Donnerstag, 24. Juli 2014

Leserkommentare [10458]

[24.07.2014, 21:10:30]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Neue Laufsohlen senken auch den Blutdruck? 
Wenn ich das schon höre: Die aktuell präsentierte Meta-Analyse legt nahe, dass der Verbrauch von Probiotika den Blutdruck geringgradig verbessern k ö n n t e ... ["The present meta-analysis suggests that consuming probiotics may improve BP by a modest degree, with a potentially greater effect when baseline BP is elevated, multiple species of probiotics are consumed, the duration of intervention is >/=8 weeks, or daily consumption dose is >/=1011 colony-forming units."]

Da ist den Autoren S. Khalesi, J. Sun, N. Buys und R. Jayasinghe mit ihrer Publikation: "Effect of Probiotics on Blood Pressure - A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized, Controlled Trials" wohl gar nicht aufgefallen, das 2 von ihren 9 Studien gar kein Doppelblind-Design hatten und damit als RCT-Studien wertlos waren? Aber wenn die Griffith University an der australischen Gold Coast in Queensland (AUS) eher mit der idealen Kombination von Sonne, Strand und Surfin' wirbt, als mit seriöser Ausbildung, Forschung und Wissenschaft, kann einem das schon mal die Sinne vernebeln.

Denn auch die Häufigkeit der Besohlung von Straßenschuhen als Surrogat-Parameter für die persönliche Laufleistung bzw. die Kauf-Frequenz von sportlich designten Laufschuhen könnte durchaus in der Lage sein, metaanalytisch maxi- oder minimale blutdrucksenkende Effekte gegenüber eher lauf-faulen Couch-Potatoes nachweisen zu können. Insbesondere, wenn die Läuferinnen und Läufer ihr Schuhwerk verstärkt abnutzen, um mit großen Mengen Probiotika beladen und beschwert nach Hause zu traben. Doch für ein derartiges Studiendesign hätten Probiotika-Hersteller wohl keinen Pfifferling gegeben. Und die Schuhmacher-Zunft hätte gleich gewusst, dass das alles nur ein Riesen-Schmarrn ist!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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[24.07.2014, 20:12:37]
Daniela Neye 
Das freut mich sehr 
Von einem ausgeglichenen Geschlechterverhältnis kann nun wirklich noch lange keine Rede sein, war doch die Chirurgie seit jeher eine Männerdomäne.Wie schön, dass sich das ändert. zum Beitrag »
[24.07.2014, 16:49:40]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Vorsicht! BKA-Statistik undifferenziert 
Auch die jüngste Statistik des Bundeskriminalamts (BKA) differenziert bei strafbaren Betrügereien im Gesundheitswesen n i c h t zwischen ärztlichen und nicht-ärztlichen Verursachern eines Schadens in zweistelliger Millionenhöhe. Der Leistungs- und Ausgaben-Umfang allein innerhalb der GKV umfasst dagegen 180 Milliarden Euro jährlich.

Bei allen bisherigen Schadensstatistiken der Gesetzlichen Krankenkassen lagen Vertragsärztinnen und -Ärzte erst an 4. Stelle bei Schadenhöhe und -Häufigkeit h i n t e r anderen Leistungserbringern im Gesundheitswesen. Das wird jedoch ein allgemeines "Ärzte-Bashing" nicht verhindern können, so lange nicht auch vom BKA Ross und Reiter genannt werden.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[24.07.2014, 16:19:42]
Prof. Dr. Hans Meffert 
Die Anzahl getöteter Radfahrer war auch im letzten Jahr angestiegen 
... wenn ich mich nicht irre. Das wurde in vielen Meldungen - siehe oben - unwissentlich oder geschickt verschleiert.
Mit freundlichem Gruß
Hans Meffert zum Beitrag »
[24.07.2014, 14:46:49]
Carsten Windt 
Das ist letztlich eine Geldfrage. 
Wenn der Bund eine barrierefrei Praxis möchte, so muss er sich beteiligen. Die Alternative ist doch, dass Neugründungen geringer ausfallen, weil entweder teuere Objekte angemietet oder umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt werden müssen. Nicht jeder der eine Praxis neu gründet kann diese Kosten auch noch finanzieren. Aber in der heutigen Zeit müsste es doch möglich sein die Kosten als Kredit der KFW (ohne Zinsen) zu decken. zum Beitrag »
[24.07.2014, 14:40:36]
Carsten Windt 
Gelegenheit macht Diebe 
Unser Sozialsystem mit seiner doch undurchsichtigen und schlecht kontrollierbaren Abrechnungspraxis schafft Betrügern ausreichend Raum tätig zu werden.
Das ist wie ein Kaufhaus ohne Ladendetektiv. Freier Einkauf ohne zu zahlen. zum Beitrag »
[24.07.2014, 14:37:22]
Carsten Windt 
Stochern im trüben 
In Deutschland sind 58 mio PKW zugelassen. Selbst wenn viele nicht bewegt werden, ist die Zahl der Verkehrstoten vergleichsweise niedrig.
Wir bewegen uns durchaus im Bereich einer statistischen Schwankungsbreite. Auffällig am Artiel ist aber, dass die Schuld immer nur beim Fahrer/ Verkehrsteilnehmer gesucht wird.
Tatsächlich passieren aber viele Unfälle durch schlechten Strassenzustand und im Bereich von schlecht gesicherten Baustellen. Hier ist der Staat letztlich selbst verantwortlich.

Natürlich passieren viele Unfälle durch menschliches Fehlvehalten (typisch bei Unfällen mit Motorrädern) aber bei den geringen Fallzahlen gleich einen Trend abzuleiten ist überzogen.
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[24.07.2014, 14:07:59]
Dr. Horst Grünwoldt 
Virus-Ausbreitung 
Die Erkenntnis der saudi-arabischen Forscher, daß in der staubigen Luft eines Kamel-Stalles mit Mers-(Corona-)Virus infizierten Tieren und deren (eingetrockneten) Ausscheidungen der Erreger nachweisbar sein kann, überrascht nicht. Schließlich lassen sich fast immer an Staubpartikeln gebunden auch potentiell infektiöse Agenzien nachweisen.
Aus diesem Grunde darf ja in Arztpraxen und Krankenhäusern nach allgemeinen Hygiene-Grundsätzen nicht gefegt, sondern nur feucht gewischt werden.
Allerdings sorgt die Aufwirbelung von Staub im Freien stets zu einer erheblichen Verdünnung bis auf nichtinfektiöse Dosen.
Insofern ist die Aussage " Das MERS-Virus ist in der Lage, sich aerogen zu verbreiten" nur von hypothetischer Natur!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[24.07.2014, 13:48:24]
Dr. Horst Grünwoldt 
Nahost-Dauerkonflikt 
Die Bombardierung eines dichten Siedlungsgebietes mit einer Zivilbevölkerung, ist auf jeden Fall verwerflich. Daß sich die palästinensische Hamas darin, mit Aggression gegen den Staat Israel darin verschanzt, ist verbrecherisch.
Die israelische Armee -mit modernsten Waffensystemen, auch aus deutschen Steuergeldern finanziert- sollte aber zu gezielten, militärischen Kommando-Einsätzen in Gaza-Stadt in der Lage sein, den Hamas-Spuk kurzfristig ein Ende setzen.
Wo hält sich nach Wochen des Zuschauens immer noch die neutrale UNO-"Friedenstruppe" als Symbol der Weltgemeinschaft versteckt?
Haben unsere Politiker und die Gutmenschen aus den verschiedenen Migrations-Vereinen schon mal daran gedacht, daß uns eine neue Flüchtlings-Welle aus dem Gaza-Streifen bevorstehen könnte?
Und damit die Verlagerung des Nahost-Dauerkonflikts in unser Land mit antisemitischen/antijüdischen Progom-Bildern, wie wir sie schon aktuell aus Frankreich gesehen haben.
Welchen Einfluß wird das auf die wiedererstandenen jüdischen Gemeinden in Deutschland haben?
Palästinenser genießen bekanntlich als staatenlose Menschen absoluten Abschiebeschutz. Aus diesem Grunde könnten sich massenhaft arabisch Sprechende vom Libanon bis Marokko mit ausgelöschter Identität (nicht nur der Personalien, sondern sogar der verätzten Fingerprintz) mischen und Asyl in Europa begehren. Wie das bisher auch schon unter den "Syrien-Flüchtlingen" zu vermuten ist. Und denen kann man es gar nicht verübeln, sich das Land mit den besten Sozialleistungen auszusuchen.
Nach m.E. wird der Konflikt im gelobten Land so lange dauern, wie es keinen demokratischen Staat Palästina gibt.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock
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[24.07.2014, 10:53:32]
Dr. Thomas Ferber 
Schutzschildfrage lenkt vom Kernproblem ab 
Ob die Hamas die eigene Zivilbevölkerung als Schutzschild benutzt - wenn gleich dies ethisch widerlich ist - ist für die Beurteilung der israelischen Militäraktionen insofern erheblich, als dass sie dies bei der Kriegsführung berücksichtigen müsste. Nimmt ein Bankräuber in Deutschland Geisseln, dann bombt ihn die Polizei auch nicht einfach mitsamt der Geisseln nieder. Das Recht auf Selbstverteidigung kann Israel durchaus zugestanden werden, doch müssen die Massnahmen verhältnismässig sein. Warum wohl schiesst die Hamas Raketen nach Israel? Und wieviele Tote hat das bis heute verursacht? Israel muss seine Politik ändern. Israel leistet sich die teuersten und besten PR-Agenturen auf der ganzen Welt, die dafür sorgen, das Land im besten Licht erscheinen zu lassen. Neustes Beispiel: In Europa wehren sich immer mehr Menschen gegen das Verhalten von Israel. Jetzt werden diese Menschen als Antisemiten diffamiert. Die Strategie ist sehr geschickt. Leider gibt es primitive Antisemiten, doch sind diese in der grossen Minderzahl. Doch eigentlich geht es nur um das: Die Siedlungen müssen verschwinden, denn sie sind völkerrechtswidrig und das Haupthindernis für einen Frieden. Die Forderung ist klar: 1. Israel muss Kirche und Staat trennen 2. Israel muss die Siedlungen räumen 3. Jerusalem ist die gemeinsame Hauptstadt einer Zweistaatenlösung. 4. Alle Nachbarn anerkennen das Existenzrecht Israels. 5. eine internationale Friedenstruppe sorgt in einer Pufferzone für die Sicherheit beider Staaten. Natürlich geht dies nicht, wenn es keinen Gewaltverzicht auf beiden Seiten gibt. Ich bin überzeugt, dass über 90 Prozent aller Menschen in dieser Region diese Forderungen unterschreiben und mittragen könnten. Wir müssen endlich aufhören, den Scharfmachern auf den Leim zu kriechen!  zum Beitrag »
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