Leserkommentare [16591]

[08.12.2016, 12:09:27]
Claus F. Dieterle 
Aber auch die Kommunikation! 
Bei meinen Krankenbesuchen in der Psychiatrie stelle ich immer wieder fest, wie Ärzte ihre Berufsordnung verletzen, indem sie bei Gesprächen die Wahrung der Menschenwürde und die Achtung der Persönlichkeit der Patienten missachten. zum Beitrag »
[08.12.2016, 10:55:55]
Henning Fischer 
und warum muß man den Nachwuchs aufs Land locken / drängeln? 

weil Honorar und Bürokratismus dagegen sprechen.

Und genau da müßte man ansetzen, sonst hat man womöglich später eine große Zahl von unzufriedenen und unmotivierten Landärzten.

Und damit ist auch niemandem geholfen.

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[08.12.2016, 06:29:59]
Stefan Graf 
"Gefährliche" Protagonisten 
Besonders problematisch: Viele der einseitigen, wie Pilze aus dem Boden schießende "Ernährungsmoden" werden aus kommerziellen Gründen und vielleicht auch aus "Verblendung" von Prominenten (Schauspieler, Sportler) oder vermeintlichen Experten wie Ärzten (s. "ProVegan") und natürlich von geschäftstüchtigen Lebens-/Nahrungsergänzungsmittelprozduzenten heftigst beworben. Für entsprechend sensitive Menschen wird die Beschäftigung mit vermeintlich gesundem Essen zur "Ersatzreligion", die immer weiter in missionarischen Dogmatismus abgleitet. Erst, wenn ernste gesundheitliche Probleme auftauchen, kommt die Einsicht - leider oft zu spät, wie irreversible Schäden (z.B. B12-Mangel)und etliche Todesfälle zeigen.
Dr. Stefan Graf - Berlin zum Beitrag »
[07.12.2016, 23:30:13]
vlad arghir 
gesundheitspass 
Kann in der Bundesrepublik ein Patient außer im Notfall ohne Karte/Schein behandelt werden? Ist dies bedenklich? Macht das aus der Praxishelferin einen “Handlanger”? zum Beitrag »
[07.12.2016, 23:14:08]
Thomas Georg Schätzler 
Keine Rede davon: "Gericht billigt Cannabis-Plätzchen" 
Das OLG Zweibrücken hat am 11.02.2016 (AZ 1 OLG 1 Ss 2/16) im Strafverfahren gegen XXX wegen Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige u.a. in der Revision im 1. Strafsenat des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken durch den Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht Wilhelm, den Richter am Oberlandesgericht Pohlit und den Richter am Landgericht Schräder am 11. Februar 2016 einstimmig beschlossen:

"Tenor: Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Amtsgerichts - Schöffengericht - Rockenhausen vom 12. August 2015 mit den zugehörigen Feststellungen aufgehoben und die Sache zur neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an eine andere Abteilung des Amtsgerichts Rockenhausen zurückverwiesen."
https://www.jurion.de/urteile/olg-zweibruecken/2016-02-11/1-olg-1-ss-2_16

Es ist sehr wahrscheinlich, dass auf den Tatbestand der fahrlässigen Körperverletzung, § 229 StGB, erkannt wird. Von "Billigung" keine Spur.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[07.12.2016, 21:00:15]
Wolfgang P. Bayerl 
Dank an die beiden Vorredner, 
die genau den Kritikpunkt der gefälschte Studie bestätigen.
Welcher Mann in Deutschland über 60 mit extrem häufiger benigner Prostatahypetrophie lässt denn keinen PSA-Test machen, wenn er zum Doktor geht?
Erinnert mich an das Theater mit dem Mammographie-screening, eine sehr sinnvolle Angelegenheit.
Als ob ein erhöhter PSA-Wert oder ein verdächtiger Mammographie-Befund sofort zu einer Radikaloperation führen würde. zum Beitrag »
[07.12.2016, 15:26:48]
Thomas Georg Schätzler 
Das ist natürlich Unfug! 
ICD-10-GM-2016 > F00-F99, Kapitel V, beschreibt mit dem Oberbegriff
"Psychische und Verhaltensstörungen
Inkl.: Störungen der psychischen Entwicklung.
Exkl.: Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind (R00-R99)
Info.: F00-F09 Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen" ohne jeden Zweifel auch psychiatrische Diagnosen und Krankheiten:
"F10-F19 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
F20-F29 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
F30-F39 Affektive Störungen
F40-F48 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
F50-F59 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren
F60-F69 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
F70-F79 Intelligenzstörung
F80-F89 Entwicklungsstörungen
F90-F98 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
F99-F99 Nicht näher bezeichnete psychische Störungen"
http://www.icd-code.de/icd/code/F00-F99.html

Das sollte auch ein Psychologischer Psychotherapeut wissen!
ICD-10-GM-2016 F43.1 ist z. B. die "Posttraumatische Belastungsstörung".
Von "Wer diese unbedacht psychiatrisiert und damit in Richtung Macke schiebt" also keine Spur.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[07.12.2016, 12:59:36]
Karlheinz Bayer 
"Gib endlich zu, daß Du ein Hase bist!" 

"Gib endlich zu, daß Du ein Hase bist!", sprach der Jäger zu seinem Hund, den er gerade erschossen hatte.
Der Hund heißt Portalpraxen.
Die KV hat der medizinischen Grundversorgung einen Bärendienst erwiesen, indem sie den ärztlichen Notfalldienst aus den Händen der diensttuenden Hausärzte genommen hat und an sogenannte Notdienstpraxen der KV in den Krankenhäusern angesiedelt hat.
Die Patienten müssen nicht nur mehr Wartezeit und größere EWege in Kauf nehmen, sie laufen auch an den KV-Praxen vorbei direkt in die Notaufnahme, wo sie zweifelsohne nicht hingehören.
Auch die Zahl fragwürdiger Notarzteinsatze hat rapide zugenommen.
Also sollte doch die Gassen-Truppe nachdenken und einen Schritt zurück machen in die Vernunft der alten, wohnortnahem Notfallregelungen, die ordentlich bezahlen und die Schnapsidee mitz den Portalen fallen lassen.
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[07.12.2016, 12:51:12]
Karlheinz Bayer 
PREFERE ging am eigentlichen Thema vorbei 

Seit Julius Hackethals berühmten Buch Auf Messers Schneide, hat sich offenbar nichts geändert. ProtecT gab Hackethal im Grunde recht. Nichts tun ist statistische wohl ebenso ratsam wie alles.
So gesehen gäbe es nur eine wirkliche Rechtfertigung, 23 Millionen für eine Studie auszugeben, und weil man dies auch retrospektiv durchführen könnte, ohne Patienten eine Therapie vorzuschreiben, wäre sie sogar wesentlich presigünstiger machbar.
Im Grunde geht es nur noch darum, welche der Optionen die meisten und die größten Kollateralschäden verursacht.
Ein Fragebogen mit Fragen nach dem Allgemeinbefinden, der Kontinenz, der Potenz, der gefühlten Sicherheit und der allgemeinen Zufriedenheit wäre vollkommen ausreichend gewesen.
Mit PREFERE wäre hingegen zu befürchten gewesen, daß sich am Ende eine Leitlinienempfehlung auf der Basis minimaler Nutzen-Abweichungen ergibt, womöglich sogar unter Mißachtung der garnicht so minimalen Risiken.
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[07.12.2016, 12:50:33]
Karlheinz Bayer 
Fazit nach mehr als 30 Jahren: 

In mehr als 30 Jahren Erfahrung als Allgemeinarzt, habe ich es etwa mit derselben Zahl von Prostata-Karzinompatienten zu tun gehabt.
Genau waren es 36 Männer.
Achtmal wurde der Krebs primär von einem Urologen festgestellt, etwa doppelt so häufig durch einen suspekten rektalen Tastbefund in unserer Praxis.
Aber 28-mal (den PSA-Wert bestimmen wir grundsätzlich immer zusammen mit einer Krebsvorsorgeuntersuchung) war ein positiver, rasch angestiegener PSA-Wert das erste Zeichen gewesen, das dann zur Überweisung zum Facharzt geführt hat.
Der Tastbefund ist demnach durchaus wichtig, aber nur etwa halb so treffsicher gewesen wie der PSA-Wert.
Und primär zum MRT oder transperinealen Ultraschall überweisen, mal ehrlich, wer macht das? Und wenn man es macht, weiß jemand, ob die Trefferquote dabei höher ist als beim PSA-Screening?
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