Leserkommentare [15849]

[25.07.2016, 15:00:01]
Thomas Georg Schätzler 
GBA hält Vertragsärzte für dumm und erfindet das Rad neu? 
Tabak-, Alkoholentwöhnung und Verhaltensprävention? Lebensstiländerung?
Als hätten wir Haus- und Fach-Ärztinnen und -Ärzte noch nie etwas davon gehört?
Als hätten wir die strukturierten Behandlungsprogramme (DMP) immer isoliert nebeneinander stehen lassen?
Als hätten wir wirksame Behandlungen von Komorbiditäten grundsätzlich vergessen?
Als hätten wir Diabetes mellitus Typ-2, kardiovaskuläre Erkrankungen, Depressionen bewusst ausgegrenzt?
Als gebe es beim DMP-COPD kein ärztlich-strukturiertes Medikamentenmanagement?

Was sich da der GBA ebenso infantil-naiv wie Medizin-bildungs und Versorgungs-fern zusammengereimt hat, ist der Gipfel von Verleugnung, Missachtung und Verkennung haus- und fachärztlicher Kernkompetenzen. So ist die Vorstellung ziemlich weltfremd, Prävention solle es künftig "auf Rezept" geben, um Patienten zum Verzicht auf Alkohol, Zigaretten oder härtere Drogen zu bewegen, ihnen sportliche Betätigung und andere Ernährungsgewohnheiten nahe zu legen sowie beim Stressabbau zu helfen.

Erstens tun wir Vertragsärzte das schon längst, ohne dass dies von irgendeiner Seite anerkannt, respektiert oder honoriert wird.
Zweitens werden diese Präventionsempfehlungen, wie ich GBA und SpiBu kenne, wie immer selbstverständlich kostenlos zu erbringen sein.

Das Beste ist: "Ärzte haben mit dem Ausstellen von Präventionsempfehlungen zukünftig eine weitere Möglichkeit, Versicherte zu motivieren, an gesundheitsbezogenen Kursen teilzunehmen", sagt ausgerechnet Dr. Harald Deisler, unparteiisches Mitglied des GBA, am Donnerstag [GBA: "CURRICULUM VITAE - Dr. jur. Harald Deisler, geboren 1949 in Kiel"]. Von einem Juristen der als Staatsbeamter schon längst im Ruhestand wäre!

Die Kassen, echot GKV-Spitzenverbandssprecher (SpiBu) Florian Lanz am Freitag an die "Ärzte Zeitung", werden den Ärzten ein (weiteres bürokratisches) Formular für ihre Empfehlungen zur Verfügung stellen. Listen mit konkreten Präventionsangeboten soll es aber nicht geben - weil Letztere bereits bisher überwiegend durch Hausärzte erbracht werden!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund


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[25.07.2016, 13:54:19]
Richard Barabasch 
Die Mehrzahl der Iternet-Schlaumeier . . . . 
Die übergroße Mehrzahl der Iternet-Schlaumeier aber haben mir noch nie diese Qualität von Recherche angeliefert, die Frau Hammer "zusammenphantasiert". Prozentual überschlage ich 1 % der angeblich Rechercheirenden - leider. Kommt mir ein Mensch mit Sinnvollem, dann KANN geschehen, was Frau Hammer visualisiert. In 99 % indes werden Forderungen gestellt, Halbwissen muss zeitaufwändig versucht werden zu korrigieren und am Ende - leider - waar's das. Und Herr Thill fokusiert auch mehr auf seine Idée von "toller Praxis", als auf die Re-Alität in der Praxis - auch "leider",
meint
R.B. zum Beitrag »
[25.07.2016, 13:00:33]
Horst Grünwoldt 
Flucht vs. Migration 
Nun fördert sogar die NGO "Ärzte ohne Grenzen" die unerwünschte Völkerwanderung über das Mittelmeer mit dem 50-Meter-Schiff "dignity" (die Würde) unter dem Titel "Fluchthilfe". Dabei dürfte doch hinlänglich bekannt geworden sein - zumal wenn die grenzenlosen Mediziner schon mal Nothilfe in den Ursprungsländern der Migranten gemacht haben-, dass von ihren medial verbreiteten Aktionen eine Sogwirkung auf die Jungen und Starken der E-Länder perpetuiert wird. Machen sich die humanitären Helfer gar keine Gedanken darüber, was mit den familiär Entwurzelten, zu alphabetisierenden jungen Erwachsenen nach der (selbstinitiierten) "Seenotrettung" und Massen-Anlandung an europäischen Küsten danach bei uns in der Fremde geschehen soll?
Und ist denen noch nicht bewußt geworden, dass die afro-arabischen "Flüchtlinge", die in der Regel nicht politisch Verfolgte oder ethnisch Vertriebene sind, skrupellos Hochschwangere und Kleinkinder mit an Bord nehmen. Und die offentsichtlich als Schutzschilde zur Erpressung der illegalen ("humanitären") Zuwanderung?
Deshalb empfehle ich den grenzenlosen Doktors, ihre medizinische Hilfe und Aufklärung über die Erwartungen der vom Acker der Mütter Geflüchteten in Europa, wieder auf den afrikanischen Kontinent zu verlagern. Die Fregatten der EU-Marinen sind ja schon mit ärztlichem Personal für die Seenot-Rettung bestens ausgestattet.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock  zum Beitrag »
[25.07.2016, 12:34:11]
Thomas Georg Schätzler 
SGB-Wirtschaftlichkeitsgebot für A l l e! 
§ 12 Wirtschaftlichkeitsgebot im Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung gilt n i c h t nur für Vertragsärztinnen und -ärzte sondern auch und besonders für Krankenkassen, Klinikärzte und Krankenhausverwaltungen! Gerade die Krankenkassen ermuntern aber regelmäßig ihre Versicherten, möglichst viele, auch vollkommen unnötige und unwirtschaftliche Leistungen ggf. auch mehrfach täglich in Anspruch zu nehmen und abzugreifen.

(1) Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen...
(3) Hat die Krankenkasse Leistungen ohne Rechtsgrundlage oder entgegen geltendem Recht erbracht und hat ein Vorstandsmitglied hiervon gewusst oder hätte es hiervon wissen müssen, hat die zuständige Aufsichtsbehörde nach Anhörung des Vorstandsmitglieds den Verwaltungsrat zu veranlassen, das Vorstandsmitglied auf Ersatz des aus der Pflichtverletzung entstandenen Schadens in Anspruch zu nehmen, falls der Verwaltungsrat das Regressverfahren nicht bereits von sich aus eingeleitet hat."

Den Krankenkassen müsste doch längst aufgefallen sein, dass sie "Leistungen ohne Rechtsgrundlage erbringen", wenn die Krankenhäuser für jeden einzelnen, laut IGES und ZI fehl-allokierten Patienten knapp 1.500 Euro erhalten. Und wir Vertrags-Hausärztinnen und -Hausärzte mit 40 bis max. 60 € Quartalsumsatz (!) und Sprechstundenarbeit bis zum Anschlag abgespeist werden.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[25.07.2016, 12:19:41]
Horst Grünwoldt 
Gesundheitsland MV 
Die Wald- und Seenlandschaften in Mecklenburg-Vorpommern sind ein Schatz; nicht nur für die Sinnesorgane der Durchreisenden. Wer hier naturverbunden lebt oder urlaubt, kann in jeder Hinsicht seiner Gesundheit ganzheitlich Gutes antun.
Die Idee von der "Waldtherapie" ist großartig; ob gruppenmäßig organisiert oder individuell durchgeführt. Jeder wird im sauerstoffreichen Grün tief durchatmen und beschwingt die Stille durchwandern.
Die Idee vom Küsten- Thalasso- Weg von Seebad zu Heilbad, wie an der Perlenkette, bietet sich am nord-östlichen Mare balticum gerade zu an, wenn wir sehen, was dort schon traditionell an Bäder-Architektur vorhanden ist, und nach der deutschen Vereinigung neu entstanden ist.
Gerade die durchwachsenen, relativ milden Sommer an den feinen Sandstränden mit den direkt dahinter befindlichen Wäldern, dürften eigentlich konkurrenzlos mit anderen Küstenregionen sein.
Und für die Übergangs-Saison wurde eine kurfreundliche Infrastruktur geschaffen, die auch im In-door-Bereich kaum Wünsche offen läßt. Und wer schon mal "Schiet Wedder" erlebt, der findet rasch in den naheliegenden Hansestädten urbane Abwechslung mit kulturellen Genüssen.
Was jeder beobachten kann, ist, dass nicht nur die Mitteldeutschen nach Ausflügen an das Mittelmeer oder die Nordsee, wieder den unvergleichlichen Zauber der Ostsee entdeckt haben, sondern sogar die touristischen Feinschmecker - die Schweizer Bürger in steigender Zahl.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock  zum Beitrag »
[25.07.2016, 11:57:09]
Ulrike Hammer 
Und wenn der Patient doch mehr weiß als der Arzt? 
Der um Informationen bemühte Patient recherchiert ja bekanntlich nur über seine Erkrankung. Damit ist es ihm prinzipiell möglich, sehr detailliertes Fachwissen zusammenzutragen, wissenschaftlich auf dem neuesten Stand zu sein, laufende Studien, neue Therapieansätze zu finden.... Er kann dem Arzt, der über viele Erkrankungen bescheid wissen und dessen Wissen sehr viel breiter sein muss, damit im Einzelfall durchaus Kenntnisse voraus haben. Leider spart der Artikel diese Möglichkeit aus. Der Patient soll eher gelenkt und überzeugt, konsiliant "nicht abgewürgt" werden. Dabei kann vom Patienten eingebrachtes Spezialwissen durchaus hilfreich sein. Wer weiß schon alles? Akzeptanz kann hier zu einem qualifizierten Miteinander, gesteigerter Compliance führen, ohne die Therapiehohheit zu gefährden.  zum Beitrag »
[25.07.2016, 11:19:56]
Dr. Christoph Schay 
Selbstbeteiligung einführen! 
Einführung einer Selbstbeteiligung von 20€ bei jeder Vorstellung in der Klinikambulanz ohne Einweisung oder Überweisung und schon löst sich eine zukünftige Gatekeeperfunktion als überflüssige Idee wieder auf. Kollegen Schätzler ist ausdrücklich zu zustimmen, das darüber hinaus die politisch Verantwortlichen Akteure die Hausarztfunktion zu stärken haben. Welche Facharztgruppe hat denn die beste Ausbildung für die Gatekeeperfunktion und übt diese schon immer aus?

Mit freundlichen Grüßen
C.Schay zum Beitrag »
[25.07.2016, 07:09:15]
Thomas Georg Schätzler 
KBV: doppelte Facharzt- u n d Hausarzt-Schiene? 
Nach den Vorstellungen des KBV-Vorsitzenden Dr. Andreas Gassen sollen permanente "Portalpraxen" sozusagen als "doppelte Krankenhausschiene" diejenigen Patienten herausfiltern, die statt stationär auch ambulant behandelt werden können.

Das ist aber die falsche Schlussfolgerung aus einem vom IGES-Institut erstellten Gutachten zum "ambulanten Potenzial in der stationären Notfallversorgung", das vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Berlin -Institut in Auftrag gegeben wurde. Vgl.
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/bedarfsplanung/article/916527/ambulant-statt-stationaer-5-milliarden-euro-lassen-laut-zi-einsparen.html

Denn wenn die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) behauptet, "Patienten wählen von sich aus den direkten Weg ins Krankenhaus, entweder weil das Krankenhaus als Anlaufpunkt sichtbarer ist, weil die Klinikambulanz eventuell aktiv beworben wird oder der Patient eine Komplettversorgung aus einer Hand erwartet" müsste doch vielmehr die Rolle und Bedeutung des Hausarzt als Primärarzt u n d "Gatekeeper" gestärkt, besser honoriert und ausgestattet werden.

Es ist selbstverständlich: Kompetenzen der zuständigen regionalen Akteure, der Vertragsärzte mit dem Sicherstellungsauftrag, insbesondere der Hausärzte und w e n i g e r der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Länder sollten gestärkt und vor Ort transparente Entscheidungen zum notwendigen Strukturwandel in den Regionen getroffen werden.

Aber, "Wer die Medizin der Zukunft bezahlbarer machen will, muss die ambulante vertragsärztliche Versorgung stärken", heißt nicht, dass die KBV gleich alles doppelt sehen muss:
Neben doppelter Facharzt-Schiene jetzt auch noch doppelte Hausarzt- und Krankenhaus-Schiene nur, um irrlichternde Patienten einzufangen?

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[24.07.2016, 22:17:11]
Dr. Henning Fischer 
man sträubt sich, das Leben außerhalb des Krankenhauses kennzulernen? 

merkwürdig.

Die meisten Studenten würden ohnehin vergrellt. Die Allgemeinmedizin ist eine Einbahnstraße in den Kassenarztkäfig, der nicht mehr golden sondern rostig ist.

Aber welche Perspektive bleibt noch?

Ausland!
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[24.07.2016, 16:20:00]
Gerd Merder 
Ärztenetz für Selbstzahlerleistung 
Ich halte es für sinnvoll,vielleicht sogar für erforderlich,dass sich Ärzte verschiedener Fachrichtungen,die IGeL anbieten,unter einem Dach zusammenfinden.Ein solches Netz kann in objektiver und transparenter Weise Einfluss auf die öffentliche und veröffentliche Meinung nehmen.Bisher werden fast ausschliesslich negative und kritische,zum Teil aber auch berechtigte Beiträge Beiträge veröffentlicht.
Verunsicherte und verängstigte Patienten haben das Recht auf eine objektive Aufklärung unf Beratung,sowohl von seiten der Ärzte aber auch von seiten der Krankenkassen. zum Beitrag »
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