Sonntag, 1. Februar 2015

Leserkommentare [11888]

[01.02.2015, 10:40:27]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Strafrechtsänderungsgesetz zur Bekämpfung der Korruption muss für Alle gelten! 
Bei Ärztefunktionären von KBV, BÄK, Landesärztekammern und Landes-KVen ist eher der Begriff "Totstellreflex" statt "Lamento" angezeigt. Lediglich die Kassenärztliche Bundesvereinigung signalisiert eine Art "Kuhhandel": Die Zustimmung zum neuen § 299a Strafgesetzbuch (StGB) wird signalisiert, wenn die Politik beim GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (VersStG) zu weitreichenden Zugeständnissen bereit wäre - so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen im Deutschen Ärzteblatt.

Die bisherigen Gesetzentwürfe eines § 299a StGB aus Bayern und Berlin diskriminieren und stigmatisieren gezielt die selbstständigen Leistungsträger in der Gesundheits- und Krankenversorgung wie Ärzteschaft, Pflege, Hilfsmittel, Physiotherapie, Psychotherapie, Apothekenversorgung usw.

Für das fortgesetzte Ärzte- und Medizin-"Bashing" engagieren sich besonders medizin-bildungs-ferne, eher BWL-, VWL- und Jura-affine "gesundbetende" Politiker, "Gesundheits"-Ökonomen, "Gesundheits"-Juristen, selbsternannte Transparenz- und Antikorruptions-Beauftragte wie Transparency-International (TI) oder der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv). Sie kaprizieren sich nur und ausschließlich auf Korruption im Medizinalwesen.

Vergleichbare, volkswirtschaftlich ebenso bedeutende und korruptionsanfällige Bereiche bei Juristen, Anwälten, Architekten, in Handel, Gewerbe, Industrie, Versicherung und Handwerk bleiben dabei trotz des verfassungsrechtlichen Gebotes der Gleichbehandlung unberücksichtigt..

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[01.02.2015, 10:18:47]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
"Wir appellieren zur Sachlichkeit." Ich kann es kaum glauben, dass hier "Ärzte" bedenken anmelden 
Wer weis, was mitochondriale Erkrankungen bedeuten, kann da wirklich nur den Kopf schütteln!!!
Soll es zukünftig die Aufgabe des Arztes werden, nur auf den bevorstehenden Tod hinzuweisen?
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[31.01.2015, 22:06:26]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
"Ethische Bedenken" gegen Mitochondrien kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen 
eher schon gegen Abtreibung von Gesunden. zum Beitrag »
[31.01.2015, 22:01:02]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
woher stammt die Zahl 200.000? 
non credo zum Beitrag »
[31.01.2015, 21:59:16]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
nicht nur die Patienten, ich denke auch die Chirurgen, 
die bekommen mehr zu operieren :-) zum Beitrag »
[31.01.2015, 20:07:20]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
"Tiefenpsychologie" hat mit Wissenschaft nicht zu tun. 
Sigmund Freud war ein populärer Scharlatan,
eher ein Mittel, Menschen zu manipulieren. zum Beitrag »
[31.01.2015, 20:02:44]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Vielleicht sollte man die Dinger am Klinikeingang lieber abbauen! 
Ich hab eine Uniklinik betreten, bei der am Eingang ein dicker roter Pfeil für Menschen mit Fieber zu sehen war, die nicht eintreten sollten.
Gemeint war tatsächlich Ebola, weil ich nachgefragt habe.
Panik! zum Beitrag »
[31.01.2015, 19:57:26]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Liebe Frau @Karin Koch ein Vortrag über Händewaschen erscheint etwas naiv. 
Wurde Depardieu in Kiel operiert?
Bei uns sterben viel weniger an Keimen als früher und heute anderswo.
Man muss im Einzelfall auch mal an ein Versagen der Hygieniker denken, die ja grundsätzlich bei uns keine Verantwortung übernehmen. Ich denke dabei an einen Klebsiella-Keim in Bremen.
Bevor ich eine ganze Abteilung endgültig schließe (sic), dürfte man doch nun wirklich auch mal eine alt-ehrwürdige Raumdesinfektion durchführen. Das ist verglichen mit dem "Händewaschen" wohl zu schwierig gewesen :-)
Panik ist sicher der schlechteste Ratgeber. Keime wird es immer geben und nicht alle sind freundlich.
Ein einziger reicht allerdings nicht! Denken Sie mal nach, Stichwort KBE/ml Grenzwert :-) zum Beitrag »
[31.01.2015, 18:19:29]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
@ Karin Koch zur Situation am Uniklinikum Schleswig-Holstein (UKSH)  
Wenn Sie von "unverantwortlich hohen, bzw. massenhaften Antibiotikageben bei harmlosen Infekten in hausärztlichen Praxen und in Ambulanzen" konfabulieren, müssten Sie das auch belegen können:

