Ärzte Zeitung, 18.11.2013

Die neuesten Trends für Gesundheitsnetze

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Einen ganzen Tag lang dreht sich auf dem Health IT Forum alles um die vernetzte Gesundheitsversorgung.

DÜSSELDORF. Kaum ein Thema brennt Ärzten derzeit so unter den Nägeln wie die Vernetzung. Denn die Mediziner wollen die Versorgungslandschaft aktiv mitgestalten und nicht auf Politik und Kassen warten.

Da verwundert es nicht, dass auch die weltgrößte Medizinmesse, die Medica in Düsseldorf in diesem Jahr das Thema Vernetzung ganz groß schreibt.

Nicht nur die Health-IT-Anbieter warten mit neuen Modulen oder gar ganz neuen Netzsoftwarelösungen auf. Dabei lautet das Motto in der IT-Halle 15: Zentrale Patientenakten sollen direkt aus der bekannten Praxissoftware heraus bedienbar sein.

Auch das Medica Health IT Forum, das an allen vier Messetagen in Halle 15 (Stand 15G55) stattfindet, widmet sich gleich am ersten Messetag ganz der Vernetzung.

Spannend für niedergelassene Ärzte sind vor allem die beiden Nachmittags-Diskussionsrunden zum "einfachen Datenaustausch für Ärzte".

Vertreter der Industrie diskutieren etwa mit IT-Experten aus gematik und KV sowie Vertretern aus dem Bundesministerium für Gesundheit, warum eine Interoperabilität der verschiedenen EDV-Systeme im Gesundheitswesen so wichtig ist. Und: Sie widmen sich der wichtigen Frage, wie sich diese Interoperabilität endlich erreichen lässt.

Dabei wird das Zuschauerforum aktiv in die Diskussion einbezogen. Also eine Chance für Ärzte, Industrie und Politik ihre Sicht aus der Praxis mitzuteilen.

Wo helfen mobile Miniaturgeräte?

Beim großen Thema Vernetzung und verbesserte Versorgung darf aber natürlich die Telemedizin nicht fehlen. Unter anderen geben Professor Hans-Jochen Brauns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin e.V. und Professor Eckhard Nagel, Ärztlicher Direktor des Uniklinikums Essen, Einblick in den aktuellen Stand der Telemedizinprojekte in Deutschland.

Die Kommunikation der Leistungserbringer untereinander ist allerdings nur ein Feld der Vernetzung. Die Frage ist auch: Wie können Daten direkt aus Medizingeräten in die EDV laufen und wo helfen mobile Miniaturgeräte? Wer dazu mehr erfahren will, sollte am 21. November auf dem Health IT Forum vorbeischauen.

Denn dann tauschen sich dort die Experten zu miniaturisierten Diagnostiksystemen und Lab-on-Chip-Anwendungen aus. Es geht aber eben auch darum, wie die ganzen gesammelten Gesundheitsdaten für die ärztliche Betreuung und die Forschung aufbereitet und nutzbar gemacht werden können.

Am 22. November dreht sich das Forum dann noch einmal um übergreifende Aktensysteme und für alle Mobile-Fans rund um die Welt der medizinischen Apps. (eb)

Halle 15, Stand 15G55

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