Ärzte Zeitung, 04.04.2016

Praxistipp 7

Warum eine maßgeschneiderte Investitionsplanung wichtig ist

Darlehen, Leasing oder Kontokorrentkredit - für Investitionen in die Praxis steht eine Vielzahl von Finanzierungsmodellen zur Verfügung. Bei der Investitionsplanung konzentrieren sich viele Ärzte vor allem auf Nutzen und technische Aspekte des Vorhabens.

Einem maßgeschneiderten Finanzierungskonzept wird häufig keine hohe Priorität eingeräumt. "Standardlösungen für Ärzte sind zwar schlank und einfach, bergen aber häufig Risiken", warnt Adalbert Kurkowski, Leiter Zielgruppenmanagement der Deutschen Bank.

Investitionen brauchen ein tragfähiges Finanzierungskonzept, bei dem die spezifischen Anforderungen des Vorhabens und der jeweiligen Praxis erfüllt werden. Dies gilt gleichermaßen für Neu-, Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen.

Entscheidend sind eine auf die Praxisstrategie zugeschnittene Investitionsplanung sowie eine individuell auf das Investitionsvorhaben abgestimmte Finanzierungsplanung. Einzelne Regelungen des Kreditvertrages, die nicht dem Investitionsvorhaben angepasst sind, können zu Nachteilen und ungewünschten Einschränkungen führen.

"Da sich im Laufe der Zeit nicht nur die persönlichen Ziele, sondern auch die Rahmenbestimmungen für bestehende Finanzierungen ändern können, sollten das Finanzierungskonzept und bestehende Verträge regelmäßig überprüft werden", so Kurkowski. Auch Sondertilgungsoptionen können gewünschte Freiheit und vertragliche Flexibilität bringen.

Ärzte, die sich im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten schneller entschulden wollen, können sich bei der Analyse ihrer Bestandsverträge durch Bankberater unterstützen lassen, um die individuellen Umsetzungsmöglichkeiten zu prüfen. "Grundsätzlich empfiehlt es sich, Sondertilgungen vorrangig bei privaten Darlehen - wie etwa für die Eigenheimfinanzierung - einzubringen, da hier Zins- und Tilgungsleistungen aus dem Nettoeinkommen zu bestreiten sind", betont Kurkowski.

Wer Darlehen endfällig finanziert hat, die erst am Ende der Laufzeit getilgt werden, profitiert von den Steuervorteilen durch die Zinszahlung. Das Geld, das später zur Tilgung erforderlich ist, wird meist in (Fonds-)Sparplänen oder in Kapital- oder Rentenversicherungen angespart.

"Gerade angesichts der niedrigen Zinsen ist es dabei wichtig, regelmäßig zu überprüfen, ob sich die ersparten Beträge wertmäßig nach Plan entwickeln", empfiehlt Adalbert Kurkowski.

Reicht das Geld bei Endfälligkeit nicht aus, um das Darlehen zu tilgen, muss die Lücke aus Eigenmitteln finanziert werden. "Wer hier rechtzeitig gegensteuert, vermeidet Liquiditätsengpässe", so der Experte. (ger)

Die Serie Praxistipps zum Jahresstart ist in Kooperation mit der Deutschen Bank entstanden.

Praxistipp 1: Standortbestimmung hilft, Marktchancen zu nutzen
Praxistipp 2: Neues Gesetz macht Kooperationen noch attraktiver
Praxistipp 3: So profitieren Ärzte von vielseitigen Förderkrediten
Praxistipp 4: Der Weg zu günstigen Kreditkonditionen
Praxistipp 5: Vorsicht, Steuerfalle!
Praxistipp 6: Praxisabgabe: Frühzeitige Planung ist entscheidend
Praxistipp 7: Warum eine maßgeschneiderte Investitionsplanung wichtig ist
Praxistipp 8: Praxisnah und effizient: Konten für Mediziner
Praxistipp 9: Deutsche Wohnimmobilien bieten weiter interessante Renditechancen

Weitere Informationen sowie Praxistipps finden Sie unter www.deutsche-bank.de/praxisservices

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