Donnerstag, 26. März 2015

Leserkommentare [12423]

[26.03.2015, 14:11:46]
Karl-Georg Vaith 
Konnte der Co-Pilot die Türe aufgrund einer Synkope nicht mehr öffnen ?  
Da keine Kommunikation mehr stattfand, könnte aufgrund von Symptomen wie Synkope, Apoplex, Herzinfarkt auch kein Öffnen der Türe mehr stattfinden.
Der betreffende Code der von außen eingegeben wurde, dient nur dazu, dem Piloten im Cockpit mitzuteilen, dass sich der Kollege vor der Türe als Berechtigter identifiziert hat. Die Türe kann nur von innen geöffnet werden.
Die Situation muß noch genau identifiziert werden.

Die zukünftigen Sicherheitsvorkehrungen, müssen ausgebaut werden.
Wenn ein Pilot das Cockpit verläßt, sollte sich ein/e Steward/Stewardess solange im Cockpit aufhalten, bis der Pilot wieder zurück ist.
Dann kann die Türe auch geöffnet werden.

Daruf werde ich in Zukunft als Passagier bestehen.

Karl-G. Vaith
 zum Beitrag »
[26.03.2015, 14:03:38]
Dr. Horst Grünwoldt 
Von Mäusen und Menschen 
Es befremdet den Tierhygieniker außerordentlich, daß das FLI auf dem Riems erneut soviel Widersprüchliches in Sachen "Seuchengefahr und -bekämpfung" in die Öffentlichkeit bringt, und damit Tierhalter und völlig unbeteiligte Menschen in Angst und Schrecken versetzt.
Das ist egentlich nicht Aufgabe einer staatlichen Bundesforschungs-Anstalt für Tiergesundheit.
Wenn bisher nur hypothetische Vermutungen bestehen, daß von Bunthörnchen eine Virusgefahr bez. Borna´sche Krankheit beim Menschen ausgehen könnte, so sollte es doch möglich sein, bei entsprechenden Heimtierhaltern und Zoo-Mitarbeitern serologische Kontrollen ohne "Keulungs"-Aktionen durchzuführen.
Dafür genügt es schon, eine repräsentative Anzahl dieser kleinen Nager zu betäuben, um aussagefähiges Probenmaterial zu gewinnen. Schließlich braucht man das Hirnmaterial erst, wenn tatsächlich einzelne Hörnchen am neurotropen Borna-Virus klinisch erkrankt und danach verendet sein sollten.
Ansonsten sollten die Virusforscher endlich einmal die seit langem unklare Pathogenese der Borna´schen Krankheit im kontrollierten Infektions-Versuch an wenigen Tieren erforschen. Die teuren Hochsicherheits-IV-Labore dazu haben sie ja vom Steuerzahler bekommen.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock
 zum Beitrag »
[26.03.2015, 13:26:43]
Dr. Horst Grünwoldt 
Anti-Doping-Gesetz 
Der politisch zusammengeschusterte Gesetzes-Entwurf des strafbewehrten sog. "Anti-Doping"-Regelwerkes trifft nach m.E. im Kern die Falschen - nämlich die durch Doper verführten Opfer des Medikamenten-Mißbrauchs, die Athleten!
Das dürfte a la longe dazu führen, daß der Hochleistungs-Sport in Deutschland sich selbst abschafft (Sarazin läßt die Anti-Doping-Kämpfer grüßen); u.a. wegen der anhaltenden Verdächtigungen und der unwürdigen Kontrollen.
Noch schlimmer dürfte die leistungshemmende Angst der Berufssportler untereinander sein, Opfer eines "Doping-Anschlags" durch einen Wettkampfgegner zu werden. Diese Sorge hat ja kürzlich sogar unser Diskus-Ass Robert Harting geäußert!
Die grundgesetzlichen Bedenken werden hoffentlich das politisch initiierte juristische Machwerk "Anti-Doping-Gesetz" (Entwurf) kippen.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[26.03.2015, 13:01:50]
Dr. Horst Grünwoldt 
Flugsicherheit 
Die technische Sicherheit bei unseren großen Airlines dürfte sehr groß sein. Schließlich werden die Fluggeräte ständig gewartet und überprüft.
Die Piloten werden durch umfangreiche Elektronik beim Fliegen entlastet.
