Leserkommentare [16996]

[22.02.2017, 14:58:19]
Horst Grünwoldt 
Hände-Desinfektion 
Sehr geschätzter Dr. Bayerl,
für mich ist dermatologisch die häufige, unbedenkliche Verwendung von Glycerin als Hauptbestandteil von Kosmetika ein wahres Problem! Glycerol steht nach Aqua an zweiter Stelle mengenmäßig in jeder Lotion.
Natürlich, weil es nach Einreibung auf rauen Händen den "smoothen" Effekt erzeugt; und wie? Es löst und verstreicht das verhornte Platten-Epithel -die wichtigste Barriere der Oberhaut-; und bei wiederholter Massage dürfte es das auch Abbrubbeln.
Dass die Cutis irgendwann mit der Nachbildung der obersten Schutzschicht nicht mehr nachkommt, könnte das mit ein Grund für die dünnerwerdende Altershaut auf dem Handrücken sein?
Unklar ist mir, inwiefern Glycerol als Bestandteil von "Sterillium" zum "Nachfetten" der Chirurgenhand führen kann?
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[22.02.2017, 13:12:23]
Thomas Georg Schätzler 
Hausärztlich unverständlich 

In meiner hausärztlich-familienmedizinischen Facharzt-Praxis für Allgemeinmedizin wird seit Praxisgründung 1992 alle 10 Jahre gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis geimpft; und bei vorhandener Grundimmunisierung alle 20 Jahre zusätzlich gegen Polio immunisiert.

Die zentralen Aufnahmeeinrichtungen impfen alle Migranten unabhängig von ihrem Asylstatus.

Das einzige Problem ist die fehlende Lieferbarkeit von Standard-Impfstoffen. Hier haben Bundes- und Landes-„Gesundheits“-Ministerien versagt

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[22.02.2017, 11:48:02]
Thomas Georg Schätzler 
35 Industrieländer nicht stellvertretend für diese Welt! 
Die Geburts- und Sterbedaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO), welche die zukünftige Lebenserwartung in den 35 Industriestaaten beschreiben, sind durch das systematische Weglassen der übrigen Länder dieser Welt weder repräsentativ noch aussagekräftig.

Die Lebenserwartung der Weltbevölkerung ist seit 1980 um mehr als zehn Jahre auf 69,0 Jahre bei Männern und 74,8 Jahren bei Frauen gestiegen. Ihre Limitierung ist bedingt durch Umweltproblematik, Überbevölkerung, Versorgungs- und Ressourcenknappheit, Migration, Genetik, Epigenetik. Das Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) beschreibt Krieg, Adipositas und Drogenmissbrauch als Ursachen.
http://www.healthdata.org/news-release/increase-global-life-expectancy-offset-war-obesity-and-substance-abuse

Aber es gibt weitaus mehr Dinge, welche die Zunahme der Lebenserwartung gefährden, und damit weitaus mehr, als sich alle Schönredner zusammenreimen möchten.

Alkohol- und Zigaretten-, Zucker- und Kohlenhydratkonsum, Bewegungsmangel, Fehlernährung, aber auch Endothelschäden, neue Krankheitserreger, Umweltbelastungen, Armut, Hunger und Not, Mangelversorgung, Kriege, Terrorismus, Fundamentalismus und der globale Verteilungskampf um die ökonomische und politische Vorherrschaft, ja selbst die Spaltung zwischen Arm und Reich oder der Zugang zu sauberem Trinkwasser und unbelasteten Nahrungsmitteln können zusätzlich die Lebenserwartung verringern oder "quality of life"-Ansprüche schmälern.

Musterbeispiel USA: Die immer weiter aufgehende Schere zwischen der Unterschicht mit stark sinkender Lebenserwartung kann gar nicht mehr durch die wesentlich höhere Lebenserwartung der Oberschicht kompensiert werden, so dass die allgemeine Lebenserwartung aktuell stagniert und sinkt.

Paradox ist auch folgendes: Konzerne, die ihre Geschäftspolitik im Informatik-Zeitalter nahezu ausschließlich auf Konsumentinnen und Konsumenten in postindustriellen Gesellschaften mit hoher Innovationgeschwindigkeit ausgerichtet haben, tragen eher zur Verschwendung der "Habenden" als zur Umverteilung für die "Nicht-Habenden" bei, und limitieren damit die Lebenserwartung einer globalen Unterschicht von Unterprivilegierten.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[22.02.2017, 07:12:13]
Stefan Graf 
Kein Pardon für Impfverweigerung 
Unfassbar, dass es selbst bei Diphterie und Tetanus im "deutschen Bildungsbürgertum" notorische Impfverweigerer gibt, die fadenscheinige "Anti-Vaxx"-Argumente kreieren. Wundstarrkrampf und Diphterie haben in füherer Zeit Millionen von Menschen dahingerafft. Die Wertschätzung der Standardimpfungen bedarf bei uns einer drastischen "Auffrischung". Gelingt das nicht, werden viele Unschuldige die Leidtragenden sein.

Dr. Stefan Graf zum Beitrag »
[22.02.2017, 05:32:29]
Fritz Gorzny 
Stress durch Missbrauch von Handy und PC 
Wenn man durch die Städte geht, im Zug oder Restaurant sitzt ist man Umgeben von Menschen , die permanent den Blick auf ihr Mobil Telefon geheftet haben oder am Tablett oder Laptop arbeiten ,Spiele spielen ,Filme gucken oder chatten. Diese permanente akkommodative Überlastung des visuellen Systems führt bzwangsläufig zu asthenopischen Beschwerden mit Kopf-und Rückenschmerzen auch ausgelöst durch die Zwangshaltungen die permanent eingenommen werden. Hier handelt es sich zunehmend um ein Suchtproblem mit entsprechenden Konsequenzen. Hier muß aufgeklärt werden welche Folgen der Missbrauch dieser Medien hat. Therapie: Verhaltensänderung.
Dr Gorzny ,Augenarzt zum Beitrag »
[21.02.2017, 22:52:51]
Thomas Georg Schätzler 
Aktuell auf Twitter: 
@aerztezeitung Steigender Anteil 18- bis 27-Jähriger mit Kopfschmerzen von 2005 bis 2015 um 42%, weil Ärzte genauer hinschauen und behandeln! zum Beitrag »
[21.02.2017, 16:27:58]
Steffen Jurisch 
Also ich finde die Steigerungen super.... 
Aber, aber Frau Grunwald,
das klingt ja schon wie eine Verschwörungstheorie oder ein esotherisches Mandra - immer die Völlerei und die wenige Bewegung für alles verantwortlich zu machen... man muss das Ganze nur positiv sehen, je mehr Menschen chronisch knank sind, desto sicherer sind die Umsätze und Dividenten der Pharma-Konzerne, je Höher sind die Gewinne in den Pflegeheimen und somit natürlich wieder die Steuereinnahmen, die dann direkt zur Refinanzierung genommen werden. Und so ganz nebenbei tragen doch die älterne Menschen mit ihren chronischen Krankheiten somit auch noch zur Erhaltung der Gesellschaft bei. Stellen Sie sich nur mal das Heer der arbeitlosen Ärzte, Pharmamitarbeiter, Pfegekräfte, Apotheker etc. vor, wenn die Bevölkerung sich plötzlich gesünder ernährt und nicht mehr so oft krank werden würde. Nichts auszudenken was es an Verlust bringen würde, wenn nicht mehr so viele Medikamente täglich verkauft würden. Und wo kommen wir bitte hin, wenn Menschen über 70 nicht bettlägerig sind, sondern noch durch die Gegend springen würden. Die Wartezimmer der Ärzte wären leer...
Und es geht ja noch weiter, was wird dann aus der Massentierhaltung, der Milch-, Käse- Zuckerindustrie - auch da fallen dann massenhaft Arbeitsplätze weg. Wir können es uns absolut nicht leisten Arbeitsplätze zu verlieren, wo wir doch gerade jetzt so viele neue, kräftige, gut ausgebildetet Arbeitskräfte täglich von Übersee bekommen, die alle hier arbeiten wollen und unsere chronischen Krankheiten bekommen wollen um dann im Alter mit zu helfen, dass die Gewinne stabil weiter steigen...
Sehen Sie es doch bitte nicht so negativ. ;-)
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[21.02.2017, 14:45:04]
Thomas Georg Schätzler 
Vom positiven und negativen Denken! 
Immer wenn die wenigen Kolleginnen und Kollegen aus der ärztlichen Profession in gesundheits-, krankheits- und sozialpolitisch relevante Führungspositionen aufrücken, denke ich positiv, dass jetzt endlich geballter medizinisch-ärztlicher Sachverstand in den Vorstandsetagen Einzug hält.

Doch es scheint ein Naturgesetz: Je weiter sich die Kolleginnen und Kollegen von der Versorgungsrealität in Klinik und Praxis entfernen, umso mehr unterliegen sie dem negativen Einfluss medizin-bildungsferner, sozial-wissenschaftlicher und "gesundheits"-ökonomischer Einflüsterer.

Der Pressemitteilung Barmer Arztreport 2017 entnehme ich: "Kopfschmerzen plagen 1,3 Millionen junge Erwachsene"! ...Allein im Zeitraum von 2005 bis 2015 ist der Anteil der 18- bis 27-Jährigen mit Kopfschmerzdiagnosen um 42 Prozent gestiegen."

Das entspricht einem jährlichen Anstieg von 3,81% und ist mit zunehmender Aufmerksamkeit in der Adoleszenten-Medizin bereits vor 2005, mit dem Bewusstsein für Kopfschmerzen und mit der zunehmenden Medizinalisierung und Medikalisierung des Alltags zu erklären. Im gleichen Zeitraum hat z. B. die Inanspruchnahme des von Prof. Dr. med. Christoph Diener gegründeten Essener Kopfschmerzzentrums sprunghaft zugenommen. Wen soll es dann wundern, dass "inzwischen 1,3 Millionen junge Erwachsene von einem ärztlich diagnostizierten Pochen, Klopfen und Stechen im Kopf betroffen [sind], 400.000 mehr als noch im Jahr 2005".

