Freitag, 24. Oktober 2014

Leserkommentare [11149]

[19.10.2014, 00:31:22]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
nochmal an den Juristen Lutz Barth 
von welchem "Grundrecht" genau reden Sie? zum Beitrag »
[19.10.2014, 00:25:16]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Verehrter Herr Barth, Sie müssen sich schon vorwerfen lassen, NICHT ad rem, 
.. sondern ad hominem zu argumentieren.
Das ist bei so einem Thema schlicht unverschämt. Es kann hier nicht darum gehen, eine Person zu beurteilen!!!!
Merken Sie sich das endlich!
Das Thema ist noch wichtiger als die Diskussion für oder gegen die Todesstrafe.
Es ist schon schlimm genug, dass Ärzte Abtreibungen ohne medizinische Indikation vornehmen müssen. Das widerspricht dem Eid des Hypokrates, von dem Sie vermutlich noch nichts gehört haben.
Ich bin stolz auf unseren Präsidenten, gerade weil er kein stromlinienförmiges Weichei ist. zum Beitrag »
[19.10.2014, 00:04:07]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Verehrter Herr Laschet absolut logisch, dass die Wartezeiten kürzer werden, 
.... wenn Praxissitze geschlossen werden sollen.
Warum ist man nicht früher drauf gekommen? zum Beitrag »
[18.10.2014, 12:27:11]
Dr. Fabian Stehle 
So naheliegend und doch so fern... 
Vielen Dank für diesen Artikel mit einigen schönen Beispielen dafür, dass auch weiche Faktoren wie Kommunikation evidence-based bestätigt werden können können und damit faktisch für Schulmediziner als integraler Behandlungsbestandteil in den Praxisalltag integriert werden sollten.

Meine langjährige Erfahrung ist leider, dass viele ärztliche Kollegen den skizzierten Punkten zu wenig Beachtung schenken.

Schade, weil es mit so wenig Aufwand möglich wäre, Zufriedenheit und Compliance durch etwas mehr Fokussierung auf Kommunikation und Empathie zu erhöhen.

Dr.med.Fabian Stehle
www.med2day.com zum Beitrag »
[18.10.2014, 06:57:18]
Lutz Barth 
Gemeinsam mit dem Präsidenten der BÄK in einer "Wagenburg"? Keine guten Aussichten! 
Es sei mir gestattet, auf den direkt an mich gerichteten „Kommentar“ zu replizieren und zunächst darauf hinzuweisen, dass advokatus diaboli voll examiniert ist und zwar im Rahmen der sog. „einphasigen Juristenausbildung“ – mithin also ein ganz „normaler Jurist“ mit einer ganz „normalen Ausbildung“, der allerdings während seiner „Sozialisation“ an der Universität es gelernt hat, auch vermeintlichen Autoritäten Paroli zu bieten und nicht vor „Ehrfurcht“ zu erstarren.

Es bleibt Ihnen, Herr Schätzler, unbenommen, an „ihrem Präsidenten“ festzuhalten, im Zweifel ihm die scheinbar gebotene Ehrfurcht vor seiner „moralischen Autorität“ entgegen zu bringen und mit ihm im „Kampf“ um das geistige Erbe eines Hippokrates und Hufelands gemeinsam an vorderster Front gegen die Freiheitsrechte ihrer eigenen Kollegenschaft zu Felde zu ziehen.

Indes bleibt es bei der schlichten und ergreifenden Feststellung, dass die „ethischen Überzeugungstäter“ nicht über die gebotene juristische Fachkompetenz verfügen, zumal in Kenntnis dessen, dass der „Sterbehilfediskurs“ so neu nun nicht ist und die Kernfragen jedenfalls bei uns in der Rechtswissenschaft seit Jahrzehnten aufgearbeitet worden sind. Insofern muss ich nicht meine „Position“ empathisch überprüfen, sondern diese ist ein Ergebnis einer ganz normalen juristischen Analyse eines Rechtsproblems, welche „nur“ dadurch zu verwässern droht, in dem immer wieder „Oberethiker“ meinen, Verfassungsinterpretation mit Philosophie oder eine Ethikvorlesung verwechseln zu müssen. Nicht Empathie ist gefordert, sondern die Besinnung auf rationale Argumente, mal ganz davon abgesehen, dass die sog. „Dammbruchargumente“ zwar ernst genommen werden müssen, letztlich aber es die Aufgabe des Gesetzgebers sein dürfte, im Rahmen einer Prognose zumindest den von der Verfassung her eingeräumten Freiheiten die Chance einzuräumen, auch tatsächlich vollumfänglich wahrgenommen zu werden.

Sie, Herr Montgomery und freilich andere Kolleginnen und Kollegen nebst einer handverlesenen Zahl von Ethikern und Moraltheologen mögen „Schutz“ vor qualifizierten Argumenten in einer „Wagenburg“ suchen und noch näher zusammenrücken. All dies sei Ihnen gestattet und auch der Glaube an die im Diskurs vorgetragen pseudowissenschaftlichen Argumente und „Heilsbotschaften; entscheidend ist und bleibt, dass Grundrechte nicht zur Disposition einiger „ethischer Überzeugungstäter“ stehen und dies gilt umso mehr, als dass die BÄK – allen voran der Präsident und offensichtlich auch Sie – nicht im Ansatz den hohen Wert sowohl des Selbstbestimmungsrechts und der Gewissensfreiheit erkennen, geschweige denn auf gebotenem Niveau über diese subjektiven Freiheitsrechte in einem rechtlichen Diskurs diskutieren können.

Gerne sende ich Ihnen auf Anfrage eine „kleine“ Literaturliste zu, die Sie dann zu gegebener Zeit „abarbeiten“ können, um so zu der Erkenntnis zu gelangen, dass es die Kernprobleme jedenfalls aus juristischer und rechtsethischer Sicht im Wesentlichen geklärt sind.

Von daher neige ich nicht dazu, mich in Wiederholungen verfassungsrechtlicher Binsenweisheiten zu versteifen und so gesehen reduziert sich derzeit meine Kritik auf die „missionarische Tätigkeit“ einiger Ärztefunktionäre, die ihren Kolleginnen und Kollegen nicht (!) das Recht zur individuellen Gewissensentscheidung einzuräumen bereit sind! Und da dies unverschämt ist, wird sich auch ein Herr Montgomery – ihrem gewählten Präsidenten – herbe Kritik gefallen lassen müssen, mögen Sie auch in trauter Eintracht weiterhin in einer „geschlossenen Wagenburg“ sitzen, in der es offensichtlich nicht möglich ist, sich aus allgemein zugänglichen Quellen zu informieren, z.B. juristischen Fakultäten, die meistens über eine sehr gut ausgestattete Bibliothek verfügen!

Dass dies wohl nicht der Fall ist, ergibt sich aus dem „beklagenswerten Niveau“ der Debatte und so manche „Position“ der ethischen Überzeugungstäter scheint eher einem Kamingespräch denn einer soliden wissenschaftlichen Arbeit geschuldet zu sein. Punkt um!

Persönlich würde ich es allerdings begrüßen, Herr Schätzler, wenn Sie sich auf die Sache konzentrieren und weniger in Spekulationen um meine Person verfallen, zumal wir bereits in der zurückliegenden Zeit immer mal wieder die Gelegenheit hatten, uns hier im Forum auszutauschen und es wohl kein Geheimnis ist, dass wir diametral entgegen gesetzte Positionen vertreten, und zwar jenseits der Frage, ob die Diskutanten sich „sympathisch“ finden.
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[17.10.2014, 21:39:01]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Assessor jur. Lutz Barth alias "advokatus diaboli",  
sie berichten immer so schön von der juristischen Zuschauerbank und unterstreichen ebenso wortreich wie floskelhaft, dass Ihnen die tägliche haus-, fach- und spezialärztliche Tätigkeit "von der Wiege bis zur Bahre" oder medizinische Schmerztherapie, Palliativersorgung, Sterbebegleitung bzw. bio-psycho-soziale Begleitung der Familienverbände so fremd sind, dass Sie dafür allenfalls Randbemerkungen bereit halten.

