Leserkommentare [17000]

[23.02.2017, 12:37:53]
Horst Grünwoldt 
Die Malaria 
Natürlich können Heimkehrer aus tropischen Ländern malariakrank wieder in unsere unterkühlten Regionen zurückkommen; und Migranten schon malaria-infiziert ebenso zu uns einwandern.
Das bedeutet aber noch nicht, dass die eine Infektions-Quelle für uns Einheimische darstellen. Davor schützt uns bekanntlich immer noch das gemäßigt-wechselwarm/kalte Klima und folglich die fehlende (weibliche) Anopheles-Mücke! Und die seltene "Tiger-Mücke" muß fiktiv erst einmal einen zyklisch Malaria-Kranken unter uns finden...
Wenn die Reisemedizin unseren Touristen empfiehlt, möglichst Nacht-Unterkünfte mit funktionierenden Klimaanlagen, oder alternativ das eigene, lochfreie Moskitonetz für die Nachruhe mitzubringen, und sich beim "Absacker" auf der nächtlichen Terrasse bekleidet zu halten, und die restliche Haut mit einem Mücken-Repellant (z.B. mit Zitronellagras) einzureiben, dann dürfte die Malaria (ital. "schlechte Luft") in der Ferne zu Hause bleiben.
Mit dieser schlichten Rezeptur hat der unterzeichnete Tropen-Hygieniker mehrere Jahre am malaria-verseuchten Golf von Guinea anfallsfrei überlebt.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[23.02.2017, 12:15:13]
Horst Grünwoldt 
Lebenserwartung 
Die statistische Erhebung einer "durchschnittlichen" Lebenserwartung duch die Demoskopen als Mittelwert, erscheint mir ziemlich absurd.
Schließlich ist menschliches Leben etwas ganz und gar Individuelles.
Wenn ich jetzt auch schon die Todesanzeigen in der Presse am Wochenende -alleine schon wegen der interessanten Namen meiner Zeitgenossen- studiere, dann fällt mir immer wieder auf, dass faktisch Angehörige aller Alterskohorten schon früh oder erst spät aus dem Leben geschieden sind.
Wie der kluge Arzt Dr. Schätzler wieder richtig feststellt, hängt die Lebenserwartung einzelner Menschen zunächst vom (unberechenbaren) persönlichen Schicksal in der nächsten Zukunft, und die einer "Lebenszeit"-Gemeinschaft natürlich auch von den gesellschaftlichen Lebensumständen ab, die gar nicht Jahrzehnte voraus bestimmbar sind. Es sei denn durch die rosarote Brille.
Insofern ist das Versprechen oder die Prognose, dass die im Jahre 2030 Geborenen "durchschnittlich" 90 Jahre alt werden, unhaltbar.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (Jg. 1945), Rostock zum Beitrag »
[23.02.2017, 00:09:54]
Horst Grünwoldt 
Lebens-Erwartung 
Die Mittelwerte der Statistiker, insbesondere der Demoskopen, halte ich für ganz und gar irrelevant und lebensfern! Der Blick in die Wochenend-Zeitungen und deren Todesanzeigen beweisen, dass Lebenserwartung und Sterben ein absolut induviduelles Ereignis, und überhaupt nicht zu "mitteln" ist.
Dort finden sich nämlich alle Altersgruppen vom Kind bis zum Greis, aus welchen Sterbeursachen auch immer. Insofern ist die Aussicht auf ein menschliches Leben bis "90" Jahre ein unerfüllbares Versprechen.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[22.02.2017, 23:12:40]
Thomas Georg Schätzler 
Rechtspolitischer Schutz für a l l e Helfer in Krankheits- und Katastrophenfällen! 
In schönstem Juristen-Deutsch heißt es: "Kräfte der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und der Rettungsdienste sind bereits nach geltendem Recht bei Hilfseinsätzen über den Verweis des § 114 Absatz 3 StGB auf § 113 StGB wie Vollstreckungsbeamte geschützt."...

