Dienstag, 22. Juli 2014

Leserkommentare [10434]

[16.07.2014, 00:32:07]
Almut Rosebrock 
Und der Verstand? 
Wer sexuell "risikoreich" lebt, muss sich nicht wundern, wenn er (oder sie) irgendwann an Aids erkrankt ist. Warum wird nicht die eheliche TREUE mehr propagiert? Oder gar die sexuelle Enthaltsamkeit.

Das Leben ist so viel mehr als Sex!

Die "Solidargemeinschaft" der Krankenversicherten soll "selbstverständlich" die Folgekosten des Tuns tragen.
Finde ich nicht "lustig"!
Für die Pharmabranche bringt die aktuell ubiquitäre Sexualitätsverherrlichung - und vor allem auch die forcierte "Reklame" für homosexuelles Leben, bereits beginnend in der Kita und Grundschule - gute Einkommensaussichten. Neben Aids auch die anderen Sexuell übertragbaren Erkrankungen (STD). Die BzgA hat schon wieder so "schöne" Plakate diesbezüglich (STD). Und das alles von Steuergeldern! zum Beitrag »
[16.07.2014, 00:02:19]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
„Allein die Menge macht das Gift“ 
ist der bekannteste Spruch von Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim (Paracelsus): "Dosis sola venenum facit". Aber allein die steigende Typ-2-Diabetes Prävalenz und Inzidenz auf krasse Fehl- und Überernährung monokausal herunterbrechen zu wollen, wie DDG-Präsident, PD Dr. med. Erhard Siegel, vorschlägt, ist ebenso fehl-einschätzend wie kontra-produktiv. Denn dies verleugnet, dass körperlicher Bewegungs- und Belastungsmangel, sportliche Koordinations- und Geschicklichkeitsschwächen ebenso zur falschen Energiebilanz beitragen. Erst die ABC-Morbidität von Adipositas, Bewegungsmangel und Co-Faktoren wie metabolisches Syndrom, Hyperinsulinismus, endokrine Pankreasinsuffizienz, Insulinresistenz, idiopathische und genetische Faktoren machen z. B. den Typ-2-Diabetes mellitus aus.

Undifferenziert und einseitig Jagd auf Zucker und Fette machen zu wollen stellt sich fast auf eine Ebene mit verwirrten Gesundheits-"Gurus", die heute mal Fleisch, Milch, Milchprodukte als diabetogen brandmarken, morgen Vollkornprodukte, Kernobst und Wurst auf den glykämischen Index setzten wollen und übermorgen eine Diabetes-Prävention mit Unmengen von Zimt, Koriander, Piment bzw. Hafer-, Reis-, Soja-, Seitan- und Lupinen-Produkten starten möchten.

Ein Umsteuern von Fehl- und Überernährung muss nach wie vor verhaltenspräventiv ansetzen:
• Die "all-you-can-eat"-Fress- bzw. die "flatrate"-Sauf-Mentalität kann einfach dadurch gestoppt werden, dass derartige Veranstaltungen verboten werden: Jede(r) is(s)t für das verantwortlich, was er/sie is(s)t bzw. trinkt und muss nur so viel bezahlen, wie er an Lebensmitteln tatsächlich verbraucht.
• Fette als Grundnahrungsmittel und Geschmacksverstärker werden in Chips-Tüten, Fertig-Backprodukten und Fertig-Mahlzeiten oder -Snacks manipulierend missbraucht. Sie sind n i c h t gleichzusetzen mit Oliven-, Raps-, Walnuss-, Sesam-, Haselnuss- und Trüffelöl.
• Reiner Kristall-Zucker als versteckte und mit dem Konservierungsstoff Zitronensäure kaschierte Zutat in Cerealien, Gebäck, Kuchen, Süßspeisen, Milch und Milchprodukten, Fertiggerichten, Puddings und Aufläufen ist auch n i c h t gleichzusetzen mit Schokoladenmanufakturen, Konditoreiwaren, Vollwert- und Honigprodukten bzw. begrenztem Rohrzuckerverbrauch.

Es ist das "Große Fressen", die allgemeine Lethargie und die fehlende Dynamik in der postmodernen, EDV-geprägten, passiv-konsumierenden Industriegesellschaft. Bewusstes Einkaufen, Selber-Kochen und dann gemeinsames Essen und Trinken verliert immer mehr an kulturellem Einfluss. Genießen und kommunizieren wird ersetzt durch an-sich-Raffen, in-sich-Hineinstopfen und sinnlosem Verdauen von sinnlosen Produkten, die die Welt nicht braucht. "Und die Mutter blicket stumm, auf dem ganzen Tisch herum!"

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[15.07.2014, 19:07:05]
Hauke Gerlof 
Schwerer Kunstfehler 
Folgender Leserbrief erreichte die Redaktion per E-Mail.
Hauke Gerlof, Leiter Wirtschaftsressort der Ärzte Zeitung


Dem Hausarzt muß ein schwerer Kunstfehler im Rahmen seines Basiswissens angelastet werden, wenn er sich in Kenntnis einer durchgeführten, für eine venöse Thrombose hoch risikobehafteten Knie-OP, nicht um die weitere Sicherung der absolut notwendige Thrombose-Prophylaxe bemüht.
Hier genügt wie angeführt keinesfalls die banale Frage an die operierte Patientin, "ob sie noch eine Arzneiverordnung benötige".
Vielmehr muß die kontinuierliche Fortführung der Thrombose-Prophylaxe nach Krhs.- Entlastung mit der Pat. bis zur Erreichung der vollen Mobilität besprochen u. gesichert werden, unabhängig vom Entlassungsbrief mit der dort angegebenen Fortführung der Thrombose-Prophylaxe.

Dr. med. V. Traut
Facharzt für Allgemeinmedizin
Emmendingen

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[15.07.2014, 16:00:57]
Steffen Jurisch 
generell Begrüßenswert 
aber bitte mchen Sie dann Nägel mit Köpfen und erhöhen Sie die Mehrwertsteuer auch bei Fleisch, Milch, Milchprodukten (Auslöser von Diabetes II und I) und setzen Sie im Gegenzug die Mehrwertsteuer für Hafer-, Reis-, Sojatrink, Seitan-, Soja- und Lupinen-"Fleisch" herab…

Das wäre mal eine Revolution im Umdenken! zum Beitrag »
[15.07.2014, 15:45:37]
Rudolf Hege 
Sender oder Empfänger? 
Manchmal liegt es am Sender, wenn beim Empfänger nicht das "Richtige" ankommt...

Wenn man so manche "ärztliche Erklärung" hört, wundert es nicht, dass medizinische Laien nur Bahnhof verstehen.

So mancher Therapeut glaubt anscheinend, er müsse sich möglichst akademisch ausdrücken, um seine Kompetenz zu beweisen.

Aber, Kompetenz kann sich in jeder Sprache zeigen. Und etwas in einfachen Worten ausdrücken zu können, zeigt, dass man es selbst verstanden hat... zum Beitrag »
[15.07.2014, 15:35:50]
Dr. Wolfgang Bensch 
Versicherungsbeiträge zu Steuereinnahmen umdeklariert? 
Das Problem der "gesetzlichen Krankenversicherung" in Deutschland nach Sozialgesetzbuch V und einer weltweit einzigartigen Sozialgerichtsbarkeit - die noch nicht zu einem Exportschlager mutierte - ist ja, dass Regeln der Versicherungsmathematik vollkommen ausgehebelt sind und der Gesundheitsfonds mit dem einheitlichen Beitragssatz für alle Planwirtschaft pur darstellt.
Leider profitiert aber die Funktionärskaste des Sozialstaats BRD von diesem System, dass in den Anfängen von Bismarck als "Beruhigungspille" für die aufstrebende Sozialdemokratie und dem Machterhalt der Monarchie gedacht war. zum Beitrag »
[15.07.2014, 13:49:27]
Dr. Robert Künzel 
Augen auf über den Tellerrand hinaus ! 
...das möchte man den Mitgliedern des Wissenschaftsrates laut zurufen ob dieser doch mehr als realitätsfernen Forderungen.
Die deutschen Medizinstudenten stehen doch in Zeiten der EU-weiten Anerkennung medizinischer Studiengänge in direkter Konkurrenz zu den Absolventen der praxisorientierten EU-Universitäten.
Anstatt Sinnvolles von dort zu Übernehmen (Stichwort Berufsdoktorat) feiert der (1990 völlig zurecht in die Mottenkiste der Geschichte verbannte) Dipl.Med. aus laengst vergangenen Zeiten fröhliche Wiederkehr, jetzt wohl als Master of Medicine. Nun sollen deutsche Absolventen also noch mehr mit theoret. Ballast gequält werden und anstatt praktische Fähigkeiten am Patienten zu erlernen in staubigen Bibliotheken sinnentleerte Arbeiten zu Papier bringen.
Wem um alles in der Welt fällt denn nur so etwas ein ? Von welchen "immer komplexer werdenden Versorgungssituationen" phantasiert denn der Verfasser des Artikels ? Die Versorgungssituationen vereinfachen sich doch immer mehr: In Zeiten von Ökonomisierung und Priorisierung beschränken sich doch heute schon die Therapieoptionen zusehens, wozu dann einen noch komplexeren theoret. Überbau errichten.
Wer da noch seine Kinder an deutschen Unis studieren lässt, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen. Man kann wirklich nur jedem dazu raten, sich die praxisorientierten Studienangebote an den europäischen Universitäten (6 Jahre INCL. Berufsdoktorat) einmal genauer anzusehen und dann mit den Füssen abzustimmen.
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[15.07.2014, 12:16:36]
Helmut Karsch 
Weiter so? 
Paul Krugman: "Free market doesn't work for health insurance, and never did"
Dieser Satz des Nobelpreisträgers für Ökonomie aus dem „Mutterland des freien Marktes“ USA scheint auch in der BRD irrelevant zu sein.
Die vom Fresenius Vorstand ausgerufene Renditeerwartung erinnert an die Aussagen eines Herrn Ackermann als ehemaliger CIO der Deutschen Bank.
Generell stellt sich die Frage wohin das Gesundheitssystem driftet. Das beklagen der Renditeorientierung ist weit verbreitet, aber nur bedingt zielführend. Auch die Inhaber geführte Arztpraxis hat eine Gewinnerwartung, auch wenn diese manchmal dürftig ausfällt. Etwas anders ist die Gewinnerwartung der Einzelaktionäre auch nicht, wenn deren Interesse solitär betrachtet würde. Entscheidend ist allerdings der Prozentsatz der hier im Raum steht. Dieser lässt sich nur realisieren, wenn an anderer Stelle Hebereserven entstehen. Diese Zulasten Rechnung ist sprichwörtlich für die Entwicklung im Gesundheitswesen zu sehen.
Trotz Studien mit detaillierten Angaben "Effects of Ownership on Hospital Efficiency in Germany" von Oliver Tiemann, Jonas Schreyögg geht die Privatisierung weiter. Die Politik verschärft diese Entwicklung nicht nur durch Duldung, sondern durch aktive Beihilfe.
Der Finanzminister deklariert Versicherungsbeiträge zu Steuereinnahmen um. Der Bundeszuschuss wird sukzessive abgeschmolzen. Zusatzbeiträge stehen absehbar vor der Beitragszahlertür.
Laut Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. Mai 2009 – BVerwG 8 C 10.08 darf eine Gemeinde im Interesse einer wirksamen Wahrnehmung der Angelegen-heiten der örtlichen Gemeinschaft ihre gemeinwohlorientierten Handlungsspielräume nicht aufgeben. Gleichwohl organisieren eben diese Gemeinden den Abverkauf ihrer kommunalen Häuser an eben diese Kapitalgesellschaften. Das Bundeskartellamt macht das, was es am besten kann –nichts. Diese Konzentration von Versorgungsmacht in einer Hand wird hinsichtlich der Risikobewertung für die Bevölkerung höchst Risikohaft. Wenn am Ende auch hier eine Systemrelevanz steht, heißt dies doch nicht anderes als Übernahme der Haftung durch die Bürger (Steuerzahler). Dies allerdings mit Geld und Gesundheit.
Besorgniserregend wird die Entwicklung erst mit dem sogenannten Freihandelsabkommen (TTIP) mit den USA. Danach wird sich aus der ehemaligen öffentlichen Darseinsführsorge eine Gesundheitswirtschaft entwickeln, die in ihrer Struktur nicht anders ist als die des US Systems. Damit werden Hedgefonds, US Großbanken und deren Eigentümer (Aktionäre) die Potentiale nutzen, die sich bieten.
Ergänzend exekutiert dann der „Investorenschutz“ die Sozialstandards.
Dies ist keine Verschwörungstheorie sondern ein weiteres Geschäftsmodell des Großkapitals.
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[15.07.2014, 10:07:30]
Steffen Jurisch 
Huhn oder Ei, 
was war zuerst da, stellt sich hier die Frage.

Nachdem die AOK schon mal vorab veröffentlichte, dass die Deutschen mit die schlechteste Gesundheitskompetenz aufweine, sind derlei Meldungen keine News mehr.

Apropos Gesundheitkompetenz, da fällt für mich Ernährungskompetenz unbedingt an erster Stelle mit rein - und da ist es, trotzdem der Deutsche das Gegenteil behaupten würde, noch schlimmer um die Kompetenz bestellt. Fast alles nur "Wissen" aus der Werbung oder von Leuten, die bei Leuten gelesen haben, die keine Ahnung haben…. zum Beitrag »
[15.07.2014, 08:51:31]
Dr. Jürgen Lippe 
eZigarette ist eine Alternative 
... ich habe 43 Jahre bis zu 80 Zigaretten täglich geraucht und bin jetzt OHNE Entzugserscheinungen auf die eZigarette umgestiegen. Ich brauchte 3 Tage um mich an den "komischen" Geschmack zu gewöhnen und nochmal drei Wochen um nicht ständig gewohnheitsmäßig Zigaretten, Feuerzeug und Aschenbecher zu suchen. Ich kann, nein ich muss die eZigarette jedem Raucher empfehlen, der ansonsten nicht vom Rauchen entwöhnt werden kann oder will. Morgendliche (und nächtliche) Hustenorgien gehören weitgehend der Vergangenheit an. Warnungen, dass noch keine Langzeitstudien existieren lassen mich insofern kalt, dass mich der weitere Konsum von "normalen" Zigaretten garantiert umgebracht hätte; ... die eZigarette bringt mich nur vielleicht um. Dann lieber vielleicht. Tatsache ist, dass die eZigarette nur einen Bruchteil der (giftigen) Emissionen einer Pyro verursacht.
Allerdings würde ich jedem Nichtraucher vom Konsum der eZigarette abraten, gerade weil sie der normalen Zigarette so ähnlich ist. Den Verkauf an Jugendliche würde ich gesetzlich einschränken. zum Beitrag »
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