Leserkommentare [17143]

[28.03.2017, 15:28:13]
Horst Grünwoldt 
Nebelwand? 
Das Doping-Opfer Gesicht der Frau Geipel müßte doch längst begriffen haben, dass sowohl der Osten, wie auch der Westen in den 70/80er Jahren im Kampf um sportliches Prestige bedenkenlos alles daran gesetzt hat, die Siegertítel und Medaillien zu erobern!
Dabei haben vor allem Ärzte eine unrühmliche Rolle gespielt, weil sie als Vertrauensperson und verkappte "Zauberdoktoren" an den Erfolgen der Athleten als "Versuchskaninchen" teil haben wollten! So haben sie wie der Herr "Professor" Klümper -ein Spritzendoktor- experimentell den Leistungsportlern nicht nur notwendige Therapeutika verabreicht, sondern pharmakologisch unberechenbare "Klümper-Cocktails".
Somit kann Frau Geipel eigentlich nur noch davor warnen, sich irgendwelchen fragwürdigen Behandlungen und Versprechen von zwielichtigen Sportärzten, Behandlern und Betreuern unkritisch hinzugeben.
Was die "Aufarbeitung" der Doping-Opfer anbelangt, sollten die tatsächlich Geschädigten schlüssig die skrupellosen Täter -sofern noch überlebend- in Sammelklagen vor Gericht bringen. Das ist schließlich mit den höchsten SED- Führern auch geschehen!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[28.03.2017, 15:26:07]
Holger Barth 
Nicht auf diesen Strukturzuschlag bauen! 
Dem (Erweiterten) Bewertungsausschuss wäre jetzt dringend anzuraten, zunächst einmal die Urteile des Sozialgerichts Marburg vom 22. März 2017 zur offensichtlich gesetzeswidrigen Ausgestaltung des 18 Monate zuvor eingeführten "Strukturzuschlags" in aller Ruhe zu prüfen, bevor er die Vergütung der neuen Leistungen nach der neuen Psychotherapierichtlinie im Umfeld jener sicherlich auch vom Bundessozialgericht nicht zu billigenden Variablen regelt. Die Lösung einer für alle Therapeuten gleichermaßen angemessenen Vergütung ihrer zeitgebundenen Leistungen ist zwar teuer, jedoch rechtlich zwingend geboten. Darüber waren sich am Mittwoch vor dem Sozialgericht Marburg die klagenden Mitglieder der drei Verbände bvvp (RA Holger Barth), DGPT (RA Holger Schildt) und DPtV (RA Dr. Markus Plantholz) einig. Und dem ist die 11. Kammer sicherlich nicht ohne vertieftes Nachdenken gefolgt. zum Beitrag »
[28.03.2017, 10:51:42]
Paul Martin 
Fallzahlen fehlen im Versorgungsatlas 
Ein hervorragender Bericht über die katastrophale Impfquote von Schwangeren - bis auf Kreis und Landesebene. Ich vermisse allerdings eine differenzierte Quantisierung der behandlungsbedüftigen Atemwegserkrankungen - geimpfte vs. ungeimpfter Patientinnen.

Frauen während der Gravidität sind sehr besorgt wegen der Impfstoffsicherheit und zweifeln grundsätzlich Nutzen an. Diese besondere Klientel verlangt nach konkreten Zahlen dieser vermeidbaren Komplikationen und läuft mir sonst aus der Praxis. Leider kann ich diese Zahlen auch der Langversion nicht entnehmen.

Dr. Paul Martin zum Beitrag »
[28.03.2017, 09:23:16]
Rudolf Hege 
Naja... 
Nachdem nun immer mehr Stimmen vor dem leichtfertigen Einsatz von Antibiotika warnen, steht nun die nächste Mode-Verschreibung an. Wurde in der Pilotstudie eigentlich eine Kontrollgruppe verwendet? zum Beitrag »
[27.03.2017, 11:21:08]
Thomas Georg Schätzler 
"Abkürzeritis" bei der KVB (Kassenärztliche Vereinigung Bayern)  

Dass die KVB neben eigenen Landessprachen (fränkische, bayrische, inaurikulierte schwäbische und hessische Dialekte) auch eine progressive Abkürzeritis pflegt, sollte die Ärzte Zeitung nicht dazu verführen, dies als journalistischen Faux pas zu übernehmen.

MGV bedeutet "morbiditätsbedingte Gesamtvergütung" und wird von der KVB nach einer kryptischen Einleitung, die man wegen einer völlig sachfremden "Geheimhaltungsstufe" nicht kopieren darf (!) auf Seite 7 im 2. Absatz v.o. erläutert:
www.kvb.de/fileadmin/kvb/dokumente/Praxis/Infomaterial/AbrechnungHonorar/KVB-Broschuere-Erlaeuterungen-zum-HVM-2013.pdf

Entscheidender Punkt ist, dass eine MGV in allen Kliniken unbekannt ist. Krankenhäuser, deren Vergütungen seit Jahrzehnten exorbitant steigen, sehen Morbiditäts-bedingte Vergütungseinschränkungen nicht vor. Egal, wer und wie viele, wie oft und warum stationär aufgenommen werden, immer werden DRG ("diagnosis related groups")-Vergütungen bzw. vereinbarte Sonderentgelte fällig.

Vom initial von der KVB unter dem Tisch gehaltenen Neugebauer-Gutachten will ich gar nicht erst anfangen.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z.Zt. Mauterndorf/A)
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[27.03.2017, 07:12:17]
Marc Boronka 
Bericht suggeriert falsche Denkweise 
Guten Tag,

leider suggeriert der Bericht, dass Klinikärzte sich nicht adäquat in der Kodierung verhalten würden. Der im Bericht angeführte Vergleich der Anzahl der kodierten Nebendiagnosen ist dafür aber ín keinster Weise geeignet, da im Krankenhaus über allem stehende Kodierrichtlinien gelten. Diese besagen beispielsweise, dass eine Nebendiagnose zu kodieren ist, wenn eine diagnostische oder therapeutische Maßnahme dazu erfolgt ist. Für das angegebene Beispiel der Herzinsuffizienz würde das bedeuten, dass das alleinige Anfertigen eines EKGs zur Kodierung zwingt.
Die steigende Anzahl der kodierten Diagnosen im Krankenhaus indes sind auch Ausdruck einer sich verbessernden Qualität im Sinne der vollständigen Abbildung des stationären Falles, wie es die o.g. Kodierrichtlinien vorschreiben.
Daher sind die gezogenen Rückschlüsse im Bericht für mich nicht nachvollziehbar.

Dr. Marc Boronka
Krankenhaus-Medizincontroller zum Beitrag »
[24.03.2017, 12:18:02]
Remco Salomé 
Krankenversicherung - MDK - Sozialgerichtsbarkeit: Ursachen und Wirkungen 
Die etwas "aufgeregt formulierten" Kommentare der oben genannten Kollegen und natürlich der Beitrag selbst, sind sachlich nachvollziehbar. Es lohnt sich aber, die Sache etwas kühler auf den Punkt zu bringen. Ein Versuch dazu:
- Krankenkassen haben entdeckt, dass der Vorwurf "Abrechnungsbetrug" unabhängig vom Wahrheitsgehalt in der Öffentlichkeit sehr gut "funktioniert".
- Aus rein subjektiven Meinungen über die "medizinische Notwendigkeit" eines jeden Behandlungstages / Behandlungsschrittes werden "Fehler", ja sogar "Straftaten" konstruiert. Es findet eine Art "Prüfungscharade" statt. Diese dient dazu, eine nachweislich recht willkürliche Beurteilung seriös / objektiv wirken zu lassen.
- Der MDK wird durch starke Einflussnahme der Kassen (Verwaltungsrat!) in diesem Prozess gefügig gemacht. Die einzelnen Gutachter werden nach meinem Wissensstand nicht durch finanzielle Anreize beeinflusst. Wohl aber durch Kritik einer internen "Qualitätssicherung" und durch Widersprüche der Kostenträger gegen Gutachten.
- Die Sozialgerichtsbarkeit, insbesondere der erste Senat des BSG, unterstützt als "Hüter der Solidarkasse" die Bestrebungen der Kassen in extremer und teilweise rechtswidriger Form.
Das Ergebnis ist ein Teufelskreis, der die Kassen belohnt. Es wird immer mehr Geld aus dem Krankenhausbudget zweckentfremdet und als eine Art Zubrot den Kassen zugesteckt. Diese haben (dadurch?) 2016 einen Gewinn in Höhe von 1,4 Milliarden Euro gemacht. Davon können die Krankenhäuser nur träumen.
Wir brauchen ein völlig anderes Prüfsystem, das nicht die Kassen für unsittliches Prüfverhalten belohnt! Sinnvolle Vorschläge dafür gibt es schon seit Jahren. zum Beitrag »
[24.03.2017, 10:35:03]
Ilka Martina Enger 
Gut verhandelt??? 
Manche der Aussagen des Vorsitzenden der kassenärztlichen Vereinigung muss man wohl hinterfragen!

Zum Einen ist die Honorartrennung in der KV Bayern eben nicht 50/50, sondern 52,5 zu 47,5% zu Gunsten der Hausärzte. Dieses Verhältnis wurde vor etlichen Jahren so aufgestellt nach Bundeszahlen und wurde seitdem auch nicht wieder angepasst.

In der Tat ist es so, dass die Auszahlung im hausärztlichen Bereich in Bayern seit Beginn der letzten Legislatur zu 100% erfolgt und noch "ein Schnaps pro Fall draufgelegt wurde, weil der Topf der Hausärzte so gut gefüllt war und zur Zeit noch ist, dass man noch eine Strukturpauschale ausbezahlte.
Bei den Fachärzten muss man vermutlich die Lage durchaus differenzierter betrachten. Hier wurde zu Beginn der letzten Legislatur der Jahresfallwert eingeführt, der so berechnet wurde, dass das Geld für die Bezahlung des Jahresfallwertes reicht, so lange der Fallzahlanstieg in den Grenzen von 3% bleibt. Ob dieser Jahresfallwert jedoch die Leistungen zu hundert Prozent abdeckt, kann man sicher diskutieren. Auf jeden Fall ist es nach wie vor auch in Bayern so, dass ein Teil der Leistungen eben nicht bezahlt wird, die erbracht werden. Das ist in Bayern nicht anders als im Rest des Bundesgebietes was die Fachärzte angeht.
Was jedoch dazu kommt, ist die Tatsache, dass es sehr starke Verwerfungen innerhalb der Fachgruppen gibt. Wer viele Leistungen innerhalb der budgetierten mGV erbringt, hat das kürzere Hölzchen und muss um die wirtschaftliche Tragfähigkeit seiner Praxis bangen. Wem viele extrabudgetäre Leistungen und förderungswürdige Leistungen beschwert werden, der tut sich leichter mit einer gewinnbringenden fachärztlichen Tätigkeit.

Das ist es übrigens auch, was man im Neubauergutachten herauslesen kann, wenn man sich die Mühe macht, die Zahlen mal zu studieren.
Ich finde es gelinde gesagt unverantwortlich von Herrn Krombholz diese Tatsachen, die ihm wohlbekannt sind, so zu schönen.

Wenn er von Ärztemangel auf dem Land spricht, sollte er diese Tatsachen nicht verschweigen:
Mit patienten-intensiver Zuwendungsmedizin, wie sie heute notwendig wäre, gehen viele Kollegen das Risiko ein, ihre Praxis bei vollen Wartezimmern finanziell an die Wand zu fahren.
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[24.03.2017, 09:35:32]
Rudolf Hege 
Verschreibungspflicht... 
PPIs gehören (wieder) unter Verschreibungspflicht gestellt. Die Geschichte zeigt doch, dass gerade Medikamente, die schnell wirken immer missbraucht werden. Ob das Laudanum war, später Barbiturate oder Benzos - was "gut wirkt" wird schnell zur Sucht. Die Beschwerden einfach wegschlucken, ohne sich um die Ursachen Gedanken zu machen - oder gar diese anzugehen - ist nun mal bequem. Leider ist zu beobachten, dass auch Ärzte PPIs wie "Hustenguzel" verordnen - "Magenschutz" kann ja nichts Schlechtes sein... zum Beitrag »
[24.03.2017, 07:12:49]
Erich Blöchinger 
Laien können nur subjektiv urteilen 
Dem oben gesagten kann man nur zustimmen. Aber der Markt (Patienten, Medien) giert nach jeder Form von Beurteilungen. Ich finde das Bewertungsystem in der Zeitschrift FOCUS gut. zum Beitrag »
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