Mittwoch, 23. April 2014

Leserkommentare [9899]

[23.04.2014, 08:59:45]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Versorgungsforschung: Vorbildfunktion in Westfalen-Lippe! 
Die "Impfvereinbarung für Westfalen Lippe" (Stand Februar 2014) sieht mit allen Ergänzungen insgesamt 87 verschiedene Dokumentationsziffern für alle denkbaren Schutzimpfungen und Kombinationen vor, die bei den Gesetzlich Krankenversicherten in der GKV möglich sind.

Differenziert in
- "erste Dosen eines Impfzyklus bzw. unvollständige Impfserie"
- "letzte Dosis eines Impfzyklus nach Fachinformation"
- "Auffrischungsimpfung"
werden Impfstatus und erbrachte Impfleistungen lückenlos dokumentiert.

Das mag zwar vielen Kolleginnen und Kollegen als zusätzlicher bürokratischer Aufwand lästig erscheinen, ist aber auf der anderen Seite unschätzbares Datenmaterial für Impf- und Versorgungsforscher, weil es auch mögliche Impf-Lücken und -Verweigerer erfasst.

Von einem "Datensalat" bei Impfungen kann jedenfalls in Westfalen-Lippe keine Rede sein: Es gibt einen "Datenschatz" bei der KVWL, der nur darauf wartet, gehoben zu werden.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[23.04.2014, 08:50:38]
Eva Pichler 
Freiraum für Eigeninitiative im Beruf ist abhängig von der Führung 
Viele engagierte Lehrer würden sich gerne mehr einbringen, Projekte machen etc., werden jedoch von rigorosen Direktoren gebremst. Wer auch nur einen Handgriff macht, der nicht abgesegnet ist, sorgt selbst für seinen Rausschmiss. Gerade bei Gewaltprävention, Mobbingprävention, soziales Lernen u.ä. sind Direktoren des "alten" Schlags nicht schwingungsfähig, und verhindern alles, was in diese Richtung geht, auch, um eine vermeintliche "Rufschädigung" der Schule hintanzuhalten (so quasi: Mobbing/Bullying gibts nicht - also brauchen wir das alles nicht). Eine Lehrerin verlor ihren Posten, weil sie einem Schüler Hilfe anbat, weil er gemobbt wurde, und das Thema offen ansprach. Damit war ihr Ende besiegelt, denn der Direktor meinte, SIE schädige die Schule (!). Auch hier wird wieder die "klassische Verdrehung" sichtbar, die sich bei Mobbing abspielt (Täter wird geschützt, Mobbingopfer als Täter hingestellt).
http://www.selbsthilfegruppe-mobbing-graz.at/literatur/ zum Beitrag »
[23.04.2014, 07:26:14]
Dr. Halil Alsael 
Hut! 
Der Gesundheitsminister von Saudi-Arabien trägt doch keinen Hut:))) zum Beitrag »
[22.04.2014, 18:19:50]
Dr. Wolfgang Knüll 
Man lese van Lommel ... 
Schon 2001 gab es eine große Veröffentlichung zu Nahtoderlebnissen (NTE), in deren Rahmen auch über solche Erfahrung berichtet wurde. Ob eine Sedativum daran etwas geändert hätte, muss nach van Lommels Untersuchungsergebnissen bezweifelt werden, weil auch unter Narkose und bei Null-Linie im EEG solches berichtet wird.Populär nachzulesen " Endloses Bewusstsein" Pim van Lommel TB bei Knaur 2013. Da wäre ein Paradigmenwechsel im Denken nötig, aber das dürfte noch dauern. Ich würde der Patientin als Therapie dringend dieses Buch empfehlen. zum Beitrag »
[22.04.2014, 17:12:59]
Dr. Horst Grünwoldt 
Profession Lehrer 
Natürlich beinhaltet der Beruf des Lehrers nicht nur das planmäßige Unterrichten in einem bestimmten Fach der schulischen Grundbildung. Das wäre plattes Schubkasten-Denken!
Vielmehr steht die Persönlichkeit des Lehrers mit allen Facetten und Charaktereigenschaften frontal im Blickfeld der neugierigen Schüler; nnd das meist jahrelang. Den Heranwachsenden bleibt da auf Dauer wohl nichts verborgen auf der Vorbildsuche.
Mit wem sonst -als ihrem Klassenlehrer- verbringen die Lernenden so viel gemeinsame Zeit? Die dürfte bei manchem in der Adoleszenz länger dauern, als im berufstätigen Elternhaus.
Insofern ist die anstrengende -und manchmal nervtötende- Tätigkeit unserer Lehrer in ihrer Auswirkung auf die Zukunft der Kinder und Jugendlichen -im positiven, wie auch negativen- gar nicht hoch genug einzuschätzen.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock

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[22.04.2014, 15:30:58]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Zulässiger Sarkasmus beim Hörsturz? 
Allgemeine Verwirrung bei theoretisch möglichen Ursachen für Hörsturz (SSHL) "Sudden Sensorineural Hearing Loss": Keiner hat die passende Theorie, Experten und Laien reden wild durcheinander, keiner weiß Bescheid. Am besten spiegelt dies die beliebte "Apotheken-Umschau" wieder. Unter
http://www.apotheken-umschau.de/Ohren/Hoersturz-Ursachen-11708_2.html
heißt es: "Dazu haben Mediziner verschiedene Theorien. Wirklich bewiesen ist aber noch keine: ... nicht selten streikt das Hörorgan genau dann, wenn der Stress am größten ist. Doch ein Zusammenhang konnte bis heute nicht bewiesen werden. Es gibt zwar allgemeine Hinweise, dass uns Dauerstress nicht gut tut. Theoretisch ist es auch denkbar, dass Stress Entzündungen oder Durchblutungsstörungen im Ohr begünstigen könnte."

Beim Thema Durchblutungsstörungen und deren mögliche Ursachen überkam eine taiwanesische Forschergruppe blitzartig der Gedanke "Eisenmangelanämie" (iron-deficiency anemia INA), nachdem SSNHL bei der extrem seltenen Sichelzell-Anämie empirisch beobachtet worden war. Nach dem weltweit beliebten Motto wissenschaftlicher Studien LUZID: "Lass' uns Zahlen irgendwie durchnudeln" wurden 4.004 Studienteilnehmer m i t Hörsturz mit einer 3-mal so großen Kontrollgruppe o h n e Hörsturz rein retrospektiv befragt ["participants with SSNHL (n?=?4004) were identified, and controls (n?=?12?012) were randomly selected."] Doch die Ergebnisse waren mehr als mager: Von insgesamt 16.016 Studienteilnehmern hatten nur 3,3% vorher die Diagnose Eisenmangelanämie gestellt bekommen. Der Unterschied zwischen den SSNHL-Patienten mit dieser Anämie von 4,3 Prozent zu der Kontrollgruppe mit 3,0% ist geradezu lachhaft gering ["Of the 16?016 sampled participants, 533 (3.3%) had previously been diagnosed with IDA, including 172 (4.3%) participants with SSNHL and 361 (3.0%) controls."] Denn mit 98,7 Prozent Vorhersage-Wahrscheinlichkeit bestanden k e i n e r l e i Unterschiede mit oder ohne Hörsturz.

Das einzige, was diese Bevölkerungs-basierte Studie hochsignifikant belegt, ist die Ergänzung von bisher insuffizienten Hörsturz-Hypothesen durch eine äußerst fragwürdige weitere Theorie. Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[21.04.2014, 11:06:48]
Jörg Kilzer 
Jörg Kilzer 
Ich kann die Ausführung von Herrn Windt nur bestätigen. Die Feinstaubbelastung in den Städten steigt an, wenn der Verkehr angehalten wird. An dieser Stelle muss also der Ansatzpunkt angesetzt werden. Der Verkehr muss flüssig gehalten werden. Dies heißt, dass Straßen im innerstädtischen Verkehr so ausgebaut werden, dass sie kreuzungsfrei verlaufen.
Im Ruhrgebiet sorgen die Politiker seit Jahrzehnten dafür, dass der Individualverkehr behindert wird und der öffentliche Verkehr gefördert wird. Der öffentliche Verkehr wird allerdings nicht so gefördert, dass er den Individualverkehr ersetzen könnte, er würde zusammenbrechen, daran erkennbar, wenn der öffentliche Verkehr einmal im verstärkten Maß benutzt wurde. Sobald Straßen gesperrt wurden verteilte sich darüberhinaus der Feinstaub nur großflächiger, weil die Umgehungsstraßen für die Verkehrsbelastung noch weniger geeignet sind.
Liebe Politiker macht endlich etwas mit Sinn und Verstand und hört auf uns zu quälen. zum Beitrag »
[20.04.2014, 01:32:26]
Eva Pichler 
Gesundheitsgefährdung durch Regress? 
Studie zu gesundheitlichen Auswirkungen der Richtgrößenprüfung auf Ärzte finden Sie auch unter www.mobbingsyndrom.de.
Dr. Bämayr hat sich Zeit seines Lebens mit Formen der psychischen Gewaltausübung auseinandergesetzt, bereits seine Dissertation war über Suizide unter Ärzten.
Es findet sich auch eine Pilotstudie zu: Psychosoziale Destabilisierung vom Regress betroffener Ärzte kostenfrei zum Download.
Es ist wahrlich an der Zeit, dass diese Regresse und deren belastende Wirkung auf die Ärzte untersucht werden!
Eva Pichler zum Beitrag »
[19.04.2014, 11:09:42]
Anne-Marie Rey 
Neue Studie von 2013: ab 2000 kein erhöhtes Risiko mehr 
Aus Schottland gibt es noch eine neuere Studie. Sie zeigt auf, dass das Risiko einer Frühgeburt nach einem vorhergehenden Schwangerschaftsabbruch seit den 1980er Jahren massiv gesunken und nach 2000 praktisch verschwunden ist. Die Autoren führen dies auf die neuen Methoden zurück (Anwendung von Prostaglandin zur Aufweichung des Muttermundes vor einem chirurgischen Abbruch und vor allem Einführung der medikamentösen Methode).

Oliver-Williams C, Fleming M, Monteath K, Wood AM, Smith GCS (2013) Changes in Association between Previous Therapeutic Abortion and Preterm Birth in Scotland, 1980 to 2008: A Historical Cohort Study. PLoS Med 10(7): e1001481. doi:10.1371/journal.pmed.1001481. Veröffentlicht 9.7.2013

Im Übrigen ist ein relatives Risiko von 1.37 eigentlich nur geringfügig erhöht. Das würde z.B. bedeuten, dass Frauen ein Frühgeburten-Risiko von 9,5% haben anstatt 7%. Aber wie die schottische Studie von 2013 zeigt: Neuere Daten dürften zu anderen Ergebnissen kommen.

UND: es ist unverständlich, weshalb in Deutschland immer noch bloss etwa 15% der Abbrüche mit der medikamentösen Methode (Mifegyne) durchgeführt werden... zum Beitrag »
[18.04.2014, 17:36:17]
Dr. Horst Grünwoldt 
Ebola 
Das sind ja mystische Geschichten, die uns die Epidemiologen "aufdecken" über die "Zirkulation des Ebola-Virus" in irgendwelchen "Reservoiren" Westafrikas.
Wenn der verfolgte "Infektions-Weg"(oder "Seuchenzug"?) mehr als drei Monate über nur acht Kontaktpersonen gebraucht hat,-ohne daß ein Mensch in der Infektions-Kette erkrankt oder gestorben ist-, dann kann die Ansteckungskraft (Contagiosität) des vermuteten Filo (fadenförmigen)-Virus ja nicht besonders hoch sein.
Hat das internationale Epidemiologen-Team unter Beteiligung von Forschern des Hamburger "Bernhardt -Nocht-Instituts" nicht ruckzuck feststellen können, ob die fruchtfressenden afrikanischen Flughunde tatsächlich ein Ebola-Virus-Reservoir darstellen?
Diese nächtlichen Flattertiere hängen bekanntlich tagsüber -selbst in größeren Ansiedlungen- im tropischen Westafrika in großen Mengen an Bäumen. Dort werden sie von den Einheimischen auch regelmäßig abgeschossen, um danach geräuchert oder gebraten zu werden.
Das Probenmaterial liegt somit praktisch "auf der Straße"!
Was die Berührung von Verstorbenen in Westafrika anbelangt, so wird der Leichnam i.d.R. unverzüglich nach dem Tod in zahlreiche (Spenden-)Tücher eingenäht. In diesem "Mumien"-Zustand wird er dann zu Grabe getragen oder kommt vorher noch in einem Sarg - je nach Zahlungsfähigkeit der Angehörigen.
Es ist schon erstaunlich, daß ausgerechnet der Erreger eines hämorrhagischen Fiebers drei Wochen Inkubationszeit bis zum "Ausbruch" (apparent werden) der perakuten Infektionskrankheit sich Zeit lassen soll.
Ich unterstelle, daß es für diese Behauptung keinen Menschenversuch gegeben hat...
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
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