Ärzte Zeitung, 02.03.2005

Langzeiterfolge bei rheumatoider Arthritis

Wirkung von Leflunomid läßt im Laufe der Jahre nicht nach / Daten bei mittlerer Therapiedauer von 4,6 Jahren vorgestellt

GRÜNWALD (sto). Patienten mit rheumatoider Arthritis können über mehrere Jahre effizient mit Leflunomid (Arava®) behandelt werden. Inzwischen gibt es Daten von einer Therapiedauer bis zu 5,8 Jahren, die zeigen, daß die Wirkung dieser Medikation im Laufe der Jahre nicht nachläßt.

Rheumatoide Arthritis an den Fingergrund- und -endgelenken. Foto: PhotoDisc

Darauf hat jetzt Professor Erika Gromnica-Ihle bei den vom Unternehmen Sanofi-Aventis unterstützten Grünwalder Gesprächen hingewiesen. Die in den Zulassungsstudien über eine Dauer von zwei Jahren festgestellte gute Wirksamkeit der Leflunomid-Therapie sei auch in der Langzeitbeobachtung über eine mittlere Behandlungsdauer von 4,6 Jahren - bei einer maximalen Behandlungsdauer von 5,8 Jahren - erhalten geblieben, hat die Chefärztin der Rheumaklinik Berlin-Buch in Grünwald berichtet.

Die ACR-20 Responderraten lagen nach Gromnica-Ihles Angaben im gesamten Zeitraum von über vier Jahren unter Praxisbedingungen konstant über 70 Prozent, etwa die Hälfte der Patienten waren auch ACR-50 Responder. Die ACR (American College of Rheumatology)-Responderraten geben den Prozentsatz der Patienten an, die eine mindestens 20-, 50- oder 70prozentige Besserung der geschwollenen und schmerzhaften Gelenke verzeichnen.

Auch die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Patienten mit rheumatoider Arthritis habe sich über die gesamte Zeit nicht verändert, betonte Gromnica-Ihle.

Zur radiologisch nachweisbaren Krankheitsprogression liegen darüber hinaus Daten von Patienten vor, die über mehr als vier Jahre eine Behandlung mit Leflunomid erhalten haben. Nach diesen Dokumentationen wird der Grad der Gelenkzerstörung und die Zahl der Gelenkverschmälerungen durch die Behandlung mit Leflunomid erheblich und anhaltend reduziert, berichtete Gromnica-Ihle.

In der Langzeitbeobachtung seien keine neuen, bisher unbekannte un-erwünschte Ereignisse aufgetreten. Durchfälle, die nach einiger Zeit aber wieder zurückgehen, traten bei 5,6 Prozent der Patienten auf. Hypertonie, erhöhte Transaminasen und Hautausschlag wurden bei jeweils etwa 2,8 Prozent der Patienten dokumentiert, so Gromnica-Ihle.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »