INTER Versicherungsgruppe
Ärzte Zeitung, 13.07.2016

Risikomanagement mit Praxisvergleich

Zu einer vorausschauenden Praxisführung gehört auch ein fundiertes Risikomanagement. Gut dran ist, wer seine Praxis vergleichen und die Wettbewerbssituation gut überblicken kann.

MANNHEIM. Nur auf Basis valider Fakten können die richtigen betriebswirtschaftlichen Entscheidungen getroffen werden. Auch aus diesem Grund ist ein fundiertes Risiko- und Fehlermanagement in Arztpraxen - als Teil eines strukturierten Qualitätsmanagements - für Arztpraxen unerlässlich. Denn letztlich lässt sich dadurch nicht nur die Qualität der medizinischen Leistungen für die Patienten erhöhen, sondern auch die Praxisabläufe kommen darüber auf den Prüfstand und können optimiert werden.

"Auch der Praxiswert lässt sich darüber nachhaltig absichern, weil vorhandene interne und externe Risiko- und Fehlerpotenziale rechtzeitig erkannt werden", erläutert Michael Schillinger, Vorstandsmitglied der INTER Versicherungsgruppe. Interne Fehlerpotenziale können etwa in mangelnder Hygiene oder Behandlungsfehlern liegen, externe Risiken werden zum Beispiel durch ein sich änderndes Wettbewerbsumfeld ausgelöst.

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Eine Auswertung für eine Hausarztpraxis im Vergleichsrechner des Atlas Medicus®: Der Vergleich zur Durchschnittspraxis hilft bei der Optimierung der Prozesse.

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Doch wie geht ein niedergelassener Arzt bei einem solchen Risikomanagement vor? "Entscheidend ist es zum einen, Vergleichsdaten zu ähnlichen Praxen zu haben. Es ist aber auch wichtig, die Praxis in ihrem Wettbewerbsumfeld vor Ort in den Blick zu nehmen", beschreibt Schillinger die Anforderungen. Bei der Risikoanalyse greifen die Spezialisten für Heilberufe der INTER Versicherungsgruppe daher auf die Online-Software Atlas Medicus® von Rebmann Research zurück. Die Software enthält unter anderem betriebswirtschaftliche Daten zu 30 ärztlichen und zahnärztlichen Fachgruppen sowie 1500 Landkarten allein zur Abbildung der Bedarfsplanung in Deutschland.

"Der Gesundheitsmarkt wird in den nächsten Jahren zu den wachstumsstärksten Branchen unserer Wirtschaft zählen. Damit auch unsere ärztlichen Kunden von dem Wachstum profitieren können, stellen wir über den Atlas Medicus® Orientierungswerte bereit", führt Schillinger weiter aus. Damit könnten Probleme in der betriebswirtschaftlichen Praxisstruktur, in der Organisation, aber auch Optimierungs- und Steigerungspotenziale gezeigt werden.

Über den Praxisvergleich lassen sich beispielsweise die eigenen Fallwerte denen einer Durchschnittspraxis gegenüberstellen, oder auch der Kassen- und Privatanteil, die Praxiskosten insgesamt, Personalkosten, Miete, Abschreibungen und vieles mehr. Sichtbar machen lässt sich auch die Wettbewerbssituation einer Praxis in einem sich rasant wandelnden Gesundheitsmarkt: "Praxen, die zum Beispiel eine Filialisierung planen, können sich über den Bedarf im Landkreis informieren", erläutert Dr. Bernd Rebmann, der sich fast seit 20 Jahren auf die Datensammlung im Gesundheitsmarkt spezialisiert hat.

Spezialisten der INTER, die das Instrumentarium einsetzen, haben die Möglichkeit, Ärzte in der Praxisführung mit interaktiven Instrumenten bei der Standortanalyse, der Praxisbewertung und mit aktuellen Nachrichten zu unterstützen. Da der Atlas Medicus® berufsübergreifende Daten enthält, also auch zu anderen Leistungserbringern wie Apotheken, Pflege-Dienstleistern, Physiotherapeuten und Kliniken, können auch Optionen und neue Geschäftsmodelle für die Praxis, die über die Sektorengrenzen hinaus greifen, analysiert werden.

Hilfreich ist die Software auch angesichts der bevorstehenden Welle an Praxisabgaben, die sich aus dem hohen Durchschnittsalter der Ärzte ergibt. Denn die Analyse kann auch zeigen, wie sich die Versorgungssituation einer Region in der näheren Zukunft voraussichtlich entwickeln wird. (ger)


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