Leserkommentare [17470]

[11.06.2017, 18:24:05]
Jörg Dreher 
Was sich lohnen kann..... 
.... schon mal die 50 % der Borderliner heraus zu finden, bei denen in der Kindheit ein ADHS vorlag (Prof. Bohus) und entsprechend zu mediizieren. Ja, Ritalin kann Wunder bewirken. Auch die antidepressive Medikamente wie Venlafaxin können helfen, manchmal sogar besser niedrig dosiert. Dipl. Psych. Jörg Dreher , Schwerpunkt ADHS im Erwachsenenalter.
http://www.youtube.com/playlist?list=PLeX6cbwi5X_gB8AUBGWyDjVayjh2t-mTF zum Beitrag »
[10.06.2017, 23:25:01]
Horst Grünwoldt 
Der Mediziner 
Der sympathische Fernseh- Doktor Eckart von Hirschhausen (50) hat gewiß bis heute nur ein kurzes Arbeis-Leben als tätiger Arzt verbracht.
Er ist früh in die Medienlandschaft gewechselt, um dort einen großen Unterhaltungswert im medizinisch-kritischen Bereich zu finden. Er ist ein populärer "Sympa" als Dr. med. im öffentlichen Fernsehen mit seinen Gags aus dem Mediziner-Alltag!
Kürzlich mußte ich ihn aber über die Defizite der veganen Ernährung aufklären, nachdem er sich undifferenziert zu dessen Fürsprecher im Zeitgeist in einer Werbejournalie erklärt hatte. Schließlich ist der einzige Veganer unter den Hominiden der Gorilla, der leistungsschwach wegen der rein vegetabilen Ernährung ist, ohne einen Bioreaktor Pansen oder Blinddarm der Equiden zu besitzen. Dafür aber schon einen verlängerten Darmtrakt und vergrößertem Wurmfortsatz zum veritablen Blinddarm mit Protozoen-Anzüchtung auf dem Grünzeug; und entsprechender Eiweißanreicherung.
Das ist uns Menschen aber evolutionär bis heute nicht beschieden. Insofern ist für uns in der menschlichen Leistungs-Gesellschaft der alltägliche Konsum von Ei-Fisch-Fleisch- und Milch-Eiweiß -in Verbindung mit Vegetabilienaufnahme- immer noch die sicherste Methode mit dem kompletten Aminosäuregehalt das Wachstum in der Kindheit und die Regeneration im Alter aufrechtzuerhalten.
Dennoch ist die kritische Amüsier-Medizin des Dr. von Hirschhausen in der Unterhaltungs-Branche eine legitime Nischenbesetzung.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[10.06.2017, 17:04:08]
Wolfgang Bensch 
Das Problem der "Multifunktionäre" - hier Kollege Bittmann 
Natürlich proklamieren alle, dass sie die "Interessen" ihrer Mitglieder vertreten und tun dies auch durch Vorstandsposten innerhalb kassenärztlicher Vereinigungen wie es bei Herrn Bittmann der Fall war.
Vermutlich führt dies dazu, dass stets "Glaubensbekenntnisse" nach diesem Muster abgegeben werden:
"Wenn es die kassenärztlichen Vereinigungen nicht schon so lange geben würde, müsste man sie glatt erfinden ..."

Auf diese Art und Weise scheitern eben vermeintliche "Protestgründungen" wie das beschriebene Modell im Norden, weil Multifunktionäre nur mehrgleisig und niemals eingleisig vorwärts streben. zum Beitrag »
[09.06.2017, 22:41:12]
Thomas Georg Schätzler 
Kollege Hartwig Raeder!  
Bitte nicht wieder Unsinn schreiben: "Das Alter wurde zunächst mit rund 400.000 Jahren angegeben, andere Datierungsansätze gehen hingegen von etwa 270.000 Jahren aus. 2015 kamen Daniel Richter und Matthias Krbetschek mittels Thermolumineszenzdatierung auf ein Alter von 337.000 bis 300.000 Jahren. Die Speere sind somit die ältesten vollständig erhaltenen Jagdwaffen der Welt und ein wichtiger Beleg für die aktive Jagd des Homo heidelbergensis."
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schöninger_Speere

Dieser ist aber nicht identisch mit den Ursprüngen des modernen Homo sapiens aus dem post-Paläolithikum.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[09.06.2017, 10:29:30]
Thomas Georg Schätzler 
Cannabis als Zeitgeist-Therapie oder einfach nur Quacksalberei? 
Cannabis als Medizin zu verordnen, ist in meiner Vertragsarzt-Praxis mit seltener, aber langjähriger Dronabinol-BTM-Rezept-Erfahrung bei ausgewählten Palliativ-Patienten mittlerweile fast unmöglich geworden.