Im Gegensatz zur tagtäglich immer restriktiveren Haltung gegenüber vertragsärztlichen Erst- und Zweit-Verordnungen von Rehabilitationssport (Muster 56) heißt es bei BARMER/GEK: "Gerade junge Erwachsene brauchen bessere Präventionsangebote. Sport, Entspannungstechniken oder eine gesunde Lebensführung könnten vielen Betroffenen aus der Pillenfalle helfen“, so Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandschef. Und weiter: "Wie wichtig präventive Maßnahmen seien, zeige sich am bedenklichen Tablettenkonsum bereits bei Kindern. So nehmen nach einer repräsentativen Umfrage der Barmer bereits 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen neun und 19 Jahren Medikamente ein, wenn sie Kopfschmerzen haben. 42 Prozent bekämpften den Schmerz sogar jedes Mal mit Arzneimitteln."

Und wenn Prof. Dr. Joachim Szecsenyi, Autor dieses Barmer Arztreport 2017, in Stress-gefährlicher Personalunion Ordinarius für Allgemeinmedizin und zugleich Geschäftsführer des AQUA-Instituts für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen in Göttingen, behauptet: „Wer Kopfschmerztabletten regelmäßig oder gar übermäßig nimmt, riskiert seine Gesundheit“, warnt er nicht etwa vor indikationsgerecht angewandter Triptan-Therapie, sondern verwechselt das mit der Fülle von potentiell gefährlichem aber dennoch frei verkäuflichem Schmerz-Arzneimittel-Missbrauch.

Krankheits-epidemiologischer Unsinn ist zu behaupten: "Der starke Anstieg der Kopfschmerzdiagnosen bei jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 27 Jahren sei umso bedenklicher vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Diagnosen über alle Altersklassen 'nur' um 12,4 Prozent zugenommen habe." Denn das hängt unzweifelhaft damit zusammen, dass die Erstdiagnose Kopfschmerz, wie im Folgenden auch selbst dargelegt, bei Jüngeren in Folge der zyklusabhängigen hormonellen Umstellung insbesondere bei Frauen wesentlich häufiger ist, als bei der immer älter werdenden Gesamtbevölkerung:

"Im Jahr 2015 waren 9,3 Prozent der Bevölkerung, also rund 7,6 Millionen Menschen von Kopfschmerz betroffen. Am häufigsten wurden Kopfschmerzen im Alter von 19 Jahren diagnostiziert. 19,7 Prozent der Frauen dieser Altersgruppe seien belastet. Bei den Männern seien es 13,8 Prozent...." beschreibt der Barmer Arztreport 2017.

Dazu ein Beispiel aus der Praxis: Heute Morgen kam eine 16-jährige mit einem akut fieberhaften Atemwegsinfekt in Begleitung ihr Mutter in meine familienmedizinische Sprechstunde. Die Tochter gab aber auch seit Monaten bestehende frontale und holo-zephale Kopfschmerzen mit klassischer Begleitsymptomatik an, die im Zyklus prämenstruell besonders häufig und intensiv aufträten. Nach Ausschluss etwaiger Kontraindikationen habe ich ihr ein Triptan verordnet, wohlgemerkt, damit sie k e i n e unkontrolliert in Apotheken frei abgegebene allgemeine Kopfschmerzmittel einnimmt.

Das sollten Prof. Dr. med. Christoph Straub und Prof. Dr. med. Joachim Szecsenyi in ihre Überlegungen mit einbeziehen, damit medizinisch-ärztlicher Sachverstand wieder in die Vorstandsetagen einziehen kann.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[21.02.2017, 14:02:33]
Elisabeth Grunwald 
Das wird noch viel mehr werden 
wenn wir nicht mit der Völlerei aufhören und uns mehr bewegen.
Trifft inzwischen fast jedes Land und nicht nur die Industrieländer.
Wer soll das alles noch in Zukunft bezahlen?  zum Beitrag »
[21.02.2017, 13:07:46]
Ramona Schwarz 
Kopfschmerzen bei Jugendlichen 
Wie haben früher alle viel lernen müssen, davon bekamen wir nicht unbedingt Kopfschmerzen.
Heutzutage schauen alle Jugendliche stundenlang aufs Handy oder Tablets, gebeugt und zu Nahe.
Als Osteopathin weis ich, dass Kopfschmerzen in erster Linie durch Verspannungen der Faszien/Muskeln am Hinterkopf, sogenannte nuchale Muskeln einhergehen. Außer den schweren Kopf halten zu müssen, sind diese auch faszial mit den Bewegungen der Augen verbunden. zum Beitrag »
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