Ärzte Zeitung, 23.03.2016

Praxistipp 4

Der Weg zu günstigen Kreditkonditionen

Der Weg zu günstigen Kreditkonditionen

Ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis zwischen Arzt und Bankberater führt zu einer fundierten Risikoeinschätzung. Das kann dazu beitragen, die Kreditkonditionen für Ärzte zu verbessern.

© DeanMitchell / iStock / Thinkstock

Aufgrund des nachhaltigen Wachstums in der Gesundheitsbranche und ihrer Einkommenssituation haben Ärzte besonders guten Zugang zu Finanzierungsmitteln bei Banken. Dies drückt sich üblicherweise auch in den Finanzierungskonditionen aus. Durch die unterdurchschnittlichen Forderungsausfälle, die Banken in dieser Branche verzeichnen, wird dies positiv beeinflusst.

Kann der Arzt zusätzliche Kreditsicherheiten anbieten, ermöglicht dies nochmals bessere Kreditkonditionen, da die Eigenkapitalanforderungen der Banken sich reduzieren.

"Für Ärzte, die jetzt investieren wollen, sehen wir auch aufgrund der weiterhin günstigen Zinsen ein optimales Umfeld", so Adalbert Kurkowski, Leiter Zielgruppenmanagement der Deutschen Bank. Dies gilt für Einzelpraxen ebenso wie für größere Praxiseinheiten.

Allerdings bleibt aus Sicht der Ärzte häufig intransparent, wie die konkreten Konditionen zustande kommen. Die Kreditkondition setzt sich zusammen aus dem Refinanzierungszinssatz und einer Marge der kreditgebenden Bank.

Von zentraler Bedeutung ist hier das Rating, also die individuelle Einschätzung der Kundenbonität durch die Bank. Da das von der Bank unterlegte Eigenkapital für die Kreditsumme zu verzinsen ist, bedeutet diese Kapitalbindung auch eine Kostenposition für die Bank, die die Marge für das Kundendarlehen beeinflusst.

Für Kunden mit guter Bonität können sich niedrigere Zinssätze ergeben. Im Rating-Verfahren verarbeitet die Bank eine Vielzahl von Kundeninformationen, wobei die sogenannten harten, also quantitativen Faktoren einen direkten Einfluss auf das Rating-Ergebnis haben. Zusätzlich kommen weiche, qualitative Faktoren ins Spiel, etwa die Praxisstrategie oder die Positionierung der Praxis im Wettbewerb.

"Aus Banksicht ist bei einer Kreditentscheidung ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis zwischen Kunde und Bankberater grundsätzlich positiv zu bewerten. Ärzte sollten bei ihrem Gespräch mit dem Bankberater mit offenen Karten spielen und Nachweise zu den aktuellen finanziellen Verhältnissen sowie vollständige Bonitäts- und Kreditbeurteilungsunterlagen einreichen. Dies führt zu einer besseren Risikoeinschätzung und kann die Konditionen für einen Kredit verbessern", erklärt Adalbert Kurkowski.

Ärzte mit einem guten Rating können direkt von günstigeren Kreditkonditionen profitieren. Das Rating bringt aber noch einen weiteren Vorteil: Das Unternehmen, also die eigene Praxis, wird mit zahlreichen Geschäftskunden der Bank verglichen. Kunden erhalten so eine qualifizierte Aussage über ihre individuelle Bonitätseinschätzung.

Auf dieser Basis wird ein kontinuierlicher Dialog mit dem Bankberater möglich, der Optimierungspotenziale für die Praxisfinanzierung aufzeigt und dazu beitragen kann, die Finanzierungskonditionen weiter zu verbessern. (ger)

Die Serie Praxistipps zum Jahresstart ist in Kooperation mit der Deutschen Bank entstanden.

Praxistipp 1: Standortbestimmung hilft, Marktchancen zu nutzen
Praxistipp 2: Neues Gesetz macht Kooperationen noch attraktiver
Praxistipp 3: So profitieren Ärzte von vielseitigen Förderkrediten
Praxistipp 4: Der Weg zu günstigen Kreditkonditionen
Praxistipp 5: Vorsicht, Steuerfalle!
Praxistipp 6: Praxisabgabe: Frühzeitige Planung ist entscheidend
Praxistipp 7: Warum eine maßgeschneiderte Investitionsplanung wichtig ist
Praxistipp 8: Praxisnah und effizient: Konten für Mediziner
Praxistipp 9: Deutsche Wohnimmobilien bieten weiter interessante Renditechancen

Weitere Informationen sowie Praxistipps finden Sie unter www.deutsche-bank.de/praxisservices

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