Freitag, 31. Oktober 2014

Leserkommentare [11193]

[31.10.2014, 12:45:40]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Innere Medizin beugt sich dem Zeitgeist? 
Eine Tagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) nach dem Motto "Vorbeugen oder Behandeln - Wohin geht die Innere Medizin?" auszurichten, ist eher eine "Vo(e)rbeugung" vor dem bildungs- und sozialpolitischen Zeitgeist bzw. eine inadäquate Behandlung der Medizin-bildungsfernen Schichten in Medien, Politik und Öffentlichkeit.

Statt einer Rückbesinnung auf das eigentliche "Kerngeschäft" der Inneren Medizin mit Anamnese, Untersuchung, Differenzial-Diagnose, Beratung und multidimensionaler Therapie, was bei über 35.000 verschiedenen Krankheitsentitäten verständlicherweise fehleranfällig ist bzw. manchmal uns Medizinerinnen und Medizinern mehr als schwer fällt, verfällt die DGIM in einen infantil-regressiven Sprachduktus: "Vorbeugen oder Behandeln - Wohin geht die Innere Medizin?" bedeutet in seiner antipodischen Formulierung ein unauflösbaren Widerspruch - tut man das Eine, muss man das Andere lassen et vice versa.

"Vorbeugen U N D Behandeln" muss es dagegen heißen! Und was nützt die beste Prävention, wenn Medien und Öffentlichkeit sich nach dem Motto "only bad news are good news" über Terminproblematik, Ärztemangel, Fehldiagnosen, "Kunst"- und Behandlungsfehler, Planungs- und Organisationsmängel, medizinische Hygiene- und Managementfehler ereifern, weil die einfachsten Dinge in der Inneren Medizin wegen Ausbildungsmängeln, Autoritäts-, Labor- und Medizintechnik-Hörigkeit nicht mehr beherrscht werden.

Das Motto "Turnschuhe verordnen statt Tabletten" spiegelt die Schieflage der Arzt-Patienten-Kommunikation perfekt wieder: Die Turnschuhe müssen n i c h t verordnet, sondern a n g e z o g e n werden. Und zwar von allen Beteiligten! Fitness-Studios und "Mucki"-Buden in allen Krankenhäusern, um übergewichtigen kardio-pulmonal erkrankten Patienten ebenso wie adipösen Klinikmitarbeitern wenigstens z e i g e n zu können, wie das geht. Aktivierung der e i g e n e n skelettal-muskulären Ressourcen mit Lebensstil-Veränderungen (Verringerung sitzender Arbeits- und Freizeitgewohnheiten, Reduzierung passiven Medienkonsums und Kommunikationsverhaltens, Steigerung der körperlich-mental und kulturell-reflexiv interagierenden Aktivitäten etc.).

Aber selbst maximale körperliche Aktivitäten und optimal gesundheitsbewusste Lebensführung können a l l e möglichen Krankheitsentitäten, Alterungsprozesse, psychophysischen Degenerationen, Unfälle, Traumata bzw. das "Recht" auf unvernünftiges, gesundheitsschädlich-krankheitsförderndes Verhalten n i c h t aufheben. Geburt, Leben, Sterben, Vergänglichkeit u n d Krankheit, Dysfunktion, Siechtum, Tod bleiben wie eine Legierung untrennbar miteinander verbunden und verschmolzen. D a r ü b e r lohnt es sich, bei Fortbildungskongressen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) zu reflektieren.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[31.10.2014, 09:17:53]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
der gelernte Maschinenschlosser aus NRW 
wird das schon richten zum Beitrag »
[31.10.2014, 09:14:51]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Der Wunsch und die gesetzliche Pflicht der "Anwender" (Ärzte) 
ist auch der Datenschutz gegenüber Nichtmedizinern.
Daran hapert es im Zeitalter von NSA etc. zum Beitrag »
[31.10.2014, 09:01:43]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Falsche Priorität! Auch der dollarorientierte Amerikaner weis: 
En Dollar (ärztliche) Therapie spart 5 Dollar Pflege,
eine Binsenweisheit!
Verweigert man einem alten Mensch z.B. ein künstliches Hüftgelenk,
das wünschen ja heute viele, wird er pflegebedürftig,
er benötigt z.B. "Essen auf Rädern", bekommt kaum noch sozialen Kontakt (seelischer Abbau),
bewegt sich weniger, was nicht nur den Muskel schwächt sondern auch das Herz-Kreislaufsystem.
Das erhöht wieder das Risiko auf Apoplex etc. Noch mehr Pflege, noch billiger?
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[31.10.2014, 08:51:52]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Preisträger Michael Peuser, es ist leider genau umgekehrt! 
Die "Darmflora" der Mutter ist bei der Geburt ein Krankheitsrisiko für das Baby, Pädiater haben das schon früh mit z.B. mit Mutaflor behandelt. Solange das Baby nur mit Muttermilch ernährt wird, stinkt der Stuhl NICHT. Fragen Sie eine Mutter! Das ist also eine völlig andere Darmflora!
Die Nachteile der Kaiserschnittes werden mit mangelnden Geburtsstress (Kortisonausschüttung) des Säuglings begründet, der dann weniger schreit und ATMET. Daher müssen diese Babies häufiger künstlich beatmet werden. In Brasilien gibt es erstaunlicherweise mehr Kaiserschnitte als in Deutschland.
Also keine Märchen erzählen.
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[31.10.2014, 07:36:52]
Dr. Dieter Löhmann 
DMH in der DDR 
Ich darf daran erinnern, dass etwa zur gleichen Zeit in Magdeburg von Prof. Dr. Werner Lembcke die Anaesthesie als Fachrichtung und die "Dringliche Medizinische Hilfe " erstmalig in der damaligen DDR vorbildlich installierte. Er war Chef der Chirurgie de Medizinischen Akademie mit vielen Kontakten zu führenden Anaesthesisten in den USA und brachte von dort zahlreiche diesbezügliche Anregungen mit. Ihm zur Seite stand dann der Anaesthesist Prof. Dr. Roese.  zum Beitrag »
[30.10.2014, 17:25:27]
Dr. Günter Braun 
Kompetenzzuwachs des GBA 
Die Kritik von Herrn Wasem an der Gestaltung des Innovationsfonds kann ich nicht teilen. Die geplante Verantwortung des GBA für die Vergabe von Mitteln aus dem Innovationsfonds halte ich für die bestmögliche Lösung. Bekanntlich entscheidet der GBA weitgehend unabhängig von Gruppeninteressen und ist fachlich hoch kompetent.

