Dienstag, 31. März 2015

Leserkommentare [12464]

[31.03.2015, 11:28:18]
Anne C. Leber 
Leserzuschrift von Michael Lumme 
Als Facharzt mit 30-jähriger Berufserfahrung und acht Jahren in der Psychiatrie Tätigem möchte ich zwei Dinge ansprechen: Erstend gibt es Meldepflichten bei Erkrankungen. Im Ernährungsbereich wie Küche müssen Krankschreibungen dem Arbeitgeber gemeldet werden. Also wäre eine Meldepflicht ohne Nennung der Diagnose bei Erkrankungen für Menschen im Personentransport(Taxi, Bus und Bahn)ebenfalls denkbar - ohne Gejammer wegen der ärztlichen Schweigepflicht.
Zweitens erzeugen Antidepressiva, neuere und ältere
Substanzen, eine innere Anspannung, die zu ungeplanten,fast wesensfremden Suiciden führen können. Es gab in den späten 80er Jahren eine große Statistik aus dem Krankenhaus Haar, dass alle Suicide (400) über einen längeren Zeitraum von stationären und gerade entlassenen Patienten ausnahmslos von Menschen durchgeführt wurden, die unter Einnahme von Antidepressiva standen. Keiner nach Neuroleptika-Einnahme. Dazu passt, dass alle Antidepressiva in ihrem "Waschzettel" diese medikamenten-induzierte Suicidgefahr nennen. Nur wollen die
Fachgesellschaften das nicht in die Leitlinien aufgenommen haben, da sie um ihr liebstes Instrumentarium fürchten.
Michael Lumme aus Breklum


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[31.03.2015, 09:51:04]
Dr. Günther Jonitz 
Multimillionär werden!! 
In der Tat. Wollen Sie gerne Multimillionär werden? Wollen Sie Ihre Chance darauf um 50% erhöhen!? Dann füllen Sie bitte statt 4 Kästchen 6 auf dem Lottoschein aus und - schwupps - haben sich Ihre Chancen drastisch erhöht.
Sorry, liebe ÄZ. Prozentangaben als Nachweis einer besseren Wirkung eines medikaments oder Verfahrens ohne Angaben, ob es sich um die absolute oder relative Risikoreduktion handelt, sind unseriös und unqualifiziert.
Nachzulesen bei Gerd Gigerenzer "Das Einmaleins der Skepsis" oder in der Patientenbroschüre der Techniker-Krankenkasse "kompetent als Patient".
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[31.03.2015, 07:54:46]
Thomas G. Sokollik 
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste 
Nein, wir dürfen jetzt nicht in blinden Aktionismus verfallen und die ethischen Grundfeste des Arztes (gilt das nicht ebenso für den Priester mit seinem Beichtgeheimnis?) über Bord werfen. Der vom Autor aufgezeigte Weg mit dem "übergesetzlichen Notstand" mag praktikabel sein, ist jedoch in sich fraglich: Die Rede ist von Gegenwärtigkeit. Und wenn eine gegenwärtige Gefahr besteht, wird - wie auch schon erwähnt - der Arzt von den Möglichkeiten des PsychKG Gebrauch machen. Ein Verbotsirrtum mag strafbefreiend sein, er schützt aber nicht vor Regress und "Gegenstigmatisierung": Der Patient verliert wo möglich seine Anstellung ... anschließend macht er öffentlich, dass der Nervenarzt XY (oder vielleicht auch nur der Hausarzt AB??) getratscht hat. Wie wird die Öffentlichkeit wohl reagieren? Und zuletzt sollten wir über die Richtigkeit der professionellen Einschätzung von einer möglichen Suizidalität nachdenken: wie häufig wurden Patienten in entsprechenden Kliniken als "nicht gefährdet" eingestuft und später dann erhängt aufgefunden?
Nein, so tragisch auch das stattgefundene Unglück auch ist, wir müssen auch weiterhin äußerst behutsam auf dem Feld des Berufsgeheimnisses agieren. Es gilt in allererster Linie das Vertrauensverhältnis Patient-Arzt zu schützen. Nur wenn konkrete Anlässe gegeben sind, sollte der Arzt handeln, letztlich zum Schutz und Wohle des Patienten ... und dadurch auch zum Schutz und Wohle dritter Unbeteiligter. zum Beitrag »
[31.03.2015, 07:43:29]
Siegfried Hauswirth 
Das Kind starb nachweislich an Masern 
Frau Harnack, ich weiß nicht, warum Sie in Zweifel ziehen, dass das Kind an Masern gestorben ist. Bitte lesen Sie den folgenden Beitrag.

http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2015/02/masern-berlin-debatte-um-impfung-nach-todesfall-jonitz.html zum Beitrag »
[31.03.2015, 03:16:38]
Dipl.-Psych. Wilfried Vogelbusch 
mangelnde Spiegelneuronen 
ob der Co-Pilot schuldig ist oder nicht: manchmal reichen schon die Phyisognomie und die Spiegelneuronen aus, um zu entscheiden, ob man jemanden alleine in einem Cockpit lassen kann. Insofern kann man spekulieren, ob nicht auch der 1. Pilot an dem Unfall mitschuldig ist wenn er das Cockpit verlässt.  zum Beitrag »
[30.03.2015, 23:25:26]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Was ist denn nun mit dieser "Zentralen Impfstelle"? 
Es gibt Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländer. Etwas salopper spricht man von der Ersten, Zweiten und Dritten Welt.

Das Bundesland Berlin scheint mit seiner infektiologischen Trägheit, Provinzialität und Verschnarchtheit eine neue Kategorie aufmachen zu wollen: Die Vierte Welt des "abwartenden Offenlassens"!

Nicht, dass wir uns lange daran gewöhnt haben, mit schönster Regelmäßigkeit Individualverkehr und ÖPNV mehrfach täglich im Berliner Verkehrsinfarkt ersticken zu sehen. Dass das Land Berlin aus seiner Schuldenkrise niemals mehr aus eigener Kraft herausfinden wird. Dass der BER-Flughafen erst zum St. Nimmerleinstag eröffnet werden kann.

Sondern auch, dass mit Fahrlässigkeit, Naivität, Nachlässigkeit und Dilettantismus an infektiologischen Herausforderungen herumgedoktert wird. Eine räumlich und zeitlich definierbare Masern-Endemie in Berlin war vorhersehbar:

Beim aktuellen Masern-Ausbruch in Berlin sind seit Oktober letzten Jahres jetzt 931 Menschen an Masern erkrankt. Dem zuständigen Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) war ein epidemiologisches Bulletin des Robert-Koch-Instituts (RKI) vorab bekannt, welches für Bosnien, Herzegowina und Serbien bereits seit 2013/2014 die höchsten innereuropäischen Neu-Erkrankungsraten an Masern (Morbilli) belegten.

Als dann primär u n g e i m p f t e Migranten bzw. Asylbewerber aus Armuts- und Schwellenländern oder politisch Verfolgte aus der europäischen Nachbarschaft wie Bosnien, Herzegowina und Serbien nicht nur der Masern-Infektion schutzlos ausgeliefert nach Berlin kamen, hat man in aller Seelenruhe zugeschaut, wie sich Neuinfektionen an Masern, Windpocken (Varizella/Zoster), Diphtherie, TBC, Röteln, Mumps, Hepatitis A und B, Meningitis etc. verbreiten.

Eine zentrale Impfstelle wollte man erst im N a c h h i n e i n implementieren, obwohl den Behörden das Kompetenzgerangel und Zuständigkeits-Wirrwarr bei der individuellen Kostenübernahme bekannt sein musste. Primär unversicherte Personen, seien sie nun Migranten, Flüchtlinge oder Asylbewerber, sind per Gesetz über die Sozialämter der Bezirke krankenversichert. Letztere müssen sich wiederum von Amts wegen um adäquate Gesundheits- und Vorsorgeleistungen kümmern, um infektiologische Großschadenereignisse wie in Berlin abzuwenden. Und genau d a r u m wollte man sich einfach n i c h t kümmern. Das Masernproblem gegenüber der WHO politisch aussitzen. Und sich gleichzeitig infektiologisch bis auf die Knochen blamieren.

Impfpräventiver Flickenteppich und Kleinstaaterei werden aber auch innerhalb der GKV und den KVen deutlich: "Wer darf wen impfen? - Welcher Facharzt darf welche Patienten impfen - und diese Impfung dann auch abrechnen? Die Masern-Epidemie hat diese alte Debatte neu befeuert. Dabei zeigt sich: Die 17 KVen gehen in dieser Frage unterschiedlich vor". Vgl. http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/vertragsarztrecht/article/880867/fachfremde-leistung-darf-impfen.html

Politik, STIKO (Ständige Impfkommission) und G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen) wirken mit konzeptionslosem Impf- und Infektionsmanagement wie gelähmt: Dass in Berlin die meisten Masern-Patienten n i c h t Kinder, sondern 18- bis 43-Jährige sind bzw. dass nicht nur dort eine Influenza-A-H3N2-Epidemie tobte, lässt auf mangelhafte Impfstoffe s e l b s t schließen. Das entlarvt die von der Impfstoff-Industrie und Lehrbüchern behauptete längerfristige bis lebenslange, immer erfolgreiche Antikörper-Protektion durch Impfungen als empirisch nicht in allen Fällen belegbares Wunschdenken.

Weit über 40 Prozent primäre Impf-Versager bestehen z. B. nach der ersten Standard-Influenza-Impfung. Nach letzten RKI-Zahlen erkranken 12 Prozent der Masern-Patienten t r o t z Impfung! Dies alles ließe sich mit einer infektionsepidemiologischen, repräsentativen Studie zur Bestimmung der spezifischen Impf-Antikörper in der Bevölkerung und deren demografische Verteilung klären. Untersuchungsansätze, die sich in der englischsprachigen Literatur vielfach finden lassen.

Vor dem Hintergrund der Masernwelle in Berlin sollte ein kostenloses Impfangebot für Flüchtlinge längst implementiert sein. Man kann nur hoffen, dass die Zentrale Impfstelle für Flüchtlinge in Berlin nicht in abstrakter Planung stecken bleibt, sondern endlich auch Realität geworden ist?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[30.03.2015, 21:23:14]
Dr. Wolfgang Bensch 
Schweigepflicht kennt auch Grenzen 
BÄK-Präsident Montgomery dazu aktuell:
"Wir können aber davon ausgehen, dass das Interesse an der Abwehr konkreter Gefahren für Leib, Leben oder Gesundheit höherwertig ist gegenüber dem Geheimhaltungsinteresse des Patienten."
Diese Situation der "Gefahrenabwehr" ist im Fall des weltweit aufsehenerregenden Absturzes des A320 von German Wings nicht mehr gegeben, allerdings dürfte das Bemühen um Aufklärung der Ursachen legitim sein. Bislang lässt sich jedenfalls nicht erkennen, dass die öffentlich bekannten Fakten einer Schweigepflichtsverletzung entstammen. zum Beitrag »
[30.03.2015, 17:26:00]
Dr. Martin Schiller 
gibts nun die Schweigepflicht oder nicht? 
Ich verstehe nicht woher nun die ganzen ärztlichen Informationen in die Öffentlichkeit kommen. Gibts nun die Schweigepflicht - auch über den Tod hinaus - oder nicht? So traurig das ist, aber vondem Co-Piloten geht sicher keine akute Gefahr mehr aus die den Bruch der Schweigepflicht rechtfertigen würde. zum Beitrag »
[30.03.2015, 17:21:40]
Helmtrud Harnack 
Helmtrud Harnack 
Die Todesfolge des Kleinkindes in Berlin wegen einer Masernerkrankung dürfte sich dahingehend nicht bestätigt haben, da das Kleinkind, ein Säugling, eine schwere Herzerkrankung hatte. Die Masernerkrankung dürfte die ursächliche Krankheit verstärkt haben. Das Prinzip Ursache und Wirkung sollte bei Infektionskrankheiten und möglichen Impfschädigungen immer beachten werden.  zum Beitrag »
[30.03.2015, 17:03:26]
Helmtrud Harnack 
Helmtrud Harnack 
Völlig richtig ist, dass Aufklärung nicht immun macht. Es ist eine Voraussetzung zur Impfbereitschaft. Leider werden Impfkritiker gleich als Impfgegner und Impfskeptiker bezeichnet. Unrichtig ist allerdings, dass die Pocken nur eine Kinderkrankheit waren. Zumindest früher hat die Pharmaindustrie im Medizinstudium die Referenten für den Impfbereich gestellt. Forschungen gab es bisher nicht und gibt es auch heute nicht. Wie wenig über Impfauswirkungen der verschiedenen Impfstoffe tatsächlich bekannt ist, lässt sich in allen Newslettern des BfArM und PEI: „Bulletin zur Arzneimittelsicherheit“ nachzulesen.
Richtig ist auch, dass keine Impfung die entsprechend tatsächliche Infektionskrankheit auslöst. Eine Impfung löst eine künstliche Infektionskrankheit aus, die noch heute gültige AHP, Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit, BMG, Grundlage bei möglichen Impfschäden, §§ 60, 61 IfSG. § 21 IfSG: Impfstoffe: Impfstoffe, die ja Mikroorganismen enthalten, dürfen verwendet werden, „welche von den Geimpften ausgeschieden und von anderen Personen aufgenommen werden können. Das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit (Artikel 23 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz) wird insoweit eingeschränkt.“ Zu beachten ist dabei auch das GG Art. 74 Nr. 19.
Die Sicherheit der Impfstoffe sind die Chargennummern. Die Wirksamkeit der Impfstoffe setzt die Bildung der Antikörper voraus, letztlich die gesicherte Erzeugung einer Allergie, die dann den Schutz gegen die geimpfte Infektionskrankheit sichern soll. Das gilt auch für moderne Impfstoffe.
Auch bei Infektionskrankheiten werden Antikörper untersucht, ob/welche Infektionskrankheit gesichert besteht. Das ist z.B. auch die Voraussetzung einer bestehenden meldepflichtigen Grippe oder zu den Hepatitis-Erkrankungen.
Die Bereitschaft zu Impfungen könnte zumindest dadurch entschärft werden, wenn bei Geimpften vor jeder Auffrischimpfung Antikörper untersucht werden, ob überhaupt oder noch ein so genannter Schutz bestünde, wobei die korrekte Definition Impfschutz seit den Pockenschutzimpfungen der Schutz der Impfung ist.
Bei Untersuchungen der Antikörper vor einer Auffrischimpfung würde sich der Verdienst auf verschiedene medizinische Bereiche verteilen, nicht nur auf die Pharmaindustrie. Zur früheren Pockenschutzimpfung ging es auch nur um finanzielle Belange der Pharmaindustrie, Bayer. Hauptstaatsarchiv. Es gäbe sicher auch weniger UAW, keine Impfdurchbrüche, wenn sie auch selten sind.
Dafür gäbe es sicher mehr Bereitschaft zu Impfungen.. Es ist sicher nicht damit getan, wenn ein Impfschaden ohne weiterer Kenntnisse nur abgewehrt wird, z.B. bei einer sonst gesunden 90-Jährigen nach einer Grippeimpfung, Kommentar zum Beitrag vom 11.03.15: Keine Lust auf den Pieks.
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