"Künftig sollen auch Personen, die tätliche Angriffe auf Hilfskräfte der Feuerwehr usw. verüben, die sich im Hilfseinsatz befinden, ebenfalls aus dem erhöhten Strafrahmen des § 114 StGB-E [E=Entwurf] bestraft werden. Richtet sich künftig eine Widerstandshandlung mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt gegen Vollstreckungshandlungen des in § 115 StGB-neu geschützten Personenkreises, so ist § 113 StGB entsprechend anwendbar. Bei einem tätlichen Angriff gegen eine Vollstreckungshandlung oder sonstige Diensthandlung des in § 115 StGB-E geschützten Personenkreises ist § 114 StGB-E entsprechend anwendbar."

Daraus geht unzweifelhaft hervor, dass nicht institutionell tätige Sanitäter, Notärzte/-innen, GKV-Vertragsärzte, Fahrdienst-/Logistik-, Fachpflegekäfte und Laien-Ersthelfer n i c h t extra geschützt werden!

Große Koalition und Bundesregierung haben einfach keinen ausreichenden Respekt vor der Arbeit von ERSTHELFERN, ÄRZTEN, PFLEGE- UND LOGISTIK-KRÄFTEN bei Unglücksfällen. Da hilft auch die symbolische Inkriminierung von Gaffern, Störern, sensationslüsternen Smartphone-Fotografen und aggressiven Angreifern nicht wirklich weiter.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[22.02.2017, 14:58:19]
Horst Grünwoldt 
Hände-Desinfektion 
Sehr geschätzter Dr. Bayerl,
für mich ist dermatologisch die häufige, unbedenkliche Verwendung von Glycerin als Hauptbestandteil von Kosmetika ein wahres Problem! Glycerol steht nach Aqua an zweiter Stelle mengenmäßig in jeder Lotion.
Natürlich, weil es nach Einreibung auf rauen Händen den "smoothen" Effekt erzeugt; und wie? Es löst und verstreicht das verhornte Platten-Epithel -die wichtigste Barriere der Oberhaut-; und bei wiederholter Massage dürfte es das auch Abbrubbeln.
Dass die Cutis irgendwann mit der Nachbildung der obersten Schutzschicht nicht mehr nachkommt, könnte das mit ein Grund für die dünnerwerdende Altershaut auf dem Handrücken sein?
Unklar ist mir, inwiefern Glycerol als Bestandteil von "Sterillium" zum "Nachfetten" der Chirurgenhand führen kann?
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[22.02.2017, 13:12:23]
Thomas Georg Schätzler 
Hausärztlich unverständlich 

In meiner hausärztlich-familienmedizinischen Facharzt-Praxis für Allgemeinmedizin wird seit Praxisgründung 1992 alle 10 Jahre gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis geimpft; und bei vorhandener Grundimmunisierung alle 20 Jahre zusätzlich gegen Polio immunisiert.

Die zentralen Aufnahmeeinrichtungen impfen alle Migranten unabhängig von ihrem Asylstatus.

Das einzige Problem ist die fehlende Lieferbarkeit von Standard-Impfstoffen. Hier haben Bundes- und Landes-„Gesundheits“-Ministerien versagt

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[22.02.2017, 11:48:02]
Thomas Georg Schätzler 
35 Industrieländer nicht stellvertretend für diese Welt! 
Die Geburts- und Sterbedaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO), welche die zukünftige Lebenserwartung in den 35 Industriestaaten beschreiben, sind durch das systematische Weglassen der übrigen Länder dieser Welt weder repräsentativ noch aussagekräftig.

