Ärzte Zeitung online, 14.08.2008

Wiener Kliniken verbieten Crocs im Op und auf der Intensivstation

WIEN/HAMBURG (dpa). Die Pfleger und Ärzte von 13 Wiener Krankenhäusern dürfen künftig in Operationssälen oder Intensivstationen keine "Crocs" mehr tragen, weil die bunten Plastikschlappen nicht antistatisch sind. Sie könnten Röntgenfilme verblitzen, EDV-Geräte beschädigen oder sogar Explosionen auslösen, berichtete die Wiener Tageszeitung "Kurier".

Die Verantwortlichen des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) reagierten damit auf ein aktuelles Gutachten des TÜV Austria, in dem auf die möglichen Gefahren durch die modischen, Pantoffel-ähnlichen Plastikschuhe hingewiesen wird, die vor allem gern von Pflegern getragen werden. Paul Vecsei, Pressesprecher des KAV, bezeichnete die Anordnung als "reine Vorsichtsmaßnahme": "Zum Glück ist ja noch nichts passiert."

Experten der Hamburger Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege weisen darauf hin, dass die beliebten Schuhe außerdem dem Fuß wenig Halt geben, was aber gerade im Pflegeberuf unverzichtbar sei. Zudem fehlten eine Fersenkappe und ausreichende Dämpfung. Der Schuh könne sich daher dem Fuß nicht richtig anpassen. Auch eine Stütze für das Fußgelenk gebe es nicht.

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