Patienten mit z. T. unangemessenen Cannabis-Verordnungswünschen sind ebenso frequent wie willkürlich abgelehnte Genehmigungsverfahren seitens der GKV-Kassen.

Mitnichten ist seit März die Gabe von Cannabis als Medizin vom Gesetzgeber erleichtert worden. Im Gegenteil:
1. mangelhafter Indikationskatalog; völlig ungesicherte Studienlage
2. beliebige Dosierungen bei ungeklärter Bioverfügbarkeit und -Wirksamkeit
3. Cannabis Blütentherapie zum Verdampfen/Inhalieren; auch zum Rauchen, Backen etc.
4. Verunsicherung von Ärzten und Pharmazeuten durch Cannabis-Sonderprivilegien/-hürden

Normalerweise werden für Medikamente und Medizinalprodukte primär positive Studien- und Erkenntnislagen bzw. reproduzierbare Standardisierungen gefordert! Aber bei Cannabis soll eine positiv erweiterte Anwendung die nachfolgende Studienlage diktieren?

Die Ausführungsbestimmungen sind geradezu monströs kontraproduktiv:
GKV-Kassen müssen angeblich die Kosten übernehmen, wenn
a) der Patient an einer schwerwiegenden Erkrankung leidet.
b) es keine Alternative zur Behandlung mit Cannabis gibt oder diese nach Einschätzung des Arztes nicht eingesetzt werden können
c) es Aussicht auf eine positive Beeinflussung des Krankheitsverlaufs gibt
Das tun sie aber nicht!

Insbesondere Punkt c) setzt neben Anamnese, Untersuchung, Diagnostik und Therapie bei Vertrags-Ärztinnen und -Ärzten auch noch die zuverlässige Gabe der Prophetie voraus. Sie muss nach den Vorstellungen der Krankenkassen durch ein ärztliches Gutachten (Kostenübernahme?) ausführlich dargelegt und erläutert werden, damit Sozialversicherungs-Fachangestellte dann diese Therapie mit fadenscheinigen Begründungen ablehnen können?

Hier hat der Bundesgesetzgeber mit Cannabis-Blüten offensichtlich eine Zeitgeist-Therapie einleiten wollen, damit Bundestagsabgeordnete weiter ihre Cannabis-Pflänzchen auf ihrem Balkon züchten dürfen?
Mit qualifizierter Humanmedizin hat diese moderne Quacksalberei nun wirklich nichts mehr gemein!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
 zum Beitrag »
[09.06.2017, 10:22:09]
Thomas Georg Schätzler 
Das kann nur künstliche Intelligenz (KI) sein, oder? 
- "Eine Partnerin, die im Bett anschmiegsam ist und niemals Widerworte gibt"? Das kann nur KI sein...?
- "Ich will nur dich", beteuert die schöne Harmony? Das kann nur KI sein...?
- "ich möchte das Mädchen werden (sein), von dem du immer geträumt hast"? Das kann nur KI sein...?
- "Sie werden mit ihrer Puppe sprechen können und dank der künstlichen Intelligenz eine alternative Beziehung zu ihnen aufbauen"? Das kann nur KI sein...?

"Harmony ist kein Mensch, sie ist eine Maschine" und damit ist sie eben k e i n e "Real Doll" mit Künstlicher Intelligenz (KI), denn "Man kann sie nicht zum Weinen bringen oder ihr Herz brechen", weil das würde immerhin Spuren emotionaler Intelligenz (EI) voraussetzen.

Von "Love and Sex with Robots: The Evolution of Human-Robot Relationships" kann angesichts künstlicher Masturbationsprothesen ohne jegliche "künstliche Intelligenz" keine Rede sein. M. E. wird KI hoffnungslos überbewertet!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
 zum Beitrag »
[09.06.2017, 06:24:01]
Jürgen Schmidt 
Nieder mit den Prozenten ! 
Mit den drei Kommentatoren ist wohl fast alles zum Thema gesagt und man könnte lediglich noch die Binsenwahrheit hinzufügen, dass es mehr alte Säufer als alte Ärzte gibt.
Sorgen macht mir allerdings, dass die Weine infolge des Klimawandels und ansteigender Glucose immer alkoholhaltiger vergoren werden, und man den wirklich guten 10 %igen Rheingauer mit der Lupe suchen muss.
Wenn sich eine schlagkräftige ärztliche Truppe für eine medizinische Kampagne gegen einfallslose oder gewissenlose Winzer bilden könnte, sollte die Ärztezeitung als Sponsor auftreten
 zum Beitrag »
[09.06.2017, 06:12:34]
Jürgen Schmidt 
As time goes by 
Ich bin ein Jahr älter als der ebenfalls betagte Kollege Bittmann und kenne ihn gut aus vergangenen Zeiten.
Als ich kürzlich altersneugierig auf die Website der Genossenschaft geriet und mir dann auch die Aufzeichnung des monatlichen berufspolitischen smalltalk des Vorsitzenden ansah, erlebte ich ein ungewohntes Gefühl, nämlich Mitleid.
Wenn es nur die Zufriedenheit mit der wirtschaftlichen Lage und den Arbeitsbedingungen wäre, die an der Zuneigung zu den berufspolitischen Organisationen zähren würden, müsste sich man sich weniger Sorgen machen. Aber bei mir wächst die Einsicht, die mir Bittmans Vorgänger schon vor 25 Jahren vermitteln wollte: Wir sind kein Stand mehr !
Es gibt genug Vorkommnisse, dieses Defizit zu beklagen. Wir sollten eigentlich nicht warten, bis die gesundheitspolitischen Kettenhunde,die in der gegenwärtigen Koalition gebändigt sind, wieder von der Leine gelassen werden.
Insofern haben Artikel, wie der vorliegende, doch etwas mehr als Erinnerungswert.
 zum Beitrag »
[08.06.2017, 17:24:54]
Thomas Georg Schätzler 
Danke an Dr. med. Johannes Scholl für die Klarstellung! 
Die Whitehall II Studie begann 1985 in London mit rund 10.000 Beamten und öffentlich Angestellten mit dem Ziel, die Auswirkungen von Stress, Lebensstil und sozioökonomischem Status auf die kardiovaskuläre Gesundheit zu prüfen. Alle fünf Jahre wurde der Alkoholkonsum abgefragt. Zu Beginn der Studie waren die Teilnehmer im Mittel 43 Jahre alt.

Bei der Hirn-Bildgebung war das Studienkollektiv im Durchschnitt rund 30 Jahre älter, also 73 Jahre alt. Doch wie will man festgestellt bzw. ausgeschlossen haben, dass kein einziger der 527 Teilnehmer mit MRT und DTI nicht doch alkoholkrank war? Verglichen mit meinem Patientenkollektiv wäre das statistisch gar nicht möglich!

Immerhin 19% hatten einen als riskant definierten Alkoholkonsum mit m e h r als 168 g (Männer) oder m e h r als 112 g reinem Alkohol pro Woche (Frauen). Sie tranken also auf der nach oben offenen Promille-Skala wöchentlich wesentlich mehr als z.B. acht Flaschen Bier (Männer) bzw. sechs Flaschen Bier (Frauen) und waren damit durchaus als alkoholabhängig einzustufen.

Riskante Trinker waren rund fünffach häufiger Raucher (11,1 versus 2,6%), hatten einen etwas höheren Framingham-Score und einen etwas geringeren sozioökonomischen Status als die übrigen Teilnehmer, aber auch einen geringfügig höheren IQ zum Studienbeginn, heißt es hier in der Ärzte Zeitung.

Ein Herunterrechnen von exzessivem Alkohol-Konsum und kardiovaskulären bzw. ZNS-Risiken auf moderate Trinkgewohnheiten und eine ebensolche Gefährdung dadurch, ist pseudowissenschaftlicher Unsinn. Es sei denn, man wolle nicht von einem "break-even-point", sondern von einer linearen Dosis-Wirkungs-Kurve (engl. Linear no-threshold model, abgekürzt LNT) ohne Schwellenwert und somit einem Schädigungspotential auch bei beliebig niedrigen Alkohol-Dosen ausgehen.

Dafür gibt es aber in der Literatur keine Anhaltspunkte: Leben und totale Abstinenz gefährden ebenso die Gesundheit wie moderater Wein- oder Bierkonsum. Und kein Alkohol ist auch keine Lösung!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
 zum Beitrag »
[08.06.2017, 16:39:51]
Hartwig Raeder 
Schöninger Speere 
Schön und gut. Aber wer hat denn vor 400.000 Jahren in der Nähe von Braunschweig die Schöninger Speere fast in Olympia-Qualität hergestellt? Lange vor den Neandertalern. zum Beitrag »
vor1 2 3 4 5 6 7 8 9 10vor