Donnerstag, 2. Juli 2015

Leserkommentare [13255]

[02.07.2015, 09:53:58]
Ulrich Welzel 
Alterssuizide 
Ich bin sehr gespannt, wie heute diskutiert wird und zu welchem Ergebnis die vermeintlichen Entscheider kommen. Seit Jahren liegt die Zahl der Alterssuizide bei 40%. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, um diesen Ausweg aus dem Leben zu suchen. Erst gestern sagt mir ein 95-jähriger im Pflegeheim, dass er so, mit seinen (für ihn massiven) gesundheitlichen Einschränkungen, nicht mehr leben will.


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[01.07.2015, 16:28:47]
Dr. Helmut Müller 
Alles richtig und schön 
aber leider interessiert die Politik dies ganz und gar nicht. Hier steht - wie so oft - Medizin-Ethik gegen Medizin-Ökonomie und letztere wird von Politik und kranken Kassen vergöttert. Und solange der breiten Masse der Bürger und Wähler diese Entwicklungen "wurscht" sind, werden immer wieder die Parteien gewählt, die unser ehemals hervorragendes Gesundheitswesen Schritt für Schritt zu Grabe tragen. Und es sind gerade unter der "GROKO" keinerlei Änderungstendenzen erkennbar, eher im Gegenteil.  zum Beitrag »
[01.07.2015, 12:31:31]
Claus F. Dieterle 
"Niemand von uns weiß..." 
Doch, die Bibel wurde zuverlässig überliefert und gibt eine klare Antwort in Johannes 11,11-14: wir schlafen bis zur Auferstehung. Nur, wer bereitet sich darauf vor, wo er die Ewigkeit zubringen wird? Dem Autokauf, der Planung von Reisen usw. widmen die Menschen mehr Aufmerksamkeit. zum Beitrag »
[01.07.2015, 10:35:07]
Dr. Henning Fischer 
erklärtes Staatsziel ist die Verschlechterung der medizinischen Versorgung in Deutschland 

wer soll denn bitteschön in 2-3 Jahrzehnten die Renten für die explodierende Anzahl von Senioren finanzieren?

(Villmar: sozialverträgliches Frühableben)

Deshalb versuchen alle Bundesregierungen seit Seehofer Ärzte und Pflegepersonal zu vertreiben. Natürlich so, daß keiner die Politik dahinter erkennt.

Das Motto im Gesundheitswesen lautet folgerichtig: Geiz ist geil!

Und wir lassen es geschehen.


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[01.07.2015, 10:06:45]
Dipl.-Med Jens Franke 
Unüberlegt oder doch durchdacht ? 
Toll, wieder ein Vorschlag der die Gesamtkosten im Gesundheitssystem in die Höhe treiben wird. Außerdem stellt sich die Frage, wie eine vernünftige Physio, ohne vorherige ärztliche Diagnostik erfolgen soll. Damit bleiben auch juristische Fragen bei haftungsrechtlichen Schäden ungeklärt. Sicher werden dann auch, wie bei chirotherapeutisch tätigen Kollegen, die Haftpflichtbeiträge bei den PT steigen ( siehe Entwicklung Hebammen !). Der einzig nachvollziehbare Grund für einen solchen Schritt, wäre für mich, wie auch bei uns Ärzten, eine damit verbunde Budgetierung der erbrachten Leistungen einzuführen. Damit könnte man die PT Leistungen zusätzlich drücken. Ein Schelm wer Böses denkt !

Herzliche Grüße
DM Franke
Hausarzt
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[01.07.2015, 08:53:29]
Dr. Hartwig Raeder 
Definition 
Herzinsuffizienz ist keine Krankheit, also auch keine Todesursache, sondern ein Symptom. Zur Herzinsuffizienz kommt es bei einer Anämie sowie bei Herz-, Lungen- und Leberkrankheiten. Die Therapie besteht in der Behandlung der Grundkrankheiten. Diabetiker leiden oft an diversen Herzkrankheiten. Der Schweregrad einer jeden Herzinsuffizienz nach NYHA richtet sich nach der Kurzatmigkeit. Insofern sind die dargestellten Ergebnisse alles andere als überraschend. zum Beitrag »
[30.06.2015, 21:11:47]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Da muss noch manche Studien-Nuss geknackt werden! 
Im NEJM 2013; 368: 1279 wurde bereits vor 2 Jahren eine signifikante Senkung des kardiovaskulären Risikos bei der Primärprävention von spanischen Patienten mit weniger ausgeprägten Grundkrankheiten und mediterraner Ernährungsweise, verstärkt durch Olivenöl und Nüsse gegenüber allgemein fettarmer Ernährung beschrieben. Bis zu 30 Prozent niedrigere Risikoprofile wurden lt. Estruch R, Ros E, Salas-Salvadó J, et al. erreicht ["Primary prevention of cardiovascular disease with a Mediterranean diet."] Dieser Trend bestätigte sich in den nachfolgenden Studien.

Doch dabei ging es n i c h t um Erdnüsse sondern regional-typisch um Mandeln, Hasel- und Walnüsse. Das hohe Risiko, in industrialisierten Ländern bei fett-, zucker- und salzreicher Überernährung bzw. Bewegungsmangel mit großem Kohlehydrat-, Fleisch- und Wurstanteil an Adipositas, metabolischem Syndrom und Hyperlipidämie zu leiden, um Folgeerkrankungen wie Hypertonie, Diabetes, KHK, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz und degenerative Gelenkerkrankungen zu entwickeln, trifft bedauerlicherweise auch auf ein z u s ä t z l i c h erhöhtes Demenzrisiko zu.

Olivenöl, Nüsse zusammen mit fischreicher und fleischarmer mediterraner Frischkost scheinen größte kardiovaskuläre Vorteile und geringstes Demenzrisiko zu bieten. Wenn dann noch moderater Weinkonsum hinzukommt, verbessern sich im Sinne des „French Paradoxon“ sowohl Lebensqualität als auch kardiovaskuläres bzw. demenzielles „Outcome“. Schutz vor Krebserkrankungen sind bei dieser komplexen Ernährungsform auch beschrieben worden.

Dass Erdnussbutter keinen positiven Effekt hat, verwundert nicht. Denn selbst-knackende Nuss-Esser und Olivenöl- bzw. Obst-, Gemüse-, Fisch-, Salat- und weniger Fleisch-Verbraucher verhalten sich sozial-, genuss- und ernährungsmedizinisch grundsätzlich anders als "Couch-Potatoes", die fingerdick mit Erdnussbutter beschmierte Weißbrot-Scheiben in sich hinein schieben.

Erdnussbutter als "processed peanuts" enthalten gemahlene Erdnüsse, Öl, Salz, Zucker, Aromastoffe. Fettanteil und Kaloriengehalt sind sehr hoch. 100 Gramm enthalten etwa 2500 kJ (600 kcal) bzw. viel Vitamine E und H. Und deren Konsumenten grillen vermutlich lieber Fleisch als Fisch?

Schlussendlich bleiben zwei der hier in der ÄZ referierten Schlussfolgerungen fragwürdig: Wenn "die relative Reduktion der Sterberate bei täglich 10 g Nüssen und mehr im Vergleich zur Abstinenz...zwischen 47 Prozent (neurodegenerative Krankheiten) und 17 Prozent" lag, würden neurodegenerative Krankheiten doch nicht durch täglich mindestens 25 g Nüsse zum völligen Verschwinden gebracht werden können? Auch kardiovaskuläre Krankheiten könnten keinesfalls durch Verzehr von mindestens 60 Gramm Nüsse zu 100 Prozent ausgerottet bzw. die Unsterblichkeit bei beiden genannten Morbiditäten erlangt werden?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[30.06.2015, 20:06:15]
Dr. Reiner Blessing 
TV -Magazin Fakt ist sich nicht zu schade für "Lügen-TV" 
In der aktuellen Ausgabe der ZEIT ist die "Lügen-Presse" das Thema der 1. Seite. Immer mehr Medien lieben die gezielte Desinformation, weiland Propaganda genannt. Damit sich die Journalisten dabei gut fühlen, hat unsere hochlöbliche Regierung in ihrer großen Weisheit eine Propaganda- Steuer für alle Betriebe eingeführt. Damit das "Volk" nicht von Fakt-TV erfährt, dass der Arzt in seiner Praxis mit Euros bezahlt werden will, wenn er die gesetzlich auferlegte Frohn von 20 Stunden pro Woche abgearbeitet hat. Und damit Fakt nicht die Bürger informiert, dass Sie sich wie -andere Europäer- direkt bei ihrer Krankenkasse unbegrenzt (budgetlos) versichern können und das ohne Praemien-Erhöhung. Alle 3 Monate haben Sie diese Wahl nach §13 SGB V zum Beitrag »
[30.06.2015, 18:26:45]
Dr. Reiner Blessing 
Skandinavien gibt ein gutes Beispiel : staatlicher Fond regelt Ausgleich für Opfer ... 
ungewöhnlicher Krankheitsverläufe unabhängig von justitiabler Schuld der Ärzte oder Hebammen. Gerecht und gut für Patienten , Ärzte und Hebammen. Für arbeitslose Juristen aber fällt nichts ab, deshalb kein Modell für Deutschland . Hierzulande müssen Ärzte und Hebammen möglichst zügig zur Auswanderung animiert werden, unsere Juristen sind uns heilig. Sie pflegen die edle deutsche Streitkultur. zum Beitrag »
[30.06.2015, 13:07:41]
Carsten Windt 
Religion und Wissenschaft vertragen sich nicht, gut das hier kein Dogma besteht. 
Das Religiöse Riten durchaus schädlich sind ist bekannt. Man sollte daher bei Problemen sehr wohl beim Patienten Regress nehmen, etwa wen sich seine Erkrankung durch das Fasten im Ramadan verschlechtert hat.
Eine Einschränkung der freien Religionsausübung ist es ja offensichtlich nicht, da man sich von der Verpflichtung zum Fasten freikaufen kann. zum Beitrag »
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