Leserkommentare [17576]

[26.07.2017, 16:43:35]
Rares Pintea 
Differenzierung notwendig 
Aus meiner Sicht werden in diesem Artikel Begriffe vermengt. Zuwanderung sollte nicht gleich mit Flüchtlingen gesetzt werden. Dass die Beiträge zu den Sozialkassen sich durch die hier lebenden EU-Ausländer an die der Einheimischen fast angeglichen haben war schon zirka ein Jahr vor der Flüchtlingskrise bekannt. Ursächlich ist hierfür war die massive Zuwanderung von osteuropäischen Akademiker (insbesondere Ärzte) nach Deutschland.

Es nicht sicher bekannt wie hoch der Grad von Beschäftigen und die Höhe und Kompatibilität der Ausbildung unter den Flüchtlingen ist. Ich persönlich glaube aber nicht dass wie in diesem Artikel suggeriert wird die Flüchtlingen die Rettung für die Sozialsysteme sind, eine kontrollierte bedarfsgesteuerte Zuwanderung von Fachkräften aber sehr wohl.  zum Beitrag »
[26.07.2017, 12:46:21]
Christian Knaup 
... und WER zahlt die Beiträge der Zuwanderer? 
... hat denn jemand auch einmal etwas weiter gedacht woher die Beiträge stammen, die eingezahlt werden?

Ich kann kaum glauben, dass dies aktuell und in naher Zukunft aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung der Zuwanderer erfolgt.

Wenig qualifizierte, oft körperlich belastende Berufe führen schnell in Arbeitsunfähigkeit oder sogar Frühverrentung. Posttraumatischen Belastungsstörungen und Depressionen sind auch bisweilen festzustellen.

Als Orthopäde bin ich täglich mit diesen Dingen konfrontiert. Mein Wissen ist nicht nur aus Tageszeitung, Onlinemedien und Fernsehbeiträgen.

Aber so lange die Wirtschaft kurzfristig Wachstum zeigt, können soziale Missstände ja ruhig außer Acht bleiben. Diesmal sind es die Kassen, die Mehreinnahmen und geringere Ausgaben erwarten.

Wie so oft intersssiert nur, dass Geld vorhanden ist; aber wo es herkommt, interessiert wenig.



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[26.07.2017, 10:40:57]
Thomas Georg Schätzler 
Millionäre bevorzugt - "Money makes the World go around" [Cabaret 1972]? 
Diese Original-dpa-Meldung geht zurück auf die Publikation: "Buying time promotes happiness" (Kaufen von Zeit fördert Glücklichkeit) von Ashley V. Whillansa, Elizabeth W. Dunn et al. in
PNAS [Proceedings of the National Academy of Sciences], the official journal of the US National Academy of Sciences
http://www.pnas.org/content/early/2017/07/18/1706541114

Signifikanz, Relevanz und Repräsentativität dieser Studie sind trotz Befragung von angeblich 6.000 Probanden aus den USA, Dänemark, Kanada und Niederland jedoch äußerst dürftig.

1. Sie übersieht z. B. völlig, dass Haushaltspflichten wie Kochen und Backen durchaus sinnstiftend, freude- und glücklich machend sein können. Zahlreiche Hobby-Köchinnen und -Köche können davon ein Lied singen.

2. Wenn von 6.000 Befragten 818 Millionäre sind, also einen Anteil von 13,63 Prozent darstellen, besteht ein erheblicher "Bias" mit fehlerhaften Schlussfolgerungen bei einer tendenziös nicht-repräsentativen Stichprobe.

3. Wenn "nervige" Pflichten wie Putzen, Wäsche waschen, Kochen an Dritte delegiert werden, gehört zu einer in sich logisch-schlüssigen Studie, dass das damit verbundene "Unglück" bei den diese unangenehmen Arbeiten Ausführenden ebenso untersucht und erörtert wird.

Damit entlarvt sich die populistische "Signifikanz" der Studienautoren als vordergründig behavioristisches, oberflächliches und wortreiches Publizieren ohne wissenschaftliche Substanz:
["Significance - Despite rising incomes, people around the world are feeling increasingly pressed for time, undermining well-being. We show that the time famine of modern life can be reduced by using money to buy time. Surveys of large, diverse samples from four countries reveal that spending money on time-saving services is linked to greater life satisfaction. To establish causality, we show that working adults report greater happiness after spending money on a time-saving purchase than on a material purchase. This research reveals a previously unexamined route from wealth to well-being: spending money to buy free time."]

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

[Cabaret ist ein US-amerikanisches Film-Musical unter Regie von Bob Fosse aus dem Jahre 1972]


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[25.07.2017, 17:23:27]
Rainer Fischer 
Zumutung für alle Vertrgsärzte 
Ich halte den Druck, der hier aufgebaut wird, sich schnellstmöglich an die Telematikinfrastruktur anzubinden für unsäglich. Auf den Zug springt übrigens auch die CompuGroup auf mit ihrem Angebot für ihre Mitglieder, so schnell wie möglich einen Deal abzuschließen. Die ganze Sache ist deartig unausgegoren: Die maximale Pauschale, die nur im Quartal 3 - 17 möglich ist kann aufgrund fehelnder Hardware nicht abgerufen werden. Das Bundesgesundheitsministerium, die KBV und die Kassen sollten sich nochmal an einen Tisch setzen und das Projekt in seiner jetztigen Form nochmal einstampfen. Es muss ein neuer Zeitplan ausgearbeitet werden der allen Vertragsärzten Zeit lässt zu reagieren. Sichergestellt werden muss, dass kein Vertragsarzt auf den Kosten sitzen bleibt (das steht auch so im Gesetz - die Kassen alleine sind für die Finazierung zuständig). In der jetzigen Form ist dies aber so. Ich hoffe es kehrt hier bald Vernunft ein zum Beitrag »
[25.07.2017, 13:22:02]
Thomas Georg Schätzler 
KBV-Notfallpauschalen GOP 01205 und 01207 unerwünschte Klinik-Almosen! 
Dazu habe ich bereits am 11.5.2017 in der Ärzte Zeitung kommentiert:

"KBV-Absurditäten-Abklärungspauschale? - Die neue Abklärungspauschale im Bereitschafts- und Notfalldienst kann bei Notfallbehandlung nun nicht mal im Zwei-Minutentakt funktionieren!

Ist es Naivität oder Ignoranz, wenn der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Kollege Dr. med. Andreas Gassen behauptet, die Pauschale sei eingeführt worden, weil es Fälle gebe, in denen Patienten mit Bagatellerkrankungen oder nur für ein Rezept eine Notfallambulanz aufsuchten?

Dr. med. Gassen im O-Ton weiter: „Diese Patienten soll der Krankenhausarzt dann zum niedergelassenen Arzt schicken. Für diese Abklärung hat das Krankenhaus bisher kein Geld bekommen“, ist eine krasse Fehleinschätzung. Denn selbstverständlich wurden derartige "Bagatellfälle" zur Quersubvention aufwändiger echter Notfälle voll abgerechnet, entsprechend dem gleichmacherischen Durchschnitts-Vergütungs-Prinzip mit Regelleistungsvolumina (RLV) in der haus- und fachärztlichen, vertragsärztlichen Praxis."

Selbstverständlich werden ausnahmslos alle in Klinik-Ambulanzen
"notfallmäßig" auftauchenden, sogenannten Bagatellfälle für Rp.-Wünsche, AU und Befindlichkeitsstörungen als Notfallpatienten abgerechnet und bei freier Bettenkapazität auch stationär aufgenommen. Die gesamte Krankenhausökonomie lebt davon!

So berichtet auch das aktuelle Deutsche Ärzteblatt (DÄ), dass die Krankenhaus­Direktoren dafür plädieren, mit Kliniken als erste Anlaufstelle in der Notfallversorgung mehr Umsatz zu generieren:

"Berlin – Krankenhäuser müssen offiziell die erste Anlaufstelle für die ambulante Notfallversorgung werden. Das hat der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) gefordert und zugleich Pläne von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Marburger Bund (MB) vom vergangenen Freitag zurückgewiesen. Damit ist ein vor sich hin schwelender Streit erneut entbrannt.

KBV und MB hatten sich nach einer Sitzung für eine gemeinsame und einheitliche erste Anlaufstelle für die Notfallversorgung von Patienten ausgesprochen. Vorgesehen ist, dass Rettungs- und vertragsärztlicher Bereitschaftsdienst in diese Anlaufstelle, in der entsprechend qualifiziertes Personal eine erste Einschätzung des Patienten vor­nehmen soll, einbezogen werden. Eine Reform soll zudem die Notfallnummer 112 und die bundes­weite Bereitschaftsdienstnummer 116117 einbeziehen."
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77180/Notfallversorgung-Krankenhausdirektoren-plaedieren-fuer-Klinik-als-erste-Anlaufstelle

Die Notfall-Abklärungs-Pauschalen der KBV
- GOP 01205 für die Inanspruchnahme des Notdienstes tagsüber an Wochentagen; einmal im Behandlungsfall, 45 Punkte
und
- GOP 01207 für die Inanspruchnahme des Notdienstes nachts, an Wochenenden und Feiertagen; einmal im Behandlungsfall, 80 Punkte
waren, sind und bleiben absurde Realsatire zum 1. April 2017!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund


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[25.07.2017, 12:09:34]
Horst Grünwoldt 
Cholera 
Zivilisatorisch ist es eine menschliche Schande, dass im 21. Jahrhundert immer noch Cholera-Opfer in so großer Zahl zu beklagen sind!
Auch im Jemen, -wie in jedem Dritteweltland-, müßten doch inzwischen Basis-Gesundheits-Dienste flächendeckend als sog. health-points oder Infermeries in landesweiter Verteilung vorhanden sein.
Und für die Behandlung Cholera-Kranker braucht es ja in der Ersten Hilfe nicht mehr als bakterien-gefiltertes Wasser, um die berühmte heilsame Kochsalz-Zucker-Trinklösung lokal herzustellen...
Dafür müßten doch die WHO und die reichen Länder der Weltgemeinschaft, eigentlich schon präventiv und relativ billig sorgen können.
Letztlich bleibt die Cholera-Prophylaxe seit unserem ruhmreichen Robert Koch immer eine infrastrukturelle Frage mangelnder Trinkwasser- und Abwasser-Hygiene!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock  zum Beitrag »
[25.07.2017, 11:48:55]
Horst Grünwoldt 
Fitness 
Meine Vor-Kommentatorin Maren Reed hat völlig Recht, wenn sie körperliche und geistige Gesundheit als multifaktorielles Geschehen und definierbaren Zustand benennt!
Natürlich mögen unsere biomedizinischen Forscher immer wieder spezielle Einzel-Untersuchungen durchführen, um organische Bausteine (Meßwerte) für unser komplexes Gesundheits-Profil zu gewinnen.
Durch gesundheitliche Aufklärung gehört es aber schon zum Allgemeinwissen, dass jeder, der ein Leben lang von früher Jugend an, bis in´s Rentenalter sich sportlich -mit ausgleichender Bewegung zum schulischen oder beruflichen Alltagstrott- fit gehalten hat, die physisch und psychisch umfassenden Segnungen körperlicher Aktivität und ausgewogener Ernährung ernten kann.
Bei ü 70 Jährigen -vor Eintritt in´s sog. "Greisenalter"- korreliert offensichtlich die geistige Frische, gepaart mit körperlicher Fitness, auch noch mit sexuellem Verlangen, resp. Potenz; als zusätzlicher Antrieb für ein erfülltes langes Leben.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[25.07.2017, 10:50:51]
Thomas Georg Schätzler 
Mein Kommentar im "Offenen Brief" an Kanzlerin Angela Merkel, Minister und Parteivorsitzende 
Politiker/-innen sollten in gesundheits- und gesellschaftspolitischer Vorbildfunktion Ihren aktuellen BMI angeben!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[25.07.2017, 10:44:37]
Eberhard Grütte 
Weekend break  
Es gab mal eine gute Therapietradition von Beobachten und Abwarten - und dazu gehörte die Gepflogenheit der Medikamentenpause am Wochenende. Ich selbst bin als wis. Assistenzarzt an einer namhaften Medizinische Uni Klinik noch in dieser Gepflogenheit erzogen worden. Diese Therapiepause betraf besonders Digitalis´ und Diuretica -- deren therapeutische Breite schmal sein kann-- und die durch eine Wochenendpause an Therapie- sicherheit gewinnen. M.E. eine gute Therapietradition die leichtsinnig aufgegeben worden ist. Ihr Artikel ermuntert zur Rückbesinnung.
Joh.Eberhard Grütte , Dr.med.
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[25.07.2017, 10:15:02]
Maren Reed 
Politiker? 
Nicht die Politiker sitzen "am Hebel" - sondern die Lobbyisten der Nahrungsmittelindustrie und die Firmenbosse. Vermutlich auch die Pharmaindustrie, denen durch gesündere Menschen viel Geld entgehen würde.

Man sieht ja gerade bei den Fahrzeugen, wie weit der Einfluss der Politik reicht - gegen die Macht der Industrie. NULL - und das Interesse an der Gesundheit der Bevölkerung ist da auch kein Grund, etwas zu ändern.

Ich würde es durchaus begrüßen, aber ich habe meine Zweifel, dass sich in D nachhaltig etwas ändern wird. zum Beitrag »
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