Führt das etwa zu Nachlässigen bei der laufenden Navigations-Kontrolle und ggf. zu einem "Blindflug"? Jedenfalls runter kommen sie immer, und es ist auch für jeden Fluggast immer wieder erfühlbar, daß die Belastung von Maschine und Mensch bei der Landung am größten ist.
Weil Flugzeugführer auch nur Menschen sind, die gelegentlich noch vor einem verantwortungsvollen Routinedienst unter persönlichem oder familiären Stress stehen, kann es gewiß im Einzelfall auch zu "menschlichem" Versagen und entsprechender Überforderung kommen. Um diese auszuschließen, müßte ja vor jedem Abflug eine psycho-medizinische Kontrolle durchgeführt werden...
Interessant ist, daß Vietnam Airlines seine Piloten vor jedem Abflug einen Alkohol-Atemtest unterzieht, vermutlich, weil die bei einem Stop-Over auch schon mal nightclub-Besucher sind und sich einen Coctail oder anderes Hochprozentiges genehmigt haben. Ist dann die Eigenkontrolle bei der Verantwortung für mehrere hundert Menschen nicht eine gute Sache?
Vielleicht könnte der flugmedizinische Dienst sogar regelmäßig neben allgemeinen körperlichen Fitness-Untersuchungen Kontroll-EEGs der gestressten Piloten aufzeichnen lassen?
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (ein Vielflieger), Rostock zum Beitrag »
[26.03.2015, 10:52:41]
Dr. Huldrych Steinemann 
neuer cholesterinsenker 
Die detaillierten Angaben zu den neurokognitiven sowie zu den 7.5 % ! schweren Nebenwirkungen wären sehr hilfreich. Die neuen PCSK9-Hemmer werden vorerst ja v.a.bei Statinunverträglichen eingesetzt werden. zum Beitrag »
[26.03.2015, 10:36:45]
Dr. Huldrych Steinemann 
neuer cholesterinsenker 
Sinnvoll wären Angaben der ARR Absoluten Risikoreduktion, und damit die NNT Number needed to treat.
Die RRR ist nun wirklich zu relativ und ist nur fürs Marketing bei faktenresistenten gutgläubigen Aerzten und Patienten einsetzbar.
Ich kann mir die Daten auch selber ausrechnen, doch sie gehören einfach in eine seriöse Publikation und auch Rezension.
Danke zum Beitrag »
[26.03.2015, 09:40:46]
Dr. Diethard Friedrich 
Guter Arzt oder pinselliger Protokollant? 
Seien wir doch einmal ehrlich. Vieles ist bei einem erfahrenen Operateur so Routine wie das Schmieren der Butter auf das Brot. Beim Verschließen oder Öffnen des Bauchraumes kann man sich auch gern über das letzte Konzert oder Fußballspiel unterhalten. Das muss auch jeder Gutachter wissen, denn sonst fehlte es ihm die Qualifikation. Darum ist es völlig überflüssig, im Operationsbericht in allen Einzelheiten zu beschreiben, wie man den Patienten abgedeckt hat und wie der Bauch eröffnet wurde ( was ich schon mehrfach lesen konnte). Viel wichtiger ist es, genau darzustellen, was von der Routine abweicht. Und daran hapert es manchmal, obwohl genau das das Wichtigste ist. Wir ersticken mittlerweile in der schriftlichen Dokumentation. Man kann sich darüber streiten, ob man nur "Verschluss der Bauchdecken " schreibt, obwohl auch das schon fast überflüssig wäre, da niemand den Bauch normalerweise offen lässt. Man kann aber auch das gesamte Nahtmaterial beschreiben, was dem nachbetreuenden Arzt bei einem Normalverlauf völlig "piepe" ist. Nur im Streitfalle verlangen die Juristen die allergenaueste Beschreibung. Und da gibt es keine Grenzen nach oben. Langsam müssen wir uns fragen, wie lange wir noch rein ärztlich tätig sein können/dürfen oder ob wir langsam schon unsere eigentliche Profession vergessend zum pinseligen Protokollanten mutieren. zum Beitrag »
[25.03.2015, 20:50:32]
Dr. Susan Brauner 
Dem eigenen Kind nicht schon gleich anfangs bewußt zu schaden... 
sollte doch ein ganz normales Ziel sein. Ohne Geld dafür zu erhalten. Der Geldbetrag steht für die Damen wohl "höher" (es "lohnt" sich), als die gesunde Entwickung und ein möglichst guter Start ins Leben für das eigene Kind. Ich stimme den Kollegen in ihren Punkten voll zu und hab kein Verständnis für diese werdenden Mütter. Makaber, solche Untersuchungsergebnisse... zum Beitrag »
[25.03.2015, 19:34:04]
Dipl.-Psych. Wolff Henschen 
Psychotherapeuten sind seit 1999 "abgekoppelt" statt "integriert" 
Wenn die Ärzteschaft sich abgekoppelt fühlt bei Honorarhöhe, Inflationsausgleich und Steigerungen, was sollen dann erst die PsychotherapeutInnen sagen: genug mit dem Betrug an Honoraren ? Kassenärzte nehmen sich, was für andere Bereiche nicht zur Verfügung gestellt wird ? Ich möchte nicht polemisieren, aber das Faß ist zum überlaufen voll: 5 Bundessozialgerichtsurteile, Pressemitteilungen von PT Verbänden, eine Demo in Berlin mit 45 Mitgliedsverbänden PT, Rechtsgutachten, Verweise der Politik auf die Selbstverwaltung, die nie "unsere" war, denn wir sind mit einem Stimmenanteil von 10% zu nichts wirklich berechtigt: alles das hat keine Honorargerechtigkeit (!!! Gerechtigkeit im Sinne von: gleiche Leistung, gleiches Geld !!!) erreichen können, der Erw. Bewertungsausschuß lässt uns an langem Arm der "Berechnungen" mit Terminaufschiebungen verhungern, und die Versprechen von KBV, Herr Dr. Gassen oder die Falschinformationen durch Spibu, Herrn Lanz, oder polemisierende Äußerungen von Herrn Hecken oder Herrn Lütz, schaffen wirklich alles andere als Ruhe und ein Gefühl des "angemessen honoriert arbeitens". Auch Herrn Größe scheint das alles nicht zu interessieren. Damit muss Schluss sein ! Bevor Sie nur sich selbst sehen, schauen Sie vielleicht auch mal in den kontextualen Dunstkreis der PT KollegInnen als Leistungserbringer im GKV System: dann werden Sie feststellen, dass wir zeitgebunden für 11 Euro netto hochqualifizierte Leistungen erbringen für PatientInnen mit schweren symptomatischen Erkrankungen aus dem F-Kapitel der ICD ohne jede Leistungsausweitungs Möglichkeit und das seit 1999 ebenfalls ohne Inflationsausgleich. Wie wäre es mit wirklicher Kollegialität und einem Ende dieser Haifischbecken Mentalität !
Dipl.-Psych. W. Henschen
 zum Beitrag »
[25.03.2015, 18:48:50]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Unverzügliche Leichenschau durch niedergelassene Praxis- und Klinikärzte - ein Anachronismus! 
Es ist ein Anachronismus sondergleichen, dass überwiegend von Hausärztinnen und Hausärzten, aber auch von den in der Krankenversorgung tätigen Assistenz-, Fach- und Spezial-Ärzten in Klinik und Praxis bzw. zusätzlich im Rahmen des ambulanten/stationären Notdienstes Spezialkenntnisse und Fähigkeiten der professionellen Leichenschau eingeforderte werden. Denn nicht nur Allgemeinärzte und hausärztliche Internisten sind in Primär- und Sekundärprävention, biografisch begründeter Anamnese, Patienten-Untersuchung, abgestufter und Evidenz-basierter Differenzialdiagnostik, Risiko-Stratifizierung, Krankheitslast adaptierter konservativer und interventioneller Therapie, Schmerzlinderung, Palliation und Sterbebegleitung derart involviert, weitergebildet und qualifiziert, dass sie die Aufgaben eines geschulten und hochqualifizierten Rechtsmediziners mit entsprechender Institutsausstattung oder eines amtlich bestallten Leichenschauers ("Coroner") nicht auch noch übernehmen können. Zumal gelegentlich das ganze Geschehen durch Organspende-Teilnahme und Diskussionen unter klinischen Transplantations-Beauftragten verkompliziert wird.

