Montag, 22. Dezember 2014

Leserkommentare [11569]

[21.12.2014, 17:46:53]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Frau Kollegin Feldmann irrt! 
Die Hausärzte/-innen sitzen wie immer am "Katzentisch". Und Feldmanns unzweideutiger Hinweis bleibt äußerst fragwürdig:
„In keiner anderen Fachgruppe gibt es die Regelung, dass im Vertretungsfall weniger Honorar gezahlt wird. Daher freue ich mich sehr, dass es uns in den Verhandlungen mit den Krankenkassen gelungen ist, die Vertreterpauschale abzuschaffen. Damit wird nun endlich auch die Leistung der Hausärzte, die eine Vertretung übernehmen, entsprechend honoriert“, erklärte KBV-Vorstand Regina Feldmann (Deutsches Ärzteblatt http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/61270).

Frau Kollegin Feldmann, es waren n i c h t die Vertreter der GKV-Kassen und ihr Spitzenverband Bund (Spibu), die den KBV-Verhandlungsführern diese diskriminierend niedrige Vertreterpauschale für Urlaubs- und Krankheitsvertretungen (im Hausarzt-EBMneu wurde sie schon einmal erhöht) für Hausärzte in die Feder diktiert hatten.

Es war die Honorarabteilung der KBV s e l b s t, die mit der niedrigen Vertreterpauschale den Hausärzten ("Treppenterrier" der Medizin) eins auswischen wollten. Der ursprünglich geplante Hausarzt-EBMneu, war zunächst der Versuch, einen neuen Knebelvertrag aufzusetzen, um den Graben zwischen Haus- und Fachärzten zu vertiefen. Zahlreiche KBV-Änderungen der Abrechnungsmodalitäten waren die Folge.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

P. S.: K e i n Weihnachtsgeschenke für 2014! Kommt erst zum 1. April 2015 bei Haus- und Kinderärzten an.
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[20.12.2014, 14:52:43]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Ist das nun sehr bedenklich, liebe Redaktion oder nicht? 
Vielleicht kann man das ja durch Zwangsquoten verhindern? zum Beitrag »
[20.12.2014, 14:43:10]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Da Thema der unzureichenden Wirkung ist ein anderes Thema als eine unbegründbare Impfgegnerschaft. 
Bei Masern ist das sicher geringer als bei Röteln, wer kennt das nicht bei der Grippeimpfung, deren Wirkung noch geringer ist, na und, solange wir nichts besseres haben?
Soll daher eine Wunschmutter auf eine Rötelnschutzimpfung verzichten? Nein und hier wünscht sich jeder trotzdem etwas mehr Erklärung über Wirkung und Validität der Erfolgskontrolle einer solchen Impfung.
Zweifellos hat Masern die Potenz der "Ausrottung".
Das geht ganz sicher NICHT ohne Impfung. zum Beitrag »
[19.12.2014, 22:21:22]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Fragen an 'Radio Eriwan': Wie bekommt man 'Masern-Flecken' weg? 
Eine fast schon tragikomische Lektüre ist der "Bericht der Nationalen Verifizierungskommission Masern/Röteln zum Stand der Eliminierung der Masern und Röteln in Deutschland 2013" ... "an die Weltgesundheitsorganisation (Regionalbüro für Europa) mit Stand Juni 2014" unter Vorsitz von Professor Oliver Razum von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld (www.rki.de).

Der sybillinische Satz: "Eine andauernde endemische Transmission von Masernviren in Deutschland kann aus diesen Gründen weder bestätigt noch widerlegt werden. Sie ist jedoch, unter besonderer Berücksichtigung der hohen Inzidenzen, sehr wahrscheinlich", kann von einem geübten Radio-Eriwan-Sprecher folgendermaßen transkribiert werden: Im Prinzip Nein, aber eher doch, Ja!
Denn es nähme schon Wunder, dass ein endemisch vorhandenes Masernvirus-Reservoir nicht auch in der Lage wäre, bei hohen Masern-Inzidenzen dieselben zu befördern.

"R ö t e l n: Die epidemiologische Situation der Röteln im Jahr 2013 kann weiterhin noch nicht bewertet werden, da nach Einführung der bundesweiten Meldepflicht im März 2013 noch nicht alle Gesundheitsämter über eine geeignete Software zur vollständigen Übermittlung verfügten..." heißt es lapidar.

Preiswürdig ist der Satz: "Die von der STIKO empfohlenen MMR-Impfungen erfolgen oftmals zu spät". Offensichtlich ist den Bielefelder Autoren nicht bekannt, dass der STIKO-Impfkalender s e l b s t hinterfragt und auch die V a k z i n e überprüft werden müssen. Denn prozentual extrem gering vertretene Impfgegner spielen eine untergeordnete Rolle, wenn faktisch geimpfte Patienten genauso an Masern erkranken können.

Selbst bei Massenimpfungen gegen Masern fehlt es am durchschlagenden Impferfolg: Defay, F. et al. stellten dies mit dem Titel: "Measles in Children Vaccinated With 2 Doses of MMR. Pediatrics 2013; online 21. Oktober 2013; DOI: 10.1542/peds.2012-3975 vor. Dazu referierte SpringerMedizin und ÄZ Autor Thomas Müller unter
http://www.springermedizin.de/fruehe-masernimpfung--schlechte-schutzwirkung/4765318.html
folgendermaßen: "Vielleicht ist eine frühe Masernimpfung bei Kindern im Alter von zwölf Monaten gar nicht so günstig: Nach Daten einer kanadischen Studie ist die Gefahr, dass der Impfstoff versagt, dann fünfmal höher als bei einer Impfung mit 15 Monaten".

Unsere Impfkonzepte sind erneut vorurteilsfrei zu Re-evaluieren und grundsätzlich kritisch zu betrachten. Z. B. U n a b h ä n g i g davon, ob alle in Berlin 2013 gemeldeten 492 Masern-"Fälle" unzureichend oder gar nicht vorgeimpft wurden, sind nach weltweiter klinischer Erkenntnis die zwei Masern-Mumps-Röteln Grundimmunisierungen in der frühen Kindheit n i c h t ausreichend, um lebenslang zuverlässig protektive Antikörper zu generieren. Das hat u. a. mit der verlangsamten Generationenfolge insbesondere in hoch industrialisierten bzw. post-industriellen Gesellschaften zu tun, wo spontane Boosterungen selten geworden sind.

Bereits am 14.2.2013 hatte ich unter
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/article/831279/leitartikel-masern-roeteln-letzte-galgenfrist-schon-angebrochen.html
kommentierend getitelt: RKI-Eliminationsziele bei MMR für ganz Eurasien?
Erfreuliche Entwicklung mit nur 168 Masernfällen im letzten Jahr (2012) in Deutschland! Zu bedenken bleibt, dass auch bei korrekter 2-maliger MMR-Impfung mit Erstimpfung im 11.-14. Lebensmonat und Zweitimpfung im 15.-23. Monat keine 100 % Serokonversion zu erwarten ist. Denn wenn bei den erfassten Masernfällen, wie vom RKI berichtet, 90 Prozent der erkrankten Kinder ungeimpft waren, erkrankten 10 Prozent m i t MMR-Impfung. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen erkrankten lt. RKI 50% ungeimpft, die andere Hälfte t r o t z (unvollständiger?) Impfung.

Alles spricht für eine gelegentlich lückenhafte Serokonversion bei korrekter Impfprozedur. Dass Impfstoffhersteller solche systemischen Mängel nur widerwillig oder gar nicht zugeben, ist z. B. bei dem nur 60-prozentigen Schutz nach einer e i n z i g e n konventionellen Grippeschutzimpfung bekannt. Deshalb gibt es auch seit langem die RKI- und STIKO-Empfehlung, "junge Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden" im Zweifel nochmal mit einer weiteren MMR-Impfung aufzufrischen. Allerdings sind diese "jungen Erwachsenen" mittlerweile bis zu 44 Jahre alt!

Das RKI legt übrigens die Messlatte für Eliminationsziele in Europa geografisch skurril an. Frau Dr. Dorothea Matysiak-Klose, Mitarbeiterin des Fachgebiets Impfprävention am Robert Koch-Institut (RKI) wird im ÄZ-Leitartikel zitiert: "Ich bin nicht sicher, dass es gelingt, Röteln und Masern innerhalb von drei Jahren von Brest bis Kamtschatka zu eliminieren".

