Leserkommentare [16970]

[17.02.2017, 18:32:53]
Michael Hill 
Diabetes Mortalität 
Angesichts dieser Zahlen ist eine Verbesserung der Versorgung zwingend erforderlich. Allerdings erscheint nunmehr die reihenweise erfolgte Ablehnung bzw. nicht Nutzenanerkennung des GBA bezüglich der neuen Antidiantika (auch in Kombination mit Metformin)in einem ganz anderem Licht!!! Honi soit qui mal y pense! Der alleinige Blick auf die pekuniäre Seite läßt erheblich an erforderlichem Sachverstand zweifeln. zum Beitrag »
[16.02.2017, 18:08:10]
vlad arghir 
Abhilfe 
Seit jahren wandern jährlich knapp 4000 Ärzte aus Rumänien aus. Medizinisches Personal ist unterbezahlt, überarbeitet, KH überfüllt. Diese (zugegeben, stark komprimierte) Zusammenfassung dürfte im ganzen osteurpäischen Raum eine gewisse Gültigkeit haben. Ein Palästinenser aus Syrien, der in Rumänien ein Anästhesie-Studium absolvierte, baute Anfang der 1990er das dortige Rettungsdienst auf. Ärzte aus Syrien? Warum nicht gleich gesagt?  zum Beitrag »
[16.02.2017, 17:04:13]
Thomas Georg Schätzler 
Erklärung für das Erkältungs-Paradoxon? 
"Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory tract infections: systematic review and meta-analysis of individual participant data" von Adrian R Martineau et al.
BMJ 2017; 356 doi: https://doi.org/10.1136/bmj.i6583 (Published 15 February 2017) Cite this as: BMJ 2017;356:i6583
gibt u. U. eine Erklärung für das "Erkältungs-Paradoxon" im Winter.

- Denn niemand kann wirklich erklären, warum sich eine ubiquitär mögliche "Erkältung" an der frischen Luft bzw. in geschlossenen Räumen ausgerechnet im Winter wesentlich stärker Infekt-ausbreitungsfördernd erweist, als in den Übergangszeiten von Frühling und Herbst bzw. im Sommer?

- Oder warum nachgewiesene Influenza-Fälle im HxNx-System, ILI-Befunde (Influenza-like-Illness) bzw. Aktivitäten der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) seit ewigen Zeiten ausschließlich und nur in den Wintermonaten und nicht in den Sommermonaten beobachtet und registriert werden?

- Bzw. warum Grippe-Epidemien in den Wintermonaten immer wieder auftreten, unabhängig davon, welche der zahlreich möglichen Risikogruppen denn nun gerade bevorzugt geimpft werden sollten?

Es wäre aber ein Missverständnis sondergleichen, wenn jetzt bei allen Patienten die Vitamin D3-Spiegel im Serum gemessen und therapiert werden sollten:
1. sind die Vitamin D3-Spiegel im Winter physiologisch deutlich niedriger als im Sommer.
2. ist Vitamin D3 mit Sicherheit nicht monokausal für die Häufung von akuten Atemwegsinfektionen verantwortlich.
3. Hinzutreten nasses und kälteres Winterwetter, engeres Zusammenrücken in beheizten Behausungen, Familien-, Freundes- und Weihnachtsmarkt-Treffen, Jahresabschlussfeiern, kultische Gemeindeveranstaltungen. Das sind alles Gelegenheiten, auch an sich schwer übertragbare Erkrankungen(„communicable diseases“) mit geringer Kontagiosität auszutauschen.

Problematisch ist ein Vitamin D-Mangel besonders bei generellem Verzicht auf Milch und Milchprodukte. Bei Milchkonsumenten sollte eine Vitamin D-Substitution in den "R-Monaten" mit 2 x 1000 ug Vitamin D3 z.B. mit Vigantoletten® 1.000 IE erfolgen. Die Stoßtherapien mit Wochenpräparaten (z. B. Dekristol® mit 20.000 IE oder Vitamin D-Loges® mit 5.600 IE pro Woche) sind lt. Studie wesentlich weniger effektiv. Zusätzliches Calcium brauchen nur "Milchverweigerer".

