Leserkommentare [16568]

[05.12.2016, 13:51:17]
Wolfgang P. Bayerl 
zu oberflächlich, immer verdächtig auf Vegetarierreklame! 
Wo ist denn die Originalarbeit?
Der Fehler ist oft "Wurst" und Fleisch in einen Topf zu schmeißen.
Das betrifft besonders den erhöhten Kalorien-(Fett-)Anteil gegenüber "Vegetariern".
"Wissenschaftlich" darf man nur isokalorische Vergleiche machen.
Die Begrenzung auf Frauen über 50 (postmenopausal) könnte für die Bedeutung von Eisen sprechen.
Amerikanerinnen nehmen bekanntlich gerne Eisentabletten. zum Beitrag »
[05.12.2016, 13:41:31]
Wolfgang P. Bayerl 
Der Fehler im System ist, 
dass das nicht der Onkologe selbst macht, sondern der Apotheker.
Es rächt sich, den Ärzten möglichst alles aus der Hand zu nehmen. zum Beitrag »
[05.12.2016, 09:07:51]
Hartwig Raeder 
Anmerkung 
Die Sache ist völlig anders. Herzinsuffizienz ist keine Krankheit, sondern das Symptom aller Herzkrankheiten und zusätzlich das Symptom vieler Extrakardialkrankheiten. Die Herzinsuffizienz definiere ich als zu kleines Pumpvolumen sauerstoffreichen Blutes. Wenn man von der Anämie als Ursache der Herzinsuffizienz absieht, dann ist das Herzzeitvolumen das einzige objektive Maß für die Schwere einer jeden Herzinsuffizienz. Bei Nierengesunden ist die GFR ebenfalls ein Maß für die Schwere einer jeden Herzinsuffizienz. Ein subjektives Maß für die Schwere der Herzinsuffizienz ist die NYHA-Stadieneinteilung. Auch der Allergesündeste hat Stadium NYHA I, nämlich Luftnot bei großen Belastungen. Es gibt keine Herzkrankheit mit dem Symptom einer Leistungssteigerung. Niemals ist das Niereninsuffizienzstadium kleiner als das Herzinsuffizienzstadium.

Im Übrigen zweifele ich an der Existenz einer diabetischen Nephropathie. Zumindest können minimale histologische Nierenveränderungen nicht die Schwere der Niereninsuffizienz vieler Diabetiker erklären. Ursache der Niereninsuffizienz bei Diabetikern sind vielmehr die extrarenalen Folgekrankheiten der Zuckerkrankheit. Das sind die Extrarenalsyndrome nach Wilhelm Nonnenbruch. zum Beitrag »
[02.12.2016, 15:02:48]
Helmut Müller 
Wesentliches Problem ignoriert 
So sehr die von der Länderpolitik initiierten Lösungsansätze zu begrüßen sind, ein für die Notärzte wichtiges Problem wird dabei im Gesetzesvorhaben der Bundesregierung ignoriert: Es reicht nicht aus, die angeblich "scheinselbständige" Tätigkeit als Notarzt als sozialversicherungspflichtig beitragsfrei zu erklären, denn die in dieser Tätigkeit erzielten Einkünfte sind gemäß den jeweiligen Satzungen der berufständischen Versorgungswerke trotzdem beitragspflichtig. Dies hat zur Folge, dass die notärztlichen Kollegen/innen die Beiträge an die Versorgungswerke aus eigener Tasche abführen müssen. Viel sinnvoller wäre es daher, die Befreiungstatbestände zugunsten der Versorgungswerke entsprechend auszuweiten, damit die Beiträge - wie bisher - von den Rettungsdiensten = Arbeitgeber gezahlt werden. zum Beitrag »
[02.12.2016, 12:24:37]
Christoph Schay 
wo denn Verbesserungen? 
"Auch im Hinblick auf den demografischen Wandel wird sich die Lage zukünftig nicht verschlechtern, sondern im Gegenteil verbessern".

Welch kühne Aussage!. Bisher ist allen Beteiligten sehr klar, dass die Beitragsstabilität oberstes Gebot im Gesundheitswesen ist und bleiben wird. Das bedeutet, dass wir in Zukunft zwar deutlich mehr Aufgaben und Arbeit haben werden, aber zu geringeren Einnahme, wie es die jährlichen Verhandlungen zwischen Körperschaft und GKV bereits zeigen.
Den weiteren Klageweg von Herrn Baumgärtner gilt es zu unterstützen. zum Beitrag »
[02.12.2016, 11:05:56]
Karlheinz Bayer 
welcher Sprache bedient sich Baumgärtner eigentllich? 
Sehr geehrter Herr Staeck,

Herrn Schade kann ich nur zustimmen, möchte ihm aber auch sehr deutlich sagen, daß das nicht die Ärzteschaft schlechthin ist, die Herr Baumgärtner darstellt.

Es ist erschreckend, welcher Wortwahl sich Herr Baumgärtner in diesem Interview bedient. Es ist peinlich zu lesen und es würde ein bedenkliches Bild auf unseren Stand werfen, wenn das Allgemeingut ärztlicher Politik wäre. Deswegen muß gezeigt werden, daß hier ein politischer Geisterfahrer am Werk ist.

Ich möchte ins Detail gehen.

Ein Gerichtsurteil ist kein "Signal", sondern eine richterliche Klarstellung zur juristischen Sachlage.
Bundesrichter "setzen nicht auf den Systemerhalt", vielmehr sind Bundesrichter da, daß die Gesetze dieses Landes eingehalten werden.
Und wenn ein Urteil zu Ungunsten von Herrn Baumgärtners Rechtsbild als "Mutlosigkeit" bezeichnet wird, ist es doch in Wahrheit eher Uneinsichtigkeit. Was würde passieren, wenn alle Falschfahrer den Mut der Strafrichter anzweifelten, die Gegenfahrbahn für freies Fahren zu öffnen?

"Verheerend" sind die Bilder, die man aus Syrien kennt, aber das Gesundheitssystem, in dem wir leben und arbeiten so zu charakterisieren ist weltfremd. Wer die Lage der Ärzteschaft mit "verheerend" umschreibt, tut der Ärzteschaft im Bemühen, Bürokratie abzubauen und Honorargerechtigkeit herzustellen einen Bärendienst, weil uns keiner ernst nimmt, wenn wir uns auf dieses Niveau einlassen.

Aber auch dann, wenn Baumgärtner scheinbar sachlich bleibt, zeigt der Text Demagogie: wir dürfen nicht "schon ein bis zweimal protestieren", und keineswegs ist ein Protest bedroht mit "Strafen bis zum Entzug der Zulassung".
Weder die zahlenmäßige Begrenzung des Rechts auf Proteste auf ein bis zwei, noch der Verlust der Zulassung sind auch nur annähernd wahr. Sie sind an den Haaren herbeigezogen und offenbaren, daß es wohl eher keine wirklich griffigen Argumente gibt, wenn man schon zu solchen Aussagen greift.

Die rhetorische Frage, "was hat der betroffene Vertragsarzt davon, wenn Kassen und KVen gesetzliche Vorgaben zu seinen Lasten umsetzen" zeigt den ganzen Widerspruch der Baumgärtner'schen Rhetorik auf. Dreht man den Satz um, würde er heißen, "der betroffene Vertragsarzt wäre besser dran, wenn Kassen und KV sich nicht an gesetzliche Vorgaben halten".
Und genau darum geht es.
Streiken, wenn es weder logisch noch juristisch ein Streikrecht gibt, die KV nötigen, egal, wie die Vertragslage ist, Feindbilder aufbauen, wo es opportun erscheint.

Einzig dem Baumgärtner'schen Schlußsatz könnte ich zustimmen, würde ihn aber gerne auf Baumgärtners Interview angewandt wissen: Das ist eigentlich ein Hammer und passt nicht mehr ins 21. Jahrhundert!