Außerdem ist ihnen die Inspektion und Untersuchung eines von Fachpersonal herbeigeschafften, vollständig entkleideten, gut ausgeleuchteten und nach Fotodokumentation des Auffindungsortes von Verschmutzungsspuren gereinigten Leichnams gemeinsam mit Assistenzpersonal nicht möglich. Nur dabei könnten versteckte Injektions- und Schusswunden unter dem Haaransatz, diskrete Strangulationsspuren, Erstickung durch äußere Einwirkungen, Schädelbasis-Frakturen, verdächtige Hauteffloreszenzen, aber auch Beibringung von tödlich wirkenden Mitteln in Körperöffnungen etc. detektiert werden.

Es wäre übrigens ein Armutszeugnis für die rechtsmedizinische Profession bzw. den Leichenbeschauer, wenn sie nicht r e g e l h a f t eine w e i t a u s bessere Klärung natürlicher respektive unnatürlicher Todesursachen fänden, als es den übrigen „Feld-, Wald- und Wiesen-Doktores“ jemals möglich wäre.

Hinzu kommt, dass nach den unterschiedlichen Ausführungsvorschriften der deutschen Bundesländer die Leichenschau „unverzüglich“, d. h. ohne eigenes schuldhaftes Verzögern, von jedem, der im Besitz einer Approbation als Arzt ist, durchzuführen ist. Unter dem Druck einer Notfallsprechstunde, eines übervollen Wartezimmers, der Dokumentation einer gerade ambulant/stationär durchgeführten Intervention, einer besonders Leichenschau-fremden Spezialisierung, einer notwendigen Krankenbeobachtung, der Regelung und Befriedigung persönlich-privater Verrichtungen und Betätigungen, aber auch im Beisein von trauernden, wehklagenden, verstörten, in seltenen Fällen innerlich frohlockenden Angehörigen, ist die korrekte Leichenschau im häuslichen Milieu unter den kritischen Blicken einer sich stetig vergrößernden Trauergemeinde ein fast undurchführbares „Public Viewing“.

Dabei wäre Alles so einfach: Ein staatlich vereidigter und beamtenbesoldeter „Coroner“, wie z. B. in allen Bundesstaaten der USA für über 300 Millionen Menschen gesetzlich geregelt, würde als neutraler, rechtsmedizinisch geschulter Untersucher, Sachverständiger und Amtsperson mit Unterstützung von Hilfskräften das ihm fremde Terrain eines häuslichen oder öffentlichen Auffindungsortes inspizieren und die Trauergemeinde mit der ihm eigenen Professionalität und Autorität in die Schranken weisen. Suspekte, möglicherweise strafrechtlich relevante Umstände würden detektiert und den hinzukommenden Ermittlungsbehörden gegenüber kommuniziert werden. Ggf. könnte dies bereits vor Ort zu vorläufigen Festnahmen im sozialen Nahbereich führen. In besonders komplizierten Fällen würde man einen wissenschaftlich qualifizierten Rechtsmediziner hinzuziehen, der den Casus in einer Fachzeitschrift publizieren würde.

Wenn das Ganze dann im Fernsehen gesendet wird, könnten wir rechtsmedizinisch eher einfältig unterbelichteten „Rest“-Mediziner je nach Programm sagen: Mit dem "Coroner" und dem Rechtsmediziner sieht man einfach besser!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
 zum Beitrag »
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10vor