Leserkommentare [16981]

[20.02.2017, 17:49:34]
Wolfgang P. Bayerl 
aber "Ärzteblatt" wie kann mann nur ... 
Lanka ist nicht Unkenntnis, sondern vorsätzliche FÄLSCHUNG, modern fake news,
unterstützt durch ein skandalöses Gerichtsurteil.
Hier lesen nicht nur Ärzte, wie kann man das nur publizieren???
Da genügt schon Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Masernvirus#/media/File:Measles_virus.JPG
eine Diskussion darüber lohnt nicht! zum Beitrag »
[20.02.2017, 17:38:06]
Wolfgang P. Bayerl 
Die Überschrift und das Foto sind eine Provokation 
... Insbesondere die nicht sachlich begründete antiärztliche Stoßrichtung. Denn hier(Foto) geht es um CHIRUGISCHE Händedesinfektion, klar, besonders aufregend, nur ist die höchstens schlechter geworden seit Eintritt der theoretischen Hygieneüberwacher in der Klinik. Das muss einmal klar gesagt werden! Manche Hygieiker wollten sogar das Händewaschen verbieten. Aus Kostengründen haben die Hygieniker unsterile Papierhandtücher zum Händeabtrocknen eingeführt. Früher gab es dafür STERILISIERTE Textilhandtücher nur für diesen Zweck. Wasch-und Desinfektionszeiten waren in der Regel länger nicht kürzer.
Herr@Grünwold, Sterilium®, um nur das bekannteste zu nennen, gab es schon vor über 50 Jahren und das enthält u.a. Gycerin zur Hautrückfettung, schädigt also NICHT die Haut, so dass man das jahrzehntelang OHNE Hautschädigung auch mehrmal täglich machen kann, die wirklich seltenen Allergiker mal ausgenommen, die ggf. auch ihren Beruf wechseln mussten. Ich vertrage auch nicht alles, aber Sterilium hervorragend.

Was versteht bitte ein Patient oder eine fremdgeschulte Schwester da besser als ein gelernter Chirurg.
Das Bild, dass hier in der Öffentlichkeit vermittelt wird ist verheerend!
Wie sollte man denn früher ohne all die Besserwisser überhaupt eine Nieren- oder Lebertransplantation hinkriegen können?
Die erste Nierentransplantation fand 1954 (Boston)statt, 1963(Berlin),
die erste Lebertransplatation 1967(Pitsburg), 1969 (Bonn), das sind immunsupprimierte Patienten, bei denen nicht nur der Op, sondern auch die Nachbehandlung auf der Intensivstation (Zimmer mit Schleuse) hygienisch perfekt sein muss.
Vergessen wird auch immer mehr, dass die mikrobiologischen Gesetze der Wundheilung (primär/sekundär) bzw. chirurgischen Wundversorgung von dem Deutschen Chirurg Dr. Paul Leopold Friedrich 13. April 1898 stammen,
welcher Hygieniker kennt den noch? Der hat deshalb auch bei Robert Koch gearbeitet, auch kein Hygieniker!

Also bitte etwas mehr Respekt vor den Chirurgen, die eh immer mit einem Bein vor dem Strafrichter stehen (in Deutschland)!
Keine Frage, dass Hygieniker nützlich sind, aber ohne Kliniker bleiben sie oft ahnungslos, auch in der Krankheitsdiagnose und sie übernehmen systematisch KEINE Verantwortung, fällt das keinem auf?
Einen Gasbrand können sie nicht erkennen.

Das musste gesagt werden.
Nicht jeder Arzt ist Chirurg, deshalb ist auch "die Ärzte" falsch.

mfG

Dr.Bayerl, Düsseldorf zum Beitrag »
[20.02.2017, 17:05:40]
Adolf Göttker 
Ärzte ohne Grenzen leisten Wiedergutmachnung 
Den Kommentar des Kollegen Grünwoldt kann ich nicht unwidersprochen lassen:
- Wir haben sie erobert
- Wir haben sie versklavt
- Wir haben sie ohne Bildung gelassen
- Wir haben sie völlig unvorbereitet in die Unabhängigkeit entlassen und
- Wir beuten sie heute noch immer aus,dank EU- subventioniertem Handel
Da ist das, was Ärzte ohne Grenzen leistet, nur ein kleines Stück Wiedergutmachung.
Vielleicht sollten wir uns ein Beispiel an den Spaniern, oder besser gesagt an den Katalanen nehmen, die für die gerechte Aufnahme von mehr Flüchtlingen auf die Straße gehen. Haben sie aus ihrer Geschichte mehr gelernt ?
Meine Frau und ich werden die selbstlose Arbeit dieser Ärzte weiterhin jedes Jahr mit einer Spende unterstützen und hoffen, dass es viele Leser uns nach machen.
Adolf Göttker
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[20.02.2017, 16:49:17]
Thomas Georg Schätzler 
IGeL-Selbstzahler-Leistungen vorprogrammiert! 
Das 5. Sozialgesetzbuch definiert “Wirtschaftlichkeitsgebot” in § 12 SGB V:
(1) Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen...
(3) Hat die Krankenkasse Leistungen ohne Rechtsgrundlage oder entgegen geltendem Recht erbracht und hat ein Vorstandsmitglied hiervon gewusst oder hätte es hiervon wissen müssen, hat die zuständige Aufsichtsbehörde nach Anhörung des Vorstandsmitglieds den Verwaltungsrat zu veranlassen, das Vorstandsmitglied auf Ersatz des aus der Pflichtverletzung entstandenen Schadens in Anspruch zu nehmen..."

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) und der Medizinische Dienstes des GKV-Spitzenverbandes (MDS) bewegen sich mit ihrer Generalkritik unzulässiger Weise auf dem Gebiet der individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) und außerhalb ihrer ihm zugewiesenen und selbst erklärten Zuständigkeiten. Vgl. auch meinen Kommentar zu
https://www.aerzteblatt.de/archiv/180845/Kassenleistungsverweigerung-Volkssport-IGeL#comments

Am Beispiel des Ovarialkarzinoms habe ich kommentierend nachgewiesen, mit welchen "Fake-News" und Tatsachenverdrehungen der IGeL-Monitor arbeitet:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/65457/Ovarialkarzinom-Simple-Rules-ermoeglichen-treffsichere-Ultraschalldiagnose
und
http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/igel/article/909238/kassenverband-igel-aerzte-muessen-patienten-besser-aufklaeren.html?sh=4&h=1012159655#comment

Beim Check-up-35, auch als Gesundheitsvorsorgeuntersuchung (GESU) bezeichnet, offenbart sich der ganze GKV-Kassen-Schmuh! Lächerlich, als Labor nur die Glucose Bestimmung, den Gesamtcholesterin-Spiegel und einen Urinstatus als gesetzliche Vorsorgeleistung anzubieten. Sowohl der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (G-BA), als auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sind für dieses Ärzte-Präventions-Desaster und die fehlenden IGeL-Leistungsregelungen mit verantwortlich.

Jahrzehntelang wurde in Sonntagsreden über die Prävention der Krankheitsfolgen von Rauchen, Saufen, Risikosportarten, Fehlernährung, Bewegungsmangel und bio-psycho-sozialer Inaktivität schwadroniert, o h n e notwendige Leistungsziffern in den Haus- und Facharzt-Praxen implementieren zu wollen.

Im Gegenteil: Leistungsinhalte der GESU mit dem 2-jährlichen Check-up 35 wurden um das fakultative EKG und die Nierenfunktionsbestimmung erleichtert und kaputtgespart. Die GESU-Dokumentationen bleiben bis heute als milliardenfacher Datensalat o h n e jegliche Evaluation.

Tagtäglich praktizieren wir Ärzte honorarfrei oder als vollkommen unstrittige, weil sinnvolle, IGeL-Leistungen in der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention: EKG, Blutbild, TSH (Schilddrüse), AP (Kochen-, Gallenstoffwechsel), GPT (Leberfunktion ohne Alkoholbelastung - sonst zusätzlich GGT), KREA und -Clearance (Niere) bzw. LDL-CHOL sollten Standard-Blutzucker und Cholesterin (Gesamtcholesterin) bzw. Blutdruck und Anamnesedokumentationen ergänzen. Andernfalls würden essenzielle Krankheits-Entitäten übersehen.
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/praevention/article/888556/bundestag-praeventionsgesetz-einigen-aenderungen-verabschiedet.html?sh=1&h=240168991#comment

Die GROKO-Bundesregierung weiß aber nicht einmal genau, was Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention eigentlich sind. Sie unterscheidet nicht zwischen Krankheits-Prävention (lat. prae-venire; "einer Krankheit zuvorkommen"), Vorsorgeuntersuchung und Früherkennung, weil sie sich von einer unerreichbar fiktiven "Gesundheits"-Zielvorgabe ("Gesundheit für Alle bis zum Jahr 2000" - WHO) weiter hypnotisieren und blenden lässt.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[20.02.2017, 14:35:08]
Horst Grünwoldt 
Unsere guten Hände 
Von unserer Tageshand -sofern sie nicht mit infektiösen Material massiv kontaminiert wird- geht gewiß noch keine Infektionsgefahr aus bei den normalen alltäglichen Verrichtungen.
Ärzte und Pflegepersonal werden durch die Krankenhaus-Hygieniker zur wiederholten hygienischen Händedesinfektion aufgerufen. Die ist sogar in einer Norm festgeschrieben, bei der immer auch die gesamte Hand mit einem alkoholischen Präparat vollständig einzureiben ist.
Chirurgen wissen ein trauriges Lied davon zu "singen", was die Reinigung mittels Seife und Bürste, und die alkoholische "Desinfektion" ihres wertvollsten Instrumentes auf Dauer nach sich zieht...
Mir ist inzwischen bewußt geworden, dass es für das Pflegepersonal und die nicht-operierende Ärzteschaft eigentlich ausreichend sein müßte, lediglich die rel. dicke Lederhaut an der Hand-Innenfläche mit dem alkoholischen "Desinfektions"-Mittel zu dekontaminieren. Das ist bekanntlich die Berührungsfläche, mit der Gegenstände und Körperflächen in (bakteriellen)Kontakt kommen; und nicht etwa der Handrücken. Dessen Haut ist nachweislich -besonders altersabhängig- immer dünner werdend und sowieso weniger bakteriell keimbesiedelt. Wohingegen der Handteller und die Finger-Innenfläche in der robusten Lederhaut auch noch die große Zahl von Schweißdrüsen aufweist. Den Vergleich würde jede Abklatsch-Kultur standhalten.
Wäre es im Sinne des Arbeitsschutzes, und zugleich der Infektions-Prophylaxe -aufgrund der unterschiedlichen Hautbeschaffenheit von Handrücken und -teller, ergänzend zur rigiden "hygienischen und chirurgischen Händedesinfektion" noch eine "Hände-Dekontaminations-Vorschrift" einzuführen. Und die würde beinhalten, dass nach normalen Pflege- und Untersuchungs-Tätigkeiten die potentielle Hauptinfektions-und Übertragungsquelle -die robuste Handinnenfläche- nur noch wiederholt im Dienstablauf mit dem "desinfizierenden" Alkoholpräparat benetzt und palmar, sowie interdigital verrieben wird?
Eigentlich dürfte jeder medizinisch Tätige beim Betrachten seiner guten Hände feststellen, dass insbesondere der Handrücken des Schutzes vor hautaggressiven Substanzen bedarf!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock
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[20.02.2017, 13:20:50]
Horst Grünwoldt 
Grenzenlose Ärzte 
Die MSF-Doktoren leisten gewiß punktuell, bewundernswerte humanitäre Hilfe im medizinschen Bereich; und das mit großem persönlichen Einsatz und Idealismus. Was dabei zu kurz kommt, ist nach m.E. eine nachhaltige Entwicklungshilfe.
Wer die gesundheitlichen Probleme in den E-Ländern der Welt kennengelernt hat, stellt fest, dass diese vor allem sind:

- Krankheit als soziale Frage der Armen und Ungebildeten,
- Gesundheit als Bildungsauftrag und Sicherung der Basisversorgung.

