Ärzte Zeitung, 28.11.2011

TIPP DES TAGES

Verjährungsgefahr beim Privathonorar

Praxen, bei deren Patienten noch Rechnungen für Privatleistungen aus dem Jahr 2008 offen stehen, müssen noch vor dem 31. Dezember dieses Jahres handeln, wenn ihre Ansprüche nicht verloren gehen sollen. Denn mit Ablauf des dritten Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist, verjährt die Forderung.

Daher ist es ratsam, bereits jetzt eine entsprechende Mahnung an die säumigen Patienten zu schicken. Nur damit bleibt die Zahlungsverpflichtung aufrechterhalten.

Die Verjährung kann aber auch durch einen gerichtlichen Mahnbescheid oder ein Klage beim Amtsgericht durchbrochen werden. Dazu sollten Ärzte Rechtsanwälte oder Privatabrechnungsdienstleister einschalten.

[29.11.2011, 16:07:35]
Uwe Schneider 
Vorsicht: Gerichtliche Maßnahmen sind erforderlich!
Eine einfache Mahnung genügt im Gegensatz zu einem (gerichtlichen) Mahnbescheid nicht zur Hemmung der Verjährung. Anders sieht es nur aus, wenn die Mahnung der Ausgangspunkt für außergerichtiche Verhandlungen mit dem Patienten ist, während deren Dauer die Verjährung ebenfalls gehemmt ist. Darauf müsste sich der Patient aber einlassen, wovon man nicht immer wird ausgehen können. Daher bleibt als sicherer Weg nur der Gang zum Gericht. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »