Ärzte Zeitung, 24.11.2008

Kosteneffiziente Lösungen sind gefragt

Medizinmesse Medica: Innovationen aus Medizin und IT zur Hebung von Einsparpotenzialen in Praxis und Klinik

DÜSSELDORF (maw). Kosteneffiziente Lösungen für Klinik und Praxis - diesen galt das Hauptaugenmerk der Besucher der diesjährigen Medizinmesse Medica in Düsseldorf. Am Samstag ging sie zu Ende.

Kosteneffiziente Lösungen sind gefragt

Insgesamt 137 000 Fachbesucher haben in der vergangenen Woche in Düsseldorf die 40. Ausgabe der weltgrößten Medizinmesse Medica sowie den angeschlossenen Kongress und die Zulieferermesse Compamed besucht. Damit blieb der Ansturm in etwa auf Vorjahresniveau. Gut 40 Prozent der Besucher und mehr als 50 Prozent der Aussteller kamen aus dem Ausland. Dass kein neuer Besucherrekord erzielt wurde, lag nach einhelliger Meinung der Veranstalter und Aussteller am plötzlichen Wintereinbruch.

Inhaltlich ging es an den Ständen der 4313 Aussteller vor allem um Produkt- und Dienstleistungsangebote zur Steigerung der Kosteneffizienz. Wie Wilhelm Niedergöker, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, bestätigt, nahm die Kostenfrage eine zentrale Rolle ein - sowohl auf Aussteller- wie auf Besucherseite. Niedergöker: "In Zeiten erschwerter Kreditvergabe werden Investments besonders kritisch hinterfragt. Das Fachpublikum der Medica und Compamed zeigte deshalb vor allem ein hohes Interesse an effizienten Verfahren für straffe Behandlungsabläufe.

Mit vielen der vorgestellten Innovationen lassen sich beachtliche Einspareffekte erzielen." Beispielhaft anzuführen seien hier laut Niedergöker Telemedizin-Applikationen für die Radiologie oder Pathologie. Sie ermöglichen es, Bilddaten zwecks Befundung schnell und unkompliziert in Kliniknetzwerken zu Experten an entfernten Standorten zu übermitteln. Neben dem traditionell sehr hohen Interesse für Medizintechnik und Elektromedizin waren insbesondere physiotherapeutische Verfahren und medizinische IT stärker nachgefragt als bisher.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Gesundheit im Auge des Orkans?

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »