Samstag, 28. Februar 2015
Ärzte Zeitung online, 31.08.2009

Patienteninfo zu exzessiver Schläfrigkeit

Etwa 15 Prozent der Deutschen leiden an exzessiver Schläfrigkeit. Das kann dramatische Folgen haben. Die Betroffenen schlafen manchmal plötzlich ein, auch bei der Arbeit oder am Steuer. Wichtig ist, die Ursache früh zu erkennen. So können eine Narkolepsie, eine Schlafapnoe oder ein Schichtarbeiter-Syndrom Auslöser sein. Die Betroffenen sind dabei nicht einfach nur müde - denn wer tagsüber müde ist, fühlt sich zwar schläfrig und würde gerne schlafen, schafft es aber in der Regel, wach zu bleiben.

Ungewolltes Einschlafen ist hingegen ein deutliches Zeichen für exzessive Schläfrigkeit. Die Müdigkeit kann der bei einem gesunden Menschen ähneln, der 32 Stunden nicht mehr geschlafen hat. Es kommt dann etwa bei Narkolepsie zu Schlafattacken, die meist nur Minuten dauern, gelegentlich auch Stunden, aber plötzlich auftreten können, mitten im Gespräch, beim Essen, im Stehen und sogar im Gehen.

Chronische exzessive Schläfrigkeit ist daher keineswegs banal. Die Folgen sind erheblich. Menschen, die immer wieder plötzlich einschlafen, entwickeln psychische Probleme bis hin zu Depressionen. Ihre kognitiven Fähigkeiten sind eingeschränkt, und auf Dauer gehen soziale Kontakte verloren. Wer ständig extrem schläfrig ist, kann oft auch seinen Beruf nicht mehr ausüben.

Die Betroffenen brauchen daher eine spezifische Therapie, etwa eine nasale Überdruckbeatmung bei Schlafapnoe. Auch Vigilanzien können helfen, tagsüber wach zu bleiben.

Es gibt kostenlose Informationen zum Thema Tagesschläfrigkeit, einen Selbsttest sowie Tipps für Ärzte, Patienten und Interessierte zum Herunterladen.

 ESS-Selbsttest zur Tagesschläfrigkeit

Für Interessierte
    PDF downloaden     PDF downloaden
 Fit bleiben trotz Schichtarbeit  Bleiben Sie tagsüber wach!
 
Exklusiv für Ärzte und Apotheker


Die »Ärzte Zeitung« bietet exklusiv für Ärzte und Apotheker einen besonderen Service zum Thema Schläfrigkeit.

Sie können Informationen für Ihre betroffenen Patienten sowie fürs Wartezimmer oder zur Auslage in der Apotheke ausdrucken, die Sie personalisieren können »

 
PDF personalisieren
    
 Informationen personalisieren »
    Das Plakat lag
    der Ärzte Zeitung bei

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

KBV-VV: Kampf dem Versorgungsgesetz - mit allen Mitteln

Öffentlichkeitswirksam, aber auch hinter verschlossenen Türen will die KBV für Ände­rungen am Versorgungsstärkungsgesetz kämpfen. Die VV bekräftigte ihre Kritik. mehr »

Tag der Seltenen Krankheiten: Allein, allein

7000 Seltene Krankheiten gibt es, für die meisten stehen keine Therapien zur Verfügung. Ganz einsam sind diese "Waisen der Medizin" aber nicht mehr. Eine Zwischenbilanz zum Tag der Seltenen Krankheiten am 28. Februar. mehr »

Interview mit dem Psychiater: "Für Niels H. hatten die Patienten keine Individualität"

Dr. Konstantin Karyofilis ist der Mann, dem der verurteilte einstige Krankenpfleger Niels H. als Erstes gestanden hat, Patienten mit einer Überdosis eines Herzmedikaments ermordet zu haben. Im Interview spricht der forensische Psychiater aus Oldenburg über den Täter, den Fall und warum jeder Mensch zum Mörder werden kann. mehr »