Kongress, 20.04.2009

Östrogen- und Testosteron-Präparate sind keine Schlankheitsmittel

Macht Hormonmangel dick? Dieser Gedanke liegt nahe. Besteht doch kein Zweifel mehr daran, dass Männer sowie auch Frauen mit dem Alter an Gewicht zulegen. Östrogen- und Testosteron-Spiegel sinken hingegen. Doch der Schein trügt: Momentan sieht es nämlich so aus, dass ein Östrogenmangel keinen Einfluss auf das Köpergewicht hat und ein Testosteronmangel Folge des Übergewichts ist und nicht umgekehrt.

Bei Frauen fällt der Östrogen-Spiegel im Blut nach der Menopause, das heißt nach der letzten Monatsblutung, stark ab. Das macht den Betroffenen oft schwer zu schaffen. Nahezu jede zweite Frau klagt während der Wechseljahre über Hitzewallungen.

Wenn Frauen an Gewicht zunehmen, ist das aber nicht auf einen Östrogenmangel zurückzuführen, hat Dr. Cornelia Jaursch-Hancke von der DKD in Wiesbaden aus Anlass des Patiententages zur "Ärzte Zeitung" gesagt. Und: Eine Hormonersatztherapie bessert zwar Hitzewallungen, hat aber offenbar keinen Effekt auf das Gewicht.

Bei Männern fällt im Alter das Testosteron ab bis hin zu einem Hypogonadismus. Davon betroffen sind oft Diabetiker sowie Übergewichtige. Die durch Testosteronmangel bedingten Beschwerden kann man durch Testosteronpräparate lindern. Schlankheitsmittel sind diese, zumindest was Bauchfett betrifft, aber wohl eher nicht. (ikr)

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