Der westlichste Punkt des europäischen Festlands liegt aber nicht in Brest (F), sondern als Cabo da Roca in Portugal. Die östlichste Begrenzung Europas bildet das russische Uralgebirge. Die Halbinsel Kamtschatka dagegen ist im äußersten nord-ostasiatischen Teil Russlands verortet. Dort, wo das Beringmeer das russische Sibirien mit Petropawlowsk-Kamtschatski von Alaska (USA) trennt und sich der Pazifische Ozean erstreckt.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[19.12.2014, 21:05:34]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
es gibt wohl kaum ein anderes Vitamin, 
bei dem der Widerstand gegen eine laborgestütze Substitution so groß ist, wie beim Vit. D,
für mich völlig unverständlich. Es geht hier keineswegs nur um "Mortalitätsstatistiken"!!!
Was steckt wohl dahinter?
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[19.12.2014, 20:51:27]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Sehr geehrter Herr Ass. jur. Lutz Barth 
was die Ärzte darüber denken, ist uns ja weitestgehend bekannt.
Viel interessanter wäre es, die Meinung der Juristen dazu zu hören, möglichst eine kompetente Mehrheit natürlich, keine unbekannten Außenseiter zum Beitrag »
[19.12.2014, 20:42:29]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
etwas peinlich Herr Kollege Karlheinz Bayer so ganz ohne Fakten 
Sie wissen tatsächlich nicht wie man einen (menschlichen) Krankheitskeim ausrotten kann?
Haben Sie noch nichts von Pocken gehört, von Diphterie?
An Diphterie sind noch rel. lange in der Nachkriegszeit Tausende jährlich gestorben.
Wenn Masern, ein ganz spezifischer Menschenkeim, ausgerottet wäre, könnte man mit Impfen Schluss machen.
Ich sehe es eher als deutsche Kulturschande, dass es noch so viele Masernfälle gibt,
auch gelegentlich Todesfälle!
(Nicht der einzige Schwachpunkt unseres "Infektionsschutzes") zum Beitrag »
[19.12.2014, 19:09:21]
Dr. Wolfgang Bensch 
Digital Naive waren die Parlamentarier der rot-grünen Koalition 
die im zweiten Durchgang dieser Koalition nicht nur die AGENDA 2010 im März 2003 verabschiedeten, sondern auch das "Leuchtturmprojekt" Gesundheitskarte mit Veränderungen im SGB V starteten - natürlich mit der Aussicht auf enorme Kosteneinsparungen ... Alternativen? - natürlich keine ...
Wird es nun Zeit für die "AGENDA Angela" in ihrer dritten Legislaturperiode? zum Beitrag »
[19.12.2014, 17:59:58]
Lutz Barth 
Ad-hoc-Empfehlung des Deutschen Ethikrats zur Regelung der Suizidbeihilfe ist enttäuschend! 
Wie zu erwarten anstand, wird in der sog. Ad-hoc-Empfehlung des Deutschen Ethikrats zur Regelung der Suizidbeihilfe

(vgl. dazu Deutscher Ethikrat v. 18.12 14 unter >>> http://www.ethikrat.org/dateien/pdf/empfehlung-suizidbeihilfe.pdf <<<)

lediglich „nur“ das wiedergegeben, was ohnehin schon bekannt und letztlich als unstrittig angesehen werden kann.

Weitere Impulse zur Belebung des Diskurses werden von dieser Stellungnahme wohl nicht ausgehen, hat doch der Deutsche Ethikrat es verstanden, dass derzeit drängende Problem der Mitwirkung der deutschen Ärzteschaft weiter in nebulöse Schemen zu hüllen, anstatt deutliche Worte an die Adresse der Bundesärztekammer zu senden, zumal der Ethikrat mehrheitlich eine eigene gesetzliche Regelung etwa der ärztlichen Suizidbeihilfe ebenso ablehnt wie jede Regelung der Suizidbeihilfe für eine andere Berufsgruppe.