Sie erkennen einfach nicht Risiken, Gefahren, Möglichkeiten u n d Abgründe des ärztlichen bzw. laienmäßig assistierten Suizids, der Gratwanderung zur passiven oder gar aktiven Sterbehilfe. Mit Ihrer juristischen Sozialisation können Sie selbst ohne 2. Staatsexamen nicht wahrnehmen, wie oft unsere Patientinnen und Patienten existenziell in depressiven Lebens-, Seins-und Sinn-Krisen, in Deprivation, sozialer Vereinsamung, Vernachlässigung und Missbrauchsanamnese verstrickt sind. Mit Krebserkrankung, Schlaganfall, partieller Lungenembolie, Nieren- und Gallenkolik, Magen- und Darmperforation bzw. akutem Myokardinfarkt nur noch den Wunsch äußern können, auf der Stelle sterben zu wollen.

Im krassen Gegensatz zu Ihnen, sehen w i r diese Patienten dann Wochen oder Monate nach Intervention, Reanimation, Palliation, Kuration oder REHA wieder: Wie sie sich oftmals bedanken, dass wir ihrem Sterbewunsch n i c h t einfach nachgegeben, sondern Ursachen, Eingriffsmöglichkeiten und Therapieoptionen ausgelotet haben. Auf der anderen Seite gibt es ambulant herumreisende Kollegen und ausländische Institutionen, die unsere Patienten, ihre seelischen, körperlichen und psychosomatischen Krankheits-Verstrickungen gar nicht kennen können, sich aber nichtsdestotrotz nach Kurzinterview und Honorarvereinbarung zur Herrschaft über Leben und Tod aufschwingen.

Was ich bei Ihnen nicht begreifen kann, ist diese Mischung aus Arroganz ("dass er mit dem aktuellen bioethischen Hochdiskurs überfordert ist!"), Überheblichkeit ("dass der Präsident der BÄK mit den zentralen Fragen völlig überfordert ist und vornehmlich dadurch „brilliert“, wie ein „Dampfmichel“ durch den „Medienwald“ zu rauschen und Nonsens zu verkünden.") und Scheinheiligkeit ("Was bitte treibt den Präsidenten der BÄK an, indirekt „Klage“ gegen seine scheinbar „moralisch verrohten“ Ärztekollegen zu führen, ..."). M. E. ein klassischer Selbstschutz bei Ihnen, damit Sie ihre eignen Positionen nicht noch einmal empirisch oder empathisch überprüfen müssen.

Was Sie mit Ihren parajuristischen Ausführungen bewirken, Herr Barth, ist Folgendes: Selbst Kolleginnen und Kollegen wie ich, die sich mit "unserem" gewählten Präsidenten der Bundesärztekammer kritisch, manchmal polemisch, aber immer sach- und fachbezogen intensiv auseinandersetzen, rücken wie bei einer Wagenburg immer enger zusammen und schließen die Lücken. Denn e g a l was Sie, Herr Barth, auch schreiben, Professor Dr. med. Frank-Ulrich ist und bleibt m e i n Präsident! Und wird n i e m a l s der Ihre sein: "Right or wrong, my President"!*

Und Sie, verehrter Herr Assessor Lutz Barth, haben mir dabei mit nichts und niemandem hineinzureden. Punktum!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

*Das Originalzitat lautet: „In matters of foreign affairs, my country may she ever be right, but right or wrong, my country, my country”! [US-Offizier Stephen Decatur junior, 1805]
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[17.10.2014, 19:43:12]
Dr. Henning Förster 
AU Regreß 
tja, das ist schon interessant. Überall werden die Vorteile herausgestellt, die das Gesetz der Allgemeinmedizin bringen soll. Politiker rühmen sich für ihre Förderung der Allgemeinmedizin.
Niemand erwähnt die Fallstricke, die vermutlich die Kassenlobby durchgesetzt hat. Neben den Wirtschaftlichkeitsprüfungen bei Arznei-, Heil-und Hilfsmitteln gibt es in Zukunft die Möglichkeit für Kassen und Arbeitgeber Schadenersatz einzufordern bei zu Unrecht ausgestellten AU Bescheinigungen. Wer entscheidet denn darüber ob eine AU zu Recht oder zu Unrecht, korrekt oder zu lang ausgestellt wurde ? Der MDK etwa ?
Der verlängerte Arm der Kassen ? Dessen Mitglieder sind ja bereits heute so begnadet sind, ohne die Patienten jemals gesehen zu haben über zig Kilometer eine AU zu beurteilen und in der Regel zu beenden. Da fragt übrigens Niemand, ob diese Beendigung zu Recht oder zu Unrecht erfolgt ist, schon gar nicht die Kassen.
Die "Unabhängigkeit" des MDK existiert auf dem Papier, die Verwaltungsräte des MDK sind durchsetzt mit früheren oder noch aktiven Kassenfunktionären. In Zukunft entscheiden also die Kassen, ob ein Patient zu Recht oder Unrecht arbeitsunfähig geschrieben wurde. Gleiches gilt für Überweisungen und Klinikeinweisungen, die zukünftig auch auf ihre Berechtigung überprüft werden können und ggfs. sanktioniert werden können.
Es sind aber gerade die Hausärzte, die die meisten AU-Bescheinigungen, Über- und Einweisungen schreiben.
Gegen sie hat man also ein neues Druckmittel in der Hand. Daß das junge Ärzte in die Hausarztpraxis lockt ist wohl kaum anzunehmen. Vermutlich ist das ja auch der Sinn der Sache, denn die Kassen sind doch überhaupt nicht an einer Stärkung der wohnortnahen Versorgung interessiert. Zwischen ihren öffentlickeitswirksamen Bekenntnissen zur Förderung der Allgemeinmedizin und der täglichen Schikane in der Praxis liegen doch Welten !
Bei Beteuerungen zur Stärkung der Landärzte durch Kassenfürsten kommt mir immer das Datum 15.6.1961 in den Sinn, der Tag an dem der damalige Staatsratsvorsitzende der DDR, Walter Ulbricht mit der Aussage "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen" den Satz sagte, der sich nur 2 Monate später als eine der größten Lügen der jüngeren deutschen Geschichte erwies. zum Beitrag »
[17.10.2014, 18:58:46]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Vorteilhafte neue Leistungen für GKV-Versicherte - (unbezahlte) Mehrarbeit für Ärzte? 
Es fehlt der Hinweis des Bundesministers für Gesundheit, Hermann Gröhe, dass bei der Blut-, Gewebe- und Organspende (Paragraf 27 im "Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung [GKV-VSG]") dies auch für die gesamte Private Krankenversicherung (PKV) und ihre Versicherten gelten muss: Spender von Organen, Geweben oder Blut haben generell einen Anspruch auf Leistungen der Krankenbehandlung sowie auf Krankengeld. Der PKV-Verband hat das als Problem offensichtlich immer noch nicht richtig begriffen.

Zur Zweitmeinung (Paragraf 27b GKV-VSG) bleibt die Frage völlig ungeklärt, wer das alles bezahlen soll? Es ist m. E. durchaus sinnvoll, nützlich und absichernd, bei planbaren Eingriffen in Indikationen, bei denen Risiken von Indikations-Ausweitungen oder -Unsicherheiten bestehen, das Patienten-Recht auf eine Zweitmeinung zu implementieren. Wenn der Bundesausschuss festlegen soll, welche Eingriffe das sind und wer eine Zweitmeinung erbringen kann, kann das jedoch n i c h t zu Lasten einer gedeckelten Gesamtvergütung zusätzlich erbracht werden.

Das Entlass-Management (Paragraf 39 GKV-VSG) hat durchaus seine Tücken: Bei Krankenhausbehandlung haben Patienten ein Recht auf Entlass-Management, das bislang nicht konsequent umgesetzt worden ist. Die Krankenkassen sollen dabei unterstützen. Kliniken dürfen nun zur Sicherstellung der Versorgung die jeweils kleinste Packungsgröße an Arzneimitteln zur für die Versorgung zu Hause verordnen dürfen. Dazu habe ich unter
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/870762/kliniken-verbotsvorbehalt-geruettelt.html
zu bedenken gegeben: "Dass Kliniken unseren Patienten/-innen Medikamente mitgeben sollen, ist für die Akutversorgung und am Wochenende sicher ein Fortschritt. Es bedeutet aber auch, dass für die dann 7-Tage-Folgemedikation der gesetzlich vorgeschriebene "Beipackzettel" wie auch während des gesamten stationären Aufenthalts n i c h t verfügbar ist. Die Patienten fallen erst aus allen Wolken, welche hochgefährlichen Medikamente sie bisher einnehmen sollten bzw. entdecken bisher unbemerkte Nebenwirkungen, wenn sie dann entsprechende Generika vom Haus- oder Facharzt verordnet bekommen. Denn die Klinikapotheken dürfen i. d. R. Sonder-Lieferverträge mit Originalherstellern als "door-opener" abschließen."

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[17.10.2014, 18:32:06]
Lutz Barth 
Blanker Unsinn! 
Mit Verlaub: Der Präsident der BÄK sollte endlich damit aufhören, in demagogischer Art und Weise das Wort von der „aktiven Sterbehilfe“ zu reden.

Es ist geradezu beschämend, auf welchem Niveau dieser meint, eine ethische Grundsatzdebatte führen zu müssen. Seine „Botschaften“ lassen darauf schließen, dass der Präsident der BÄK mit den zentralen Fragen völlig überfordert ist und vornehmlich dadurch „brilliert“, wie ein „Dampfmichel“ durch den „Medienwald“ zu rauschen und Nonsens zu verkünden.

Ohne Frage: Herbe Kritik, die allerdings deswegen angezeigt ist, weil Montgomery seit Monaten bemüht ist, sich als „moralische Autorität“ zu erproben und hierbei völlig außer Acht lässt, dass er mit dem aktuellen bioethischen Hochdiskurs überfordert ist!

Er mag seine Gewissensentscheidung getroffen haben. Diese zu respektieren, ist angesichts des Art. 4 GG eine Selbstverständlichkeit, wenngleich darauf hinzuweisen ist, dass gerade die Ärzteschaft sich nicht von Irrationalitäten in der Debatte leiten lassen sollten.

Herr Montgomery wird mit seiner selbst auferlegten Mission scheitern und es bleibt dann „nur“ zu hoffen, dass er für diesen unsäglichen Missionierungseifer auch beizeiten die „Verantwortung“ übernimmt und sich eingesteht, mit hochphilosophischen, aber eben auch verfassungsrechtlichen Debatten überfordert gewesen zu sein.

Der parlamentarische Gesetzgeber wird nicht umhinkommen, über den Weg einer bundesrechtlichen Regelung zugleich auch die Rechte der verfassten Ärzteschaft zu sichern, die durch einige handverlesene Ärztefunktionäre auf „ethischem Glaubenskurs“ gehalten werden sollen.

Abermals mit Verlaub: Was bitte treibt den Präsidenten der BÄK an, indirekt „Klage“ gegen seine scheinbar „moralisch verrohten“ Ärztekollegen zu führen, wenn diese meinen, es mit ihrem höchstpersönlichen Gewissen vereinbaren zu können, an einem frei verantwortlichen Suizid eines schwersterkrankten Patienten mitwirken zu können, wenn nicht der entfesselte „Geist“ eines ethischen Überzeugungstäters, der um jeden Preis willen in einer wertoffenen Debatte eine Zwangsethisierung seines Berufsstandes das Wort redet?

Hoffentlich regt sich alsbald gegen diese ethische Bevormundung ein breiter Widerstand!
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[17.10.2014, 18:23:32]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Mit "P 4 P" als Titel hat sich schon das Deutsche Ärzteblatt (DÄ) blamiert 
Denn das englische verb "to pee" bedeutet nichts anderes als "pinkeln" und passt in diesem Zusammenhang nicht wirklich. Also sollte man „P for P“ als scheinbar treffendes Anglizismus-Schlagwort nicht öffentlich abkürzen, wenn andere des Englischen mächtig sind. Ansonsten droht ein "public viewing" mit "Was guckst du?!"!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
(Dtsch Arztebl 2014; 111(40): A-1672 / B-1444 / C-1376
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