Kongress, 17.04.2009

Entdeckungstouren in der Stadt der kurzen Wege

Mal eben kurz die Beine vertreten in einer Pause beim Internistenkongress? Kein Problem. Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden bietet viel Abwechslung.

Von Cornelia Diergardt

Kurpark mit Kurhaus - Wiesbaden bietet viele reizvolle Perspektiven.

Foto: imago

Fünf Tage lang erwartet die aus dem gesamten Bundesgebiet angereisten Internisten bei ihrem Kongress ein strammes Programm. Für diejenigen, die zwischen den Vorträgen über Herzschrittmacher, Gebührenordnung und Plasmazellenerkrankung sich selbst eine Pause verordnen, ist das folgende kleine Freizeit-Brevier gedacht. Ein bis zwei Stunden sollten für die Anwendungen der Tipps eingeplant werden. Aber es geht auch kürzer. Wiesbaden ist eine Stadt der kurzen Wege.

Über den Dächern der Stadt: Blick vom Neroberg in Richtung Bergkirche.

Foto: dpa

Mal eben kurz die Beine vertreten? Dann heißt es raus aus den Rhein-Main-Hallen hin zum Theater und Kurhaus, wo Bowling Green, Warmer Damm und der Kurpark samt Weiher zum Schlendern einladen.

Ebenfalls vom Veranstaltungsort nur einen Katzensprung entfernt ist die Wilhelmstraße mit ihren edlen Boutiquen. Das historische Fünfeck Wiesbadens liegt ebenfalls fast um die Ecke und bietet mit dem Hessischen Landtag, dem Rathaus und der neugotischen Marktkirche eine abwechslungsreiche Auszeit im Herzen der Stadt.

Es empfiehlt sich ein Abstecher in die kleinen angrenzenden Gassen, die Mauer-, Mühlgasse und Grabenstraße heißen und wo viele kleine Geschäfte mit einem besonderen Warenangebot locken. Das Sortiment reicht von Schuhen, Bekleidung, Schmuck bis zu lukullischen Leckereien. Selbst wer ein Klavier braucht, wird hier fündig. Ein Besuch der Weinläden ist ratsam, die unter anderem eine gute Auswahl an Rheingauer Rieslingweinen in ihren Regalen lagern!

Wer den Trubel der Innenstadt meiden und sich einen Überblick über die hessische Landeshauptstadt verschaffen möchte, hat eine Menge Alternativen: Informativ ist eine Tour mit der kleinen Stadtbahn Thermine, die mehrmals täglich fährt und auch an den Rhein-Main-Hallen Station macht.

Eine Rundfahrt mit dieser Bahn ist zugleich eine Zeitreise in das historische Wiesbaden, der einstigen Kaiser- und Weltkurstadt.

Anziehungspunkt für viele Menschen - Wiesbadens Innenstadt.

Foto: Heiko Kubenka

Entlang imposanter Villen im Nerotal, befördert die Thermine den Fahrgast hoch auf den Hausberg. Oder es heißt umsteigen in die Nerobergbahn an der Talstation, der letzten mit Wasserbalast betriebenen Standseilbahn. Angekommen auf dem Gipfel bietet sich eine fantastische Aussicht. Auch hat der Neroberg selbst einiges auf dem Buckel: Das im Bauhausstil gebaute Opelbad und die Russische Kirche mit ihren fünf goldenen Zwiebelkuppeln, das Wahrzeichen der Stadt.

Ebenfalls lockt Fortuna: Denn am Samstag geht es bei den Rundgängen der Gästeführer der Tourist Information um die Spielbank. Diejenigen, die beim Roulette, Black Jack und Poker nicht alles gleich auf eine Karte setzen möchten, können an den kostenlosen Schnupperkursen teilnehmen. Diese bietet die Spielbank freitags und samstags ab 20 Uhr jeweils stündlich an.

Wem der Sinn weder nach Shoppen, Zocken oder Sightseeing steht, der taucht ganz einfach unter. Das mit heißen Quellen gesegnete Wiesbaden bietet zwei Bäder: Kurstadt-Flair pur verströmt das Kaiser-Friedrich-Bad. Modern und großzügig gestaltet gibt sich das Thermalbad Aukammtal.

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Wiesbaden / DGIM (195)

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