37]
Dr. Horst Grünwoldt 
Mythos Resistenz-Bildung 
Im Gegensatz zum Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin -wo diese i.d.R. oral verabreicht werden- kommen in der Veterinärmedizin so gut wie immer Injektions-Präparate zur systemischen Anwendung. Nach Erreichung der Bakteriostase -dem Therapieerfolg- im infizierten Organismus werden die pathogenen, vermehrungsunfähigen Mikroorganismen durch die zelluläre Abwehr eliminiert. Das ist der Segen einer wirksamen antibiotischen Behandlung im Krankheitsfall.
Damit dürfte die bakterielle Resistenzbildung bei einigen opportunistischen Krankheitserregern bei weitem im natürlichen Bereich stattfinden.
Die immense Vermehrungs- (Teilungs-)Rate zu täglichen Abermilliarden alleine im menschlichen Dickdarm, kann bei diesen einzelligen Primitiv-Organismen -mit einer relativ einfachen genetischen Materialausstattung- zu wiederkehrenden Spontan-Mutationen führen. Insbesondere auch, wenn das Magen-Darm-Millieu durch sich ändernde Ernährungs-Gewohnheiten substanziell "maltraitiert" wird. Das können womöglich auch nicht-antibiotische, chemische Arzneimittel sein...
So können nach meinem mikrobiologischen Verständnis auf diese Weise sogar aus dem harmlosen E. coli der gefürchtete EHEC-Keim mit enterohämorrhagischen Eigenschaften im veränderten Nährmedium Darminhalt entstanden sein. Nicht anders dürfte es sich bei der Mutation des S.aureus zum MRSA-Bakterium als Schleimhaut-Besiedler gehandelt haben, wenn z.B. im respiratorischen Erkältungsfall das Entzündungs-Medium Nasen-Rachen-Bronchial-Schleim günstige Vermehrungs- und Mutations-Möglichkeiten bietet; oder sogar der Dauer-"Nasovan"-Gebrauch diese noch gefördert haben.
In jedem Falle ist es einleuchtend, daß damit auch althergebrachte Antibiotika, wie das Flemmingsche Penicillin, eventuell wirkungslos werden können. Da sind gewiß die forschenden Mikro- und Molekular-Biologen ständig gefragt, neue Antibiose-Wirkstoffe gegen die mutierten Erregerstämme "au courant" zu testen, statt nur über den vermeintlichen Anti-Infektiva-Mißbrauch in der Tierhaltung populistisch zu lamentieren!
Unter dem bakteriostatischen Effekt eines gegen einen bestimmten Erreger wirkungsvoll eingesetzten Antibiotikums ist für mich der Austausch von "bösmachenden" Eigenschaften (Pathogenitäts- oder Virulenzgenen) über die bakteriellen "mikropili" nicht vorstellbar.
Ganz ähnlich dürfte die spontane Erregermutation bei der Vielfalt der endogen entstandenen, serologisch unterschiedlichen Virus-Spp. sein.
Schließlich handelt es sich dabei auch nicht um "bösartige" kleine Tierchen, die weder überspringen noch ausbrechen können!!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[26.08.2014, 16:07:39]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Hat die WHO etwa auch "Angst" vor Krankheiten? 
Typisch Weltgesundheitsorganisation (WHO)! "E-Health" als "den Transfer gesundheitlicher Ressourcen und medizinischer Versorgung mit elektronischen Mitteln" zu definieren, vermeidet in geradezu psycho- und soziopathologischer Manier den Begriff "K r a n k h e i t". Denn es geht bei E-Health als echter, fortschrittlicher Innovationstechnologie in erster Linie um die niedrigschwellige Nutzung der Neuen Medien zur möglichen Verbesserung der Symptomerkennung, Detektion von Krankheiten, Differenzialdiagnostik, und differenzierten, Krankheits- und Symptom-adaptierten Therapie. "M-Health" bezeichnet konsequenterweise den mobilen Umgang damit, wie ihn etwa Smartphones oder Tablet-Computer ermöglichen.

Was jedoch "E-Health" und "M-Health" bei der WHO unter deren historisch veralteter und jetzt völlig unbrauchbarer Gesundheitsdefinition subsumieren soll, unterschlägt die realen Gefahren, Risiken und Nebenwirkungen, wenn sich beide Bereiche explizit auf K r a n k h e i t s-(Früh-)Erkennung, Versorgungs- und Bewältigungsstrategien ("coping") beziehen sollen. Denn über reine Präventions- und Gesundheitsthemen lässt sich per E+M-Kommunikationsmedien schon seit langem unverbindlich parlieren und austauschen.

Aber wenn wir Ärztinnen und Ärzte nur in den Bereich der Alltagsmedizin einsteigen wollen, sagt die E+M-Angabe des Patienten: "Doc, ich hab' Rücken!" nichts darüber aus, ob bei ihm ein rein muskuloskelettales, pseudoradikuläres Syndrom, ein NPP-Bandscheibenvorfall mit radikulärer Symptomatik, ein Morbus Bechterew, eine Spinalstenose oder eine osteoporotische Sinterungsfraktur vorliegen. Unspezifische Thorax-Schmerzen könnten Influenza, Pleuritis sicca, Pneumonie, Peribronchitis, Spontanpneumothorax, Interkostalneuralgie, Zoster oder auch eine Coxsackie-B-Infektion ("Teufelsgriff", M. Bornholm) bedeuten.

Das vermeintliche Erythema migrans nach Zeckenbiss(-stich) könnte auch ein Erythema anulare oder nodosum mit rheumatischem Hintergrund bzw. ein atypisches Masernexanthem trotz 2-maliger MMR-Impfung in der Kindheit sein. Appendizitis akuta, V. a. perforierende Divertikulitis, Colitis ulcerosa, Meckel-Divertikel, Meteorismus oder intraabdominelle Raumforderungen lassen sich zwar in elektronischen Medien ventilieren, visualisieren oder differenzial-diagnostisch erörtern. Die Entscheidung, welche Diagnose zielführend, welche Untersuchungen erforderlich und welche Therapie Risiko- und Problem-adäquat zur Heilung oder Linderung führt, lässt sich aber auf der digital-virtuellen Ebene definitiv n i c h t lösen, sondern nur durch Anwendung manuell-digitaler Untersuchungstechniken.

Ein weiteres Problem ist die praktische Kommunikationsanwendung von E- und M-Health: Bei Hausbesuchs- und Praxisfahrten treffe ich jetzt schon täglich 4 bis 5 mal kommunikations- und interaktionsgestörte Menschen, die eine "App" verfolgend, eine SMS schreibend, wild gestikulierend mobil telefonierend, E-Books lesend oder Musik hörend wie ferngesteuerte "Zombies" über rote Ampel laufen, in vorbeifahrende Autos stolpern, multimedial abgelenkt gegen Laternenmasten prallen oder in prall-vollen Fußgängerzonen unmotiviert stehen bleiben bzw. Haken schlagen.

Diese Alltagsgefahren potenzieren sich, wenn der Hausarzt zwar gerade noch elektronisch wegen einer lästigen Lumboischialgie um Rat gefragt wird; die damit verbundene intensive E+M-Health Kommunikation jedoch zum versehentlichen Betreten einer Hauptverkehrsstraße führt: Nach Abtransport mit Blaulicht und Martinshorn in die örtliche Unfallchirurgie zur osteosynthetischen operativen Erstversorgung ließe sich dann zwar der "Hexenschuss"-Schmerz auf Facebook als geradezu nachrangiges Problem beschreiben, könnte aber nicht über wesentliche Gefährdungen der E+M-Health Anwendungsmöglichkeiten hinwegtäuschen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[26.08.2014, 13:09:40]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
und was ist mit den Jungs??? 
Ich dachte doe STIKO weis was eine Infektionskette ist,
ganz davon abgesehen, dass es auch männliche Carzinome durch HPV gibt. zum Beitrag »
[26.08.2014, 12:55:00]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
wer hört schon auf die GKV 
die sind erst zufrieden, wenn alle Krankenhäuser geschlossen sind.
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