Ärzte Zeitung, 26.10.2006

3-Tesla-MRT für Klinikbetrieb eingeweiht

Leipziger Klinik hat Hochauflösungs-Tomograph / Ganzkörper-MRT in acht Minuten

Darstellung des Gallensystems ohne Kontrastmittel mit dem 3-Tesla-MRT. Fotos (3): Siemens Medical Solutions

Kontrastmittelfreie MR-Angiographie der hirnversorgenden Arterien und des Circulus arteriosus Willisii.

LEIPZIG (skh). Das bundesweit erste rein klinisch genutzte MRT-Gerät mit einer Feldstärke von drei Tesla ist gestern am Klinikum St. Georg in Leipzig eingeweiht worden.

Acht statt 45 Minuten dauert ein Ganzkörper-MRT mit dem Gerät.

Das Magnetom Trio ermöglicht abdominale, orthopädische, kardiologische und Ganzkörper-MRT-Untersuchungen in wesentlich kürzerer Zeit als bisher.

Die bisher in der klinischen Routine eingesetzten MRT-Geräte haben Feldstärken von maximal 1,5 Tesla. Um ein optimales Magnetfeld zur Darstellung von Organen und verschiedener Körperregionen (etwa Kopf, Abdomen, Extremitäten) zu erzeugen, müssen unterschiedliche Magnet-Spulen um die jeweiligen Körperregionen gelegt werden.

Außerdem mußten Patienten bislang umgelagert werden. Eine Ganzkörper-MRT dauert deshalb bis zu 45 Minuten. In dem 3-Tesla-Gerät können sämtliche Spulen gleichzeitig genutzt werden, und die Ganzkörperuntersuchung dauert nur noch etwa acht Minuten.

Auch andere Untersuchung gehen schnell: Eine MRT vom Kopf dauert nur 19 Sekunden, eine Standarduntersuchung vom Knie ist in zwei Minuten möglich.

Zudem sind mit dem 3-Tesla-Gerät von Siemens Medical Solutions Aufnahmen mit höherer Auflösung möglich. Strukturen mit einem Durchmesser von nur 0,2 mm sind noch darstellbar.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »