Ärzte Zeitung online, 16.03.2016

Praxistipp 1

Standortbestimmung hilft, Marktchancen zu nutzen

Gesundheitspolitisch gesehen war 2015 ein sehr produktives Jahr: Praxisinhaber müssen sich in 2016 mit etlichen Neuerungen auseinandersetzen.

Vor allem mit dem Versorgungsstärkungsgesetz und dem E-Health-Gesetz hat die Koalition zwei Vorhaben durch das Parlament gebracht, die größere Auswirkungen auf die ambulante Versorgung in Deutschland - und damit auch für Arztpraxen - mit sich bringen.

Unabhängig von der Entwicklung des Gesundheitsmarktes hat jeder Arzt seinen Praxiserfolg in weiten Teilen selbst in der Hand. Um auch in 2016 wirtschaftlich erfolgreich zu sein, kann es daher in diesem Jahr besonders ratsam sein, die eigene Praxisausrichtung zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Lohnt es sich, zum Beispiel mehr als bisher, einen Weiterbildungsassistenten zu beschäftigen? Wie ist auf den Wettbewerb aus Krankenhäusern zu reagieren? Was schützt in überversorgten Gebieten wirksam gegen einen Praxisaufkauf durch die KV?

Für eine erfolgreiche Praxisstrategie ist es wichtig, mögliche Veränderungen zu erkennen, diese für die eigene Praxis zu bewerten und angemessen darauf zu reagieren. Eine gute Ausgangsbasis, die richtigen Weichen zu stellen, kann eine Standortbestimmung der Praxis in Form eines Praxischecks, einer so genannten Soll-/Ist-Analyse, bieten. Dabei werden die Kennzahlen der eigenen Praxis mit Durchschnittswerten anderer Praxen der gleichen Fachgruppe in ähnlicher Größe und derselben Region verglichen.

Eine Standortbestimmung kann dem Praxisinhaber Aufschluss darüber geben, wie sich die eigenen Fallzahlen und -werte, die Umsätze sowie die Zusammensetzung der Einnahmen und der Kosten im regionalen Fachgruppenvergleich darstellen. Bei überdurchschnittlichen Finanzierungskosten etwa könnte es sich lohnen, bestehende Zinsvereinbarungen zu überprüfen.

"Ein auf Heilberufe spezialisierter Bankberater kann hier einen echten Mehrwert für den Arzt bedeuten", erläutert Adalbert Kurkowski, Leiter Zielgruppenmanagement der Deutschen Bank. Denn dieser verfüge nicht nur über fachliches Know-how, ihm stünden häufig auch Beratungsanwendungen zur Verfügung, mit denen er den Arzt bei der Entscheidungsfindung und Umsetzung entscheidend unterstützen könne.

Der db PraxisCheck beispielsweise ermögliche "einen Benchmark-Vergleich mit anderen Praxen, der darauf abzielt, mögliche Potenziale der Praxis zu identifizieren und wichtige Impulse für die Praxisstrategie zu geben", so Kurkowski.

"Ein Mehrjahresvergleich ermöglicht es, Trends in der Praxis aufzuzeigen und zukünftige Entwicklungen zu prognostizieren. So können zum Beispiel Entscheidungen zu Investitionen in die Praxis durch konkrete Zahlen untermauert werden."

Bei Bedarf könne der Heilberufe-Berater darüber hinaus den Kontakt zu weiteren Experten aus seinem Netzwerk herstellen.

Die Serie Praxistipps zum Jahresstart ist in Kooperation mit der Deutschen Bank entstanden.

Praxistipp 1: Standortbestimmung hilft, Marktchancen zu nutzen
Praxistipp 2: Neues Gesetz macht Kooperationen noch attraktiver
Praxistipp 3: So profitieren Ärzte von vielseitigen Förderkrediten
Praxistipp 4: Der Weg zu günstigen Kreditkonditionen
Praxistipp 5: Vorsicht, Steuerfalle!
Praxistipp 6: Praxisabgabe: Frühzeitige Planung ist entscheidend
Praxistipp 7: Warum eine maßgeschneiderte Investitionsplanung wichtig ist
Praxistipp 8: Praxisnah und effizient: Konten für Mediziner
Praxistipp 9: Deutsche Wohnimmobilien bieten weiter interessante Renditechancen

Weitere Informationen sowie Praxistipps finden Sie unter www.deutsche-bank.de/praxisservices

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