Die aktuellste Studie berichtet dazu unter
http://www.aerztezeitung.de/medizin/article/870892/studie-uk-jede-zehnte-therapie-antibiotika-versagt.html
"Die Gesamtversagerquote bei der antibiotischen Behandlung der genannten Infektionskrankheiten lag bei knapp 15 Prozent. Von 1991 bis 2012 war sie von 13,9 auf 15,4 Prozent gestiegen" (Zitat Ende). Dies entspricht einer Erfolgsquote von 86,1 bis 84,6 Prozent. Auch das im British Medical Journal (BMJ 2014; 349: g5493) relativ einfältig formulierte "Overall failure rates increased by 12% over this period" unterschlägt, dass ein 12%-Anstieg innerhalb von 21 Jahren einem weniger dramatischen jährlichen Anstieg von 0,571 Prozent entspricht.

Einer anderen Studie der Universitätsklinik Leipzig (UKL) zufolge werden multiresistente Keime und Erregerstämme oftmals von Fernreisenden mit nach Hause gebracht (J Med Microbiol 2015; 305: 148) und
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/?sid=877363
Multiresistente Keime kommen nicht allein aus heiterem Himmel und werden ausschließlich von unsachgemäß hantierenden, "unhygienischen" Krankenhaus- und Praxismitarbeitern auf arglose Patienten übertragen. Sondern diese Keime müssen selbst ja auch irgendwo her kommen. Und sie werden offensichtlich zu einem relevanten Anteil von a u ß e n in Klinik und Praxisräume hineingetragen. Der englische Fachbegriff "communicable diseases" trifft den Sachverhalt: übertragbare Krankheiten, die durch interagierende, kommunizierende Personen übertragen werden.

Im Fall des Uniklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), wo bei 31 Patienten der multiresistente Keim Acinetobacter baumannii nachgewiesen werden konnte und 12 Todesfälle zu beklagen waren, wovon in 9 Fällen der Keim als Todesursache ausgeschlossen werden konnte, war die Situation mit den Leipziger Erkenntnissen vergleichbar: Der Keim wurde im Dezember 2014 durch einen Schleswig-holsteinischen Urlauber, der nach einem Unfall in der Türkei nach Kiel verlegt wurde, eingeschleppt. Angaben aus der Türkei dazu fehlten. Bei einer nächtlichen Not-Operation des Patienten sei es dann zur Ausbreitung des Acinetobacter baumannii gekommen.

Allein die Tatsache, dass bis zum 28.1.2015 keine neuen Patienten mehr auf den Erreger Acinetobacter baumannii positiv getestet wurden, zeigt die hohe infektiologische und hygienische Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums.

Belehrende und problematisierende "copy and paste"-Hinweise zur hygienischen bzw. chirurgischen Hände-Desinfektion bzw. zu einer Ihnen, Frau Koch, und uns allen weitgehend unbekannten Krankheits- und Leidensgeschichte nach einem Motorradunfall (!) des damals 24-jährigen Guillaume Depardieu sind einfach nicht zielführend. Auch wenn sie in "Spectrum der Wissenschaft" unter "Killerkeime" ebenso spekulativ wie populistisch publiziert wurden.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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[31.01.2015, 11:23:29]
Dr. Wolfgang Bensch 
Helfen solche Zuweisungen wie "Lamento"? 
Trauergesänge sind bei einer Justiz, die sich berufs- bzw. branchenspezifisch ausrichtet, wohl angebracht. Das System "Sachleistung" möchte anscheinend niemand infrage stellen, obwohl erst mit einer Kostenerstattung Transparenz über die Wege des Geldes im Gesundheitssektor möglich ist.
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