Dienstag, 1. September 2015

Leserkommentare [13753]

[31.08.2015, 23:44:48]
Dr. Horst Grünwoldt 
Levantiner 
Der Libanon ist für uns Europäer ein Phänomen. Die Nachfahren der Phönizier, ehedem Korsaren und Kolonisatoren des Mitelmeer-Raumes, sind inzwischen in aller Herren Länder in der Diaspora anzutreffen; ähnlich wie die Juden, und weltweit als die cleversten Geschäftemacher bekannt.
So fließt wohl auch viel Geld zurück zu den Statthaltern eines eigentlich kaputten Staates an der schönen, aber armen vorderasiatischen Levanteküste.
Die eher pyknischen Männertypen und ihre dunkelhaarigen, manchmal auch blond gefärbten Schönheiten, haben wohl gelegentlich plastische Nasen- Operationen nötig, wenn sie vorzugsweise zwischen Beirut und Paris pendeln. Ein Libanese wartet aber normalerweise nicht, bis das Geschäft zu ihm kommt, sondern er geht ihm folgend nach. So zum Beispiel auch in die reichen Golfstaaten, wie das kürzlich ein Ketten-Gastronom im Fernsehen offenbarte. Warum nicht auch als "Schönheits"-Chirurg nach dem Besuch der amerikanischen Universität in Beirut?
Nicht die wohlhabenden Libanesen, sondern die UNO nimmt die palästinensischen und syrischen Dauerflüchtlinge in riesigen Lagern auf. Dort sind augenscheinlich die resident gewordenen Nomaden als "Flüchtlinge" noch besser versorgt, als auf der heimatlosen Wanderschaft.
Es lockt aber das ferne D und S als "Asylland" mit seinem high-standard-Sozialsystem. Und somit begeben sich Tausende auf die Migration dorthin;
notgedrungen allesamt als "Syrien-Flüchtlinge", obwohl der Großteil nicht verfolgte Palästinenser sein dürften.
Das hat mir jedenfalls kürzlich ein Korvetten-Kapitän der Bundesmarine anvertraut, der auch in der deutschen Botschaft in Beirut dienstlich ein und aus geht.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock
 zum Beitrag »
[31.08.2015, 23:36:33]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Vorsicht: Keine voreiligen Schlussfolgerungen! 3.0 
Neben der bereits beschriebenen Schwachstelle, dass das RKI von aerogenen Übertragungsmöglichkeiten der Noro-Viren berichtet, gibt es ein weiteres Manko in der Berichterstattung über die Virology-Studie von Grant Hansman et al.

Denn es handelte sich mitnichten um vielleicht sogar frisch gepressten Zitronensaft aus unbehandelten Bio-Zitronen, wie auch die ELSEVIER-Medizin-Redaktion ebenso spekulativ ["Citrate from lemon juice binds to the norovirus capsid"] wie irreführend glauben machen möchte. In der Virology-Publikation selbst wurde dagegen ausschließlich über standardisierten Zitrat-Puffer publiziert ["...norovirus virus-like particles (VLPs) treated with citrate buffer..."]. Zitronensäure-Monohydrat ["Citric acid monohydrate, C6H8O7 • H2O"] wird als "Citrate Buffer" z. B. von der Firma Merck-Millipore für den Laborbedarf produziert und angeboten.

Ein Zitrat-Puffer-/Zitronensaft-Raumspray wurde n i c h t gegen Noroviren getestet. Die hier zitierte Virology-Untersuchung erlaubt allenfalls Rückschlüsse auf Kontaminations-, Scheuer-Wisch- oder Flächendesinfektion, vernachlässigt aber völlig die aerogenen Übertragungsmöglichkeiten von Noro-Viren.

Die C. H. S.-Nachwuchsgruppe Noroviren am DKFZ und der Universität Heidelberg ["CHS Foundation, University of Heidelberg, and DKFZ. Norovirus Study Group, Im Neuenheimer Feld 242, Heidelberg 69120, Germany"] weist methodologische Lücken auf.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
 zum Beitrag »
[31.08.2015, 23:17:45]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
@ Tobias Mittmann - stellvertretender Vorstand - energie-BKK 
Sie haben natürlich recht, dass der an der Technischen Universität Dortmund (TUDO) lehrende Finanzwissenschaftler und WiSo-VWL (Öffentliche Finanzen) Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Wolfram F. Richter dieses Problem erkannt hatte, als er den Gesundheitsfonds inaugurierte.

Aber Sie stimmen mir sicherlich zu, dass die monatlichen Abschlagszahlungen des Gesundheitsfonds, die an die GKV-Kassen gehen, jederzeit modifiziert und angepasst werden können, wenn es die Kassenlage erfordert, und die GKV-Beitragseinnahmen bei unvorhersehbaren Konjunkturaufschwüngen, Tariferhöhungen und Sonderzahlungen im 2. Halbjahr ansteigen.

Als Puffer sind dafür nicht nur die Rücklagen des Gesundheitsfonds von 9,8 Milliarden Euro (Stand Ende März 2015), sondern auch die milliardenschweren Reserven der GKV-Kassen von rund 15,5 Milliarden Euro (Stand Ende März 2015) vorgesehen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[31.08.2015, 16:50:53]
Karl-Georg Vaith 
Ist die Rendite wichtiger als der Patient ! 
Oft reduzieren Pharmafirmen Medikamente die nicht so oft gebraucht werden, um damit mehr zu verdienen.
So wird die Entwicklung und Forschung bei neuen Substanzen, auch danach ausgerichtet,welche Krankheiten häufig und nicht so häufig vorkommen.
Es gibt Substanzen die nicht weiterentwickelt werden, weil mit zuwenig Patienten kein Geld verdient wird.

Grüße
Die spitze Feder zum Beitrag »
[31.08.2015, 15:07:52]
Dr. Angela Sitter 
1 460 000 Tote pro Jahr wegen Luftverschmutzung? 
kann man dazu eine eindeutige Quelle genannt bekommen? zum Beitrag »
[31.08.2015, 14:22:33]
Carsten Windt 
Typisches Sommertheater 
Es handelt sich um einen Eingriff in die Privatsphäre, der nicht durch ein Verbot durchbrochen werden kann, da hier ein Grundrecht eingeschränkt würde. Und wenn... Warum nur im Auto? Folgerichtig müsste das Rauchen in der Wohnung ebenfalls verboten werden.


Der richtige Weg ist nur ein Verbot jedweder Tabakwaren und dieser ist politisch -zumindest derzeit- nicht durchsetzbar.

 zum Beitrag »
[31.08.2015, 14:03:47]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Manchmal frage ich mich... 
bei dieser verworrenen Demenz-Studienlage, was dieser Satz wohl bedeuten soll: "Alle hatten noch keine Demenz und pflegten einen eher sitzenden Lebensstil mit wenig körperlicher Bewegung"?

Soll das heißen, die betagten Studien-Probanden stehen morgens auf, gehen auf die Toilette, waschen sich, frühstücken, warten vormittags (im Sitzen) auf die tägliche "Essen auf Rädern"-Ration, halten Mittagsschlaf, um danach bis zum späten Abend durchgehend fern zu sehen?

Was wäre dann wohl von intensivierten sportlichen, bewegungs-, ernährungs- und verhaltensmäßigen Lebensstil-Modifikationen zu erwarten? Dagegen steht doch eine mindestens 65-jährige Biografie mit Fehlernährung, Bewegungsmangel, Alkohol- und Zigarettenkonsum, Übergewicht, metabolischem Syndrom und Entwicklung einer hypertensiven Herzerkrankung mit Atherosklerose bzw. beginnender p-AVK.

Hochsignifikante Studienergebnisse, egal ob mit Medikamenten, Lifestyle-Änderungen oder psychophysischen bzw. bio-psycho-sozialen Interventionen/Schulungen können doch nicht ansatzweise reparieren, was in 65-jähriger Lebens-Arbeits-Zeit mit dem schlussendlich schlichten Drücken der TV-Fernbedienung als einziger körperlicher Rest-Aktivität schief gelaufen ist.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
 zum Beitrag »
[31.08.2015, 12:29:16]
Thomas Sitte 
Wunderbar. Auf ein Interview mit Prof. Fleßa habe ich gewartet! 
Nur eine klitzekleine Anmerkung zum drittletzten Absatz. Palliativmedizin garantiert leider per se nichts. Aber auch gar nichts. Palliativversorgung kann allerdings – gut gemacht – viel, viel mehr als selbst die meisten Ärzte und Pflegenden glauben oder wissen.

Darüber muss immer wieder aufgeklärt werden. zum Beitrag »
[31.08.2015, 11:37:04]
Claus F. Dieterle 
Als Christ... 
berufe ich mich auf die Verheißung in Psalm 92,15: Und wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein... zum Beitrag »
[31.08.2015, 11:29:18]
Dr. Joachim Malinowski 
Einheitenfehler?? 
"...nahm unter Placebo im Mittel jährlich um 0,010 mm zu...."

Bei allem Respekt vor den Meßmethoden, aber was sind 0,010 mm im Vergleich zu 0,012 mm. Das klingt unglaublich und entspricht mal gerade einem Zelldurchmesser. zum Beitrag »
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10vor