Ziel des §140a SGBV ist die Förderung innovativer Versorgungsformen außerhalb des Kollektivvertrags. Durch die Verantwortung des GBA können die Mittel des Innovationsfonds wesentlich zielgenauer vergeben werden, als dies etwa bei der Anschubfinanzierung der Integrierten Versorgung in den Jahren 2004 - 2007 der Fall war.

Dr. Günter Braun zum Beitrag »
[30.10.2014, 12:39:36]
Michael Peuser 
Der Starter für eine gesunde Darmflora 
Jedes Säugetier, genau wie der Mensch, bekommt bei der natürlichen Geburt, vom Muttertier bzw. von der Mutter eine Minimenge vom Stuhl als Starter zu Bildung der gesunden Darmflora an den Darmausgang übertragen. Einige Milligramm genügen. Leider vergessen die Chirurgen bei der Geburt per Kaiserschnitt, diese kleine Menge dem Neugeborenen zu übertragen. Durch das Fehlen dieses Starters entstehen viele Krankheiten, sogar sehr schwere bis hin zu Autismus. Fast alle Autisten sind per Kaiserschnitt zur Welt gekommen.
Antibiotika sind ein Segen, aber auch ein Fluch. Wie viele Menschen haben dadurch ihre Darmflora zerstört und leiden dadurch an unzähligen Krankheiten. Eigentlich sollte jeder, der Antibiotika benutzt, vor der Einnahme eine Kleinstmenge (einige Gramm) vom Stuhl separieren, gekühlt lagern und einige Wochen nach der Beendigung der Antibiotika-Behandlung als Starter zur Wiederherstellung der gesunden Darmflora nutzen.
Endlich wird die Wichtigkeit einer gesunden Darmflora entdeckt und die Stuhltransplantation immer populärer. Dies ist ein Wendepunkt zum Segen der Menschheit.
Michael Peuser
Staatspreisträger in Brasilien
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[30.10.2014, 11:56:50]
Dr. Rüdiger Storm 
Krankenkassen-"Studien" 
Das Grundübel im Gesundheitswesen scheint inzwischen ausgemacht, die Ärzte.

Zumindest wenn man den als "Studien" bezeichneten Auftragsarbeiten der Krankenkassen glauben mag.
Bezeichnenderweise werden diese gerne von nichtklinisch arbeitenden Spezialisten erstellt.

Merkwürdig ist, dass sich diese fast nie mit den ureigen Aufgaben der Krankenkassen auseinander setzen. Dabei müssten doch gerade die Kassen an einer Betrachtung ihrer eigenen Leistungen interessiert sein.

Honi soit qui mal y pense.  zum Beitrag »
[30.10.2014, 09:33:01]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Unsere hochkompetente DAK sollte bitte die Tierärzte nicht vergessen! 
MRSA-Quelle, die den Humanmedizinern angelastet werden.
Danke Dr. Schätzler  zum Beitrag »
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