Kongress, 19.04.2009

Wetter hin, Wetter her, der DGIM-Patiententag entwickelt sich zum echten Renner

Strömender Regen, mieses Aprilwetter, die äußeren Bedingungen am Samstag waren schlecht. Und doch: Viele Wiesbadener Bürger kamen zum Patiententag ins Rathaus und informierten sich.

Von Christoph Fuhr

Im Rathaus unterwegs: Stände mit Info-Angeboten von Selbsthilfegruppen, Krankenkassen und Dienstleistern. Viele Broschüren finden reißenden Absatz.

Foto: Sven Bratulic

Sie hatten Pech, zumindest in den Stunden am frühen Samstagvormittag, als das Wetter die Veranstalter des Patiententags (noch) im Stich ließ: Verbände, Selbsthilfegruppen und Dienstleister, die mit ihren Ständen vor dem Rathaus vertreten waren, standen zunächst einsam im Regen. Die Landesärztekammer Hessen zog sogar vom Vorplatz ins Rathaus um. Aber dann wurde das Wetter besser, und im Gebäude selbst ging ohnehin längst die Post ab: Vorträge, Diskussionsrunden, Informationsstände rund ums Thema Gesundheit, auch die „Ärzte Zeitung“ war mit einem eigenen Stand vertreten. Geballtes medizinisches Know-how, aufbereitet für Bürger auf engstem Raum – das gibt’s auch in Wiesbaden längst nicht alle Tage.

Das Titelthema der Veranstaltung war Vorsorge, der Schwerpunkt lag, wie hätte es anders sein können, auf internistischen Erkrankungen. Im Rathaus standen Ärzte Betroffenen, Angehörigen und interessierten Bürgern Rede und Antwort. Mit dabei auch Prominenz: Die frühere Tagesschau-Sprecherin Dagmar Berghoff etwa moderierte ein Symposium zum Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Kongresspräsident Professor Rainer Kolloch nannte bei der Eröffnung gleich mehrere Gründe, die aus seiner Sicht für den Patiententag sprechen. Patienten müssten stärker in diagnostische und therapeutische Entscheidungsoptionen einbezogen werden, forderte er .Zugleich sei es sinnvoll, Eigenständigkeit der Patienten im Sinne des Präventionsgedankens weiter zu entwickeln.

Mit Hilfe von Informationen für Bürger müssten künftig Krankheiten verhindert werden. „Dazu braucht man Handlungsanweisungen“, sagte Kolloch, „und die wollen wir hier vermitteln.“

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