Freitag, 24. Oktober 2014

Leserkommentare [11150]

[24.10.2014, 14:56:36]
Dr. Manfred Stapff 
Protokoll für syptomfreie Rückkehrer? 
Eine Frage, die sicher gestellt worden wäre, wenn dieses Interview heute geführt worden wäre:
Wie sieht das Protokoll für medizinisches Hilfspersonal aus, die in ihr Heimatland zurückkehren?
Der New Yorker Arzt hatte noch am Mittwoch, weniger als 24 Stunden vor Ausbruch der Erkrankung und bereits mit ersten Symptomen, Massenverkehrsmittel benutzt und am öffentlichen Leben teilgenommen. Sollten zurückkehrende Mitarbeiter nicht bis 21 Tage nach dem letzten potenziellen Ebola - Kontakt isoliert werden?  zum Beitrag »
[24.10.2014, 01:54:09]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Dr. Horst Grünwoldt, es gibt keinen "ugandischen Migrant", 
bitte etwas genauer lesen!
Und geben Sie ihren Tieren weniger Antibiotika. zum Beitrag »
[23.10.2014, 23:10:38]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Krankenhausplanungen darf man auf keinen Fall den Ökonomen überlassen! 
2007 publizierte die OECD eine Statistik über die durchschnittliche Verweildauer in der Akutversorgung: In Japan betrug sie 19,8 Tage, in Deutschland 8,6, in der Schweiz 8,5 Tage; in den Ländern Tschechische Republik 8, Slowakische Republik und Luxemburg 7,3, Portugal 7,1, Niederlande 6,8, Irland 6,6, Polen 6,5, Ungarn 6,3, Groß-Britannien 6,1, Österreich 5,9, USA 5,6, Island und Frankreich 5,4, Norwegen 5,2, Finnland 4,8, Schweden 4,6, Mexiko 4 und Dänemark 3,5. Der Durchschnitt der letztgenannten Länder betrug 6,8 Tage.

In einer ähnlichen Veröffentlichung von 2010 "scherzten" die Ökonomie-Autoren des OECD-Gutachtens: Sie sprachen davon, das deutsche Gesundheitswesen hätte die finanzielle Kapazität und den 'Appetit', expandieren zu wollen ["the German health care system may have the financial capacity (and appetite)..."]. Im ersten Säulendiagramm war dann Schluss mit lustig: Eine absurd aufgespreizte Häufung von Krankenhausbetten im Ländervergleich von Japan mit 13,6 Betten auf 1.000 Einwohner, Deutschland mit 8,3 Betten, bis zum Schlusslicht Mexiko mit 1,6 Betten auf 1.000 Einwohner sollte reichen ["Figure 1: Hospital beds per 1000 population, 2010 (or latest year available)"]. Quelle http://docs.dpaq.de/3354-oecd_hospital_volumes_germany.pdf

Eine 100%ige Bettenauslastung für jeden einzelnen Tag vorausgesetzt, würde damit j e d e/r Japaner/in im Verlauf nur eines einzigen Jahres 5 Tage in einem Krankenhausbett verbringen. Nach der OECDiLibrary führt die durchschnittliche Lebenserwartung der Japaner aktuell den Spitzenplatz von 83 Jahren im Ländervergleich. Jeder Bewohner Japans hätte von seiner Lebenszeit durchschnittlich knapp 412 Tage, also weit mehr als ein ganzes Jahr (365 Tage) im Krankenhausbett zugebracht. Einzelheiten auf "Schätzlers Schafott"
http://www.springermedizin.de/oecd-lachnummer---mit-oder-ohne-sombrero/4355156.html

Eine wichtige Erkenntnis: Wenn die Gesamtzahl der Kliniken um 1 % auf 1.995 in Deutschland gesunken ist, die Anzahl der Betten jedoch überproportional um knapp 2 % auf nunmehr 501.000 Krankenhausbetten sank. Wenn z u s ä t z l i c h die Verweildauer für stationäre Behandlungen in 2013 von 7,6 auf 7,5 Tage weiter abgesunken ist, bedeutet dies im klinisch-ethischen u n d betriebswirtschaftlichen Klartext, dass die Rationalisierung, Arbeitsverdichtung, Personalbelastung und Fehlerquote g e s t i e g e n sind.

Eine weitere Erkenntnis, verehrte Leserinnen und Leser, für die ethisch bedenkliche Arbeitsverdichtung in Krankenhäusern. Ein Modell-Patient, der von MO bis FR im Krankenhaus war, hat eine "Verweildauer" von nur v i e r Tagen, weil der Entlassungstag k e i n e Anrechnung erfährt (Ausnahme nur 1 Tag stationär zählt als 1 Verweiltag): "Definition der Verweildauer gemäß § 1 Abs. 7 Verordnung zum Fallpauschalensystem für Krankenhäuser (KFPV): Maßgeblich … ist die Zahl der Belegungstage. Belegungstage sind der Aufnahmetag sowie jeder weitere Tag des Krankenhausaufenthalts o h n e den Verlegungs- oder Entlassungstag …; wird ein Patient oder eine Patientin am gleichen Tag aufgenommen und verlegt oder entlassen, gilt dieser Tag als Aufnahmetag.“

Damit zeigt sich das gesamte Ausmaß der Manipulation um die Krankenhaus-, Operations-, Verweildauer und Belegungsstatistik bzw. die Unhaltbarkeit der Position von Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin am Uniklinikum Heidelberg.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[23.10.2014, 23:02:01]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
kein Wunder bei der medialen Panikmache 
Auch die gezeigten Astronautenanzüge wirken nicht besonders beruhigend.
Bei Angst und Panik hilft eigentlich nur Wissen.
Z.B. Wissen über die Infektiosität, Übertragungswege etc. von (behüllten) Ebola-Viren, einer Erkrankund, die man eigentlich schon einige Jahre kennt (1976 Fluss Ebola im Kongo). Die Sporen von Clostridium difficile z.B. sind WESENTLICH schwere durch Desinfektionsmittel zu inaktivieren. (Töten sagt man nicht bei Viren).
An solchen Darmkeimen (Clostridien) stirbt man in deutschen Krankenhäusern.
Beruhigung des Publikums ist aber offensichtlich eher nicht auf dem Programm. zum Beitrag »
[23.10.2014, 22:35:23]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Abtreibung ist nur bei gesunden Embryos erlaubt 
[23.10.2014, 22:26:30]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Man hört auch, in der Klinik der Kaufmännische Direktorin würden verdächtig viele Krebsoperationen durchgeführt. 
Das sollte von einer Ethikkommission überprüft werden.
Natürlich neutral, ich würde Frankfurt vorschlagen,
das ist einfach etwas internationaler,
und eh ich das vergesse,
ein Chirurg darf natürlich nicht in dem Ethikrat sein. zum Beitrag »
[23.10.2014, 22:16:23]
Dr. Klaus mühlbach 
Wo bleiben die Bauernopfer? 
"Unbürokratische und sofortige Hilfe" wird bei allen peinlichen Vorkommnissen schnellstmöglich in unserer Republik von Geschäftsträgern versprochen. Was passiert dann? Erfahrungsgemäss nichts!

Wenn nun ein Vorsitzender eines Aufsichtsrates ( was hat er eigentlich mit seinen Mannen die ganze Zeit beaufsichtigt? ) aktiv zu werden scheint, wenn er "im Sinne der Patienten" sich um die OP-Kapazitäten kümmern will, was hat er zuvor getan?

Was er jetzt tut ist nichts weiter als der Versuch seine eigene Haut zu retten. Alle sich in seiner Dunstwolke auch im Klinikbereich Befindlichen weden in ihrem Eigeninteresse ihm dabei helfen. Auf der Strecke bleiben dann sicher die berühmten Bauernopfer, die man zuvor nicht schon wegen lästigen Verhaltens längst bringen konnte.

Herr Dr. Peter Kurz, machen sie einen langen Schritt und treten sie zusammen mit all jenen Führungskräften ab, die an dieser Misere durch Wegschauen, Sowasgibtsbeiunsnicht,Waswilldennderda und Ähnlichem mitgewirkt haben. Vielleicht sind dann die Klinikmitarbeiter, die sich ehedem schon mal gemeldet hatten und enttäuscht worden sind für eine "umfassende Aufarbeitung" bereit.  zum Beitrag »
[23.10.2014, 22:02:23]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Vielleicht sollte sich die die Kaufmännische Direktorin erst einmal mit den Operateuren ihrer eigenen Klinik unterhalten 
warum diese überhaupt Operationen durchführen.
Erst wenn sie das verstanden hat, darf sie mitreden.
Kaufmann und Ethik passt ja wirklich wie die Faust aufs Auge. zum Beitrag »
[23.10.2014, 18:49:22]
Dr. Patricia Klein 
Altverträge besser! 
"Erwartungsgemäß steigen die Gehälter mit der Berufserfahrung. Wer seit drei Jahren Chefarzt ist, erhält im Schnitt 248 000 Euro, bei mehr als 20 Jahren sind es 393 000 Euro."
Ob das mit der Berufserfahrung zusammenhängt, wage ich zu bezweifeln. Die Chefarzt-Verträge vor 20 Jahren wurden nur zu völlig anderen Bedingungen abgeschlossen als heute. Aber dieses Problem wird durch den Facharztmangel vielleicht schneller gelöst, als manchem Krankenhausträger lieb ist...  zum Beitrag »
[23.10.2014, 14:34:50]
Dr. Horst Grünwoldt 
Ebola-Schutz-Verkleidung 
Der "Seuchenkampf" gegen unsichtbare Virus-Feinde nimmt immer skurilere Formen an. Die Göttinger Uniklinik rüstet ihr medizinisches Personal mit hermetisch abgeschlossenen Ganzkörper-Anzügen aus, um sich selbst vor ansteckenden Körperflüssigkeiten von Ebola-Patienten zu schützen. Die scheint sogar für Tauchgänge im infektiösen Fluidum geeignet zu sein!
Wie wollen die Ärzte und das Pflegepersonal unter dieser Selbst-Isolation und Vermummung noch einen anständigen medizinischen Dienst am Schwerstkranken durchführen, z.B. mit Zweifach-Handschuhen korrekte und schonende Katheter legen und Wundbehandlungen vornehmen?
Verantwortlich für diesen gespenstigen "Seuchen"-Auftritt sind natürlich nach m.E. die praxis- und patientenfernen Labormediziner, Mikrobiologen und Virologen, die -auch verbal und irrational- immer wieder von (aktiv) "ausbrechenden", "überspringenden" und sich "verbreitenden" sowie "aggressiven" Erregern, -offensichtlich dramatisierend oder sogar wichtigtuerisch-, unverantwortlich über die "unsichtbaren Feinde" parlieren.
Sofern bei ansteckenden Krankheiten nicht ein tierischer Vektor -aus dem animalischen Reich der Insekten, Helminthen, Mollusken oder Vertebrata- festgestellt wird, sind es doch stets die Menschen selbst, die unwissend und aktiv auf unhygienische Art Mikroben oder Virus verschleppen und andere damit kontaminieren, oder sogar infizieren (lat. Inficire= "etwas hineinmachen") durch verschmieren.
In dieser Hinsicht scheinen mir die nahezu unbeweglichen Helfer für die aktive Infektions-Übertragung sogar mit ihrem umfangreichen, zu entsorgenden Desinfektionsmüll prädisponiert für eine nicht zu kontrollierende Keimverschleppung.
Als erfahrener Hygieniker würde ich für mich selbst -um medizinisch handlungsfähig zu bleiben- lediglich eine Kopfhaube, Mund-Nasen-Maske, meine optische Brille, Einmalhandschuhe und -überschuhe sowie für das Tropenklima angemessene Wechsel-Arztkleidung tragen. Schließlich kann ich mich -auch mit dem Ebolavirus- lediglich über meine ungeschützten Schleimhaut-Körperöffnungen (Augen-Mund-Nase) infizieren. Nur an denen habe ich mich vor dem "Eindringen" von fremden Körperflüssigkeiten durch Annießen, Anhusten oder dem (unwahrscheinlichen) "Ankotzen" bei der Untersuchung, Behandlung und Pflege - auch eines hämorhagisch Kranken - zu schützen.
Wenn ich nicht unter der "Ebola-Vermummungs-Immobilität" mich selbst mittels Injektionsnadel infiziere, schütze ich mich ausreichend durch Kleiderwechsel und ein Duschbad in einer Schleuse.
Um einem Ebola-Hospitalismus vorzubeugen, würde ich die ansteckungs-verdächtigen Patienten unter der Tropensonne lediglich in Pavillion-Zelten, die anschließend verbrannt werden können, zur Untersuchung und Behandlung unterbringen. Bettgestelle und Matratzen wären darin obsolet - bodennahe Sportmatten erwünscht
Unter den schwierigen, materiellen Bedingungen der tropischen E-Länder stelle ich den Einheimischen für die Raum-, Latrinen- und Bestattungs-Desinfektion den altbewährten Chlorkalk, für die Bedarfsgegenstände-Desinfektion eine frischangesetzte Na-Hypochlorid-Lösung und für die äußere_Hautdesinfektion eine alkalische (Schmier-)Seife aus Palmölproduktion zur Verfügung. Anschließend werden nur noch die Hände mit 70%igem Iso-Propylalkohol desinfiziert.
Den Ganzkörper-Präservativ-Anzug behalte ich mir vor für die Schlußreinigung und Desinfektion von Räumlichkeiten ohne Patienten-Belegung!
Der geringe Kosten- und Material-Aufwand zu einer effektiven "Seuchen-Bekämpfung" nach o.g. Muster, dürfte die WHO und alle "Ebola"-Spender-Länder freuen, wenn deren Entscheider nicht zu "infektionsanfällig" gegenüber der gewinnorientierten Pharma- und Hygiene-Industrie sind.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
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