Leserkommentare [16242]

[28.09.2016, 16:27:18]
Wolfgang Bensch 
Lauterbach "betrieb" diese Gesetzgebung 
wohl ziemlich im Alleingang als verantwortlicher SPD-Politiker in einer grossen Koalition gegen kleine oder grosse Widerstände seitens Koalitionspartner sowie mehr oder minder Mitarbeit der "bewährten Selbstverwaltung" ... so sind wohl die Aussagen in der Plasberg-Sendung zu interpretieren.
Welche Rückschlüsse lässt das auf die "Gesundheitspolitik" hierzulande zu? zum Beitrag »
[28.09.2016, 14:42:15]
Fritz Lax 
Deutsches Kupferinstitut zeichnet Kupfertürgriffe aus... 
... offensichtlich erhofft sich die Kupferindustrie neue Absatzmärkte...
Im richtigen Leben ist das Überleben der Mikroorganismen auf Türgriffen sehr heterogen - jeder, der sich für Hygiene begeistert weiß darum.
Was ist daran also so besonders??
Grüße Fritz Lax zum Beitrag »
[28.09.2016, 14:15:03]
Thomas Georg Schätzler 
Respektable Versuchsanordnung? 
Der Elsevier-Verlag formuliert es spektakulär als "Late-breaking abstract" in der Fachzeitschrift "Fertility and Sterility":

"First live birth using human oocytes reconstituted by spindle nuclear transfer for mitochondrial DNA mutation causing Leigh syndrome" von J. Zhang et al. Allerdings o h n e jeglichen "abstract" zu übermitteln.

Nach mehreren Fehlgeburten und zwei am Leigh-Syndrom verstorbenen Kindern, wurde ein Weg gefunden, das mitochondrial übertragene Leigh-Syndrom auszuschalten, indem der die Haupt-Erbinformationen tragende Nucleus der Eizelle der Ehefrau in das gesunde Mitochondrien-Milieu einer von dieser Erbkrankheit freien Spenderin transplantiert wurde.

Für die vielen im Nucleus der Eizelle begründeten Erkrankungen ist dieses Verfahren nicht anwendbar.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[28.09.2016, 12:15:58]
Thomas Georg Schätzler 
Jährlich 50.000 Fuß-Amputationen bei Diabetikern in Deutschland? 
Diese extrem hohe Zahl tragen alle verantwortlichen Fachgesellschaften wie ein Mantra vor sich her. Doch gibt es für diese Zahlenangabe auch nur eine einzige statistisch belastbare Quelle?

Bei meiner Recherche fallen mir extrem vage, unverbindliche Aussagen zu diesem ernsten Thema auf: "Etwa 50.000 Füße werden jährlich in Deutschland als Folge einer Diabeteserkrankung amputiert – alle 15 Minuten verliert ein Mensch eine Extremität. 'Diese Zahl ist, auch im internationalen Vergleich, viel zu hoch', stellt Professor Dr. med. Ralf Lobmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß der DDG, fest."
http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/presse/ddg-pressemeldungen/meldungen-detailansicht/article/zu-viele-fussamputationen-in-deutschland-experten-fordern-zweitmeinungsverfahren-und-bessere-anreiz.html

Hier werden leichtfertig und Medizin-bildungsfern die Fuß- und viel häufiger reinen Zehenamputationen mit dem Verlust einer Extremität gleichgesetzt. Doch selbst bei der DDG heißt es "Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß" und n i c h t "Arbeitsgemeinschaft Diabetische Extremität".

Eine veraltete Quelle, aus der wohl regelmäßig zitiert wird, stammt vom Wissenschaftlichen Institut der Ortskrankenkassen WIdO der AOK: "Schlussfolgerungen - In Deutschland im Jahr 2001 fielen 44.252 Amputationen an den unteren Extremitäten an. Zusätzlich wurden rund 4.000 Revisionen, also nochmalige Operationen der Amputationsstümpfe, durchgeführt. Laut der AOK-Daten lag bei 68,6% der Patienten, bei denen Amputationen und Revisionen durchgeführt wurden, eine Diabeteserkrankung in der Krankengeschichte bis zu 4 1/2 Jahren vor Amputation vor. Überträgt man den Anteil der Amputationen vor Diabetes-Hintergrund, der sich für die AOK-Patienten ergibt, auf alle 2001 durchgeführten Amputationen, so lässt sich abschätzen, dass bei jährlich 30.428 Amputationen begleitend eine Diabetes-Erkrankung besteht oder in der individuellen Krankengeschichte bestand."
http://www.wido.de/fileadmin/wido/downloads/pdf_krankenhaus/wido_kra_amputation_1104.pdf

Besonders auffällig war bei den Zahlen von 2001, dass von 44.252 Amputationen an den unteren Extremitäten nach DRG-OPS 5-865.7 allein 14.949 reine Zehenamputationen waren; also in 33,8% aller Fälle ohne entscheidende dauerhafte Geheinschränkung.

Offensichtlich ist ein wesentliches Kriterium, ob eine Amputation k a u s a l mit einem Typ-1 oder Typ-2 Diabetes mellitus zusammenhängt bzw. durch diese beiden Erkrankungsformen verursacht wurde, bis heute ungeklärt. Allein die Tatsache, dass die WIdO-Studie sich auf eine Diabetes "Krankengeschichte bis zu 4 1/2 Jahren" bezieht, belegt, dass der Diabetes mellitus in vielen Fällen nur als koinzidente und nicht als kausale Begleiterkrankung detektiert wurde.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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[27.09.2016, 15:25:58]
Thomas Georg Schätzler 
"Flop" in logischem Denken? 
Dass der "Misserfolg der Terminservicestellen" die Existenz zweier unterschiedlicher Versicherungssysteme als Ursache haben könnte, ist eher Folge der illusionären Verkennungen von Praxis- und Versorgungsrealitäten durch den SPD-Gesundheitspolitiker Prof. Dr. med. Karl Lauterbach, der seine Approbation als Arzt lt. Bundestagshandbuch übrigens erst 2010 erhalten hatte.

Die Warteschlangen in den KFZ-Zulasungsstellen der Kreise und Kommunen haben ja auch nichts mit unterschiedlichen Ausstattungen und Preisen verschiedener Hersteller von Kraftfahrzeugen zu tun.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[27.09.2016, 14:24:41]
Robert Künzel 
Greise an die Stethoskope ! 
Wer glaubt, daß dieses Szenario für Ärzte wohl unzutreffend sei, der wird sich bald verwundert die Augen reiben, wenn zum Jahreswechsel wieder mal Post vom Ärztlichen Versorgungswerk kommt. Wenn die 0 (oder gar Minus)-Zins-Politik des unseligen Herrn Draghi noch länger andauert, dann schmilzt selbst das dickste Beitragspolster weg wie Butter in der Sonne. Die Rentenprognosen der vergangenen Jahre sind dann das Papier nicht mehr wert, auf dem sie gedruckt wurden.
Solide Gegenmaßnahmen ? Sind zumindest mir keine bekannt, da wird es wohl nichts mit einem wohlverdienten Ruhestand. Könnte es wohl sein, daß es den Verantwortlichen so langsam dämmert, daß Gesundheitsvorsorge, Rente und Pflege einer in die Jahre gekommenen Babyboomer-Generation gar nicht mehr zu finanzieren sind ? Da liegt es doch nahe, mit Hilfe einer willfährigen EZB den geburtenstarken Jahrgängen mit Mini-Renten nochmal richtig Beine zu machen. Ein Trauerspiel, vor allem wenn man sieht, wofür das Geld verwendet wird. Denn es gilt ja nach wie vor die alte Regel: Geld verschwindet nicht, es hat nur ein Anderer. zum Beitrag »
[27.09.2016, 13:51:25]
Jörg Dähn 
Richtige Einsicht, falscher Schluss daraus. 
Der Klabauterbach zeiht aus den richtigen Fakten den falschen Schluss. Nicht das Gebührenordnungssystem alleine ist das Problem, sondern das Sachleistungssystem und der EBM. Er möchte jedoch die Privatversicherung abschaffen und verknüpft das unzulässigerweise mit der TSS. Wie armselig.  zum Beitrag »
[27.09.2016, 13:47:37]
Carsten Windt 
Schon sehr verwirrend. 
Die Servicestellen sing gescheitert, weil es zwei Versicherungssysteme gibt?
auf rund 70.000.000 Versicherte gab es gerade einmal den Bedarf von 62.000 Terminvermittlungen! Die Servicestellen sind gescheitert, weil es keinen Bedarf gibt, und nicht weil wir GKV und PKV haben. zum Beitrag »
[27.09.2016, 13:32:47]
Carsten Windt 
Schon sehr verwirrend. 
Die Servicestellen sing gescheitert, weil es zwei Versicherungssysteme gibt?
auf rund 70.000.000 Versicherte gab es gerade einmal den Bedarf von 62.000 Terminvermittlungen! Die Servicestellen sind gescheitert, weil es keinen Bedarf gibt, und nicht weil wir GKV und PKV haben. zum Beitrag »
[27.09.2016, 09:07:17]
Jens-Uwe Köhler 
"...für strengere Zulassungsregeln"... 
... Das reicht überhaupt nicht aus und würde das Unheilpraktikerwesen noch aufwerten, einem akademischen Heilberuf gar gleichsetzen und die evidenzbasierte Medizin entsprechend entwerten.

Die "Kenntnisprüfung" der Heilpraktiker ist definitiv keine Überprüfung von Kenntnissen, die auf fundiertem Wissen über Anatomie, Biochemie, Physiologie, Immunologie, Pathologie usw. beruht, wofür ein Humanmediziner bis zur Facharztprüfung gut und gerne 11 Jahre Ausbildung benötigt.
Der multiple choice - Test mit 60 Fragen ist ein Witz, kann beliebig oft wiederholt werden und fragt keinerlei Wissen ab. 80% Durchfallquote ist nicht Ausdruck des Schweregrades dieses beliebigen Testes, sondern eher das Resultat des kompletten Fehlens einer naturwissenschaftlichen Ausbildung.
Wie lässt es sich sonst erklären, dass beinahe ALLE Heilpraktiker hauptsächlich im pseudomedizinischen / esoterischen Bereich tätig werden? (potente Naturheilkunde / Phytotherapie gehört übrigens auch in Ärztehand!)

Allen derzeit tätigen und späteren Heilpraktikern sollte das Angebot unterbreitet werden, eine einheitliche und nonesoterische und naturwissenschaftlich fundierte Qualifikation zu einem "Gesundheitsbegleiter" oder "Ombudsmann für Gesundheit" o.ä. zu machen, die mit einem Zertifikat abgeschlossen wird. Verpflichtend muss eine einheitliche Berufsordnung das Tätigkeitsfeld und die Befugnisse regeln. Laufende Dokumentations- Kontroll- und Qualifikationspflicht sind dabei selbstverständlich!

Es gibt doch in diesem Land wohl kein anderes Betätigungsfeld mit ganz klaren und den Verbraucher / Patienten schützenden Regelungen.

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