Dr.Karlheinz Bayer, Bad Peterstal
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[02.12.2016, 10:17:43]
Helmut Müller 
Falscher Ansatz 
Wie das BSG klar festgestellt hat, steht ein verfassungsmäßiges Streikrecht nur "abhängig" Beschäftigten zu. Aus der Tatsache, dass niedergelassene Ärzte ihre Erlöse von den Krankenkassen erhalten ein Abhängigkeitsverhältnis zu konstruieren, war von vorherein nicht sinnvoll und zielführend. Aber das BSG hat einen bemerkenswerten Hinweis geliefert: Natürlich steht auch niedergelassenen Ärzten das Recht auf freie Meinungsäußerung und damit auch an einer Teilnahme an irgendeiner Demonstration zu. Wenn also der Kassenarzt seine Praxis mit der Begründung für einige Stunden schließt, um an einer Demo (deren Zeitpunkt er ja nicht gewählt hat) teilzunehmen, wird er schwerlich von der KV an der Ausübung dieses Grundrechtes gehindert und auch nicht auf die Sprechstundenfreie Zeit verwiesen werden können.  zum Beitrag »
[02.12.2016, 10:05:05]
Henning Fischer 
@Marco Schade: bitte nehmen Sie mal Stellung zu 

- GKV-Honorarniveau auf dem Stande der 90er, derzeit bezahlen die Kassen 62% der Leistungen (KVWL)

- seit 30 Jahren de facto keine Anpassung der PKV-Honorare

bedeutet: seit Jahrzehnten Erhalt der Einkünfte nur durch Mehrarbeit möglich.

Hausarztpraxen sind häufig unverkäuflich.

Mögliche Gegenwehr der Kassenärzteschaft: KEINE

p.s.: wenig Insolvenzen, weil der Kassenarzt mit seinem gesamten Privatvermögen haftet. Der Anteil von unwirtschaftlichen Kassenpraxen wurde schon mehrfach veröffentlicht.
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[02.12.2016, 08:57:38]
Klug Scheißer 
Enthalpie ? Einfühlungsvermögen 
Meint der werte Herr Dr. Grünwald vielleicht "neudeutsch" Empathie?! :'D zum Beitrag »
[02.12.2016, 08:29:24]
Marco Schade 
Den Praxisinhabern kann kein wirtschaftlicher Freibrief erteilt werden. 
Die Argumentation von Herrn Dr. Baumgärtner ist an den Haaren herbeigezogen.

"Ärzte sind deutlich seltener von Insolvenz betroffen als andere Unternehmer im Durchschnitt. So kommen auf 10.000 Arzt- und Zahnarztpraxen in Deutschland 24 Insolvenzfälle. Zum Vergleich: Im Durchschnitt aller Unternehmen werden jedes Jahr 96 von 10.000 Unternehmen zahlungsunfähig."

Ärzte sind Unternehmer, die auch Fehlentscheidungen in Bezug auf Investitionen, Praxisstandort, Personal, Öffnungs- und Arbeitszeiten treffen können. Eine Garantie, dass niemals ein Arzt in Insolvenz gehen darf kann es nicht geben. Wenn das Herr Dr. Baumgärtner fordert, müsste ansonsten alternativ darüber nachgedacht werden, die Ärzte bei den Krankenkassen abhängig zu beschäftigen. Dann wäre auch ein reguläres Streikrecht gegeben.

Das BSG-Urteil ist die logische Konsequenz. Wo Herr Dr. Baumgärtner ein verheerendes Signal für den Nachwuchs sieht, erschießt sich mir daher überhaupt nicht. Der Arztberuf ist und bleibt einer der krisensichersten Berufe in Deutschland. Auch im Hinblick auf den demografischen Wandel wird sich die Lage zukünftig nicht verschlechtern, sondern im Gegenteil verbessern.
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