Mittwoch, 27. Mai 2015

Leserkommentare [12948]

[27.05.2015, 07:44:10]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
K. O. für die Hausarzt-EBM-Ziffer GOP 03230? 
Zum K.O.-Katalog der letzten Hausarzt-EBM-Reform gehören auch die neuen EBM GOP 03230 bzw. 04230 (Problemorientiertes ärztliches Gespräch). Sie sind n i c h t als Einzelleistung abrechenbar, denn sie sind budgetiert und pro Patient pro Quartal nur h ä l f t i g abrechenbar. Sie betragen 90 Punkte (9,24 Euro); das Gesprächskontingent bei 1.000 Scheinen im Quartal beträgt 4,12 Euro (45 Punkte) vgl. www.kbv.de/honorar . Abrechnungen über dieses Kontingent hinaus werden unabhängig von Multimorbidität, Mehrfachinanspruchnahme und Mehrbedarf ersatzlos gestrichen.

Bei einem Prüfzeitraum von 10 Minuten für die EBM-Gebührenordnungsposition (GOP) 03230/04230 liegt der kalkulatorische Arzt-Stundenlohn als Praxisumsatz weit unterhalb von 55,44 Euro. Denn zwischen den theoretisch möglichen 6 Patienten pro Stunde sind Wechsel-, Dokumentations-, Verordnungs-, Therapie- und Rüstzeiten notwendig.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[27.05.2015, 07:39:37]
Carl Scherer 
Deshalb über die HZV abrechnen 
Einfacher geht's nicht . 3 Ziffern ( 0000+0003+03240 ) und fertig is.
Und dafür noch 40% mehr verdienen als bei der KV .
Wer da nicht mitmacht ist selber schuld . zum Beitrag »
[26.05.2015, 22:21:09]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Lieber Kollege H. Grünwoldt! 
Die Bevölkerung der Irischen Republik hat klar für die Gleichstellung von Homo-Ehen votiert. Mit "Gleichschaltung", wie Sie es formulieren, hat das meines Erachtens wenig zu tun, wenn eine Volksabstimmung mit 62 zu 38 Prozent f ü r die "Homo-Ehe" ausgeht.

Die Republik Irland hat neben der katholisch geprägten Stammbevölkerung der Provinz Ulster (Nordirland-GB) eine der höchsten Geburtenraten in ganz Europa. Als ich früher oft 2 x jährlich in Westport/Clew Bay und später bei Sneem/Ring of Kerry war (unser Sohn und seine Freundin studierten in Dublin und Galway), fiel der Kindersegen im Vergleich zu Deutschland immer wieder auf.

Sozialpsychologisch ist das vielleicht der Grund, weshalb sich das Blatt auf einer so katholisch geprägten Insel (striktes Abtreibungsverbot - mit entsprechendem Tourismus nach GB) gewendet hat: Etwa jeder 10. Mensch outet sich irgendwann in seinem Leben in homosexueller Orientierung; die Transsexualität ("wrong body syndrome") ist wesentlich seltener. Aus meiner allgemeinmedizinisch-hausärztlichen Praxis kann ich das nur bestätigen.

Wenn nur 2 Nachbarfamilien jeweils 5 Kinder haben (in Irland durchaus typisch), dann teilen alle diese 14 Menschen die persönliche Erfahrung von Homosexualität, egal ob männlich oder weiblich, in ihrem unmittelbaren sozialen Nahbereich. Und dort kann sich im G e g e n s a t z zu Vereinzelungs- und Vereinsamungstendenzen (!) reproduktionsmäßig gestörter post-industrieller Gesellschaften eine unmittelbare Erfahrung von Toleranz, Offenheit, Legalisierungswunsch und Menschenrechts-Bewusstsein entwickeln, der a l l e n Menschen unabhängig von Rasse, Klasse, Herkunft, sexueller, emotionaler, ethisch-sozialer oder religiöser Orientierung die Möglichkeit einer gleichberechtigten eingetragenen Partnerschaft gibt. So einfach ist das!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[26.05.2015, 21:33:54]
Dipl.-Med Henrik Dolling 
Körpertransplantation ist korrekt und ethisch eher akzeptabel!! 
Was will ich mit dem Kopf eines anderen? Doch nur, wenn das Back up meines Gehirns ins neue Gehirn käme, sonst macht es ja keinen Sinn. Also sollte man nicht immer von Kopftransplantation sprechen. Körpertransplantation schon eher. Dies ist technisch dasselbe aber ethisch schon ein Unterschied. Die Peritonelakarzinose meines Pankreaskopfkarzinoms könnte ich mir im Austausch mit dem Körper von Michael Schumacher vorstellen. Oder steckt die Seele im Darm?-Lassen wir uns überraschen. zum Beitrag »
[26.05.2015, 17:14:35]
Dr. Horst Grünwoldt 
Die Ehe 
Ehe eine Ehe eine Ehe wird, bedarf es normalerweise zweier herosexueller Liebender. Die wollen i.d.R. über den reinen intersexuellen Lustgewinn hinaus, im "Liebesspiel" irgendwann einmal bewußt eine Familie als höchstes Ziel im individuellen Leben gründen.
Und die besteht -auch nach biblischen Gebot- darüber hinaus in der realen Absicht, als Vater und Mutter (genetisch) gemeinsame Kinder zu zeugen und für deren Entwicklung langfristig die Verantwortung zu übernehmen.
Daß ausgerechnet das rel. junge irische Wahlvolk jetzt die Gleichschaltung des Homovertrages mit der klassischen Ehe als familiengründende Institution verlangt, ist verwunderlich.
Oder ist es die wirtschaftliche Krise -nach dem boom-, die die Jungen im katholisch geprägten Irland zur Kinderlosigkeit und zur Gleichschaltung von umfassend verpflichtender Ehe mit bloßer Lebensgemeinschaft auf Zeit veranlaßt hat?
Das dürfte aber zu meiner großen Besorgnis nicht nur an den Grundfesten staatsbildender Gesellschaftsstruktur und -kultur rütteln, sondern auch zur Beliebigkeit in den menschlichen Beziehungen führen.
Es bleibt die Feststellung: Elementar Unterschiedliches läßt sich eben nicht gleichbehandeln!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt zum Beitrag »
[26.05.2015, 17:09:01]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Die "Epidemiologie" kann die Kausalität NICHT ersetzen. 
Meine Erfahrung als Chirurg ist gerade eine Häufung von Sturz mit SH-Frakturen bei der Kombination (unbehandelte) Anämie + Hyponatriämie DURCH "cardiale" Therapie. Hier speziell die ungünstige häufige Kombination mit Diuretika.
Der mit Abstand interessanteste harte Fakt für Kausalität dieser Studie ist daher die zerebrale Durchblutung.
Ist sie vermindert, erhöht sich das Sturzrisiko und nicht nur das. Und hier gibt es bei alten Menschen den uralten Begriff des "Erfordernis-Hochdrucks" für das Gehirn. Also ein sehr individuelles Risiko, das auch bei einer großen Zahl statistisch berücksichtigt werden muss, was ich in dieser Kurfassung der Analyse nicht wirklich erkennen kann.
Eine antihypertensive Therapie, welche auch immer, darf also nicht zur cerbralen Minderdurchblutung führen.
Das "Herz" hat hier vor dem "Hirn" zurückzustehen. zum Beitrag »
[26.05.2015, 16:49:14]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Völlig richtig liebe Vorredner, das ist sexuelle Verstümmelung, die genau zeigt, 
was in Deutschland mit Menschenrechten und "Gleichberechtigung" genau gemeint ist:
Frauenförderung zu Lasten des männlichen Geschlechts.
Wie eine rote Linie in der "Rechtssprechung". zum Beitrag »
[26.05.2015, 16:45:15]
Dr. Andreas Rahn 
antihypertensive Therapie ohne Erhöhung des Sturzrisikos möglich 
Was kann uns diese Studie sagen?
Eine antihypertensive Therapie bei älteren Menschen scheint ohne Erhöhung des Sturzrisikos möglich - das entspricht geriatrischer Erfahrung.
Was kann uns diese Studie nicht sagen?
Die Studie kann keine Aussagen machen zu Dingen, die in ihr nicht untersucht worden sind: z.B. wie verhält sich das Sturzrisiko, wenn man die antihypertensive Therapie verändert? Was ist mit Alpha-Blockern?
Dass die Autoren die Ergebnisse der Studie vorsichtig interpretieren, spricht eindeutig für sie (z.B.: Stichwort: Bias).
Hoffentlich sind alle anderen Interpreteure genauso vorsichtig... zum Beitrag »
[26.05.2015, 16:42:03]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Frauen sind nicht vernünftiger, sondern unvernünftiger 
und solange auch bei raucherkritischen Beiträgen immer rauchende Mode-Models statt vorgealterte Zicken gezeigt werden, wird sich daran auch nichts ändern.
Und "Östrogene" sind wirklich kein biologischer Nachteil sondern medizinisch eindeutig ein VORTEIL!
Sonst würden Männer länger leben und nicht Frauen. Soll sogar gegen Alzheimer schützen. zum Beitrag »
[26.05.2015, 13:13:21]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Zustimmung, Kollege Schätzler 
Epidemiologen haben massive Schwierigkeiten zwischen Ursache und Wirkung zu unterscheiden. zum Beitrag »
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