Mittwoch, 1. Oktober 2014

Leserkommentare [10998]

[01.10.2014, 18:24:56]
Dr. Hans-Jürgen Schrörs 
Impfsoftware 
In dem Artikel ging es in erster Linie um den Nutzen, bzw. um die Möglichkeit, die Impfquoten zu verbessern. Keine Maßnahme, ob Aktionen in der Praxis, Aktionen der BzgA oder der KV-en hat bisher Steigerungen der Impfraten um das Mehrfache gebracht.
Was die Kosten betrifft, so bieten einige AIS die Software kostenfrei an, anderen nehmen ca. 300,00 € einmalig zzgl. mtl. Pflegegebühr von ca. 5,00 bis 15,00 €. Den genauen Preis muss man bei seinem Softwareanbieter erfragen. Mittlerweile nutzen ca. 6000 Praxen den Impfplaner. Er ist übrigens der einzige seiner Art in Europa, vermutlich sogar weltweit. Infos findet man unter www.impfdoc.de.  zum Beitrag »
[01.10.2014, 18:11:26]
Dipl.-Psych. Götz Braun 
warum fehlt der link auf den Bericht zur Demo bei der DPTV? 
Das ist schon aufschlussreich, wenn man bei der Presseresonanz auf der Seite der DPTV auf folgende Seite nicht hingewiesen wird:

http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/aerztliche_verguetung/article/869657/demonstration-psychotherapeuten-sehen-millionen-gebracht.html

Bestätigt sich da nicht ein Teil meines Kommentars auf dieser Seite????
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[01.10.2014, 14:40:29]
Carsten Windt 
Alter Wein in neuen Schläuchen 
Frauen und Männer sind gleich. Jedenfalls war das die Begründung für die zwangsweise Einführung der Unisex-Versicherung. Jetzt können die Gruppen nicht einfach behaupten, dass Frauen "anders ticken". Frauen haben Unisex gefordert jetzt sollen sie gefälligst damit leben.

Aber im ernst. Ist die Erkenntnis, dass Frauen und Männer sich anders verhalten und anders mit Erkrankungen umgehen so neu? In der Krankenversicherung hatte man unterschiedliche Prämien genommen, weil eben Männer und Frauen nicht gleich sind. Dabei ging es nicht um das gerne ins Feld geführte Schwangerschaftsrisiko (welches bereits vor Einführung von Unisex auf Männer und Frauen verteilt wurde), was man statistisch bei 1,4 Kindern pro Frau eh vernachlässigen kann.

Es geht um den Umgang mit der Gesundheit und den Kosten die daraus entstehen.

Für mich spannend ist aber das Ergebnis des Kongresses. Soll jetzt für Frauen mehr Geld als für Männer bereitgestellt werden? Dann ist es an der Zeit den Unisex-Blödsinn wieder abzuschaffen und nicht mehr ungleiches gleich zu behandeln
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[01.10.2014, 12:32:02]
Thorsten Schaff 
Leistungsfähigkeit statt Lungenfunktion 
Herzlichen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Text korrigiert. zum Beitrag »
[01.10.2014, 11:47:32]
Dr. Guntram Schulze 
PSA-Verlauf 
Eine einmalige Bestimmung des PSA-Wertes enthält wenig information.
Wichtig aber ist die jährliche Verlaufsbeobachtung in Verbindung mit Ultraschall.
Adenome haben meist nur einen moderaten Anstieg, Karzinome haben steilere PSA-Anstiege. zum Beitrag »
[01.10.2014, 10:59:31]
Dieter Döring 
Software entlastet die Hausarztpraxis 
Ganz schlechter uninformativer Artikel. Was man als Hausarzt wissen will wird nicht gesagt. Wie teuer das zusätzliche Programm ist? zum Beitrag »
[01.10.2014, 10:44:26]
Heidi Hecht 
Professor Hackethal  
hatte Recht. Unser sogenanntes Gesundheitswesen ist verkommen zu einer Geldmaschine, es wird gesucht und gesucht. Dass dabei in vielen Fällen nur Sorgen vorverlegt werden oder Sorgen vorgeholt werden, die man sonst gar nicht hätte, ist egal. Hauptsache der Rubel rollt.  zum Beitrag »
[01.10.2014, 09:10:42]
Inge Regnery 
psychische Erkrankungen 
Endlich mal jemand der nicht nur den Einzelnen, sondern den gesamten Familienverband im Auge hat. Bei Kindern ist es selbstverständlich, dass man die Eltern mit einbezieht - wieso dann nicht beim Partner? Eine psychische Erkrankung hat immer weitreichende Auswirkungen auf den Partner, die Beziehung und die Kinder, die wechselseitige Beeinflussung wird meiner Ansicht nach viel zu sehr unterschätzt, nicht nur beim Alkoholiker gibt es die Co-Abhängigkeit.

