Donnerstag, 5. März 2015

Leserkommentare [12223]

[05.03.2015, 11:11:39]
Dr. Wolfgang Bensch 
Vorwärts-Metke 
hat stets die "Nase im Wind" und bei drehenden Winden ist es kaum möglich, festzustellen, wo es denn rückwärts geht ... aber man folge dem "grossen Vorsitzenden", dann wird alles gut!
Oder wie lässt es sich zusammenfassen? zum Beitrag »
[05.03.2015, 10:28:02]
Dr. Peter Lorenz 
Familienpsychiatrie 
Solange Psychiater sich als Komplizen staatlicher Bemühungen aufspielen, Bürgern ihre Freiheitsrechte nehmen zu können und sie mit Fesselungen und therapeutisch nicht begründbaren „präventiven“ Zwangsbehandlungen foltern zu können, wird der Versuch, in die Familien einzudringen, nur Alarmglocken läuten lassen. Wenn schon afrikanische Flüchtlinge den Psychiatern beibringen können, dass „Stimmenhören“ keine Krankheit ist, wäre es ratsam, wenn sie sich Behandlungsmöglichkeiten erschließen würden, die sich aus der Nutzung der neuronalen Plastizität des Gehirns ableiten lassen. zum Beitrag »
[05.03.2015, 10:08:14]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Pseudomedizin, eher unmenschlich. 
[05.03.2015, 10:07:01]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
warum immer so hässliche Fotos? soll die Transplantation vernichtet werden? 
[05.03.2015, 10:05:04]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Bravo, Irland! 
[05.03.2015, 10:03:53]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
"Messerei" eher schädlich als nützlich! 
"Aufklärung" sollte doch nun langsam nach 50 Jahren Trommelfeuer unter Totalausschaltung von Gefühl und Moral endlich beendet sein. zum Beitrag »
[05.03.2015, 10:00:42]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
endlich wird einmal darauf hingewiesen, das die Krankheit und nicht "die Ärzte" immer das teuerste ist! 
Zudem ist "krank feiern" bei vollem Lohnausgleich durch den armen Arbeitgeber immer noch sozialer Besitzstand, der von vielen jetzt ganz ohne Arzt auch noch ausgeweitet werden soll. zum Beitrag »
[05.03.2015, 04:17:21]
Norbert Meyer 
vertragspartnerschaftliche Denk- u. Arbeitsweise unmöglich 
Vermisse ich im Leistungsbereich Heilmittelsektor ebenso.Der Absetzungswahn einiger Kassen schadet letztlich ihren anvertrauten Kundenstamm.
Somit stellte sich oft die Frage eines " Kassenwechsel "!
Veröffentlichen einer Negativliste, würde die Arbeit vor Ort erleichtern!
Wir wurden als " Stille Reserve" genutzt.
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[04.03.2015, 23:05:14]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
„Nørge“, das Land des unbegrenzten „Krankfeierns“? 
Das mit der „eigenständigen Krankmeldung“ hat Kollege Dr. med. Klaus Reinhardt als Vorsitzender des Hartmannbundes (HB) mal wieder nicht verstanden. „Ich würde die Ausweitung der Frist für eine eigenständige Krankschreibung ausdrücklich begrüßen", erklärte er etwas einfältig. Hintergrund ist jedoch, dass Wissenschaftler der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg (OVGUM) nur deshalb dafür plädieren, weil sie das in einer Vergleichsstudie Deutschland-Norwegen vom dortigen staatlichen Einheitsversicherungs-System abgekupfert haben. Forschungs-Gegenstand ihrer "empirischen" Vergleichsstudie war das jedoch n i c h t.

Parallelen zwischen Norwegen und Deutschland bestehen zwar dahingehend, dass beide Länder mit Erna Solberg und Dr. Angela Merkel Frauen an der Spitze der Politik haben. Aber das deutsche System der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigungen (AU) und Lohnfortzahlung kann man in der Gesundheits-System-Forschung nicht ausgerechnet mit Norwegen vergleichen wollen.

Ein Blick auf die Landkarte genügt: „Nørge“ hat eine Fläche von 385.199 km² bei einer Einwohnerzahl von gut f ü n f Millionen Menschen (5.156.451 Einw. - Stand 1.10.2014). Deutschland dagegen beherbergt auf einer etwa zehn Prozent k l e i n e r e n Fläche von 357.340 km² eine Einwohnerzahl von gut a c h t z i g Millionen Menschen (80.767.000 Einw. - Stand 31.12.2013). Das ist knapp sechzehn Mal so viel!

Sozialmedizinisch ist die Bevölkerungsdichte für die Versorgungsforschung essenziell: In Deutschland leben 226 Einwohner auf einem Quadratkilometer. Die norwegische Bevölkerungsdichte liegt um den Faktor 17,4 n i e d r i g e r bei nur 13 Einwohnern pro km². Dadurch entstehen wesentlich l ä n g e r e Wege, Versorgungsdisparitäten und klimatisch bedingte Anfahrt-Hindernisse dies- und jenseits des Polarkreises besonders während der Wintermonate. Medizinische Krankheits- und Versorgungs-Probleme müssen in Norwegen in der Basisversorgung oft mittels n i c h t ä r z t l i c h e r Intervention, in Nachbarschaftshilfe, telemedizinisch oder in der nächsten Sanitätsstation bewältigt werden. Deshalb wesentlich seltenere, direkte Arzt-Konsultationen als in Deutschland.