Hierbei ist weniger problematisch, dass „der Deutsche Ethikrat das in den Grundsätzen der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung formulierte Verständnis des ärztlichen Berufs, wonach die Mitwirkung des Arztes bei der Selbsttötung keine ärztliche Aufgabe ist“ unterstützt, sondern dass der Ethikrat diesbezüglich lediglich empfiehlt, „dass die Ärztekammern einheitlich zum Ausdruck bringen sollten, das ungeachtet des Grundsatzes, dass Beihilfe zum Suizid keine ärztliche Aufgabe ist, im Widerspruch dazu stehende Gewissensentscheidungen in einem vertrauensvollen Arzt-Patienten-Verhältnis bei Ausnahmesituationen respektiert werden (sollten).“

Hier ist erkennbar der „Wunsch der Vater des Gedankens“, zumal erst jüngst die Bundesärztekammer und damit gleichsam alle Präsidenten der Landesärztekammern keinen Zweifel daran haben aufkommen lassen, dass das ärztliche Berufsrecht in allen Kammerbezirken insoweit eindeutig und daher es dem Arzt verboten sei, an einem Suizid mitzuwirken.

In Anbetracht der aktuellen Besetzung des Deutschen Ethikrats hätte man/frau diesbezüglich erwarten dürfen, dass der Ethikrat explizit diese Frage vertieft und insbesondere dazu Stellung bezieht, ob und inwieweit das ärztliche Berufsrecht mit seinem kategorischen Verbot der ärztlichen Suizidassistenz verfassungsrechtlich haltbar ist, zumal ansonsten im Diskurs stets das Grundrecht der ärztlichen Gewissensfreiheit bemüht wird. Die Zurückhaltung des Deutschen Ethikrats ist insofern nicht nachvollziehbar, zumal ihm doch hinlänglich bekannt sein dürfte, dass jedenfalls die Bundesärztekammer nicht von ihrer Position abrücken wird. Da dem so ist, wäre zudem auch die Frage nach einer gesetzlichen Regelung intensiver zu reflektieren gewesen, denn „nur“ über diesen Weg könnte der Grundstein für eine einheitliche Regelung im ärztlichen Berufsrecht gelegt werden, mal ganz abgesehen davon, dass der Deutsche Ethikrat gerade unter ethischen Aspekten betrachtet darauf hätte hinweisen können, dass die ethische Position der Ärztekammern resp. diejenige ihrer Ärztefunktionäre jedenfalls auf nachhaltige Kritik eben aus der Zunft der Medizinethik stößt.

Darüber hinaus hätte es wohl auch einiger deutlicher Worte bedurft, um ggf. den Ärztekammern die Folgen eines „ethischen Zwangsdiktats“ vor dem Hintergrund der Grundrechte der Ärztinnen und Ärzte zu verdeutlich, zumal in Kenntnis der nicht „grenzenlosen Normsetzungskompetenz“ der öffentlich-rechtlichen Kammern. Dass dies nicht geschehen ist, ist mehr als bedauerlich und lässt darauf schließen, dass die Stellungnahme des Deutschen Ethikrats mehr einer „ad-hoc-Situation“ denn einer intensiven Reflektion nach reiflicher Überlegung und Diskussion geschuldet ist.

Insofern ist die Stellungnahme enttäuschend, bleiben doch gewichtige Kernfragen der aktuellen „Sterbehilfedebatte“ ausgespart und es bleibt abzuwarten, ob noch eine weitere Stellungnahme durch den Deutschen Ethikrat abgegeben wird.

Das vorliegende Statement jedenfalls wird die Diskussion nicht befruchten, werden doch mal wieder „Binsenweisheiten“ wiederholt, über die kein ernsthafter Dissens zwischen den Diskutanten mit ihren höchst konträren Positionen besteht.

Die Ad-hoc-Empfehlung war insoweit entbehrlich und der Deutsche Ethikrat wäre gut beraten gewesen, mit einer fundierten Stellungnahme aufzuwarten, für die ohne Frage sich der Ethikrat ein wenig mehr Zeit hätte nehmen sollen, sei es auch um den Preis möglicher „Sondervoten“ einzelner Mitglieder des Deutschen Ethikrats, die sich bereits jetzt schon in den Medien abzeichnen (vgl. dazu u.a. die Anmerkungen v. Peter Dabrock, der nur „unter Bauchschmerzen“ der Ad-hoc-Empfehlung hat zustimmen können, Ärzteblatt.de v. 19.12.14 unter >>> http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/61268/Ethikrat-Suizidbeihilfe-ist-keine-aerztliche-Aufgabe <<<).

Ass. jur. Lutz Barth (19.12.14)
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[19.12.2014, 17:07:10]
Dr. Karlheinz Bayer 
das eigentliche Masernproblem ist die Masernhysterie 
Sehr geehrter Herrt Geissel,

Sie fragen im Text nach der Ihnen unbekannten Einstellung von Ärzten.
Ist sie wirklich so unbekannt? Ist sie wirklich so unbekannt, oder läßt sie sich nicht schon anhand der Impfquoten recht genau abschätzen? Problemeatisch scheint nur, daß man automatisch als Impf-Gegner angesehen wird, wenn man schon den STIKO-Empfehklungen folgt und berät, statt ohne Beratung zu impfen - was juristisch gesehen ein strafbarewr Akt und eine Körperverletzuung ist (" Aha! Ein Imfgegner!" ... "Nein! Nur einer, der die Sache ernst nimmt." )

Statt permanent von "Impflücken" (eine Impflücke ist das individuelle Fehlen einer Impfung im Impfpaß und nicht der Prozentsatz der Impfungen in der Bevölkerung!) und von "Impfzielen" (das Impfziel ist die Schaffung einer Immunreaktion und nicht die Erfüllung eines x-Jahresplans) der WHO zu reden, von Ausrottung (wie will man ein nur im Wirt lebensfähiges Lebewesen, wie es das Virus ist ausrotten?) der Masern und anderem, wäre es da nicht sinnvoller, tatsächlich mal eine Erhebung in der Bevölkerung und unter den Ärzten zu machen, wie gefährlich Masern tatsächlich sind und wie sinnvoll die Impfung gegen Masern.

Wir impfen gegen Masern seit gerade mal 40 Jahren und damit zwei Generationen lang. Die Impfgegnerschaft bzw. die Zahl der Skeptiker gegen die Impfung(en) haben in der Zeit nicht abgenommen. Und das ist auch gut so, denn es liegen noch keine Zahlen vor, was dieser Großeinsatz von nicht natürlichen Eiweißen in unseren Genen über Generationen bewirken wird. Wir hoffen und glauben nur, daß wir damit etwas gutes tun, und möge Gott geben, daß wir keinem Bias unterliegen.

Eine sachliche Diskussion über Einzelaspekte, namentlich die Ausrottungstheorie, den notwendigen Umfang der empfohlenen Impfungen, den Sinn von Mehrfachkombinationsimfungen, die Aspekte von Epidemien in geimpften, ungeimpften oder nicght-geimpften Populationen, aber auch die Diskussion über mögliche Vorteile einer Erkrankung gegenüber einer Impfung, die statistisch tatsächliche Zahl von schweren Erkrankungen durch Krankheiten vs.schwerer Erkrankungen nach Impfungen, die Frage der Impfversager, ist in dem herrschenden Klima der massiven Bedrängung zur Impfung garnicht möglich.

Folge ist, daß es nach wie vor (und wie es scheint in steigender Zahl) Impfverweigerer gibt, sowohl unter den Ärzten wie auch unter den Vätern und Müttern. Würde man die ernst nehmjen und zu Wort kommen lassen, wären wir weiter!

Eine tatsächlich offene gesellschaftliche Diskussion ist angezeigt.
Der Minister Gröhe hat von einer "Pflichtberatung" vor dem Eintritt in einen Kindergarten geschwärmt. Eine Impfpflicht ist das nicht, und es wird tatsächlich den Graben vertiefen helfen. Ich für meinen Teil werde die angestrebte Impfberatung tatsächlich als eine Beratung auffassen.
Täten es tatsächlich nur alle Kolleginnen und Kollegen!
Möglicherweise ist das das bessere Mittel, die Impfbereitschaft zu heben, als es die Keule ist, mit der STIKO und RKI im Verbund mit zu vielen Interessensverbänden derzeit aufrufen.

Es wird nicht der letzte Arztikel sein, den Sie zu dem Thema schreiben. Deswegen, bleiben Sie gesund, meiden Sie, soweit das überhaupt geht, Viren und die damit verbundenen Krankheiten, und feiern Sie bitte ein friedliches Weihnachtsfest,

Ihr
Karlheinz Bayer zum Beitrag »
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