Schätzungen zufolge haben in Deutschland etwa drei bis acht Prozent der Bevölkerung neuropathische Schmerzen. Das sind Schmerzen, die durch Verletzung oder eine dauerhafte Schädigung von Nerven entstehen. Folge ist, dass diese Nerven in ihrer normalen Funktion beeinträchtigt werden, sodass die Schmerzempfindung gestört ist. So kann es sein, dass ein an für sich schmerzhafter Reiz, etwa ein Nadelstich, als nicht oder kaum schmerzhaft empfunden wird. Oder umgekehrt können Nerven überempfindlich werden, sodass zum Beispiel schon eine leichte Berührung heftige Schmerzen auslöst.
Eine Ursache für die Nervenschädigung und somit die Beschwerden ist beispielsweise ein schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel bei Diabetes-Patienten - man spricht dann von einer schmerzhaften diabetischen Polyneuropathie. Basismaßnahme ist in diesem Fall eine Optimierung der Blutzuckereinstellung, um eine weitere Schädigung der Nerven zu verhindern. Gegen die Schmerzen helfen einfache Schmerzmittel nicht, aber es gibt Medikamente, mit denen eine akzeptable Schmerzlinderung möglich ist.
Die Ärzte Zeitung stellt hier kostenlos exklusiv für Ärzte ein kostenloses Plakat zum Thema neuropathischer Schmerz zum Aushängen im Wartezimmer zur Verfügung. Außerdem gibt es kostenlose Infos zum Thema für Patienten und Interessierte zum Herunterladen.