Sonntag, 29. März 2015

Leserkommentare [12435]

[27.03.2015, 20:17:26]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
aber ich kann auch den Co-Piloten NICHT verstehen 
[27.03.2015, 20:14:59]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Dem Torwart sei es gegönnt, das gute Gefühl. 
"Die Tatsache, dass eine Meinung weithin geteilt wird, ist noch lange kein Beweis dafür, dass sie nicht absolut absurd ist." ?Bertrand Russell zum Beitrag »
[27.03.2015, 19:13:00]
Dr. Wolfgang Bensch 
Wir glauben an die ASV ... 
na ja dann ... kann ja wohl nichts mehr schiefgehen, wenn einer der grössten Verbände sich im "Glauben" bewährt.
Ist das wirklich eine ernsthafte Diskussion hierzulande?
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[27.03.2015, 15:38:43]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Faktencheck GOÄ! 
Wenn sich heute Vertreter der Bundesärztekammer (BÄK) und der Kostenträger (PKV-Verband und Beihilfestellen) zur GOÄ-Novelle im Berliner Bundesgesundheitsministerium (BGM) wie die 'Blinden zum Sehtest' treffen, bzw. ausgerechnet der Hartmannbund (HB) vom BGM eine Klarstellung fordert, ist es Zeit für einen Faktencheck:

Es war und ist die BÄK selbst, welche die zu ihrer Kernkompetenz gehörende Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) jahrzehntelang verschlafen hat.

• GOÄ-Systematik auf dem Stand vom 16.4.1987 (BGBl. I, S. 1218)
• GOÄ-Punktwert-Anhebung in 32 Jahren (1983-2015) um 14 %
• kalkulatorischer Punktwert 10 (1983), 11 (1988), 11,4 Pfennige (1996)
• jährlicher Punktwertanstieg durchschnittlich plus 0,44% p. a.

Es ist reine Augenwischerei, wenn der Punktwert 1988 um 10 Prozent, 1996 um 4 Prozent und zuletzt seit 19 Jahren um 0 Prozent erhöht wurde. Denn gleichzeitig haben die BÄK und alle anderen Beteiligten in aller Seelenruhe zugeschaut, wie es zu überwiegend Facharzt-, Technik- und Labor-lastigen, völlig unkontrollierten Mengenausweitungen mit immer obskureren Analog-Anwendungen bei den GOÄ-Abrechnungen zu Lasten der privat Krankenversicherten, der PKV und der Beihilfestellen gekommen war.

Die Ursachen für das alljährliche Possenspiel, eine Einigung mit PKV, Beihilfestellen und dem BGM über eine neue GOÄ sei unterschriftsreif, liegen woanders: BÄK und LÄK sind mehrheitlich vom Marburger Bund (mb) dominiert und majorisiert. Der mb vertritt ausschließlich und erfolgreich die Interessen seiner angestellten und beamteten Mitglieder. Damit hat der mb kein substanzielles Interesse, die ökonomischen Bedingungen ausgerechnet bei den freiberuflich niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten verbessern zu wollen. Dies würde nicht nur seine eigenen mb-Tarifabschlüsse mindern, sondern zu einem mb-Mitgliederschwund führen, wenn Arzt-Niederlassungen in freier Praxis wieder attraktiver würden.
Vgl.
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/61892/Windhorst-GOAe-Informationspaket-soll-bis-31-Maerz-an-das-Ministerium-gehen

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[27.03.2015, 15:04:13]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Der BDI leistet sich illusionäre Verkennung,  
wenn Internisten-Chef und Kollege, Dr. med. Wolfgang Wesiack, "ein echtes Landarzt-Stärkungsgesetz" fordert. Dann ist ihm offensichtlich entgangen, dass es weit überwiegend Fachärzte/-innen für Allgemeinmedizin, Praktische Ärzte und hausärztliche Internisten sind, die auf dem Land, in den unattraktiven Randgebieten, sozialen Brennpunkten und in den städtischen Ghettos der Ballungszentren die vertragsärztliche Versorgung sicherstellen.

Wenn es dabei "höchste Zeit (ist), dass die Fachärzte einen gemeinsamen Dachverband gründen und gegenüber Politik und Kassen ihre Positionen vertreten. Der BDI hat deshalb zusammen mit dem Berufsverband Deutscher Chirurgen und dem Berufsverband Deutscher Anästhesisten diesen Schritt initiiert", ist das eine klassische 'contradictio in adjecto'! Rufen da nicht gerade diejenigen, die die Fläche gar nicht versorgen wollen und können, vor Angst laut im finsteren Wald, weil die meisten Fach- und Spezialärzte schon immer in die Metropolen strebten?

Unterschreiben kann ich die Feststellung: "Die sogenannte Bedarfsplanung ist keine Planung nach dem wirklichen Versorgungsbedarf der Bevölkerung. Sie ist willkürlich und zufällig. Bevor wir zu so einschneidenden Konsequenzen kommen können, brauchen wir erst belastbare Daten." Aber das gilt ganz besonders für den BDI, die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Bundesärztekammer (BÄK), die gerade k e i n e Versorgungsforschung betreiben. Selbst das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) hat mit dem Titel "Die medizinische Versorgung - regional betrachtet" und seinem Intro: "Der Versorgungsatlas bietet eine öffentlich zugängliche Informationsquelle zu einer stetig wachsenden Anzahl ausgewählter Themen aus der medizinischen Versorgung in Deutschland. Schwerpunkt des Versorgungsatlas sind regionale Unterschiede in der medizinischen Versorgung und deren Ursachen" jüngst darüber hinwegtäuschen wollen, dass dieser Anspruch gar nicht eingelöst werden kann.

Jetzt rächt sich das weitgehende Fehlen von Versorgungsforschung in Deutschland. Denn nur diese könnte erhellen, wie Quantität, Logistik, Prozess- und Ergebnisqualität in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung unserer GKV-versicherten Patientinnen und Patienten beschaffen sind. Stattdessen tappen die regionalen, für Vertragsarzt-Zulassungen und den Sicherstellungsauftrag zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen gemeinsam mit der KBV und dem ZI im Dunkeln. Sie können nicht einmal das Ausmaß von hobbymäßigen, nebenberuflichen, durchschnittlich arbeitenden bzw. überdurchschnittlich tätigen Praxen beziffern.

Man kann kaum erahnen, wo medizinische Versorgungsmängel oder -überfluss, wo Pflegenotstand oder Ärztemangel sozial, inhaltlich und regional begründet bestehen. Prioritäre Gesundheits-, Versorgungs- und Pflegeziele werden damit weder formulier- noch umsetzbar.

So können bei niedriger GKV-Fallzahl und hohem Privatpatientenanteil der zeitliche Aufwand und die medizinische Qualität für jeden einzelnen Kassenpatienten theoretisch hoch sein oder an Vernachlässigung grenzen. Genauso könnten extrem viele GKV-Behandlungsfälle pro einzelnen Vertragsarzt ein Indiz für zu schnelle Abfertigung, problematische Routinen oder Ringüberweisungen sein. Oder große Behandlungszahlen entstehen in sozialen Brennpunkten, weniger attraktiven dichtbesiedelten Ballungszentren bzw. im ländlichen Raum, weil sich keine weiteren Vertrags-Fachärzte niederlassen wollen oder können (BASEL-II-Kriterien der Banken).

Ein derart improvisiertes, empirisch ungeprüftes und labiles System ist für eine gesicherte ambulante ärztliche Versorgung von 69,9 Millionen GKV-Versicherten, das sind 85,4 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland, unprofessionell, indiskutabel und inadäquat. Eine staatlich reglementierte Bedarfsplanung wird kommen, da kann der BDI als reine Klientelpolitik noch so viele neue Fachärztevereinigungen aus dem Hut zaubern.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

