Leserkommentare [17366]

[29.05.2017, 13:18:58]
Helmtrud Harnack 
Ist Impfberatung schon Impfpflicht? 
Herrn Dr. Schätzler muss zu seinem zweiten Absatz voll und ganz zugestimmt werden. Tageseinrichtungen sind tatsächlich kein „Spielplatz“ für die Kontrolle von Bescheinigungen zu Impfberatungen der Eltern. Allerdings darf dabei der Beitrag dazu: „Wer nicht hören will, den soll die Kita künftig melden“ nicht übersehen werden.

Ärzte sollten in die Pflicht genommen werden, wenn sie bei den vielen Standarduntersuchungen schon ab der Geburt, also vor dem Kindergarten, automatisch keine Impfberatung durchführen und nicht automatisch eine Bescheinigung dazu ausstellen, die Eltern dann vorlegen können.

Übersehen wird, dass eine Impfberatung keine Impfpflicht (korrekt Pflichtimpfung) ist. Es wird mit der nun in Kraft tretenden hohen Strafgebühr für das Fehlen einer Bescheinigung der Impfberatung der Eindruck erweckt, dass die Impfberatung gleichzusetzten sei mit einer Impfpflicht, um gesetzlich nach außen den Eindruck zu erwecken, dass es in Deutschland keine Impfpflicht gibt.

Mit einer Impfpflicht würde der Staat dazu das Grundgesetz außer Kraft setzen. Der Staat hat sicher Gründe, warum er bisher die Impflicht nicht wieder gesetzlich einführt.

Einen Lichtblick gibt es für die Herstellung von Impfstoffen. Vor vier Jahren hatte die WHO dem PEI den Auftrag zur Standardisierung zur Herstellung von Impfstoffen übertragen. Bisher mit Erfolg, Internetseite des PEI. Nicht unnötig würde die WHO eine Standardisierung der Impfstoffherstellung veranlassen. Impfkritiker sollten nicht sofort und pauschal als Impfgegner diskriminiert oder z.B. als Impfmuffel bezeichnet werden. Über Impfberatung sollte nicht indirekt mit Strafandrohung eine Impfpflicht eingeführt werden. Es wäre wünschenswert, wenn klar zwischen Impfberatung und Impfpflicht unterschieden wird und Ärzte die benötigte Bescheinigung automatisch ausstellen würden.
Helmtrud Harnack
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[29.05.2017, 12:49:42]
Robert Künzel 
So so, eine Anfrage ausgerechnet der Fraktion B90/die Grünen 
Nachtigall, ick hör dir trapsen. Da will wohl jemand wissen, wieviel sauer verdientes und angespartes Freiberuflergeld in die marode RV gepumpt werden könnte.
Aber liebe Fraktion, soviel Aktionismus ist doch gar nicht nötig. Noch ein paar Jahre weiter so mit der unseligen Politik, dann werden die Freiberufler reihenweise durch sozialverträgliches Frühableben aus dem Rentenbezug vorzeitig ausscheiden bzw. diesen gar nicht erst erleben.
Das passiert euch sicher nicht, trefft euch einfach regelmäßig bei eurem Vorsitzenden auf seinem Balkon und helft diesem bei seiner "Balkonpflanzenhobbyzucht". zum Beitrag »
[29.05.2017, 12:48:53]
Anne C. Leber 
Leserzuschrift von Wolfgang Wannoff 
Zu dem genannten Thema werde ich in der Spalte „England: Keine Trauminsel mehr für deutsche Ärzte“ zitiert. Aus dem möchte ich gern einige Anmerkungen zum Thema machen. In dem Hauptartikel auf der Themenseite kommentiert der CSU Abgeordnete Reiner Meier überwiegend durchaus richtig. Allerdings erlaube ich einige kleinere Korrekturen anzumerken.

Die Behauptung, dass Deutschland in wesentlich geringerem Umfang auf internationale Ärzte angewiesen sei denn Großbritannien halte ich angesichts der jetzt bereits ca. 35000 internationalen Ärzte in Deutschland für gewagt. Besonders auch unter der Berücksichtigung der demographischen Entwicklung (Quelle: DESTATIS http://bit.ly/2qOFl6A http://bit.ly/2qOWb5n). Zudem schafft GB noch zusätzliche Studienplätze in signifikanter Zahl,im Gegensatz zu Deutschland.

Es kann bei der Aussage von MdB Reiner Meier der Eindruck entstehen,die in Großbritannien tätigen Ärzte müssten sich Sorgen machen, ob Sie zukünftig weiter auf der Insel tätig sein dürfen. Diese eventuell entstehende Sorge halte ich für so gut wie unbegründet. In Ermangelung eines europäischen Ärzteregisters ist auch in der EU jede Zulassung zum Arztberuf eine nationale Zulassung, die durch eine EU Richtlinie zu einem harmonisierten Anerkennungsverfahren führt. Das bedeutet, dass der deutsche Arzt der beim GMC registriert ist, de facto ein britischer Arzt ist. Diese nationale Anerkennung wird er / sie durch den Brexit keinesfalls verlieren. Etwas Anderes ist es was nach dem Brexit passieren wird mit der dann folgenden Regelung für Ärzte, die sich erstmals in dem jeweils anderen Gebiet anerkennen lassen möchten. Das werden die „harten“ Verhandlungen erbringen, von denen MdB Meier spricht. Nach meiner Einschätzung brauchen sich auch die Ärzte keine großen Sorgen machen, was die aufenthaltsrechtlichen Belange angeht. Schon heute sind von ca. 281.000 Ärzten in GB ca. 30.000 aus der EU aber über 70.000 aus Drittstaaten. Warum also sollte man zukünftig ausgerechnet die paar Ärzte aus Deutschland nach Hause schicken. Es ist hierbei auch zu berücksichtigen, dass der NHS gerade eine internationale Kampagne zur Anwerbung internationaler Hausärzte gestartet hat.

Deshalb wage ich die Aussage calm down, es wird viele Probleme bei den Brexit Verhandlungen und auch danach geben. Gerade die EU-Ärzte sollten sich keine allzu großen Sorgen machen

Wolfgang Wannoff
Geschäftsführer
Panacea 4U Limited
Hamburg

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[29.05.2017, 11:16:59]
Thomas Georg Schätzler 
Wie stellt sich Fachminister H. Gröhe (CDU) das eigentlich vor? 
Die öffentliche Durchführung und Überwachung von Impfungen gegen übertragbare Erkrankungen ("communicable diseases") ist und bleibt Aufgabe des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD). Hier haben der zuständige Bundesgesundheitsminister und die Landesgesundheitsminister seit Jahren kläglich versagt!

Nicht zuletzt die Berliner Masern-Epidemie hat deutlich gemacht, dass nicht mal ein kompletter Impfschutz bei Flüchtlingen und Asylbewerbern durch das LASEGO umgesetzt, geschweige denn die Allgemeinbevölkerung mit einer ausreichenden, öffentlich verfügbaren Impfprotektion versorgt wurde. Nicht mal die aktuellen Engpässe in der pharmazeutischen Impfstoffversorgung werden angegangen.

In diesem Zusammenhang ist es einfach nur hochnotpeinlich, dass ureigene ÖGD-Aufgaben nicht nur seit langem auf die niedergelassenen Haus- und Fachärzte, sondern jetzt auch noch auf die Tageseinrichtungen für Kinder abgewälzt werden sollen. Da fordert sogar die FDP "mehr Staat" in Impf-Fragen!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[29.05.2017, 11:01:00]
Diethard Friedrich 
auch unter Ärzten gibt es Impfgegner 
Leider musste ich während meiner beruflich aktiven Zeit feststellen, dass es auch unter Ärzten Impfgegner gibt. Das scheint wohl auch von den Ärztekammern und kassenärztlichen Vereinigungen geduldet zu werden. Denn schon an den Quartalsabrechnungen könnte man leicht feststellen, ob bestimmte Ärzte ihrer aktiven Impfpflicht ausreichend nachkommen oder wissentlich andere Menschen in Gefahr bringen. Wie wird da gehandelt? Wird es überwacht? Wo bleibt da die Strafandrohung? An die KV oder den Arzt oder an beide? zum Beitrag »
[29.05.2017, 08:40:06]
Gerhard Leinz 
Die Kuh ist auf dem Eis 
Nun geht es um die Bepreisung. Das wird interessant. Wie werden die "P-Fächer" und alle anderen Gesprächsziffern abschneiden? Für tiefenpsychologische Psychotherapie(Ziffer 861) sieht die GOÄ seit 1996 92,50 Euro (Faktor 2,3) vor. Da zahlen die gesetzlichen Krankenkassen mir ca 95-96 Euro (incl. Strukturzuschlag) inzwischen mehr.. Ist diesmal wieder keine Dynamik ( jährliche Punktwerterhöhung) vorgesehen. Ist eine Anpassung ist einzelnen Teilbereichen zukünftig möglich, um Gerechtigkeitsdefizite zu vermeiden. Technische Leistungen werden auch in Zukunft
ein Rationalisierungspotential haben. Gesprächsleistungen nicht. zum Beitrag »
[28.05.2017, 22:57:24]
Thomas Georg Schätzler 
"FEIGHEIT VOR DEM FEIND"? 
Dass eine Impfpflicht, wie sie gerade in Italien für öffentliche Einrichtungen eingeführt wurde, von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zuletzt ausdrücklich ausgeschlossen wurde, ist nichts anderes als "Feigheit vor dem Feind".

Denn es kann und darf nicht hoheitliche Befugnis und Pflicht von Tageseinrichtungen für Kinder sein, Impf-Ausweise und -Beratungs-Nachweise zu überprüfen, bzw. den Gesundheitsämtern wie ein "Blockwart" zu melden.

Nein, die Bundesregierung muss endlich Farbe bekennen und sich gegenüber fundamentalistisch-ideologisierter Impfgegnerschaft bei Eltern, Meinungsbildnern, Medien und vor allem auch bei Ärzten, Heilpraktikern, Wunderheilern und selbsternannten Schamanen klar positionieren. Weichspülgänge haben ausgedient!

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[26.05.2017, 10:54:59]
Gerhard Leinz 
Privatpat. bei Psychotherapie "abgehängt" 
Das kist schon der Hammer -die Vergütung für Psychotherapie ist in der GOÄ seit über 20 Jahren unverändert. Die Zahhnzärzte erreichten eine neue GOZ schon vor der letzten Bundestagswahl. Für Psychotherapeutische Leistungen zahlen die gesetzlichen Krankenkassen "aufsummiert" bei der tiefenpsycholg. Psychotherapie inziwischen mehr als die GOÄ hergibt. Hauptkonstrultionsfehler der GOÄ war dass keine jährliche Anpassung des Punktwertes vereinbart ist - wie bei gesetzlichen Krankenkassen. So gibt weiterhin Fachgruppen ( "P-Fächer") die unter dem Ärztegezänk leider und andere die wohl profitieren - weil so manche technische Leistung immer wirtschafftlicher erbracht werden kann.

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[26.05.2017, 07:55:47]
Lotty Maria Wergin 
Transsexualität ist keine sexuelle Azusrichtung 
Wir sind erstaunt über die Darstellung in dem Beitrag. Was hat Transsexualität in einem Beitrag, in dem es um die "Versorgungsprobleme bei Schwulen und Lesben" geht zu suchen?

Im erstem Kapitel heißt es "lesbischen, homosexuellen, bi- und transsexuellen Jugendlichen ...". Gerade die Formulierung bi- und transsexuell suggeriert geradezu, dass es sich bei der Transsexualität ebenfalls um eine sexuelle Ausrichtung handelt. Im weiterem Verlauf wird dann von "gleichgeschlechtlicher und anderwertiger sexueller Ausrichtung" geschrieben.

Trans (latein)steht für entgegen, Sexus (Latein)steht für den Geschlechtskörper. Transsexuelle Menschen werden mit einem gegengeschlechtlichem Körper geboren, sie benötigen einen maximal funktionsangepassten Körper an ihr Geschlecht. Mit einer sexuellen Orientierung hat dies überhaupt nichts zu tun.

Vorstand Vereinigung-TransSexuelle-Menschen e.V. zum Beitrag »
[25.05.2017, 14:13:42]
Helmut Ulrich 
Schwindel in der Hausarztpraxis 
Nachdem der Patient im Liegen untersucht wurde (RR, Temperatur, EKG, Halsgefäße) bitte ich ihn sich auf der Liege hinzusetzen. Dabei hebt er den Kopf und spannt die Muskulatur des Halses und des HWS-BWS Überganges an. Tritt dabei der beklagte Schwindel auf - der Patient zeigt dabei eine deutliche Reaktion - so liegt der Schwindel wahrscheinlich in diesem Bereich.

Ich setze eine Quaddel (streng subcutan) von 5 ml Lidocain 1% beidseits des Vertebra prominens. Nach ca. 15-30 Minuten läßt der Schwindel nach und man kann den Aufstehvorgang zu Kontrolle wiederholen. Restbeschwerden können durch bestreichen mit einem Softlaser in dieser Region behoben werden.

Alle anderen Ursache - auch aus dem HNO Bereich - eher selten. Reichlich Gegenkontrollen bei dem HNO Kollegen 2 Türen weiter machen lassen.

Manipulationen an der HWS waren bei meinen Patienten nicht erforderlich.
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