Ärzte Zeitung online, 19.07.2016

Deutsche Bank

Investitionen realisieren - aber wie?

Der ambulante Gesundheitsmarkt ist eine nachhaltige Wachstumsbranche, die grundsätzlich gute Investitionsbedingungen aufweist. Trotzdem ist seit Jahren ein zurückhaltendes Investitionsverhalten zu beobachten. Diese Entwicklung kann insbesondere bei Praxen in der Zukunftssicherungsphase zu Nachteilen bei der späteren Praxisübergabe führen.

Attraktive Investitionsbedingungen

Die aktuellen Bedingungen für Praxisinvestitionen sind ausgesprochen vorteilhaft. Der Gesundheitsmarkt ist nach wie vor eine weitgehend konjunkturunabhängige und nachhaltige Wachstumsbranche. Ärzte profitieren bei Investitionsvorhaben von einem historisch niedrigen Zinsniveau für mittel- bis langfristige Kredite. Zudem haben sie aufgrund ihrer Branche, Einkommenssituation und der unterdurchschnittlichen Kreditausfallrate besonders guten Zugang zu Finanzierungsmitteln.

Strategischer Weitblick ist gefragt

Trends in der ambulanten Medizin, wie die Zunahme kooperativer Strukturen, und regelmäßige Veränderungen der Rahmenbedingungen erfordern von Ärzten strategischen Weitblick zur künftigen Positionierung ihrer Praxis im Wettbewerb. Denn der wirtschaftliche Erfolg einer Praxis ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr.

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Für eine erfolgsorientierte Praxisstrategie ist es deshalb wichtig, vor dem Hintergrund eines sich ständig wandelnden Umfelds Handlungsbedarf zu erkennen und entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Regelmäßige Investitionen können einen wesentlichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und Attraktivität der Praxis haben, die sich sowohl auf die Zufriedenheit der Patienten als auch auf das Personal auswirken.

Amortisationschancen prüfen

Bei Investitionsentscheidungen sind grundsätzlich die Amortisationschancen zu prüfen. Während (Ersatz-)Investitionen, die ausschließlich der GKV-Versorgung dienen, häufig nur schlecht amortisierbar sind, haben Investitionen, die zu einem verbesserten Angebot für Privat- und IGeL-Patienten führen, das Potenzial, sich zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor zu entwickeln.

Gleiches gilt für Investitionen zur Praxisexpansion durch Kooperationen und Zukäufe. Bei allen Entscheidungen sind der regionale Wettbewerb und die Marktgegebenheiten sowie die fortlaufenden Änderungen in der Gesundheitspolitik und Honorarabrechnung im Blick zu behalten.

Investitionen sollten aber nicht nur die Praxisstrategie und -philosophie im Fokus haben, sondern auch die persönliche Lebenssituation berücksichtigen.

Ist die Entscheidung für eine Investition getroffen, lohnt eine Vergleichs- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung verschiedener Investitionsmöglichkeiten. Einen guten Überblick bieten Tools, die z.B. bei der Bewertung von Investitionen in Medizingeräte durch Berechnung von Amortisationsdauer und der aus der Anschaffung resultierenden Überschussliquidität unterstützen.

Sie können bei der Beantwortung der Frage helfen, ab welchem Zeitraum sich eine Investition rechnet und wie sich die Rentabilität sowie Liquidität der Praxis in der Amortisationszeit unter Berücksichtigung der hinterlegten Finanzierung sowie der Abschreibungsdauer entwickeln.

Das passende Finanzierungskonzept

Investitionen brauchen ein tragfähiges Finanzierungskonzept. Ob Neu-, Erweiterungs- oder Ersatzinvestitionen, wichtig ist, dass die spezifischen Anforderungen des Vorhabens und der jeweiligen Praxis erfüllt werden. Darüber hinaus muss geklärt werden, welche Auswirkung die Investition auf die Liquidität der Praxis hat.

Die Laufzeit der Finanzierung sollte sich an der steuerlichen Abschreibungsdauer orientieren, da sich in dieser Zeit der zu versteuernde Gewinn um die Abschreibung reduziert. Die ersparten Steuern können zur Tilgung der Finanzierung genutzt werden.

Fünf Schritte zu einer erfolgreichen Investition

1. Investitionen und Praxisstrategie in Einklang bringen: Prüfen Sie, inwiefern die Investitionen die strategische Ausrichtung Ihrer Praxis unterstützen. Können gegebenenfalls neue Honorarchancen genutzt werden?

2. Investitionsvorhaben prüfen: Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung hilft bei der Beurteilung der Investition: Wie viele Patienten kommen für die Behandlung infrage? Kann zusätzliches Honorar erzielt werden? Welche zusätzlichen Kosten oder Einsparmöglichkeiten entstehen durch die Investition?

3. Passende Finanzierungslösung wählen: Besprechen Sie im Finanzierungsgespräch, welche Finanzierungsmethoden für Sie geeignet sind. Fragen Sie auch, ob öffentliche Fördermittel genutzt werden können. Erfahrene Berater verbinden immer auch Ihre private und geschäftliche Finanzplanung miteinander.

4. Auf Fristenkongruenz achten: Die Nutzungsdauer Ihrer Investitionsgüter sollte mit der Finanzierungslaufzeit übereinstimmen.

5. Steuerberater einbinden: Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Steuerberater über Ihr Investitionsvorhaben und das Finanzierungskonzept.

Die detaillierte Planung Ihres Investitionsvorhabens stellt eine besondere Herausforderung dar. Neben der Investitionsentscheidung ist die finanzielle Planung ein bedeutender Faktor des Vorhabens. Ihr Heilberufe Betreuer der Deutschen Bank unterstützt Sie gerne bei der Investitionsentscheidung mit einem InvestitionsCheck und fundierten Analysen. Vereinbaren Sie einen Gesprächstermin unter (069) 910-10061.

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