P.S. Zum Thema Korruption, weil es am Schluss des Interviews nur angerissen wird, soviel: Beim Kampf gegen Korruption im Gesundheitswesen mit Gesetzentwürfen aus Bayern und dem Bundesministerium der Justiz (BMJ) wird ein Stellvertreter-Krieg gegen Vertrags-Ärztinnen und -Ärzte geführt. Die gesamtgesellschaftliche Problematik potenziell korruptiven Verhaltens bei a l l e n Branchen und Berufszweigen kann nur in ein allgemeingültiges Straf-Gesetzgebungsverfahren einmünden. Alles andere wäre als einseitiges Sonder-, Gesinnungs- und Populismus-Strafrecht bis hin zur Verankerung im 5. Sozialgesetzbuch (SGB V) verfassungswidrig und unverhältnismäßig.  zum Beitrag »
[27.03.2015, 14:56:35]
Dieter Döring 
Ärztekammer drängt auf bessere Leichenschau 
Bei der Leichenschau schon alles erlebt. Mit der Bitte um mehr Licht wurde ich schon beschimpft, beleidigt und bedroht. Das Entkleiden der Leiche wurde mir sehr übel genommen.
Wenn ich auf dem Totenschein natürlicher Tod ankreuzte und der Bestatter den Totenschein hatte bekam ich fast nie, die mir zustehenden 34 Euro. Das ganze dann mitten in der Nacht. Hausbesuch konnte auch nicht mehr abgerechnet werden, da der Patient schon verstorben.
Alles in allem eine sehr undankbare Tätigkeit ohne Vergütung in den meisten Fällen.
Das das reformiert werden soll hör ich schon dreißig Jahre. Aber vielleicht wird es jetzt mal was.  zum Beitrag »
[27.03.2015, 13:42:26]
Sandra Badzinski 
Arbeitsdruck 
Der Druck, den viele Menschen in ihrem Job ausgesetzt sind, macht auch nicht vor den Piloten halt. die tagtägliche hohe Verantwortung, die Passagiere zu befördern, gleich sicher auch der hohen Verantwortung die wir Ärzte und Pflegende im Job haben. Grade auch junge Menschen halten dem Druck nicht stand, übermäßiger Ehrgeiz und das Gefühl mithalten zu müssen, macht die Situation oft nicht besser...vom Konkurrenzgerangel mal ganz abgesehen. Es gibt mittlerweile so viele Menschen mit Burnout, in allen Berufgruppen, ob es Lehrer, Arzt, Sportler oder Mannager sind...die Gesellschaft verlangt einfach viel zu viel ab von Unmenschlichkeit kann man fast schon sprechen. Wer nicht standhalten kann wird ausgegrenz, ersetzt. Welcher Mensch hat davor keine Angst? Das ist ein großes Problem in unserer momentanen, Marktwirtschaftlichen Situation und um diese Dinge zu ändern, sind nicht nur die Teamleiter, Cfefs und Firmenbosse gefragt, da muss auch die Politik eingreifen und Regeln schaffen, dass die Menschen wieder befreit und ohne Zwang und Druck arbeiten können. Wir leben zwar im 21 Jh. aber die Bedingungen sind eher wie im Mittelalter oftmals.Ich trauere um die Opfer und die Angehörigen haben mein vollstes Mitgefühl und Beileid, aber ich kann auch den Co-Piloten verstehen, schrecklich, wenn ein Mensch so verzweifelt ist, dass er so etwas tut um seinen Problemen und Ängsten zu entkommen. Wenn wir alle achtsamer, aufmerksamer, mitfühlender und vorallem menschlicher miteinander umgehen würden, wäre dieses Unglück vielleicht zu verhindern gewesen...? Leider sind sich die Menschen heutzutage oft selbst am nächsten...schade! Egoismus ist das Motto...! zum Beitrag »
[27.03.2015, 10:44:19]
Dr. Ursula Kramer 
Verantwortlicher Umgang statt blinder Fortschrittsglaube 
Risiken kennen und verantwortlich steuern, das ist in vielen Lebensbereichen der Weg, um Innovationen sinnvoll zu nutzen. Das gilt auch für Medizin- und Gesundheits-Apps. Die hohe Nachfrage bei Verbrauchern nach sog. Wearables und smarten Messgeräten wie Körperwaagen und Fitnessarmbändern zeigt, wie groß die Bereitschaft ist, smarte Unterstützungshilfen zu nutzen. Die grundsätzlich positive Einstellung ist gut - sie eröffnet viele neue Chancen in der Gesundheitsaufklärung und in der Stärkung der Selbstbefähigung z. B. von Chronikern. Was fehlt sind Konzepte, um Verbraucher für den verantwortlichen Umgang mit neuen Medien zu sensibilisieren. Verbraucher müssen selbst in der Lage sein, vertrauenswürdige Angebot zu erkennen. Die Berücksichtigung einfacher Basiskriterien (z. B. Healthon Ehrenkodex), die für die Glaubwürdigkeit, Unabhängigkeit und Transparenz des App-Angebotes sprechen, und für jeden Verbraucher überprüfbar sind, könnten ein erster gangbarer Weg sein. App-Anbieter könnten ihren Nutzern damit helfen, im immer größer werdenden Dickicht der Gesundheits-Apps vertrauenswürdige Gesundheits-Angeboten zu finden (s. Referenzdatenbank Gesundheits-Apps, Healthon). Gesundheitskompetenz wird zunehmend eine Frage der Medienkomptenz. Sie zu stärken, sowohl bei Verbrauchern und Patienten als auch bei ihren Therapeuten, ist der Schlüssel, um die Potentiale von mhealth zukünftig zum Wohle unserer Gesellschaft zu nutzen.
Initiative Präventionspartner zum Beitrag »
[27.03.2015, 08:41:38]
Dr. Henning Fischer 
es ist doch das übliche politische Vorgehen 
- behaupten, alles sei (mehr oder weniger) gut
- natürlich so billig wie möglich
- im Versagensfall nicht das System infrage stellen, sondern den einzelnen platt machen

Die Vorschriften zur Leichenschau und zum Not/Bereitschaftsdienst sind absolut skandalös. Und das seit Jahrzehnten.

Und die Vertretung duch Kammern und KV ist ein schlechter Witz.

Ich habe noch 4 1/2 Jahre, dann werde ich heilfroh sein, das alles hinter mir lassen zu können.

Mit kollegialen Grüßen
H. Fischer zum Beitrag »
[26.03.2015, 22:39:43]
Dr. Mahmoud Taghavi 
Blindes Nachregulieren  
Angebot und Nachfrage bestimmen auch den deutschen medizinischen Sektor. Nachdem der Markt und viele offenen Stellen langsam gesättigt sind, fängt man jetzt an mit Prüfungshürden wieder zu selektieren.
Waren die Patienten vorher weniger gefährdet bei den fehlenden Sprachkenntnissen ?!  zum Beitrag »
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