Eine Ausklammerung des Partners führt meiner Ansicht nach oft zum Scheitern der Beziehung. Leider sehen dass viele Therapeuten nicht so und meinen es genügt die Einzeltherapie und das "ich" des Patienten zu stärken, was in der Umgebung dann als Egoismus wahrgenommen wird. Der erkrankte Partner wird fremd. zum Beitrag »
[01.10.2014, 09:07:29]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
wer ist der "Ethikrat" muss wieder einmal gefragt werden. 
wer legitimiert ihn, Gesetze zu machen (oder abzuschaffen)?

Bei Sex denke ich als Arzt reflektorisch immer an die steigende Zahl der "Geschlechtskrankheiten".
Kann da der "Ethikrat" nicht mal ein Machtwort sprechen?
Oder ist das im Gegenteil erwünscht vom Ethikrat?

wer ist der "Ethikrat"? zum Beitrag »
[01.10.2014, 08:57:16]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Wundermittel gegen Morbus Alzheimer? - Keine "Benzos" mehr geben? 
Da gibt es eine brandneue, experimentelle Studie im JAMA: http://archneur.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1875833
der zufolge Schlafunterdrückung oder verlängertes Wach-Sein den physiologischen morgendlichen Abfall von Aß42 (Cerebrospinal Fluid Beta-Amyloid 42) stören würde. Die Hypothese lautet, dass chronischer Schlafentzug die zerebralen Aß42 Spiegel ansteigen lässt, was wiederum das Risiko einer Alzheimer Erkrankung erhöht. ["Conclusions and Relevance - Sleep deprivation, or prolonged wakefulness, interferes with a physiological morning decrease in Aß42. We hypothesize that chronic sleep deprivation increases cerebral Aß42 levels, which elevates the risk of Alzheimer disease."].

Gibt man dann jedoch zur Verbesserung des für Morbus Alzheimer typischen fraktionierten Schlafes bei Beta-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn als Wirksubstanz Benzodiazepine, um Symptomatik bzw. Belastungen für Bezugspersonen zu reduzieren, tritt laut British Medical Journal ein Publikations-Team unter der Leitung einer Studentin der Pharmakoepidemiologie, Sophie Billioti de Gage, "PhD student am INSERM, U657-Pharmacoepidemiology, Université de Bordeaux, France", auf den Plan, um unter Verwechslung von Ursache, Wirkung und Kausalität gemeinsam mit hochkarätig desorientierten Ko-Autoren mittels einer retrospektiven Fall-Kontroll-Studie etwas zu beweisen, was noch nicht einmal für eine zufällige Koinzidenz hinreicht: "Benzodiazepine use and risk of Alzheimer’s disease: case-control study".

http://www.bmj.com/content/349/bmj.g5205
postuliert auf geradezu fantastische Art und Weise, dass der Gebrauch von Benzodiazepinen mit einem erhöhten Risiko der Alzheimer-Krankheit assoziiert ist ... "Unkontrollierter Langzeitgebrauch dieser Medikamentengruppe sollte als eine ernsthafte öffentliche Gesundheitsgefahr betrachtet werden", heißt es frei von jeglichem Kausalitäts- oder Assoziationsbeweis. ["Conclusion - Benzodiazepine use is associated with an increased risk of Alzheimer’s disease. The stronger association observed for long term exposures reinforces the suspicion of a possible direct association, even if benzodiazepine use might also be an early marker of a condition associated with an increased risk of dementia. Unwarranted long term use of these drugs should be considered as a public health concern."].

Es ist keine Überraschung, dass Prof. Gerd Glaeske von der Universität Bremen als Pharmakovigilanz-Forscher auf diesen Zug aufspringt. Aber auch Prof. Dr. med. Richard Dodel sieht unter
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/60175/Praevention-rueckt-bei-Alzheimer-in-den-Fokus
hier einen vermeintlichen Alzheimer-Präventionsansatz: "Wir verfügen im Augenblick über keine kausale, krankheitsmodifizierende Therapie. Diese zeichnet sich leider auch noch nicht ab. Im Augenblick ist daher die Prävention stark in den Fokus gerückt."

Genauso gut könnte der vermehrte Gebrauch von Plastik-Einkaufstüten die zunehmende Alzheimer-Inzidenz und -Prävalenz nahe legen. So einfach und so schlicht gestrickt geht Medizin und Pharmakoepidemiologie; in letzterem Fachgebiet ist die Erde wohl noch eine Scheibe?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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