Ärzte Zeitung, 04.04.2007

KOMMENTAR

Verbote sind keine Lösung

Von Christiane Inholte

Der Alkohol hat kürzlich ein jugendliches Todesopfer gefordert. Das ist Anlass genug, nach Lösungen zu suchen. Ob ein Alkoholverbot vor dem 18. Lebensjahr das Problem beheben wird, ist jedoch stark zu bezweifeln.

Natürlich wären Minderjährige dann pro forma durch ein solches Gesetz geschützt. Es stellt sich aber die Frage, warum derzeit auch unter 16-Jährige so leicht an Alkohol kommen, obwohl der Verkauf und Ausschank von Alkoholika an diese Altersgruppen gesetzlich verboten ist. Bereits heute müssten sie vor Alkoholexzessen eigentlich geschützt sein.

Die Anhebung der Altersgrenze wäre zwar eine Lösung - allerdings eine sehr einfache. Eher können etwa Werbeverbote oder Preisanhebungen etwas bewirken. Jedoch müssen dann auch wir Erwachsene bereit sein, den Preis zu zahlen und uns harten politischen Diskussionen zu stellen.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
"Kinder und Jugendliche, die viel Alkohol vertragen, haben ein hohes Risiko, später alkoholkrank zu werden."

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