Samstag, 23. August 2014
Ärzte Zeitung online, 31.08.2009

Patienteninfo zu exzessiver Schläfrigkeit

Etwa 15 Prozent der Deutschen leiden an exzessiver Schläfrigkeit. Das kann dramatische Folgen haben. Die Betroffenen schlafen manchmal plötzlich ein, auch bei der Arbeit oder am Steuer. Wichtig ist, die Ursache früh zu erkennen. So können eine Narkolepsie, eine Schlafapnoe oder ein Schichtarbeiter-Syndrom Auslöser sein. Die Betroffenen sind dabei nicht einfach nur müde - denn wer tagsüber müde ist, fühlt sich zwar schläfrig und würde gerne schlafen, schafft es aber in der Regel, wach zu bleiben.

Ungewolltes Einschlafen ist hingegen ein deutliches Zeichen für exzessive Schläfrigkeit. Die Müdigkeit kann der bei einem gesunden Menschen ähneln, der 32 Stunden nicht mehr geschlafen hat. Es kommt dann etwa bei Narkolepsie zu Schlafattacken, die meist nur Minuten dauern, gelegentlich auch Stunden, aber plötzlich auftreten können, mitten im Gespräch, beim Essen, im Stehen und sogar im Gehen.

Chronische exzessive Schläfrigkeit ist daher keineswegs banal. Die Folgen sind erheblich. Menschen, die immer wieder plötzlich einschlafen, entwickeln psychische Probleme bis hin zu Depressionen. Ihre kognitiven Fähigkeiten sind eingeschränkt, und auf Dauer gehen soziale Kontakte verloren. Wer ständig extrem schläfrig ist, kann oft auch seinen Beruf nicht mehr ausüben.

Die Betroffenen brauchen daher eine spezifische Therapie, etwa eine nasale Überdruckbeatmung bei Schlafapnoe. Auch Vigilanzien können helfen, tagsüber wach zu bleiben.

Es gibt kostenlose Informationen zum Thema Tagesschläfrigkeit, einen Selbsttest sowie Tipps für Ärzte, Patienten und Interessierte zum Herunterladen.

 ESS-Selbsttest zur Tagesschläfrigkeit

Für Interessierte
    PDF downloaden     PDF downloaden
 Fit bleiben trotz Schichtarbeit  Bleiben Sie tagsüber wach!
 
Exklusiv für Ärzte und Apotheker


Die »Ärzte Zeitung« bietet exklusiv für Ärzte und Apotheker einen besonderen Service zum Thema Schläfrigkeit.

Sie können Informationen für Ihre betroffenen Patienten sowie fürs Wartezimmer oder zur Auslage in der Apotheke ausdrucken, die Sie personalisieren können »

 
PDF personalisieren
    
 Informationen personalisieren »
    Das Plakat lag
    der Ärzte Zeitung bei

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Polio: Neue Impfstrategie könnte Schutz verbessern

Die Polio-Schluckimpfung ist entscheidend für den Erfolg der weltweiten Eradikationsprogramme. Da der Impfstoff aber in seltenen Fällen zu Impfpolio führen kann, wird ein Umstieg auf die injizierbaren Totimpfstoffe (IPV) angestrebt. mehr »

Krankenhausstatistik: Weniger Kliniken, mehr Patienten

Das Statistische Bundesamt hat neue Zahlen zu den deutschen Krankenhäusern vorgelegt: Demnach sank 2013 die Zahl der Kliniken - dafür wurden mehr Patienten behandelt. mehr »

Kampf gegen Ebola: ZMapp-Vorräte sind aufgebraucht

Die beiden US-Amerikaner, die das experimentelle Ebola-Therapeutikum ZMapp bekamen, sind als geheilt aus der Klinik entlassen worden. Drei weiteren mit der Antikörper-Arznei behandelten Fachkräfte in Liberia geht es besser. Doch jetzt sind alle ZMapp-Vorräte aufgebraucht. mehr »