Wie gesagt, AU’s waren gar nicht die Fragestellung der OVGUM-Forschungsgruppe, sondern: "Warum gehen wir in Deutschland so häufig zum Arzt? - Magdeburger Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse einer deutsch-norwegischen Vergleichsstudie zur Inanspruchnahme hausärztlicher Leistungen ... der Öffentlichkeit und ... vor Fachkollegen ... Die Inanspruchnahme ambulanter ärztlicher Versorgung ist in Deutschland im internationalen Vergleich ungewöhnlich hoch. Deutsche gehen durchschnittlich 17 Mal im Jahr zum Arzt, die Norweger dagegen nur fünf Mal."
http://www.med.uni-magdeburg.de/Presse/Pressemitteilungen/17_18_02_2015+h%C3%A4ufige+Arztbesuche-p-12990.html

Vergessen wird dabei, dass im norwegischen Krankenversorgungs-System der gläserne Patient Wirklichkeit ist. Ausnahmslos alle personenbezogenen Daten werden dort erfasst, evaluiert, zertifiziert und kontrolliert. Eine eigenmächtige Krankschreibung ohne triftige Gründe wird durch eine engmaschige Sozialversicherungs-Kontrolle überprüfbar. Allein deshalb ist eine Vergleichbarkeit mit Deutschland gar nicht gegeben.

Die deutsche Lebens- und Tarifvertrags-Wirklichkeit sieht so aus: Alle Flächentarifverträge sehen a b dem dritten Tag des "Krankfeierns" eine ärztliche Nachweispflicht vor. Und diese gilt zur Überraschung vieler Patienten für die ersten drei K a l e n d e r t a g e und n i c h t nur Arbeitstage. Wer nach freiem Wochenende sich beim Arbeitgeber krank meldet, muss eine AU für den Montag als 3. Tag vorlegen. Dies gilt beim freitäglichen "Blaumachen" entsprechend. Nach SBG V dürfen Ärztinnen und Ärzte in A u s n a h m e f ä l l e n rückwirkend krankschreiben.

Übrigens, die 17 Arztbesuche pro Jahr für jede/n GKV-Versicherte/n in Deutschland verursachen mehrheitlich unsere Rentnerinnen und Rentner als multimorbide Patienten, weil sie sonst niemand mehr zum Reden haben. Aktive Arbeitnehmer und eingespannte Familienmitglieder haben für so etwas i. d. R. keine Zeit.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfA Dortmund (z. Zt. Mauterndorf/A)
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[04.03.2015, 20:09:54]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
„War einmal ein Bumerang (GOÄ)"... 
frei nach Joachim Ringelnatz:
„War einmal ein Bumerang (GOÄ);
War ein weniges zu lang.
Bumerang (GOÄ) flog ein Stück,
Aber kam nicht mehr zurück.
Publikum – noch stundenlang –
Wartete auf Bumerang (GOÄ).“

„Wir brauchen zudem ein klares Bekenntnis der Politik zu einer grundsätzlichen Novellierung der ärztlichen Gebührenordnung“, wiederholte BÄK-Präsident und Kollege, Prof. h. c. (HH) Dr. med. Frank Ulrich Montgomery noch Ende 2013 im Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt. Es war und ist aber die BÄK s e l b s t, welche die zu ihrer K e r n k o m p e t e n z gehörende Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) jahrzehntelang verschlafen hat:

• GOÄ-Systematik auf dem Stand vom 16.4.1987 (BGBl. I, S. 1218)
• GOÄ-Punktwert-Anhebung in 32 Jahren (1983-2015) um 14 %
• kalkulatorischer Punktwert 10 (1983), 11 (1988), 11,4 Pfennige (1996)
• jährlicher Punktwertanstieg in 32 Jahren durchschnittlich plus 0,44% p. a.

Gleichzeitig hatte die BÄK selbst in aller Seelenruhe zugeschaut, wie es zu überwiegend Facharzt-, Technik- und Labor-lastigen, völlig unkontrollierten Mengenausweitungen mit immer obskureren Analog-Anwendungen bei den GOÄ-Abrechnungen zu Lasten der privat Krankenversicherten, der PKV und der Beihilfestellen gekommen war.

Die e i g e n t l i c h e n Ursachen für das alljährliche BÄK-Possenspiel, eine Einigung mit der PKV über eine neue GOÄ sei geradezu unaufhaltsam vertrags- und unterschriftsreif, liegen ganz woanders: BÄK und LÄKn sind mehrheitlich vom Marburger Bund (mb) dominiert und majorisiert. Der mb vertritt ausschließlich und erfolgreich die Interessen seiner angestellten und beamteten Mitglieder. Damit hat der mb k e i n substanzielles Interesse, die ökonomischen Bedingungen ausgerechnet bei den freiberuflich niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten verbessern zu wollen. Dies würde nicht nur seine eigenen mb-Tarifabschlüsse mindern, sondern zu einem mb-Mitgliederschwund führen, wenn Arzt-Niederlassungen in freier Praxis wieder attraktiver würden.

Deshalb geht mit nunmehr fast 6-jähriger Verspätung jetzt erstmal ein weiteres (un)verbindliches (?) „GOÄ-Informations¬paket" bis 31. März an das Bundesgesundheitsministerium:
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/61892/Windhorst-GOAe-Informationspaket-soll-bis-31-Maerz-an-das-Ministerium-gehen

Die neue privatärztliche Gebührenordnung, die dann am 1. Oktober 2016 in Kraft treten soll, liegt noch in weiter Ferne. Der BER-Flughafen Berlin-Brandenburg wird wohl eher fertig?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z. Zt. Mauterndorf/A)
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