Leserkommentare [16090]

[30.08.2016, 14:41:49]
Erik Luyckx 
Titelmissbrauch durch dritten 
Bei promovierte Ärzte aus Belgien wird´s noch schlimmer. Die schreiben zurecht Dr. aber in Deutschland ohne "med". In Belgien schreiben sie dagegen auch "Dr.med."
KV,Ärztekammer und Kollegen betiteln belgische Kollegen spontan mit Dr.med.
Da kommt eine Menge Schreibkram auf belgische promovierte Ärzte zu die in Deutschland tätig sind ! zum Beitrag »
[30.08.2016, 14:30:44]
Wolfgang P. Bayerl 
wird aber auch langsam Zeit für die GKV 
bei all den Sparappellen für Ärzte. zum Beitrag »
[30.08.2016, 14:28:05]
Wolfgang P. Bayerl 
rechtsventrikulären Ausflusstrakt (RVOT)  
bedeutet eine Thorakotomie, nicht gerade ein kleiner Eingriff,
verglichen mit so einer oberflächliche Schrittmacherbatterie-Implantation :-) zum Beitrag »
[30.08.2016, 14:14:17]
Anne C. Leber 
Leserzuschrift von Dr. Ludger Barthelmes 
Sorge britischer Ärzteverbände um Ärzte-Exodus berechtigt

Die Sorge britischer Ärzteverbände um einen Exodus europäischer Ärzte aus Großbritannien ist berechtigt. Bestimmte Fachgebiete (Anästhesie, Radiologie, Pathologie) sind chronisch unterversorgt. Ob ein Massenexodus eintritt, ist schwer vorauszusehen.

Der Verlust individueller Fachärzte würde in bestimmten Regionen und Krankenhäusern Versorgungsengpässe verschlimmern oder auslösen, für den es keinen Ersatz gäbe. Arbeitsbedingungen und Besoldung für Ärzte in Großbritannien sind möglicherweise besser. Steuerlich sind Familien im Vergleich zu Deutschland benachteiligt. Die Qualität der Schulausbildung ist fraglich. Falls Kinder in Großbritannien zur Universität gehen, sind massive familiäre finanzielle Einbussen durch neuerlich eingeführte Studiengebühren (~ 110000 Euros pro Jahr) unumgänglich, die mögliche Besoldungsvorteile des britischen Gesundheitssystems für Ärzte bei weitem nicht ausgleichen. Massive Finanzierungslücken im Gesundheitssystem führen zu Versuchen, durch Anhebung von Parkplatzgebühren oder Kürzungen von Fort- und Weiterbildungsbudgets ausgeglichen zu werden mit entsprechendem Unmut, der von der Höhe der finanziellen Verluste unabhängig ist.

Politiker, wenn direkt befragt über Aufenthalts- und Arbeitsberechtigungsgarantien von EU-Bürgern und deren Familienangehörigen, halten sich bewusst bedeckt, um im Poker über
Aufenthalts- und Arbeitsgarantien von Briten, die in der EU leben, nicht vorzeitig eine Trumpfkarte zu verlieren.

Die Sorge britischer Ärzteverbände, dass Brexit 'the nail in the coffin' ('Zünglein an der Waage') für EU Ärzte ist, Großbritannien zu verlassen, ist leicht nachvollziehbar und berechtigt.

Dr. med. Ludger Barthelmes
Leitender Arzt
Abteilung fuer Senologie
North Cumbria University Hospitals NHS Trust Carlisle Grossbritannien


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[30.08.2016, 13:25:32]
Anne C. Leber 
Statement von Prof. Dr. Harald Mau 
Im Streit um die Niederlassungsfreiheit in der Hauptstadt hat sich der Ehrenvorsitzende der Landesgruppe Berlin/Brandenburg des NAV-Virchow-Bundes und ehemalige Dekan der Charité Prof. Dr. Harald Mau zu Wort gemeldet. Gesundheitssenator Mario Czaja hatte der Ärzteschaft vorgeworfen, sie versuche rückwärtsgewandt ihre Besitzstände zu verteidigen. Dies erstaune ihn „angesichts des Erbes Rudolf Virchows“. Zu Unrecht, wie Prof. Mau nun richtigstellt:

Der Senator irrt und niemand wundert sich

Der Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja ist erstaunt darüber, dass seine Planspielchen mit den Arztsitzen nicht den Beifall der Vertragsärzte finden und meint, dass gerade die unter dem Namen Virchows, nämlich im NAV-Virchow-Bund berufspolitisch organisierten Kollegen verpflichtet seien, seine Bemühungen zu unterstützen. Hier irrt der Senator. Sein Ziel, dass Ärzte dort sein sollen, wo sie gebraucht werden, wird uneingeschränkt unterstützt. Nur die Art und Weise, wie dieses Ziel erreicht werden soll, macht schon nachdenklich und ist denen, die unter Virchows Namen angetreten sind, ziemlich zuwider.

Der Virchow-Bund wurde gegründet, weil Ärzte von staatlicher Bevormundung, Gängelei und standespolitischer Rechtlosigkeit die Nase voll hatten und ihre Rechte im Sinne Virchows selbst wahrnehmen wollten.

Ich halte auf mein Recht, und darum erkenne ich auch das Recht der anderen an. Das ist mein Standpunkt im Leben, in der Politik in der Wissenschaft (1).

Seit seiner schlesischen Typhusreise unterschied Virchow, übernommen von seinem Freund Salomon Neumann, zwischen „künstlichen“ und „natürlichen“ Krankheiten, ausgehend von der sozialen Bedingtheit der damaligen Seuchen. Die heutige Mangel- und Fehlverteilung von Ärzten wäre in seinen Augen mit Sicherheit eine künstliche Krankheit, ein künstliches gesellschaftliches Leiden, denn weder Seuchen noch Naturkatastrophen noch Bevölkerungsexplosionen sind die Ursachen, sondern anhaltende falsche Anreize und dilettantischer Dirigismus. Gehorsam gegenüber der Obrigkeit gehört nicht zum Virchow‘schen Erbgut. Auch die Erkenntnis, dass die ärztliche Profession immer eine soziale Dimension hat, war eher aus Protest und Zorn über das Versagen der Obrigkeit als durch Staatsbürgerpflicht induziert. Im Revolutionsjahr 1848 schrieb er

Das Gesetz half nichts, denn es war nur beschriebenes Papier; die Beamten halfen nichts, denn das Resultat ihrer Thätigkeit war wiederum nur beschriebenes Papier. Der ganze Staat war allmählich ein papierner, ein großes Kartenhaus geworden, und als das Volk daran rührte, fielen die Karten in buntem Gewirr durcheinander (2).

Virchow war liberal und national, fortschrittlich. Er zählte zu den Gründern der Fortschrittspartei. Aber niemals war er opportunistisch. Auch wenn sich im Preußischen Landtag mehr als 400 Abgeordnete Bismarck beugten, gehörte er zu den 75, die gegen Bismarck und die von ihm veranlasste Rechtsverletzung stimmten. Der Mangel an Begeisterung für die Czaja‘schen Letter of Intent und ihren Folgen hat nichts mit Besitzstandverteidigung und Rückwärtswendung zu tun, sondern mit unserer besonderen Verantwortung für unsere Patienten. Siehe oben!

Prof. Dr. Harald Mau
Ehem. Dekan der Charité
Mitbegründer des „Rudolf-Virchow-Bundes“
Ehrenvorsitzender des NAV-Virchow-Bundes, Landesgruppe Berlin-Brandenburg

(1) Virchow, R. Cellular-Pathologie. In: Arch. Path. Anat. Physiol. klin. Med. 8(1855),3-39, hier S.19
(2) Virchow, R. Gesammelte Abhandlungen aus dem Gebiet der öffentlichen Medicin und der Seuchenlehre, Bd.1 Berlin 1879 S.321


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[30.08.2016, 11:17:31]
Jürgen Henschel 
Btrotbacken 
Es muß wohl Gärzeit heißen.
Freundliche Grüße
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[30.08.2016, 08:06:02]
Wolfgang P. Bayerl 
Ein Gesundheitsminister sollte kein Jurist sein 
sondern ein Mediziner,
oder kann sich jemand einen Arzt als Justitzminister vorstellen? zum Beitrag »
[30.08.2016, 08:02:51]
Wolfgang P. Bayerl 
nur in Deutschland möglich 
Im Ausland (USA, Österreich) überwiegend Berufsbezeichnung nach med. Staatsexamen ohne spezielle Dissertation.
Ich vermute mal das ist so etwas wie ein Neidkomplex deutscher Juristen speziell gegen Ärzte.
Gleichzeitig die wirklich haarstreubende Zulassung medizinischer Tätigkeit durch nicht-Ärzte.
Die dürfen Cortison spritzen, Blinddarm operieren und Krebs behandeln.
Das passt nun wirklich nicht zusammen.

Deutsche Juristen sollten sich schämen. zum Beitrag »
[30.08.2016, 07:53:21]
Carsten Windt 
Neue Chancen für den Arbeitsmarkt 
Die Folgen von Ambrosia sind bekannt. Die damit verbundenen Kosten auch.
Wenn ein Teil dieses Geldes vorher vom Gesundheitssystem übernommen wird (hier über den Gesundheitsfond) könnten gezielt Leute angestellt werden Ambrosia zu finden und zu vernichten. zum Beitrag »
[29.08.2016, 20:13:47]
Wolfgang P. Bayerl 
"... wohl nicht allein auf häufigeres Koloskopieren zurückzuführen" 
stammt sicher nicht aus Kopenhagen,
sondern eher von dieser genialen arztfreundlichen internationalen Bertelsmann-Stiftung. zum Beitrag »
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