Kongress, 13.06.2012

Wie souverän können Patienten wirklich sein?

Wie souverän können Patienten wirklich sein?

BERLIN (eb). Patientensouveränität - das ist ein Schlagwort, das in vielen gesundheitspolitischen Diskussionen nicht fehlen darf. Gut informiert sol der Patient sein, autonom soll er dann seine Entscheidungen treffen.

Allerdings macht das Versorgungssystem viele Vorgaben: Es definiert zunächst einmal, welche Ansprüche der Versicherte hat, zugleich behält das System das Geld vom Lohn des Versicherten ein.

Bei einer Erkrankung hat der Patient praktisch keinen Handlungsspielraum: Er gibt die Verantwortung für seine Behandlung ab und muss dem behandelnden Arzt und den Pflegekräften vertrauen.

Experten sind sich ohnehin einig, dass es "den" Patienten nicht gibt. Die einen wollen selbst entscheiden, die anderen überlassen die Entscheidung dem Arzt.

Ist der Weg von der Expertendominanz zur Patientensouveränität vor diesem Hintergrund überhaupt realistisch? Ein Thema, das beim Hauptstadtkongress sicher auf großes Interesse stößt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »