Ärzte Zeitung, 27.09.2006

BUCHTIP

Antimykotika von A bis Z

Mykosen und die Behandlung von Patienten mit Pilzinfektionen unterliegen einem permanenten Wandel. Verbesserte Therapiemöglichkeiten etwa bei invasiven Mykosen, vor allem bei Aspergillosen, erfordern, daß Lehrbücher bearbeitet und erweitert werden, um auf heutigem Stand zu sein.

Ein Lehrbuch - das handliche Taschenbuch "Antimykotika von A bis Z" - ist jetzt innerhalb der vergangenen sieben Jahre bereits zum vierten Mal aktualisiert worden.

Die Professoren Hans-Jürgen Tietz und Wolfram Sterry aus Berlin gehen dabei besonders auf die Behandlung bei invasiven Pilzinfektionen ein, was sich auch im von ihnen gewählten Titelbild einer zerebralen Aspergillose widerspiegelt. Ausführlich benennen die Dermatologen lebenserhaltende Antimykotika wie Voriconazol, Caspofungin oder das erst vor kurzem eingeführte Posaconazol.

Darüber hinaus berichten Tietz und Sterry über Innovationen in der lokalen und systemischen Therapie bei Haut-, Nagel- und Schleimhautmykosen. Die Wirkstoffe werden dabei - sehr übersichtlich - alphabetisch aufgeführt und nach topischen und systemischen Antimykotika getrennt. Bewährte und neue Therapie-Chancen bei Problem-Mykosen wie der Tinea capitis, Onychomykose sowie der chronisch rezidivierenden Vulvovaginalmykose stellen die Dermatologen schließlich in eigenen Kapiteln tabellarisch dar. (hsr)

Hans-Jürgen Tietz, Wolfram Sterry: Antimykotika von A - Z - Anwendung und Pharmakologie auf einen Blick; Georg Thieme Verlag Stuttgart 2006; 4., neu bearbeitete und erweiterte Auflage, 140 Seiten, 9,95 Euro, ISBN 3-13-137794-1

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »