Montag, 30. März 2015

Leserkommentare [12446]

[30.03.2015, 10:51:25]
Dr. Henning Fischer 
Montgomery als verdi-Chef 
das wäre sicher nicht gut für seine Gesundheit

Aber Ärzte sind ja dumm und fromm wie Lämmer. Die warten auch noch mal 20 Jahre.
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[30.03.2015, 08:45:30]
Dr. Hans-Jürgen Schrörs 
Der Schwerpunkt der Aufklärung sollte bei den Skeptikern liegen 
Impfgegner machen bei uns ca. 1-3% aus. Diese zu überzeugen ist praktisch nicht möglich auch nicht mit wissenschaftlichen Argumenten. Die zitierte Studie hat gezeigt, dass es Unbehagen verursacht, wenn man eine langgehegte Ansicht aufgeben soll. Sie erklärt auch die Beobachtung, dass sich Impfgegner einer Impfung noch intensiver verweigern, wenn sie ihre Argumente verlieren. Die Ablehnung ganz aufzugeben, bedeutet nämlich, einen lange verteidigten Fehler mit potenziell gravierenden Folgen für sich und die eigenen Kinder einzugestehen. Das schmerzt,außer man behält die Meinung trotz widerlegter Argumente bei. Sich bekehren zu lassen bedeutet nämlich, dass man zugeben muss, in der Vergangenheit einen Fehler gemacht zu haben. Bei Impfverweigerung kann das gravierende Folgen haben, die man seiner Umgebung und seinen Kindern gegenüber begründen muss. Deswegen, wie auch in vielen anderen Bereichen des Zusammenlebens, beharrt man lieber auf seiner Meinung, um nicht das Gesicht zu verlieren.
Aber viel wichtiger ist es, die Impfskeptiker zu beraten. Diese Gruppe ist aufnahmebereit und ist 20 – 40% sehr groß. Gefragt ist hier in erster Linie der Hausarzt und sein Team. Hier muss sich das Präventionsbewusstsein durchsetzen, was leider häufig nicht der Fall ist, wie zahlreiche Studien und Zahlen der KV-en belegen.
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[30.03.2015, 07:54:55]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Quellenangabe der Debatte auf SpringerMedizinOnline 
http://www.springermedizin.de/eingefleischten-impfskeptikern-helfen-keine-infos/5564876.html zum Beitrag »
[30.03.2015, 07:52:18]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Mit "hartgesottenen Impfgegnern" ist es wie mit eingefleischten Vegetariern/Veganern... 
Sie sind in der Regel beratungsresistent und rationalen Informationsmaterialien nicht zugänglich. Ihr Werte- und Beurteilungssystem ist von naivem Empirismus geprägt. Im öffentlichen Diskurs herrscht emotionale Personalisierung vor. Wie ich selbst in Debatten erlebe, werden 90-Jährige zitiert, die ganz sicher als UAW (unerwünschte Arzneimittelwirkung) nach der Grippe-Impfung verstorben sind. Andere denkbare Todesursachen werden kategorisch ausgeschlossen. Ein Impfschaden gilt dann als belegt, wenn eine offizielle Untersuchung genau das Gegenteil verifiziert hat und eine UAW ausschließen konnte. Infektionsrisiken z. B. bei Masern werden verniedlicht, weil doch mehr Menschen im Straßenverkehr oder an Influenza A+B sterben würden, usw. usf. Ich stimme dem Kommentar von Prof. Dr. med. H. Holzgreve ohne Einschränkung zu: "Korrekturversuche können ineffektiv oder sogar kontraproduktiv sein." Man kann nur Vertrauen aufbauen, immer wieder beratend unterstützen und die Selbst- bzw. Fremdwahrnehmung schärfen. Spätestens wenn Veganer krank und mit Mangelerscheinungen zu Laboruntersuchungen kommen, sollte man die Ursachen ansprechen. Bei präventiven Schutzimpfungen ist es dann leider häufig zu spät. Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[29.03.2015, 19:41:24]
Dr. Horst Grünwoldt 
Flugangst 
Da uns die Flügel fehlen, dürfte es für uns Erdbewohner eigentlich normal sein, gemischte Gefühle -auch Ängste oder Sorgen- beim Besteigen der fliegenden Metall-Röhre zu empfinden. Zumal in der Umgebung von mehreren hundert Mitfliegern auf engstem Raum.
Für Menschen, die ein Minimum an Grundkenntnissen über die Technik des maschinellen Fliegens und der Aerodynamik haben, sind die gewiß wesentlich geringer und rationaler.
Letztlich bleibt die Ausgeliefertheit -wie beim Arzt/ Patienten-Verhältnis- auch spychisch bestehen.
Da unsere Jets der großen Airlines i.d.Regel gut gewartet werden und -wie der Name sagt- Linie in bestimmten Lufthorizonten auf streng reglementierten Luftverkehrs-Straßen geflogen wird, gehört das Fliegen zu den sichersten Fortbewegungsarten.
Mein wirkungsvollstes Rezept zur Überwindung einer unbegründeten Flugangst ist, sich einmal in die Obhut eines erfahrenen Segelfliegers zu begeben; mit dem zusammen kann man wunderbar die Erfahrung machen, daß die Luft tatsächlich mit ihren Auftriebs-Kräften trägt.
Was bleibt ist auch hier das immer wieder mulmige Gefühl bei einer rumpeligen Landung. Denn runter kommen bekanntlich alle immer wieder. Fragt sich nur wie; und da gibt es beim Piloten schon Klassen-Unterschiede im manuellen Steuern und Aufsetzen.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock
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[29.03.2015, 19:15:17]
Dr. Horst Grünwoldt 
Tierische Beißwunden 
Für den bißgefährdeten Veterinärmediziner ist klar, daß Hundebisse und solche von anderen Caniden i.d.R. Rißwunden darstellen. Bei denen genügt meistens eine Hautdesinfektion im Verletzungsbereich mit einem org. Jodophore-Präparat, und danach die kosmetische Behandlung.
Wie der Tierarzt auch, sollte der gewissenhafte Allgemeinarzt oder Chirurg bez. der Tollwutgefahr nach Möglichkeit die Expositions-Anamnese mit dem Hundehalter -als "Schadensverursacher" in der Haftung- abklären.
Werden Kinder/Heranwachsende im Kopfbereich durch Hundebiß verletzt, so müssen natürlich auch die ästhetischen Langzeit-Folgen -wie mitwachsende und verunstaltende Narbenbildung- berücksichtigt werden.
Da sollte kein Arzt mehr mit "mehreren Stichen" nähen, sondern mit chirurgischen Klebstoffen die Wundränder auf der zarten Haut nach der mikrobiellen Dekontamination verschließen.
Nadelstichartige Bisswunden werden aufgrund der Beißwerks-Beschaffenheit i.d.R. nur von Katzen verursacht. Deshalb ist
bei denen eine lokale Antibiose dringend zu empfehlen, um den hämolysierenden Streptokokken nicht die phlegmonöse Ausbreitung in der Subcutis zu ermöglichen.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[29.03.2015, 18:52:22]
Dr. Horst Grünwoldt 
Impfschutz 
Lag es wirklich an den Impflücken der einheimischen Berliner, daß die Masern-Epidemie aus dem Flüchtlingslager "um sich griff"? Oder war es vielmehr die hohe Zahl der Nicht-Geimpften unter den unkontrolliert Zugewanderten aus fernen Ländern, die erst den Seuchenherd "Flüchtlingslager" zum "Aufblühen" und "Ausbrechen" brachte?
Jedenfalls sollten jetzt unsere Gesundheitspolitiker die Lehren daraus ziehen, daß mit den Migranten auch diverse Infektions-Krankheiten einwandern können.
Da sollten doch Eingangstests und Untersuchungen verschiedenster Art selbstverständlich obligat sein, um die Flüchtlinge untereinander und unsere Bevölkerung auch vor ansteckenden Krankheiten zu schützen.
Was geschieht tatsächlich auf diesem Gebiet der Infektions-Prophylaxe?
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt,Rostock zum Beitrag »
[29.03.2015, 18:37:18]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Postinfarktpatienten: Chancen und Risiken der dualen Plättchenhemmung bei PEGASUS-TIMI-54? 
Die Empfehlung von Prof. Dr. Marc Sabatine: "Die langfristige duale Plättchenhemmung mit niedrig dosiertem ASS und Ticagrelor sollte bei den geeigneten Patienten nach einem Infarkt in Erwägung gezogen werden", kann nicht isoliert stehen bleiben. Denn zumindest in Dänemark und in Deutschland ist die Gefahr groß, dass Patienten nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) entweder als OTC-Präparate frei in den Apotheken besorgen oder von Orthopäden bzw. Hausärzten verordnet bekommen.

Nach einer Studie aus Dänemark nehmen Blutungskomplikationen und thromboembolische Ereignisse zu, wenn Infarktpatienten zusätzlich zu der antithrombotischen Therapie NSAR einnehmen:
„Association of NSAID Use With Risk of Bleeding and Cardiovascular Events in Patients Receiving Antithrombotic Therapy After Myocardial Infarction“ von A.-M. Schjerning Olsen et al. von der Universität Hellerup (DK) beschreibt bei 61.971 Patienten, die einen ersten Infarkt überlebt hatten, in einer mittleren Beobachtungsdauer von 3,5 Jahren, dass jeder dritte Studienteilnehmer (33,8 Prozent) gleichzeitig zur antithrombotischen Therapie ein NSAR verschrieben bekommen hat.

Besonders hohe kardiovaskuläre Risiken bewirkt das in Deutschland unkritisch besonders gerne orthopädisch eingesetzte Diclofenac 50 bis 100 mg. Unding bleibt, dass ausgerechnet Diclofenac rezeptfrei und seriell in mehreren Apotheken ü b e r die bereits rezeptpflichtige Menge hinaus erworben werden kann, wohingegen Paracetamol (z. B. ben-u-ron®) Blutungs- und Thrombose-neutral weitaus besser einzusetzen wäre.

Doch damit nicht genug: Bei NSAR-Einnahme, unabhängig ob selektive oder nicht selektive COX-2-Hemmer, verdoppelt sich das Blutungsrisiko im Vergleich zu Patienten ohne NSAR (Hazard Ratio, HR: 2,02). Auch bei nur kurzer Verwendung treten Blutungskomplikationen mit Klinikeinweisung häufiger auf. In den ersten drei Tagen war die Blutungsgefahr verdreifacht (HR: 3,37). Besonders nachteilig waren die Kombinationen von NSAR mit ASS p l u s Clopidogrel bzw. die Gabe anderer Antikoagulanzien oder des Plättchenhemmers Ticagrelor u n d ASS. Im sekundären Endpunkt, bestehend aus kardiovaskulärem Tod, erneutem nicht tödlichem Herzinfarkt, ischämischem Schlaganfall, TIA oder arterieller Embolie, spiegelt sich ein negativer Einfluss der NSAR-Gabe wider. Die Inzidenz dieser thromboembolischen Komplikationen erhöht sich um bis zu 40 Prozent.

Vielleicht ist das der Grund, weshalb der Autor des im NEJM veröffentlichten Editorials zur Studie des PEGASUS-Teams um Dr. Marc P. Bonaca et al., Prof. Dr. John F. Keaney Jr. schreibt:
„Postinfarktpatienten mit einem geringeren ischämischen Risiko oder solche mit einem höheren Blutungsrisiko werden wahrscheinlich keinen so großen Netto-Benefit erzielen wie die Teilnehmer der PEGASUS-Studie“... "Als Konsequenz sind damit wohl auch nicht alle Postinfarktpatienten Kandidaten für eine Langzeit-Behandlung mit Ticagrelor" (Prof. Dr. John F. Keaney Jr.). Die duale Plättchenhemmung mit Ticagrelor u n d ASS bleibt problematisch.

Offen bleibt die Frage: Wie können eigentlich Blutungskomplikationen u n d thromboembolische Ereignisse gleichzeitig zunehmen, wenn Infarktpatienten zusätzlich zur antithrombotischen Therapie NSAR einnehmen?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Quelle:
Association of NSAID Use With Risk of Bleeding and Cardiovascular Events in Patients Receiving Antithrombotic Therapy After Myocardial Infarction von A.-M. Schjerning Olsen et al. JAMA. 2015;313(8):805-814. doi:10.1001/jama.2015.0809.
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[28.03.2015, 06:35:22]
Christine Noack 
Krankschreibung online 
Das vier-Augen-Prinzip ist notwendig, wenn nicht schon überfällig.
Können Krankschreibungen im Zeitalter der High-Tech in Berufen der öfentlichen Verkehrsmittel und sonstigen Berufen, in denen Menschen schwerwiegende Verantwortung für Mitmenschen tragen, nicht online-direkt an die Arbeitgeber geleitet werden, aufgrund der Ärztlichen Schweigepflicht natürlich ohne Diagnose? NAme, Code, ID-Nummer, o.ä. könnten diese Arbeitnehmer in den Belegplänen rot erscheinen lassen...es gibt heutzutage eine so grosse Datenverarbeitungsmöglichkeit und Datenverknüpfung.... zum Beitrag »
[27.03.2015, 20:17:26]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
aber ich kann auch den Co-Piloten NICHT verstehen 
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