Sonntag, 25. Januar 2015

Leserkommentare [11818]

[24.01.2015, 14:02:37]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
@ Kollege Dr. Wolfgang P. Bayerl ... 
Auf dem Fußballplatz mit seinen vier Ecken stehen vier Ärzte: Ein guter Orthopäde, ein schlechter Orthopäde, ein Chirurg und ein Radiologe. Die Regel lautet: Nach dem Startschuss losrennen und als Erster die in der Mitte des Spielfelds liegenden 50.000 Euro einsacken!

Und wer gewinnt das Geld?
Der schlechte Orthopäde.

Warum?
Gute Orthopäden gibt's gar nicht, ein Radiologe rennt für 50.000 Euro gar nicht erst los und dem Chirurgen waren die Regeln viel zu kompliziert.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[23.01.2015, 21:43:36]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
wie gehabt bevorzugen unsere ethisch korrekten Gesundheitspolitiker die Kassenleistung Abtreibung 
nur für gesunden Nachwuchs. zum Beitrag »
[23.01.2015, 20:11:16]
Dr. Horst Grünwoldt 
"Geflügelpest" vs. Aviäre Influenza 
Man stelle sich fiktiv vor, ein ähnlicher Aktionismus wie bei der sog. Vogelgrippe seit Rügen 2006, und jetzt in Anklam oder kürzlich im Rostocker Zoo, würde bei einem einzigen Fall der echten humanen Influenza getrieben: Tötung ansteckungsverdächtiger Individuen in der Nachbarschaft, serologische Massenuntersuchungen im 3 Kilometer Sperrbezirk und Beobachtung im 10 Kilometer Umkreis!
Der MV-Landwirtschaftsminister (SPD) hatte ja schon vor einigen Monaten verkündet, daß "wir (auch er?) jetzt die Nadel im Heuhaufen gefunden haben". Er meinte wohl, mit einer abgeschossenen (gesunden Krick-)Ente die Infektionsquelle oden "Seuchenherd" für ein H5N8-Virus A-Antigen gefunden zu haben. So, als würde es sich dabei um einen eigeflogenen Virusbomber handeln.
Von solchen obskuren Gedanken und Seuchenwegen, müßten ihn eigentlich die Experten für Tiergesundheit auf dem Riems (FLI) abhalten und entsprechend aufklären. Ebenso sollte deren Leiter (Biologe) einer Bundesoberbehörde für Tiergesundheit nicht den alarmistischen Ausdruck "Geflügelpest" für irgendeine Form der aviären Influenza verwenden.
Nach der "Keulung" von 57 Wasservögel, die nicht an einer Form der Vogelgrippe erkrankt waren -wie angeblich drei flugunfähig kupierte Auffangstörche im gleichen Naßgehege-, hatte der Minister selbstgefälligen Anlaß, öffentlich zu verkünden " aufgrund unserer Maßnahmen hat es keine weitere Ausbreitung der "hochgefährlichen Seuche" gegeben".Und so freut er sich einstweilen, "daß wir jetzt Klarheit für den Rostocker Zoo haben", obwohl über die Ursache des "Seuchen-Ausbruchs" von Amts wegen noch keine Klarheit besteht.

Aber die soll ja angeblich nach Meinung der Virologen ein "hochansteckendes", "hochpathogenes" und "hochvirulentes" Viruspartikel vom Stamme A-H5N8 sein!
Da für mich als Tierarzt und Hygieniker die "Hochgefährlichkeit" irgendeines Erregers aber nicht im Labor serologisch oder molekularbiologisch definiert werden kann, würde ich meine "Seuchen"-Feststellung und -bekämpfung zunächst, -auch im Interesse des Tierschutzes und der betroffenen Tierhalter-, beschränken auf:
1. Isolierung der Tiergruppe, in der ein ansteckungsverdächtiger Todesfall festgestellt wurde.
2. Pathologische und mikrobiologische Untersuchung des verendeten Tierkörpers.
3. Klinische Untersuchung und Beobachtung der überlebenden, abgesonderten Population.
4. Probennahmen zum Zwecke einer evtl. Erregerbestimmung in vivo.
5. Feststellung ggf. eines "seuchenhaften" Krankheits-Verlaufs innerhalb eines Ansteckungs-und Inkubations-Zeitraums.
6. Damit erst Definierung der tatsächlichen "Erregergefährlichkeit" irgend eines HxNy gegenüber einer bestimmten Spezies, die dann möglicherweise die Ausmerzung des Bestandes erst rechtfertigen würde.
7. Im negativen "Hochgefährlichkeits-Fall": Feststellung der immunogenen Serum-Titerbewegung oder einer AK-"Narbe", die bei erfolgreicher "Durchseuchung" -und nach althergebrachter epidemiologischer Erfahrung bei Grippeviren- zur Eliminierung des Erregers in der gesamten Population führt. Und zwar, ohne, daß man fragen muß, wohin der "unsichtbare Feind" entschwunden sein könnte.
Er würde -wie alle Grippeviren nach Ausscheidung- wegen geringer Tenazität in der "unwirtlichen" Umwelt mit dem UV-Tageslichtanteil, dem Verlust der lebenden Zelle und der pH-Wertverschiebung bei der "Verwesung" seiner Infektiosität beraubt.

Damit sind nach m.E. teure und erfolglose "Umgebungsuntersuchungen" auf irgend ein Allerwelts-Virus("ubiquitäres") im Tierreich überflüssig. Genauso, wie die virologische Untersuchung von Gerätschaften und Futtermitteln auf irgendeinen viralen "Seuchenerreger" im "septischen" Milieu kaum einen Erfolg haben dürfte.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock
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[23.01.2015, 18:39:14]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Banal-digitale Laien-Telemedizin für blutige Anfänger? 
Immer wieder erfrischend, wenn eine Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) als gelernte Diplomverwaltungswirtin (FH), vgl. http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/B/baetzing_lichtenthaeler_sabine/258252,
als Rheinland-Pfälzische Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie bzw. als Vorsitzende der Gesundheitsminister-Konferenz fungierend auch noch illusionär verkennend konfabuliert:

- dass Telemedizin ein Ansatz sei, dem ländlichen Ärztemangel entgegenzuwirken

- Patienten dann für das Blutdruck messen nicht mehr zum Arzt zu gehen müssten

- der dpa erklärt, "die Telemedizin wird nicht das Patentrezept sein, um dem demografischen Wandel zu begegnen",

- sie aber zugleich helfen könne, "ärztliche Versorgung weitestgehend sicherzustellen."

Abgesehen davon, dass kein Mensch seinen Haus- oder Facharzt einzig und allein für Blutdruckmessungen aufsucht - das geht zu Hause und in der Apotheke ebenso gut - fehlen bei der Telemedizin wesentliche Sicherheits-, Diagnose- und Therapie relevante Fakten:

1. Psychosomatische Wahrnehmungen in der direkten Arzt-Patienten-Interaktion wie Haltung, Hautfarbe, Hautturgor, Körpergeruch, Tonus, Sinnesorgane, Kraft, Temperatur, Pflegezustand, Foetor, Dolor, Calor, Rubor, Tumor, Stridor, Atem- und Herzgeräusche, Muskeltonus oder Muskelschwund, Haltungsprobleme, Gemütszustand, bio-psycho-soziale Schwingungsfähigkeit etc.

2. körperlich-physikalische Untersuchungsergebnisse: Kopf-, Hals-, Thorax-, Abdomen-Organe, Extremitäten, Haut, Schleimhaut, "digitale" Untersuchungen, Arterien/Venen, ZNS, Nervensystem, Psyche, Sinnesorgane, usw.

3. Differenzial-diagnostische Weiterführung mittels EKG, Lungenfunktion, Laborparameter, Herz-Kreislauf-Tests o. ä.

Doch hier degeneriert die Telemedizin zum putzigen „Plants vs. Zombies“-Computerspiel. Völlig unglaubwürdig schalten sich Patient und Mediziner per Computer und Webcam zusammen, um Probleme zu lösen, die entweder völlig harmlos und nichtssagend sind oder von denen sie vorher noch gar nicht wissen konnten, dass sie sie haben könnten. Die schnelle Übertragung medizinischer Daten würde zwar erfolgen. Medizinisch relevante Untersuchungen können allerdings bei nur virtueller Präsenz von Arzt und Patient gar nicht realiter durchgeführt werden.

So gibt es denn die Laien-medizinische Abwärtsspirale: "Wir wollen E-Health fördern", sagt Bätzing-Lichtenthäler. Ziel von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sei es, dass ein Gesetz zur Behandlung mithilfe elektronischen Datenaustauschs (E-Health) 2016 in Kraft trete. Doch wer macht dann die Blutabnahmen? Stellt Diagnosen? Macht die Appendektomie? Die Entbindung? Die Sectio caesarea? Den Herzkatheter? Die Angioplastie? Operiert den Knochenbruch? Sortiert und gewichtet die Multimorbiditäten? Organisiert Therapiepläne? Motiviert zur REHA? Stellt die AU aus? Kollege Computer und die „Cloud“ bestimmt nicht!

„Durchs Telefon und durch die Hose stellt man keine Diagnose“ – nur per EDV ist viel zu ungenau. Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[23.01.2015, 16:15:02]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Anti-Korruptions StGB-Entwurf aus Bayern ist verfassungswidrig! 
Der bayerische Justizminister Professor Winfried Bausback (CSU) braucht gar nicht erst versuchen den Eindruck vermeiden zu wollen, mit seiner Gesetzesinitiative solle "eine ganze Berufssparte unter Generalverdacht" gestellt werden.

Es ist weitaus schlimmer: Mit einem Sonder-, Gesinnungs- und Berufsausübungs-Strafrecht, welches gezielt und ausschließlich Angehörige "verkammerter H e i l berufe" standrechtlich treffen soll und n i c h t alle anderen, theoretisch genauso korruptionsverdächtig "verkammerten Berufe" wie Apotheker, Architekten, Rechtsanwälte bzw. Angehörige des Handwerks (Handwerkskammer), der Industrie oder des Handels (Industrie- und Handelskammer) umfasst, wird das grundgesetzlich gebotene Diskriminierungs- und Stigmatisierungsverbot überschritten.

Der bayerische Justizminister realisiert vorauseilend und völlig unangemessen den immerhin noch fiktiven Gesetzentwurf eines § 299a Strafgesetzbuch (StGB) mit Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften in München I, Nürnberg-Fürth und Hof. Ermittlungen und Strafverfolgungen von allgemeinen Korruptions- und Vermögensdelikten ausschließlich auf Angehörige der akademischen Heilberufe im Zusammenhang mit ihrer Berufsausübung zu fokussieren, sind "Jagdszenen aus Niederbayern" und konzentrierte Hatz auf Ärztinnen und Ärzte. Das verstößt sowohl gegen den Gleichheitsgrundsatz als auch gegen die verfassungsmäßig gebotene Verhältnismäßigkeit der Mittel.

Gleichzeitig werden andere Bereiche und Branchen der Freien Berufe über Handwerksmeister, Freie Gewerbetreibende, Firmeninhaber, Versicherungs-Agenturen, Architekten, Abgeordnete, Anwälte, Handels-Agenturen bis zu Profi-Fußballvereinen vom möglichen strafrechtlichen Vorwurf der Bestechlichkeit, Bestechung, Vorteilsnahme und -gewährung freigestellt. Sie dürften weiterhin für Provisionen, Transfers, Vermitteln, Organisieren und Ausführung von Aufträgen straffrei die Hand aufhalten.

Vor dem Gesetz müssen alle gleich sein: vom Landtags- und Bundestags-Abgeordneten über Ärzte, Angehörige der Heilberufe, GKV- und PKV-Mitarbeiter, Heilpraktiker, Hilfsmittelhersteller, Krankenhausträger, Medizinprodukte-Hersteller, Medizin- und EDV-Technik, Pharmafirmen-Mitarbeiter bis zum Bestattungsunternehmer, um nur einige zu nennen.

In allen Lebensbereichen gibt es moralisch-ethisch verwerfliches bzw. kriminelles Handeln. Sonst bräuchten wir kein allgemein verbindliches Strafgesetzbuch. Aber ausgerechnet auf Grund fiktiv-populistischer Untreue-Annahmen, eines Urteils des Bundesgerichtshofs (BGH) von 2012 und auf Anregung von "Transparency International" (TI) einen Paragrafen 299a im StGB ("Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen") verankern und damit alle a n d e r e n Branchen privilegieren zu wollen, offenbart eine rückwärts gerichtete Rechts-, Gesetzgebungs- und Verfassungskultur.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[23.01.2015, 15:25:06]
Dr. Wolfgang Bensch 
Korruption oder Abrechnungsbetrug? 
Die Bemühungen des Gesetzgebers offenbaren doch nur, dass dieses System der Krankenversicherung dysfunktional wurde. Man wird es auch durch so ein "Anti-Korruptionsgesetz" nicht ändern können, es hat sich längst überlebt.
Noch mehr dazu hier:
http://www.arztwiki.de/wiki/Abrechnungsbetrug zum Beitrag »
[23.01.2015, 13:16:05]
Rudolf Hege 
Nicht unüblich... 
Leider haben sich inzwischen bei manchen Medizinern derartige "kleine Ungenauigkeiten" als normale Strategie eingebürgert. Während früher ein Patient, der nach einer "sanften Medizin" fragte, oft einfach abgeschmettert wurde, fährt man heute eine andere Strategie: Gib dem Patienten Recht - und mach trotzdem, was du für richtig hältst. Die "homöopathische Schmerzspritze mit kleinem Zusatz" (Zeel oder Traumeel plus Dexamethason) gehört da auch ins Repertoire. Der Patient ist zufrieden - und der Mediziner hatte weniger Diskussionen. Dumm, wenn es dann doch einer merkt. zum Beitrag »
[23.01.2015, 12:57:50]
Dr. Wolfgang Bensch 
Digitaler Abgleich der Patientenstammdaten 
Was hat der in der Praxis zu suchen, wenn ein gesundheitliches Problem den Arztbesuch bedingt?
Denken wir also etwas weiter ...
Es geht wohl letztlich um die Kostenseite und da ist eben eine gültige Gesundheitskarte die Eintrittskarte ins Sachleistungssystem.
Warum streiken die Ärzte in Frankreich, wenn man dort vom System der Kostenerstattung zum Sachleistungssystem wechseln will?
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[23.01.2015, 11:55:20]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Im Gegensatz zu anderen Ländern darf man in Deutschland doch nicht auffallen, 
auch nicht durch zu viel Wissen. zum Beitrag »
[23.01.2015, 11:49:01]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
wenn ich recht informiert bin, ist Autofahren unter Alkoholeinfluss auch verboten 
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also bitte nicht pauschalieren wegen Selbstverständlichkeiten.
Wer kann der darf, wer nicht kann, darf nicht. zum Beitrag »
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