Ärzte Zeitung online, 23.10.2008

Mehr als 150 Millionen Euro für Mammut-Studie

MÜNCHEN (dpa). In der bislang größten Studie, die in Deutschland gemacht worden ist, sollen 200 000 gesunde Bürger über die nächsten zehn bis zwanzig Jahre hinweg regelmäßig untersucht werden.

Damit wollen die Forscher Ursachen chronischer Leiden wie Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf- oder Demenzerkrankungen finden und neue Wege zur Vorbeugung entwickeln. Das teilten das Helmholtz-Zentrum München und das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg am Mittwoch in München mit. Der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft habe für die ersten fünf Jahre 20 Millionen Euro bewilligt.

Zusätzlich werden psychosoziale Faktoren, der Lebensstil, sozioökonomische Faktoren, die medizinische Vorgeschichte und der Medikamentenkonsum erfragt. Darüber hinaus werden den Probanden Blutproben entnommen und für spätere Forschungsprojekte gelagert. Die dreijährige Planungsphase werde 2009 beginnen, die Rekrutierung der Teilnehmer starte im Jahr 2012.

"Chronische Krankheiten sind eine immer größer werdende Belastung für die Gesundheitssysteme und stellen auch die Gesundheitsforschung vor neue Herausforderungen", sagte der Präsident der Helmholtz- Gemeinschaft, Prof. Jürgen Mlynek. Die Studie kostet dem Forschungsverbund zufolge insgesamt schätzungsweise 150 bis 200 Millionen Euro.

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