Donnerstag, 2. Oktober 2014

Leserkommentare [11003]

[02.10.2014, 09:44:04]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Der Verzicht auf PSA-Kontrolle beim alten Mann ist ein Witz! 
Völlig Wurscht, was die USA dazu sagt, für die ein "Gremium" das mal für "unwirtschaftlich" erklärt hatte, an dem kein einziger Urologe beteiligt war. zum Beitrag »
[02.10.2014, 09:39:43]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
@Heidi Hecht Prof.Hackethal mit seiner Privatklinik am Tegernsee war selbst eine "Geldmaschine" 
Offenbar wird nur Ärztekritik medial wahrgenommen,
die sehr aufwendige WIDERLEGIUNG seiner Vorwürfe z.B. konkret gegen die ganze Uni Erlangen, in der er gelernt hatte, offensichtlich nicht.
Er war ein "prominenter" Spinner. zum Beitrag »
[02.10.2014, 07:51:52]
Ludwig A. Minelli 
Das dümmste Argument im Universum 
Die Ansicht von Prof. Dr. med. Winfried Hardinghaus, Chefarzt für Innere Medizin und Ärztlicher Direktor am Klinikum St. Georg-Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln und Franziskushospital Georgsmarienhütte, wenn der ärztlich assistierte Suizid legal werden sollte, drohe ein Dammbruch; die Gesellschaft könne dann einen Druck auf Sterbende aufbauen, diesen Weg einzuschlagen, ist das dümmste Argument im Universum. Wer es weiterhin benutzt, stellt nichts anderes unter Beweis als seine eigene Unfähigkeit, die Realitäten zur Kenntnis nehmen und daraus die richtigen Schlüsse ziehen zu können.
•Erstens war und ist ärztliche Assistenz zum Suizid in Deutschland seit längstem legal; es gibt kein deutsches Gesetz, welches dies verbietet, und deutsche Gerichtsurteile haben gezeigt, dass der Versuch, sie standesrechtlich unzulässig zu machen, aus verfassungsrechtlichen Gründen zum Scheitern verurteilt ist.
•Zweitens zeigen sämtliche Studien in allen Ländern, in welchen vernünftige Sterbehilfe nicht nur zulässig ist, sondern zufolge der vorhandenen Rahmenbedingungen auch stattfinden kann, dass die auch dort jeweils prognostizierten Dammbrüche vollständig ausgeblieben sind.
•Drittens ist festzustellen, dass in jenen Gebieten, in denen vernünftige Sterbehilfe möglich ist, der Stand der Palliativmedizin im Vergleich zu anderen Ländern am höchsten ist.
Das bedeutet: Wo vernünftige Sterbehilfe möglich ist, übt die Gesellschaft einen Druck auf die Krankenindustrie aus, die Nöte der Alten und Kranken wirklich ernst zu nehmen und dafür zu sorgen, dass die Zahl jener, die Sterbehilfe in Anspruch nehmen, so klein wie nur immer möglich gehalten werden kann. Sie ist nichts Anderes als das Thermometer zum Messen der Temperatur oder das Stethoskop zum Abhorchen des Ungenügens medizinischer Versorgung.
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[01.10.2014, 21:33:13]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Vorsätzlich pseudowissenschaftlicher Populismus? 
In JAMA Neurology (Adam P. Spira et al.) von 2013 unter
http://archneur.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1788611
kam eine Querschnittstudie zu dem Ergebnis, dass Senioren mit Schlafstörungen vermehrt Ablagerungen von Beta-Amyloiden im Gehirn aufweisen ["Self-reported Sleep and ß-Amyloid Deposition in Community-Dwelling Older Adults"].

US-Forscher berichteten in Science (2013; 342: 373-377), dass der Schlaf bei Mäusen den interstitiellen Raum erweitert und u. a. den Abtransport von Beta-Amyloiden aus dem Gehirn beschleunigte. Andere Tier-experimentelle Studien zeigten, dass Schlafentzug die Ablagerung von Beta-Amyloiden fördern könne.

Adam P. Spira von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore zitierte in seiner Publikation zudem mehrere epidemiologische Studien, in denen Schlafstörungen mit Demenz-Erkrankungen verbunden waren und schlussfolgerte mit der gebotenen wissenschaftlichen Zurückhaltung: ["Conclusions and Relevance - Among community-dwelling older adults, reports of shorter sleep duration and poorer sleep quality are associated with greater Aß burden. Additional studies with objective sleep measures are needed to determine whether sleep disturbance causes or accelerates Alzheimer disease"] Zusätzliche objektive Schlaflabor-Studien seien erforderlich, um herauszufinden ob Schlafstörungen Alzheimer-Erkrankung verursachen oder beschleunigen würden.

Eine aktuelle experimentelle Studie im JAMA: http://archneur.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1875833
kommuniziert, dass Schlafunterdrückung oder verlängertes Wach-Sein den physiologischen morgendlichen Abfall von Aß42 (Cerebrospinal Fluid Beta-Amyloid 42) störe. Die Hypothese lautet, dass chronischer Schlafentzug die zerebralen Aß42 Spiegel ansteigen lässt, was wiederum das Risiko einer Alzheimer Erkrankung erhöht ["Conclusions and Relevance - Sleep deprivation, or prolonged wakefulness, interferes with a physiological morning decrease in Aß42. We hypothesize that chronic sleep deprivation increases cerebral Aß42 levels, which elevates the risk of Alzheimer disease."].

Und dann kommen Sophie Billioti de Gage, "PhD student am INSERM, U657-Pharmacoepidemiology, Université de Bordeaux, France", et al., um mittels einer retrospektiven Fall-Kontroll-Studie etwas zu beweisen, was noch nicht einmal für Koinzidenz hinreicht: "Benzodiazepine use and risk of Alzheimer’s disease: case-control study"?
Vgl. http://www.bmj.com/content/349/bmj.g5205
M. E. ist das vorsätzlich pseudowissenschaftlicher Populismus!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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[01.10.2014, 20:06:14]
Dr. Reinhard Naar 
Man muss dem Ethikrat... 
...hoch anrechnen, dass er den Mut hat, eine langdauernde Menschenrechtsverletzung ins Bewußtsein zu rufen.

Das Inzestverbot läßt sich nicht logisch, sondern nur ideologisch begründen. Genetische Probleme sind erst über mehrere Inzest-Generationen nachweisbar. Und selbst wenn, müsste man mit den gleichen Argumenten den Verkehr zwischen genetisch belasteten Personen unter Strafe stellen. Die Erinnerung an traurige Geschichte läßt mich erschaudern.

Ideologisch motivierte Bestrafungen haben in einem Rechtssystem, das die Grundrechte zu achten vorgibt, nichts verloren. Es wird Zeit, daß Paragraph 173 das gleiche Schicksal wie 175 ereilt. Jedwede Art Sharia wird unsere "christlich-abendländische Kultur" nicht retten.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Reinhard Naar

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[01.10.2014, 18:24:56]
Dr. Hans-Jürgen Schrörs 
Impfsoftware 
In dem Artikel ging es in erster Linie um den Nutzen, bzw. um die Möglichkeit, die Impfquoten zu verbessern. Keine Maßnahme, ob Aktionen in der Praxis, Aktionen der BzgA oder der KV-en hat bisher Steigerungen der Impfraten um das Mehrfache gebracht.
Was die Kosten betrifft, so bieten einige AIS die Software kostenfrei an, anderen nehmen ca. 300,00 € einmalig zzgl. mtl. Pflegegebühr von ca. 5,00 bis 15,00 €. Den genauen Preis muss man bei seinem Softwareanbieter erfragen. Mittlerweile nutzen ca. 6000 Praxen den Impfplaner. Er ist übrigens der einzige seiner Art in Europa, vermutlich sogar weltweit. Infos findet man unter www.impfdoc.de.  zum Beitrag »
[01.10.2014, 18:11:26]
Dipl.-Psych. Götz Braun 
warum fehlt der link auf den Bericht zur Demo bei der DPTV? 
Das ist schon aufschlussreich, wenn man bei der Presseresonanz auf der Seite der DPTV auf folgende Seite nicht hingewiesen wird:

http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/aerztliche_verguetung/article/869657/demonstration-psychotherapeuten-sehen-millionen-gebracht.html

Bestätigt sich da nicht ein Teil meines Kommentars auf dieser Seite????
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[01.10.2014, 14:40:29]
Carsten Windt 
Alter Wein in neuen Schläuchen 
Frauen und Männer sind gleich. Jedenfalls war das die Begründung für die zwangsweise Einführung der Unisex-Versicherung. Jetzt können die Gruppen nicht einfach behaupten, dass Frauen "anders ticken". Frauen haben Unisex gefordert jetzt sollen sie gefälligst damit leben.

Aber im ernst. Ist die Erkenntnis, dass Frauen und Männer sich anders verhalten und anders mit Erkrankungen umgehen so neu? In der Krankenversicherung hatte man unterschiedliche Prämien genommen, weil eben Männer und Frauen nicht gleich sind. Dabei ging es nicht um das gerne ins Feld geführte Schwangerschaftsrisiko (welches bereits vor Einführung von Unisex auf Männer und Frauen verteilt wurde), was man statistisch bei 1,4 Kindern pro Frau eh vernachlässigen kann.

Es geht um den Umgang mit der Gesundheit und den Kosten die daraus entstehen.

Für mich spannend ist aber das Ergebnis des Kongresses. Soll jetzt für Frauen mehr Geld als für Männer bereitgestellt werden? Dann ist es an der Zeit den Unisex-Blödsinn wieder abzuschaffen und nicht mehr ungleiches gleich zu behandeln
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[01.10.2014, 12:32:02]
Thorsten Schaff 
Leistungsfähigkeit statt Lungenfunktion 
Herzlichen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Text korrigiert. zum Beitrag »
[01.10.2014, 11:47:32]
Dr. Guntram Schulze 
PSA-Verlauf 
Eine einmalige Bestimmung des PSA-Wertes enthält wenig information.
Wichtig aber ist die jährliche Verlaufsbeobachtung in Verbindung mit Ultraschall.
Adenome haben meist nur einen moderaten Anstieg, Karzinome haben steilere PSA-Anstiege. zum Beitrag »
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