Mittwoch, 30. Juli 2014

Leserkommentare [10501]

[30.07.2014, 10:19:17]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Liebe KVWL, KBV und KKH 
Liebe Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und liebe Kaufmännische Krankenkasse Halle (KKH): In NRW leben rund 17,6 Millionen Einwohner. Damit ist Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste und flächenbezogen mit rund 34.100 km² das viertgrößte deutsche Bundesland. Nach grober Schätzung (Familientradition!) sind 90 Prozent GKV-Kassen-Versicherte: Das sind 15,84 Millionen Menschen.

Und dann kommt ausgerechnet die KKH mit ganzen 110.000 Versicherten im "kleinen" Westfalen-Lippe "angekleckert" und will "die Versorgung von Patienten mit kritischem Alkoholkonsum verbessern"? Das Ganze kommt zusätzlich aus der berüchtigten "Vertragswerkstatt der KBV" in Berlin? Und obendrein werden auch noch von der KVWL alle Hausärztinnen und Hausärzte
o h n e Zusatzqualifikation und Berechtigung zur „Psychosomatischen Grundversorgung“, „Suchtmedizinischen Grundversorgung“ oder Nachweis einer Schulung in „Motivational Interviewing“ a u s g e s c h l o s s e n?

Na denn, Prost Mahlzeit! Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z.Zt. Reykjavik/Iceland)
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[30.07.2014, 09:39:38]
Herbert Weisbrod-Frey 
Mehr Auszubildende in der Altenpflege 
Die Daten belegen, dass auch im Inland mehr Auszubildende gewonnen werden können. Die Steigerungsrate um mehr als 36% innerhalb von 5 Jahren ist ein ermutigendes Zeichen. Es ist sicher kein Zufall, dass in dieser Zeit mehrere Bundesländer das Schulgeld in der Altenpflege abgeschafft haben und die BA bei Umschulungsmaßnahmen zur Altenpflege wieder das dritte Ausbildungsjahr fördert. Für beides hat sich die Gewerkschaft ver.di massiv eingesetzt.
Aber es gibt kein Vertun: Wir brauchen mehr solcher Initiativen, um die Pflegeberufe attraktiver zu machen. Dazu gehört die Abschaffung des Schulgelds in allen Bundesländern, die Verbesserung in der praktischen Ausbildung durch qualifizierte Praxisanleiter und auch gute Perspektiven nach der Ausbildung. Noch immer gibt es Einrichtungen, die den frisch examinierten Altenpflegerinnen nur Teilzeitstellen anbieten. Und wir brauchen eine Bezahlung, wie in anderen Ausbildungsberufen. Vor allem private Altenpflegeeinrichtungen verweigern sich jeglicher Tarifverträge mit der Gewerkschaft. Die Tarifbindung ist dort sehr gering.
ver.di hält ein Grundeinkommen in den Pflegeberufen von mindestens 3.000 Euro für angemessen. Zudem brauchen wir Arbeitsbedingungen, die einen langen Verbleib im Beruf ermöglichen. Arbeiten bis zur Rente können sich derzeit 74 % der Altenpfleger/-innen nicht vorstellen. Das ist alarmierend.
Aber wie gesagt: Die vorliegenden Zahlen zeigen, dass durch aktives Handeln von Politik und Sozialpartnern deutlich mehr Menschen für den Altenpflegeberuf gewonnen werden können. Und das ist doch ein Signal jetzt in Bund und Ländern weitere Initiativen zu ergreifen.
Herbert Weisbrod-Frey
Bereichsleiter Gesundheitspolitik
beim ver.di Bundesvorstand zum Beitrag »
[30.07.2014, 08:59:37]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
also weg mit dem frühzeitigen "Rollator", 
weg mit Aspirin (Blutungsrisiko), dafür Vit.D-Spiegel bestimmen und ausreichend substituieren,
egal ob die rückständige DGE meckert. Eine SH-Fraktur ist häufig ein entscheidender Wendepunkt mit irreversibler Verschlechterung.
Der Mensch ist "konstruiert" zum aufrechten Gang, hierzu hat er auch die größte Muskelmasse (Stoffwechsel),
Aufgabe des aufrechten Ganges ist immer der Anfang vom Ende,
wie immer Ausnahmen eingeschlossen. zum Beitrag »
[30.07.2014, 08:48:19]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Ursache und Wirkung von "Hormonen" 
Testosteron ist bekanntlich mit der Muskelmasse korreliert,
wird diese also gezielt auftrainiert, steigt sogar der Testosteronspiegel, auch im Alter!
Das Umgekehrte, genannt Doping, funktioniert bekanntlich NICHT ohne zusätzliches Muskeltraining.
Die (künstliche) Gabe von Hormonen ist immer ein Spiel mit dem Feuer und selten medizinisch indiziert.
Auch das Östrogen (bei Frauen) hat unbestritten gesundheitlich positive Wirkung bis zur Lebensverlängerung,
was man (statistisch) nachweisen kann, wenn Frauen noch spät Kinder kriegen,
jedoch hat die postmenopausale Gabe mehr Nachteile als Vorteile. zum Beitrag »
[30.07.2014, 08:34:57]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Sehr schöne Übersicht, 
man könnte fast meinen, entspricht dem "gesunden Menschenverstand",
wobei unser Gehirn nicht nur einen gesunden Körper benötigt (Bewegung), sondern das Gehirn selbst auch aktiv benutzt werden muss, was sich wohl unter dem Wort "Bildung" versteckt.
Was nicht "benutzt" wird, verkümmert.
Deshalb sehe ich die "Rollatorgesellschaft" auch etwas nachteilig. zum Beitrag »
[30.07.2014, 07:57:13]
Dipl.-Med Wolfgang Meyer 
Ablenkungsmanöver der Verantwortlichen 
Es kann nicht sein, was nicht sein darf! Was mich nicht wundert, dass sich bestimmte Kreise jetzt gerade die Psychotherapeuten herausgreifen, um über gravierende Mängel in der Gesundheitsversorgung hinwegzutäuschen. Manche Medien machen da mit! Und Wortführer aus dem politischen Lager sowie seitens der Krankenkassenbürokratie gab es ohnehin schon immer! Die Psychotherapeuten helfen Menschen, stabiler und wehrhafter, wieder selbstbewußter zu werden, sich besser abzugrenzen, sich nicht alles gefallen zu lassen. Und dies ohne die Segnungen der pharmazeutischen Industrie, sprich ohne Psychopharmaka! Dies richtet sich natürlich gegen berechtigte Interessen bestimmter Kreise, selbst aus dem eigenen Lager! Dies tut unsere Fachgruppe
mit einer denkbar sparsamen Vergütung! Ich will sagen, wie wenig intelligent muß jemand sein, hier "Abzocke" zu unterstellen! Vielleicht haben die Wartezeiten auch damit zu tun, dass wir Psychotherapeuten auf
wirkliche Qualität bei unserer Arbeit achten und damit beherzigen, was wir auch unseren Patienten beibringen wollen! Und dazu gehört, sich nicht dem Zeitgeist zu beugen und sich gegen Zeitdruck und Überforderung
zur Wehr zu setzen! Dies sei einmal sehr deutlich allen Kontrollierern, Bürokraten und Besserwissern sowie Analysierern gesagt, die unwissend daherschwafeln und vom Leben so gut wie keine Ahnung haben oder davon nichts wissen wollen! Mensch, bin ich zornig!!! zum Beitrag »
[30.07.2014, 07:53:24]
Dr. Matthias Luy 
Schwimm-Gips 
Schon seit Jahren legen wir Gipse komplett aus Kunststoff an, mit denen man ins Wasser gehen kann, was besonders von Kindern geschätzt wird, die in der Badesaison sich das Ärmchen brechen.

gez. Dr. Matthias Luy, Chirurgische Praxis Kehl zum Beitrag »
[29.07.2014, 23:48:42]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Die PACE-Studie: Ein dümmlich-irreführendes Akronym, aber nichts dahinter! 
Bei den Fachinformationen zu Paracetamol 500 mg steht unter 4.1 Anwendungsgebiete
– leichte bis mäßig starke Schmerzen
– Fieber.

Bei den Fachinformationen zu Ibuprofen 400 steht unter 4.1 Anwendungsgebiete
Symptomatische Behandlung von Schmerz und Entzündung bei:
– akuten Arthritiden (einschließlich Gichtanfall)
– chronischen Arthritiden, insbesondere bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis)
– Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) und anderen entzündlich-rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen
– Reizzuständen bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen
(Arthrosen und Spondylarthrosen)
– entzündlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen
– schmerzhaften Schwellungen und Entzündungen nach Verletzungen.

Wie es bei dieser Ausgangslage in Deutschland zur "Nationalen VersorgungsLeitlinie Kreuzschmerz" kommen konnte, in der "bei leichtem bis moderatem akutem nichtspezifischem Kreuzschmerz ein Behandlungsversuch mit Paracetamol bis zu einer maximalen Tagesdosis von 3 g" empfohlen wird, bleibt unerfindlich. Es ist gerade n i c h t "Medikament der ersten Wahl bei harmlosen akuten Rückenschmerzen", wie sich die Deutsche Schmerzliga auch noch zusammengereimt hat.

Die PACE-Studie hat mit Paracetamol das falsche Medikament gewählt. Und auch ein Placebo gegen "Doktor, ich hab' Rücken", wie es im Ruhrgebiet so treffend heißt, ist genauso wenig wirksam wie unwirksam. Insbesondere wenn alle Studienteilnehmer außer der Medikation Empfehlungen erhalten, die Beweglichkeit auch mit n i c h t medikamentösen Maßnahmen wieder zu erlangen. Dem eindeutigen Kommentar von Peter Leiner kann man nur zustimmen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z.Zt. Reykjavik/Iceland)

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[29.07.2014, 23:21:48]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Falsche Studie am falschen Objekt: Falsche Schlussfolgerungen! 
Bei den Fachinformation zu Paracetamol steht unter 4.1 Anwendungsgebiete
– leichte bis mäßig starke Schmerzen
– Fieber.

Es ist also n i c h t "Medikament der ersten Wahl bei harmlosen akuten Rückenschmerzen", wie sich die Deutsche Schmerzliga zusammengereimt hat. Und auch die PACE-Studie hat mit Paracetamol das falsche Medikament gewählt.

Ebenso ist ein Placebo gegen "Doktor, ich hab' Rücken" wie es im Ruhrgebiet so treffend heißt, genauso wenig wirksam oder unwirksam. Insbesondere wenn alle Studienteilnehmer außer der Medikation Empfehlungen erhalten, die Beweglichkeit auch nicht medikamentös wieder zu erlangen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z.Zt. Reykjavik/Iceland)
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[29.07.2014, 22:54:08]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Lange Leitung? 
Wenn man genau hinschaut, hat Ihre Antwort, Herr Steffen Jurisch, über ein Jahr vom 12. 7. 2013 bis 29. 7. 2014 gedauert. Wann hatten Sie denn in Ihrer Heilpraktiker-Praxis das letzte Mal "notfall- und intensivmedizinische Entscheidungskonflikte bzw. psychiatrische Extremsituationen" zu bewältigen?

Und mit dem "Fall Mollath", wie Sie es zu formulieren pflegen, haben weder Sie noch ich jemals etwas zu tun gehabt. Auch kennen Sie "chemotherapeutische Mass(ß)nahmen bei Minderjährigen" allenfalls vom Hörensagen: Die Fälle, wo das Sorgerecht der Eltern durch r i c h t e r l i c h e n Beschluss aufgehoben werden musste, um bei einer vital bedrohlichen Tumorerkrankung medizinisch abgewogene Maßnahmen zum Schutz des Kindes gegen völlig uneinsichtige Eltern durchzusetzen, lassen sich an einer Hand abzählen. Die absolut überwiegende Mehrheit der Eltern handelt verantwortungsvoll im Sinne ihres Kindes. Es bleibt unerfindlich, was aus Heilpraktiker-Sicht dagegen spräche?

Eine wie auch immer geartete "Ernährungspflicht" gibt es nicht. Die Folgen dieser grundgesetzlich garantierten Freiheit müssen Ärzte und sicher auch manche Heilpraktiker ausbaden, wenn sie zu vernünftigen Lebensstilen raten wollen.

Sie unterliegen übrigens einem folgenschweren Irrtum: Kein Arzt in Deutschland vermag, "eine Zwangsbehandlung anzuordnen". Dies kann nur durch einen ordentlichen Gerichtsbeschluss und ggf. durch ein richterliches Eilverfahren bei 'Gefahr im Verzug' geschehen.

Was nun wirklich nervt, ist Ihre Meinung zum ärztlichen Misserfolg: "Dann sollte ihm eine empfindliche Strafe treffen" schreiben Sie wörtlich. Aber das muss man ja auch bei Ihrem Satz "dass Heilpraktiker keine Ahnung von nichts haben" überdenken.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z.Zt. Reykjavik/Iceland)
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