Leserkommentare [15374]

[29.04.2016, 16:39:08]
Dr. Horst Grünwoldt 
Piloten-Test 
Lieber Frank U., sie haben völlig recht mit dem ergänzenden Vorschlag für unsere eigenen und EU-Parlamentarier. Schließlich muß man als konzentrierter Zuhörer mancher "Debatten"(?) den Eindruck gewinnen, ob einige noch bei Trost und akoholfrei sind! Schließlich haben die alle ihre "Diäten" schon auf dem Konto, und die Sitzungs-Gebühr per Unterschrift vorweg gebucht.
Dass Piloten nun endlich -wie schon lange die von Turkish Airlines (!)- wenigstens einen Atem-Test auf Restalkohol vor dem Abflug unterzogen werden, ist spätestens nach der German-wings-Katastrophe und anderen Beinahe-Zusammenstößen unabdingbar.
Uns allen dürfte bekannt sein, daß die schicken und gutbezahlten Busfahrer der Lüfte auf den Fernrouten stets auch einen "stop over(night-and day)" haben.
Und da es auch nur Menschen/Männer sind, die die exotischen Bars und Diskos nicht nur zum Wassertrinken besuchen, sondern ihren adretten Stewardessen gewiß auch zuprosten...
Im übrigen ist es auch im Flugzeug wie im Medizinbetrieb: Bist Du erst einmal drinnen, bist Du den guten Händen ausgeliefert...
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[29.04.2016, 16:20:18]
Dr. Horst Grünwoldt 
Reise-Diarrhoe 
Als Vielreisender besteht meine "biologische"Prophylaxe gegenüber dem lästigen und schwächenden Durchfall aus folgender Rezeptur:
1. meine überwiegend coliforme Darmflora ist schon "still gefeit" durch eine gute, alltägliche Gemischtkost im Herkunftsland;
2. diese besteht i.d.R. auch immer aus Anteilen von Sauermilch-Erzeugnissen mit probiotischer Flora(Hart- und Weichkäse, Naturjogkurt)
3. im fremden Reise-oder Urlaubsland greife ich schon nach Ankunft auf das heimische Natur-Sauermilch-Produkt;
4.Vorsichtshalber habe ich auch immer noch ein paar pektinreiche Äpfel dabei, die bekanntlich die normale Peristaltik des "charmanten" Darmes im Gang halten- ohne laxativ zu wirken. (Der Quellstoff "Pektin" ist bekanntlich auch ein hervorragender "Darmbesen", der die Schleimhäute sauber hält.)
5. Auf rohes Grünzeug verzichte ich niemals -selbst in tropischen Ländern-, sofern das erkenntlich frei von Erdreich, und leidlich gewaschen ist.
6. Vor dem Verzehr bestelle ich -wenn nicht schon auf der Tafel vorhanden- vinegar & oil. Die "Desinfektion" (Keimreduzierung, incl. Amoebentot) erfolgt durch die Essigbehandlung und gründliches Vermengen.
Abschließend wird mit Speiseöl der Salat-Geschmack verbessert.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock
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[29.04.2016, 12:43:15]
Dr. Karl-Otmar Stenger 
Glutamat und Fettsynthese 
Nicht nur die neurologische Symptomatik (ich selbst habe auch schon derartige Erfahrungen gemacht) sollte ein Anlaß sein, sich mehr mit den Begleiterscheinungen des "MSG" zu befassen. Auch wenn hauptsächlich der reichliche Konsum von Zucker (speziell Fruktose) für die Gewichtszunahme verantwortlich zu machen ist, so wirkt sich Harnsäure (Produkt des Stoffwechsels von Glutamat und Purinen) auf den Fettschalter (siehe auch "Der Fettschalter" von Prof. Richard J. Johnson, erschienen bei Hachinger, ISBN 9783871854972) so aus, dass Fettspeicherung statt Generation von Energie stattfindet.
Bemerkenswert ist das auch global betrachtet, wenn man die Entwicklung der Daten zur schweren Fettleibigkeit 2014 gegenüber 1975 von China gegenüber anderen Ländern betrachtet (NCD Risk Factor Collaboration; Trends ...; The Lancet 2016; 387: 1377–96): Bei Männern ein Anstieg von Rang 60 auf Rang 2, bei Frauen von Rang 41 auf Rang 2. Die USA sind weiterhin führend! Das sagt nicht viel über die Kausalität aus, jedoch kann man in den Printmedien lesen, dass die Chinesen neuerdings ganz verliebt in fertige Mischungen von Instant-Kaffee und Zucker sind. Traditionell lieben sie aber auch Umami-Food. zum Beitrag »
[29.04.2016, 08:56:51]
Dr. Henning Fischer 
"dass die Ärzteschaft nicht direkt über den Zugriff auf reale Abrechnungsdaten verfügt" 

das trifft auf Tierärzte, Architekten und Rechtsanwälte genauso zu. Und bei denen werden die Gebührenordnungen regelmäßig angepaßt und die Honorare erhöht!

Was läuft da für ein schmutziges Spiel? Die PKV wird seit Jahrzehnten geschont und prolongiert das ohne Ende.

Und die Bundesregierung erhöht noch nicht einmal den Punktwert.

Anhaltend totales Versagen bei den BÄK-Funktionären, anhaltend betrügerische Aktivitäten von PKV und BGM, alles zum Schaden der deutschen Ärzteschaft,

Nachwuchs, Augen auf!
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[29.04.2016, 07:58:04]
Dr. Robert Siebel 
Das Lieblingswort 2016 



konsentiert! zum Beitrag »
[29.04.2016, 07:31:29]
Dr. Dieter Jordan 
Höhere Rate ungeplanter Kaiserschnitte 
Es kommt sehr häufig vor, dass ein Kaiserschnit zu einem bestimmten Datum von der Klinik geplant war, und dass die Geburt vorher, evtl. zur Nachtzeit, beginnt, und man die Operation denn notfallmäßig durchführen muss, was einen höheren Aufwand verurscht. zum Beitrag »
[28.04.2016, 23:02:01]
Dr. Horst Grünwoldt 
Respekt und Achtung 
Wenn "Respekt haben" gegenüber anderen Menschen zunächst nur bedeutet, miteinander rücksichtsvoll umzugehen (lat. respectare, zurückschauen); dann heißt "Achtung empfinden", dass die sich jemand verdient haben muß!
So läßt der beklagte Verlust von gegenseitigem Respekt in unserer zunehmend "multi-kulti"- oder "bunten" Gesellschaft, auch auf nachlassende zivile Umgangsformen in den zwischenmenschlichen Beziehungen schließen. Und das sollte sogar als kulturelles Defizit angesehen werden.
Die werden aber traditionell schon in der Kinderstube bei den Eltern erlernt; danach müssen sie im Bildungs-Sektor vertieft, und schließlich im öffentlichen Alltag gelebt und anerkannt werden.
Und damit dürfte kausal die Nachlässigkeit im Elternhaus und mangelndes Vorbild bei den "Erziehungsberechtigten" die Quelle der zunehmenden "Verrohung" von Heranwachsenden sein. Die sind dann nämlich im Entwicklungs-Stadium des "Kräftemessens" ungebremst und evtl. "zügellos". Das war ja weit verbreitet ein Ergebnis der sog. "Anti-autoritären" Periode seit den 1968ern.
Nun sind deren Nachkommen inzwischen auch schon um die 45 Jahre alt und eigentlich "am Ruder" in beruflicher und gesellschafts-bestimmender Hinsicht. Und haben als Nach-68er Generation selbst Familienzuwachs im Twen-Alter. Haben sich da etwa schlechte Manieren potenziert, wenn diese zwar erworben, aber nicht vererbt werden können?
Jedenfalls ist zu beobachten, daß wir in Deutschland eine ziemlich libertinistische Gesellschaft geworden sind. Das drückt sich vor allem auch in der Beliebigkeit von "lockeren" Umgangsformen, bis hin zu falscher Toleranz gegenüber "Delinquenten" jeder Art aus. Und dazu tragen wesentlich unsere politischen Leitwölfe bei.
Die haben nach m.E. sogar Polizeischüler mit Hilfe von Psychologen "weichgespült", sodaß die im späteren Streifendienst "demokratisch" verunsichert sind, bloß nicht zu energisch durchzugreifen. So werden sie augenscheinlich selbst zur Zielscheibe jugendlicher Gewalt, weil die "Staatsmacht" nicht achtungs(!)-gebietend sichtbar wird.
Das zeigt mir jedenfalls das öffentliche, relativ laxe Erscheinungsbild unserer "Helfer in Uniform".
Ein anderes Bild habe ich bei Frankreichreisen immer wieder von den "flics" oder der Gendarmerie Nationale, die schon etwas zackiger/paramilitärisch auftreten als amtliche Autorität mit dem Potential staatlicher Gewalt-Ausübung.
Das sehen nach meiner persönlichen Erfahrung selbst interkulturelle Migranten nach Deutschland so , insbesondere aus frankophonen Ländern Afrikas.
Paradoxerweise ist vielleicht aus o.g. Gründen unser Land bisher vom Terrorismus verschont geblieben, weil es mehr oder weniger eine Oase für "Schläfer" darstellt (s.a. die Piloten der fliegenden Bomben an 9/11-2001 auf das World Trade Center in NY. Das waren bekanntlich zwei unauffällige Ingenieur-Studenten aus Hamburg mit orientalischer Herkunft.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[28.04.2016, 20:17:12]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Vom "Wir" zum "Ich"! 
"W i r brauchen jetzt eine gemeinsame Kraftanstrengung der Ärzte, Schulen, Kitas, der Betriebe und natürlich auch der Familien, damit Masern in Deutschland der Vergangenheit angehören", beschwört Bundes-Gesundheitsminister (BGM) Hermann Gröhe anlässlich der Europäischen Impfwoche im Originalton und steht vor dem mit roten "Masernpunkten" neckisch angestrahlten Hauptgebäude der Charité in Berlin. Mit "Wir" meint er wohl nur "die Anderen", nicht aber sich selbst.

Das ist in etwa so treffend wie die Frage "Wie geht's U n s denn heute?", wenn man sich selbst als Arzt gerade n i c h t meint. Unser BGM will mit seinem kommunikativen "faux pas" andeuten, dass er und sein juristischer Sachverstand gar nicht gefragt sei. Mit dem "Wir" will er sein "Ich" sozusagen heraushalten.

Genau das soll von seiner eigenen Ressortverantwortung ablenken: Die Masernproblematik ist seit über 10 Jahren bekannt. Ungeimpfte und damit ungeschützte Migranten haben in Berlin zu einem extrem heftigen Masernausbruch geführt, deren Folgen als tödliche Spätkomplikation in Form der subakuten sklerosierenden Panenzephalitis (SSPE) noch kommen werden.

Der Bundesgesundheitsminister als oberster Dienstherr aller Behörden und Ämter, die sich mit Krankheit und Gesundheit beschäftigen sollen, steht besonders im Bereich der Prävention in der Pflicht, umsichtig und klug ("choosing wisely") zu handeln. Deshalb müssten er und auch sein "Ich" sich besser informieren lassen.

A. Uzicanin und L. Zimmerman vom Centers for Disease Control and Prevention, Atlanta, Georgia/USA (CDC) haben unter dem Titel: "Field Effectiveness of Live Attenuated Measles-Containing Vaccines: A Review of Published Literature" die Feld-Effektivität von abgeschwächten Masern-Lebendimpfstoffen als "vaccine effectiveness" (VE) untersucht. Dazu wurden die Ergebnisse von VE-Studien, die von 1960 bis 2010 veröffentlicht wurden, überprüft ["Methods - We reviewed results of VE studies published during 1960–2010"]. Die VE war bei Masern-Erstimpfungen zwischen den 9. bis 11. Lebensmonaten weit weniger wirksam (77% vs. 92%), als mit den Erstimpfungen erst ab dem 12. Lebensmonat aufwärts zu beginnen ["For a single dose of vaccine administered at 9–11 months of age and >/=12 months, the median VE was 77.0% (interquartile range [IQR], 62%–91%) and 92.0% (IQR, 86%–96%), respectively"].

Die z w e i m a l i g e Masernimpfung wies gegenüber Ungeimpften mit einer VE von 94,1% eine hohe Wirksamkeit auf ["For 2 doses of measles-containing vaccine, compared with no vaccination, the median VE was 94.1% (IQR, 88.3%–98.3%)"]. Vgl.:
http://jid.oxfordjournals.org/content/204/suppl_1/S133 bzw.
J Infect Dis. (2011) 204 (suppl 1):S133-S149.doi: 10.1093/infdis/jir102

Aber was ist dann mit den immerhin 5,9 Prozent, die mit der klassischen 2-fach-MMR-Impfung in Deutschland z. B. n i c h t erfolgreich immunisiert werden konnten? Bezogen auf unsere knapp 81 Millionen Menschen hier, blieben selbst bei 100-prozentiger MMR-2-fach-Durchimpfungsrate noch knapp 4,8 Millionen Einwohner o h n e den erhofften Masern-Impfschutz.

Alle ausländischen Daten sprechen für z.T. erhebliche Lücken, nicht zuletzt durch ein zu früh einsetzendes Impfregime: So wird in skandinavischen Ländern mit MMR später begonnen. Defay, F. et al. aus Kanada wiesen das mit "Measles in Children Vaccinated With 2 Doses of MMR. Pediatrics 2013; online 21. Oktober 2013; DOI: 10.1542/peds.2012-3975 nach. Die frühe Masernimpfung bei Kindern im Alter von bis zwölf Monaten sei eher ungünstig. Nach den Daten dieser kanadischen Studie wäre die Gefahr, dass der Impfstoff dann versagt, fünfmal höher. Besser sei es, mit einer Erstimpfung erst im 15. Lebensmonat zu beginnen
http://pediatrics.aappublications.org/content/early/2013/10/16/peds.2012-3975.abstract

In der Masern-Problematik kann es kein einfaches "Das Wir gewinnt" geben. Impfstoffe, Impf-Empfehlungen, Versorgungsforschung, infektions-epidemiologisches Verhalten bzw. Medizin- und Versorgungs-Bildungsferne im Bundesgesundheitsministerium gehören auf den Prüfstand.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[28.04.2016, 20:03:27]
Dr. Franziska Kamp 
Glaube keiner Schlussfolgerung, wenn du nicht alles kennst... 
Der Kollege Bayer hat recht: Was soll uns der Artikel denn sagen?

Eine isolierte, stärkere Senkung der Inzidenz sagt uns nicht viel.
Zudem wird auch nicht genau dargelegt, wie sich die Teilnehmer der HzV-Gruppe, welche der Einladung zur Koloskopie gefolgt sind, von jenen der Regelversorgung unterscheiden (z. B. in Gruppengröße, Alter, Geschlecht, Multimorbidität, fam. Krebsrisiko, vorbestehende Polypen etc.).
Wenn viele Gesundheitsbewußte eine Koloskopie nach tatkräftiger Werbung als Präventivmaßnahme über sich ergehen lassen, wundert einen doch nicht, dass bei denen nicht viel Krebsverdächtiges gefunden wird.
Wir wissen auch nicht, wie viel Anspruchsberechtigte aus dem HzV und wie viel aus der Regelversorgung aus welchen Altersgruppen teilgenommen haben?!

Eine Vorsorgemaßnahme ist dann effektiv, wenn die krebsbezogene Sterblichkeit sinkt, v. a. dadurch, dass frühere gut therapierbare Stadien identifiziert werden oder gutartige Polypen vorab schon einmal entfernt worden sind, bevor diese überhaupt entarten können (Adenom-Karzinom-Sequenz).
In den letzten Jahren sind sowohl Inzidenz als auch krebsbezogene Mortalität beim Kolonkarzinom rückläufig - unabhängig vom Versorgungsmodell selektiv vs. kollektiv.
Das zeigt z. B. eindrucksvoll eine am 22.02.2016 im DÄ veröffentlichte Auswertung von Krebsregisterdaten/Todesursachenstatistik einer HD-Forschergruppe für den Zeitraum 2003 bis 2012:
"Nach zuvor jahrzehntelangem Anstieg sank die altersstandardisierte Darmkrebsinzidenz im Untersuchungszeitraum bei Männern um 13,8 Prozent und bei den Frauen um 14,3 Prozent. Die altersstandardisierte Darmkrebsmortalität nahm bei Männern um 20,8 Prozent ab und bei Frauen um 26,5, Prozent. Der starke Rückgang der Inzidenz war selektiv in den Altersgruppen ab 55 Jahren zu beobachten." So ist in dieser Arbeit zu lesen.
Fazit: Bitte alle Daten offen legen - nicht selektiv aus Selektivvertragsdaten berichten, um diese in einem besseren Licht erscheinen zu lassen.
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[28.04.2016, 19:56:03]
PD Dr. Anke Brockhaus-Dumke 
Finanzierung der Psychotherapeuten-Ausbildung 
Für die Ausbildung von künftigen psychologischen Psychotherapeuten ist die praktische Erfahrung in der Arbeit mit psychisch kranken Menschen unabdingbar. Diese kann in qualitativ hochwertiger Form v.a. in psychiatrischen Kliniken erworben werden, in denen Menschen mit dem ganze Spektrum psychiatrischer Störungen behandelt werden. Nachvollziehbar ist der Wunsch nach einer Neuregelung der kostenintensiven Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten. Hinsichtlich der Gleichstellung mit Assistenzärzten in Weiterbildung zum Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist jedoch zu bedenken, dass die Aufgaben und Verantwortungsbereiche nicht identisch sind. Psychologen sind nicht ausgebildet für die Diagnostik und Mitbehandlung somatischer Erkrankungen, die nicht selten auch Ursache psychischer Störungen sind, ebenso wenig für die Verordnung von Medikamenten und die Beteiligung an dem Bereitschaftsdienst, der eine ärztlich-medizinische Qualifikation zur Sicherstellung der medizinischen Notfallversorgung erfordert. Es sind also vielfältige Änderungen der Organisation, der Kenntnisse bzw Verantwortlichkeit erforderlich, bevor eine Gleichstellung angemessen wäre.
Falsch ist die Behauptung in obigem Artikel, dass die psychiatrischen Kliniken die Tätigkeit der Psychologischen Psychotherapeuten in Ausbildung mit den Krankenkassen abrechnen könnten. Weder in der "alten" Abrechnung (Tagespflegesätze) noch nach "neuer" Abrechnung (Tagespauschaliertes Entgelt PEPP) ist dies möglich. Nur bei voll finanzierten Stellen erfolgt überhaupt eine Leistungsvergütung im PEPP-System, diese deckt jedoch die Kosten nicht. Darüber hinaus haben die Kliniken einen Ausbildungsaufwand durch Supervision und Anleitung der PPiA. Eine angemessene Refinanzierung des Ausbildungsaufwandes und der psychotherapeutischen Leistungen der PPiA (ggfs gestaffelt nach Ausbildungsstand, da die meisten PPiA ohne wesentliche therapeutische Kenntnisse direkt nach Abschluss des Psychologiestudiums ihre praktische Ausbildungsphase beginnen) sind weitere Voraussetzungen dafür, dass die Kliniken eine volle Vergütung zahlen können.
Sollte es bei einer Neuregelung der Psychotherapeuten-Ausbildung jedoch zu einem Verzicht auf die klinische Ausbildung kommen, würde dies zu einer deutlichen Qualitätsverschlechterung der Ausbildung führen. zum Beitrag »
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