Die Lebenserwartung der Weltbevölkerung ist seit 1980 um mehr als zehn Jahre auf 69,0 Jahre bei Männern und 74,8 Jahren bei Frauen gestiegen. Ihre Limitierung ist bedingt durch Umweltproblematik, Überbevölkerung, Versorgungs- und Ressourcenknappheit, Migration, Genetik, Epigenetik. Das Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) beschreibt Krieg, Adipositas und Drogenmissbrauch als Ursachen.
http://www.healthdata.org/news-release/increase-global-life-expectancy-offset-war-obesity-and-substance-abuse

Aber es gibt weitaus mehr Dinge, welche die Zunahme der Lebenserwartung gefährden, und damit weitaus mehr, als sich alle Schönredner zusammenreimen möchten.

Alkohol- und Zigaretten-, Zucker- und Kohlenhydratkonsum, Bewegungsmangel, Fehlernährung, aber auch Endothelschäden, neue Krankheitserreger, Umweltbelastungen, Armut, Hunger und Not, Mangelversorgung, Kriege, Terrorismus, Fundamentalismus und der globale Verteilungskampf um die ökonomische und politische Vorherrschaft, ja selbst die Spaltung zwischen Arm und Reich oder der Zugang zu sauberem Trinkwasser und unbelasteten Nahrungsmitteln können zusätzlich die Lebenserwartung verringern oder "quality of life"-Ansprüche schmälern.

Musterbeispiel USA: Die immer weiter aufgehende Schere zwischen der Unterschicht mit stark sinkender Lebenserwartung kann gar nicht mehr durch die wesentlich höhere Lebenserwartung der Oberschicht kompensiert werden, so dass die allgemeine Lebenserwartung aktuell stagniert und sinkt.

Paradox ist auch folgendes: Konzerne, die ihre Geschäftspolitik im Informatik-Zeitalter nahezu ausschließlich auf Konsumentinnen und Konsumenten in postindustriellen Gesellschaften mit hoher Innovationgeschwindigkeit ausgerichtet haben, tragen eher zur Verschwendung der "Habenden" als zur Umverteilung für die "Nicht-Habenden" bei, und limitieren damit die Lebenserwartung einer globalen Unterschicht von Unterprivilegierten.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[22.02.2017, 07:12:13]
Stefan Graf 
Kein Pardon für Impfverweigerung 
Unfassbar, dass es selbst bei Diphterie und Tetanus im "deutschen Bildungsbürgertum" notorische Impfverweigerer gibt, die fadenscheinige "Anti-Vaxx"-Argumente kreieren. Wundstarrkrampf und Diphterie haben in füherer Zeit Millionen von Menschen dahingerafft. Die Wertschätzung der Standardimpfungen bedarf bei uns einer drastischen "Auffrischung". Gelingt das nicht, werden viele Unschuldige die Leidtragenden sein.

Dr. Stefan Graf zum Beitrag »
[22.02.2017, 05:32:29]
Fritz Gorzny 
Stress durch Missbrauch von Handy und PC 
Wenn man durch die Städte geht, im Zug oder Restaurant sitzt ist man Umgeben von Menschen , die permanent den Blick auf ihr Mobil Telefon geheftet haben oder am Tablett oder Laptop arbeiten ,Spiele spielen ,Filme gucken oder chatten. Diese permanente akkommodative Überlastung des visuellen Systems führt bzwangsläufig zu asthenopischen Beschwerden mit Kopf-und Rückenschmerzen auch ausgelöst durch die Zwangshaltungen die permanent eingenommen werden. Hier handelt es sich zunehmend um ein Suchtproblem mit entsprechenden Konsequenzen. Hier muß aufgeklärt werden welche Folgen der Missbrauch dieser Medien hat. Therapie: Verhaltensänderung.
Dr Gorzny ,Augenarzt zum Beitrag »
[21.02.2017, 22:52:51]
Thomas Georg Schätzler 
Aktuell auf Twitter: 
@aerztezeitung Steigender Anteil 18- bis 27-Jähriger mit Kopfschmerzen von 2005 bis 2015 um 42%, weil Ärzte genauer hinschauen und behandeln! zum Beitrag »
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