Ärzte Zeitung online, 21.03.2016

Praxistipp 3

Finanzierung: So profitieren Ärzte von vielseitigen Förderkrediten

Finanzierung: So profitieren Ärzte von vielseitigen Förderkrediten

Zartes Pflänzchen Niederlassung. Etwas Dünger soll das Wachstum fördern.

© Africa Studio / fotolia.com

Auch in Zeiten niedriger Zinsen können zinssubventionierte Kredite dazu beitragen, die Finanzierungskosten von Investitionen noch weiter zu reduzieren. Doch nur etwa jeder dritte Arzt fühlt sich über die Möglichkeiten staatlicher Förderung bei Investitionen gut informiert.

Das zeigte die jüngste Umfrage der Fachverlagsgruppe Springer Medizin und der Deutschen Bank unter rund 300 niedergelassenen Ärzten. Dabei können Ärzte von vielen öffentlichen Förderprogrammen zur Finanzierung von Investitionsvorhaben in die Praxis profitieren.

Zinsvergünstigte Konditionen bekommen Ärzte zum Beispiel beim Unternehmerkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), der gedacht ist für Unternehmen und Praxen, die seit mindestens fünf Jahren am Markt sind.

Förderfähig sind unter anderem der Erwerb von Praxisimmobilien, Umbaukosten, der Kauf von medizintechnischen Geräten sowie immaterielle Vermögenswerte, wie zum Beispiel der Goodwill bei Übernahme weiterer Praxen. Auch für Existenzgründer gibt es Programme bei der KfW. Viele Darlehen werden in den ersten Jahren tilgungsfrei angeboten, um die Belastung in den ersten Jahren zu reduzieren.

Neben der KfW Bankengruppe vergeben auch Förderbanken der Länder vergünstigte Kredite. Banken wie die LfA Förderbank Bayern, die Investitionsbank Hessen oder die NRW-Bank arbeiten im öffentlichen Auftrag, sind wettbewerbsneutral und bieten das gesamte Spektrum kreditwirtschaftlicher Produkte an. So können Ärzte dort auch zinsgünstige Darlehen mit flexiblen Laufzeiten erhalten.

Die Förderbanken der Länder ermöglichen teilweise sogar Umschuldungen von bestehenden Darlehen. Deshalb lohnt es sich sogar, Bestandsfinanzierungen zu prüfen und gegebenenfalls nach zu justieren.

Bei zinssubventionierten Krediten aus öffentlicher Hand gilt das Hausbank-Prinzip: "Die Hausbank begleitet Ärzte bei wichtigen unternehmerischen Schritten und Investitionen. Unsere auf Heilberufe spezialisierten Betreuer beispielsweise kennen die in Frage kommenden Förderprogramme, beraten bei der Auswahl sowie Kombination der Förderprogramme und bei weiteren Finanzierungsbausteinen", erklärt Adalbert Kurkowski, Leiter Zielgruppenmanagement der Deutschen Bank.

Der Kreditantrag muss vor Beginn des Investitionsvorhabens über die Hausbank bei der Förderbank eingereicht werden. Das Vertragsverhältnis besteht damit zwischen dem Arzt und seiner Bank. Eine persönliche Beratung sollte daher immer der erste Schritt zu einer passenden Finanzierungslösung sein, so Kurkowski. (ger)

Übrigens: Informationen über Förderkredite der KfW gibt es im Internet unter www.kfw.de.

Die Serie Praxistipps zum Jahresstart ist in Kooperation mit der Deutschen Bank entstanden.

Praxistipp 1: Standortbestimmung hilft, Marktchancen zu nutzen
Praxistipp 2: Neues Gesetz macht Kooperationen noch attraktiver
Praxistipp 3: So profitieren Ärzte von vielseitigen Förderkrediten
Praxistipp 4: Der Weg zu günstigen Kreditkonditionen
Praxistipp 5: Vorsicht, Steuerfalle!
Praxistipp 6: Praxisabgabe: Frühzeitige Planung ist entscheidend
Praxistipp 7: Warum eine maßgeschneiderte Investitionsplanung wichtig ist
Praxistipp 8: Praxisnah und effizient: Konten für Mediziner
Praxistipp 9: Deutsche Wohnimmobilien bieten weiter interessante Renditechancen

Weitere Informationen sowie Praxistipps finden Sie unter www.deutsche-bank.de/praxisservices

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