Wie bei uns auch, ist dort ebenfalls die Krankheitsentstehung vor allem an das persönliche und öffentliche Hygiene-Bewußtsein und an den Vollzug einfacher Vorbeugemaßnahmen -insbesondere bei den Infektionskrankheiten- gekoppelt.
Der Kreislauf Armut- Bildungsmangel- Krankheit kann aber nicht durch die Entsendung unserer Gesundheitshelfer als sozio-ökonomisches und kulturelles Problem gestoppt werden, wenn nicht zugleich in den Ländern der "overpopulation" eine sozio-medizinische Politik der Familienplanung -auch von den grenzenlosen Ärzten- prioritär voran getrieben wird.
Was z.Z. von der UNO und dem UNHCR gleichmacherisch und wohl auch im budjetären Interesse -völlig undifferenziert- als weltweite 60 Millionen "Fluchten", zumeist ohne politische Verfolgung oder ethnische Vertreibung, deklariert wird, sind vor allem die modernen (unerwünschten) Völkerwanderungen der Populations-Überschüsse aus den archaischen Clangesellschaften Afrikas, des Orients und Zentralasiens. Die alle können bei uns aber nicht ihr Heil finden.
Und das zeigt inzwischen sogar der verstummte Gruß "welcome refugees", nachdem unsere naiven Helfer feststellen mußten, dass nicht jeder Migrant, der eine Grenze illegal und ohne persönliche Not überschreitet, schon ein Schutzbedürftiger ist. Die Folgen der unkontrollierten Massen-Zuwanderung alleine in unser Land, weisen bereits darauf hin, dass damit stets nicht nur soziale und materielle Umverteilungen notwendig werden, sondern auch ethno-kulturelle Konflikte vorprogrammiert sind.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[20.02.2017, 07:59:06]
Johannes Hupfer 
Heiler ? 
Und unsere Heilpraktiker ? Igeln den ganzen Tag rauf und runter ...... lassen sich ihre nutzlosen
Wässerchen und zweifelhaften Diagnostikmethoden ohne Budgetierung von den Kassen teuer bezahlen.
Gibt es da keine Kritik von Seiten des MDS?
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[19.02.2017, 22:10:32]
Stefan Lanka 
Die Tatsachen zählen 

Sehr geehrte Leser,

bitte lesen Sie diesen Beitrag
http://www.wissenschafftplus.de/uploads/article/Wissenschafftplus_Viren_entwirren.pdf
überprüfen Sie die Quellen, lesen selbst die Texte und .... Sie werden verstehen, dass die klinische Virologie auf Fehlannahmen beruht.

Vielen Dank!
Dr. rer. nat. Stefan Lanka


 zum Beitrag »
[19.02.2017, 14:52:29]
Thomas Georg Schätzler 
Hintergrund dieses Leitartikels ist ein ganz anderer!  
Paragraph 1901b des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) lautet:
§ 1901b - Gespräch zur Feststellung des Patientenwillens

(1) Der behandelnde Arzt prüft, welche ärztliche Maßnahme im Hinblick auf den Gesamtzustand und die Prognose des Patienten indiziert ist. Er und der Betreuer erörtern diese Maßnahme unter Berücksichtigung des Patientenwillens als Grundlage für die nach § 1901a zu treffende Entscheidung.

(2) Bei der Feststellung des Patientenwillens nach § 1901a Absatz 1 oder der Behandlungswünsche oder des mutmaßlichen Willens nach § 1901a Absatz 2 soll nahen Angehörigen und sonstigen Vertrauenspersonen des Betreuten Gelegenheit zur Äußerung gegeben werden, sofern dies ohne erhebliche Verzögerung möglich ist.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten für Bevollmächtigte entsprechend.

Vorschrift eingefügt durch das Dritte Gesetz zur Änderung des Betreuungsrechts vom 29.07.2009 (BGBl. I S. 2286), in Kraft getreten am 01.09.2009

Meine einzige detaillierte Quelle lautet:
"Der Patient war jahrelang über eine Magensonde ernährt worden. Spätestens ein Jahr vor seinem Tod sei das nicht mehr fachärztlich angemessen gewesen, argumentiert sein Sohn, Heinrich Sening. Der Kranken- und Altenpfleger lebt in den USA, sein Vater hatte einen Betreuer. "Es geht nicht ums Geld. Es ist hier nicht mit rechten Dingen zugegangen. Die Familie wurde kein einziges Mal gefragt", sagt Sening. Der beklagte Arzt behauptet, er habe sich sehr wohl an den Betreuer des Vaters gewandt und sich mit diesem kurzgeschlossen. Aber: "Einen Patienten zu Tode zur bringen, indem ich ihm die Ernährung entziehe - das ist sehr schlecht vorstellbar."
http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/lg-muenchen-i-verhandlung-posthumes-schmerzensgeld-zu-lange-kuenstlich-ernaehrt/

Ich gebe zu bedenken:

1. Eine PEG-Sonden-Ernährung ist keine "grausige Behandlung", sondern eine etablierte Standardtherapie, wenn nicht in einer rechtsgültigen Patientenverfügung dieser widersprochen wurde.
2. Die Vermutung einer fiktiven Patientenverfügung oder eines nicht äußerbaren Patientenwillens setzt zumindest die unmittelbare persönlich-physisch-interaktive Anwesenheit des direkten Verwandten 1. Grades voraus, selbst wenn sich dieser zwischenzeitlich auf einer "Mars-Mission" befunden hätte.
3. Der Aufenthalt und Lebensmittelpunkt des Sohnes in den USA entschuldigt in keiner Weise sein fehlendes Bemühen, einen rechtlich von ihm beanstandeten Sachverhalt durch eigene Initiative abzustellen.
4. Insofern wäre auch ein möglicherweise schuldhaftes Unterlassen rechtlich zu prüfen und zu würdigen.

Der mit der Sache beauftragte Rechtsanwalt (RA) ist niemand anderes als RA Wolfgang Putz, München. In einem Interview zur Sterbehilfe-Gesetz-Abstimmung im Deutschen Bundestag aus Legal Tribune Online (LTO) gab er folgendes zum Besten:
http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/gesetzentwurf-abstimmung-sterbehilfe-fuenf-fragen-an-wolfgang-putz/

"LTO: Was würden Sie tun, wenn Sie als Bundestags-Abgeordneter am Freitag über die vier vorgelegten Gesetzentwürfe abstimmen müssten?

Putz: Ich würde viermal mit Nein stimmen. Man kann qualifizierte professionelle Suizidhilfe – ggf. gegen Geld – moralisch ablehnen. Aber bei den zur Abstimmung stehenden Gesetzentwürfen geht es darum nicht, sondern mit einem Gesetz soll eine moralisch befriedigende Veränderung herbeigeführt werden. Nach meiner Überzeugung werden jene Suizide, die man überhaupt nur begleiten darf, dennoch stattfinden. Die Menschen, die freiverantwortlich und wohlüberlegt handeln, weil die Palliativmedizin keine Option für sie hat oder sie diese ablehnen, werden entweder harten Suizid begehen - was kein anständiger Mensch gut finden kann -, oder, wie schon heute in der Überzahl und künftig sicherlich noch häufiger, sich heimlich und vertuscht das Leben nehmen. Und vermutlich noch häufiger als heute in der Schweiz.

LTO: Nach geltendem Recht ist die Tötung eines anderen auf Verlangen strafbar, die bloße Beihilfe zu dessen Selbsttötung straflos. Die organisierte Sterbehilfe ist derzeit nicht verboten, kommerzielle Angebote wurden aber bereits untersagt, während Sterbehilfe-Vereine in der Schweiz legal arbeiten. Für Ärzte gibt es keine strafrechtliche, in vielen Ländern aber berufsrechtliche Sonderregeln. Wie beurteilen Sie diese Rechtslage in Deutschland?

Putz: Das deutsche Strafrecht ist eindeutig, klar in seinen Abgrenzungen und somit beste Grundlage für die bisherige, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung des Suizidenten garantierende Praxis. Die Rechtslage zur Suizidassistenz ist die gleiche wie in der Schweiz, lediglich Barbiturate sind dort, anders als in Deutschland, legal einsetzbar. Unsäglich ist die Idee von zehn von siebzehn Landesärztekammern, den Ärzten durch das Berufsrecht ihre Gewissensentscheidung durch ein striktes Verbot der Suizidbeihilfe zu nehmen. Nach dem Medizinrecht ist die Garantenstellung des Arztes vom Willen des Patienten und nicht vom absoluten Lebensschutz geprägt.

LTO: Halten Sie Änderungen für nötig?

Putz: Es bedarf lediglich einer Aufhebung des Verbots der ärztlichen Suizidbeihilfe in jenen zehn Landesärztekammern.

LTO: Worauf stützen Sie Ihre Auffassung juristisch?

Putz: Auf die Menschenrechte des Grundgesetzes.

LTO: Wie "juristisch" ist Ihre Argumentation - in dieser zutiefst persönlichen, womöglich von Religion, Ethik oder anderen Überzeugungen geprägten Frage?

Putz: Das deutsche Recht muss auch zukünftig mir und gleichgesinnten Ärzten meine weltanschaulich-religiös begründete Einstellung und deren Umsetzung garantieren. Alles andere wäre verfassungswidrig.

Die Fragen stellte Pia Lorenz" (redaktionelle Zwischenüberschriften wurden entfernt)

Aus meiner Sicht ist damit die juristische Argumentation, wo es um eine 150.000 Euro Schadenersatz- und Schmerzensgeld-Forderung des Sohnes H. S. gegenüber dem Hausarzt des Vaters geht, äußerst durchsichtig: Hätte der Hausarzt denn, während der Sohn jahrelang in den USA weilte, beim Vater aktive Sterbehilfe leisten sollen?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
 zum Beitrag »
[18.02.2017, 09:17:53]
Wolfgang P. Bayerl 
schlimmer als Heidi Klumm 
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