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund


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[16.02.2017, 16:25:56]
Carl Scherer 
Das Gesetz ist seit heute Nachmittag durch 
Und nun ?
Wie werden die Auswirkungen auf die Strukturverträge sein ? zum Beitrag »
[16.02.2017, 10:37:27]
Patricia Klein 
Interpretationshilfe 
In Sachsen hat das Sozialministerium eine Interpretationshilfe festgelegt, die das Arbeiten für Ärzte und Sozialämter erheblich vereinfacht.

http://www.gesunde.sachsen.de/download/Download_Gesundheit/AsylbLG%20Gesundheitsversorgung%20Interpretationshilfe.pdf
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[16.02.2017, 09:52:13]
Wolfgang P. Bayerl 
muss ich leider bestätigen, Sprache ist wichtig 
ich habe eine solche im Ausland approbierte Ärztin, die schon recht gut Deutsch sprach, mehrfach höflich gefragt, ob sie alles versteht, was z.B. medizinisch angeordnet war, das hat sie immer bejat. Dann habe ich sie allerdings dabei ertappt, dass sie bei einer geplanten iv.Injektion Novalgin und Novodigal verwechselt hat.
Damit musste ihr Einsatz natürlich eingeschränkt werden. zum Beitrag »
[16.02.2017, 09:30:34]
Wolfgang P. Bayerl 
Ernährung ist keine Therapie 
dazu braucht man keinen Arzt! zum Beitrag »
[16.02.2017, 06:14:30]
Wolfgang P. Bayerl 
kein Verständnis  
für den unmoralischen Wunsch des Sohnes, der selbst Pfleger ist, noch an seinem Vater Geld zu verdienen, um den er sich 6 Jahre NICHT gekümmert hat.
Jetzt kümmert er sich plötzlich um Geld, nachdem nichts mehr zu entscheiden ist.
Er sollte sich schämen.

Mit welchem Recht wird hier behauptet, dass der Vater gelitten hat?
Dazu hätte er wenigstens einmal nach Deutschland fahren müssen.
Sicher nicht durch die Ernährung.
Objektiv ist eher das Gegenteil der Fall. Wenn ich einem Mensch Nahrung und Flüssigkeit entziehe, leidet er GANZ SICHER.
Auch dafür kann man als Arzt bestraft werden. Im Übrigen hat ja nicht der Arzt selbst die Ernährung vorgenommen. Es gibt hier weitere Ansprechpartner.

Warum ist es bitte die Aufgabe eines Arztes Leben zu beenden, Frau Elke Oberhofer ???
Selbst der Richter hat ja nicht entschieden, dass die Ernährung beendet werden soll/muss.
Seit wann ist es eine exklusiv ärztliche Tätigkeit, aktiv Leben zu beenden?
In welchem Gesetz steht eine solche exklusiv ärztliche Verpflichtung zum Töten. zum Beitrag »
[16.02.2017, 01:18:50]
Reinhard Naar 
Arztbrief auf Englisch  
Dem Herrn Kollegen Künzel möchte ich recht geben. Der Arzt ist Arzt und kein Übersetzer. Übersetzt er fehlerhaft, trägt er das forensische Risiko. Warum sollten die Kosten einer professionellen Übersetzung nicht zu den Reisekosten gehören? Was soll das mit einem "deutsch-nationalen Tonfall" zu tun haben, wenn man sich weigert, (unbezahlte?) fachfremde Zusatzaufgaben zu übernehmen?
Den Hinweis auf den mehrsprachigen Internationalen Impf-Ausweis halte ich für deplaziert, eben weil er mehrsprachig ist und mit Kenntnis der eigenen Muttersprache problemlos ausgefüllt werden kann.
Mf + kG, Dr. med. Reinhard Naar
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[15.02.2017, 18:32:24]
Klaus Günterberg 
Für fremde Ärzte ist die Sprache das A und O. Sie allein genügt aber noch lange nicht 
Für fremde Ärzte ist die Sprache das A und O – genügt aber noch lange nicht. Da werden im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Zuwanderungswelle und mit dem Fachkräftemangel in unserem Land immer wieder und wieder Facharbeiter, Ingenieure, Akademiker und vor allem Ärzte, wie hier Ärzte aus Syrien, als Beispiel dafür angeführt, wie uns Zuwanderer berei-chern. So einfach ist das Problem aber nicht:

Ich habe bei solchen Äußerungen zunächst einmal ein sehr zwiespältiges Gefühl: Wir ziehen den ärmsten Ländern ihre fähigsten Leute ab, vergrößern dort wegen eines vermeintlichen Vorteils für uns den Mangel an Fachkräften und zahlen hinterher diesen Ländern über den Finanzausgleich innerhalb der EU, über die UN, über Spenden und über viele Organisationen umfangreiche Entwicklungshilfen. Ohne ihre fähigsten Köpfe aber können diese Volkswirt-schaften nicht genesen.
Ich weiß natürlich, dass es eine Konkurrenz um diese Leute gibt. Sollten wir diese Fachleute evtl. nicht aufnehmen, dann werden sie aber von Kanada, Australien, Neuseeland, den USA und anderen Ländern mit offenen Armen empfangen.

Aber welche Chancen haben fremde Ärzte in Deutschland wirklich? Vorweg gesagt: Ich kenne Ärzte aus Russland, Polen, Rumänien, Iran und Palästina, die hier als Wissenschaftler und als praktizierende Ärzte eine hervorragende Arbeit leisten. Die meisten davon haben allerdings ganz oder teilweise hier studiert und sprechen und schreiben auch perfekt Deutsch.

Welche Hürden, vom Nachweis seines erfolgreichen Hochschulabschlusses und der formalen Berufserlaubnis einmal abgesehen, hat ein frisch zugewanderter Arzt hier, was fordern wir von uns Ärzten, was fordern wir von ihm?

Der Arzt muss unsere Sprache verstehen, sprechen und schreiben - ohne dies keine Diagnose, keine Beratung, kein Rezept, keine Verordnung, keine Bescheinigung, kein Befundbericht und kein Gutachten. Und keine Akzeptanz durch unsere Patienten. Er braucht ausreichende Kenntnisse unserer Medikamente - Irrtümer wären lebensgefährlich. Er muss unsere Heil- und Heilhilfsmittel kennen - ohne dies keine Therapie. Er muss mit der Medizintechnik umgehen können. Für viele ärztliche Tätigkeiten ist die Approbation nicht ausreichend, da bedarf der Arzt der Facharztanerkennung und oft auch noch zusätzlicher Qualifikation mit Prüfung und Genehmigung. Er braucht solide Kenntnisse unseres Gesundheitswesens und des Sozialrechts - ohne dies ist keine Niederlassung möglich. Als Niedergelassener braucht er Kenntnisse unseres Miet-, Arbeits-, Arbeitsschutz- und Versicherungsrechts, er braucht Bankverbindungen und muss wissen, wie unser Kredit- und Finanzwesen funktioniert. Er muss solide Kenntnisse von der Informatik haben - ohne Computer läuft in der Medizin heute nichts mehr. Als Fach- oder Krankenhausarzt hat er eine ständige Fortbildung (cme) nachzuweisen.

Diese Hürden sind nicht einfach zu nehmen. Und es sind diese Kenntnisse auch nicht in wenigen Monaten zu erwerben, da genügt kein Jahr, das braucht Jahre. Auch dann, wenn der Hochschulabschluss eines fremden Arztes als unserem gleichwertig anerkannt wird und er sich halbwegs verständlich machen kann, kann dieser Arzt noch lange nicht bei uns selbständig und/oder eigenverantwortlich arbeiten.

Dass er im Krankenhaus zunächst wie ein Hospitant überwiegend nur mitläuft, ist da ganz verständlich. Und wir sehen am Beispiel des Arztes, wie schwierig berufliche Integration ist. Den Ärzten aus dem geschilderten Kurs kann ich nur viel Erfolg wünschen.

DIE VORSTELLUNG aber, MAN KÖNNE MIT ZUGEWANDERTEN ÄRZTEN UNSEREN HAUS- UND FACHARZTMANGEL BESEITIGEN ODER IHN WENIGSTENS MERKBAR REDUZIEREN, IST VON DER REALITÄT MEILENWEIT ENTFERNT.

Dr. Günterberg
Gynäkologe, Berlin
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