Ärzte Zeitung, 18.03.2008

Männergesundheit im Fokus

Hausärzte erste Ansprechpartner / DAK-Chef Rebscher für bessere Fortbildung

BERLIN (fuh). Für eine zentrale Rolle von Hausärzten beim Aufbau von besseren medizinischen Versorgungsstrukturen für Männer hat sich DAK-Chef Professor Herbert Rebscher ausgesprochen.

Der vor kurzem in Berlin vorgestellte DAK-Gesundheitsreport 2008 hatte speziell die Männergesundheit in den Fokus gerückt, zugleich war eine repräsentative Befragung gestartet worden. 50 Prozent der Männer gehen danach beim Auftreten von Gesundheitsbeschwerden zuerst zum Hausarzt, elf Prozent gehen zum Facharzt, 37 Prozent "warten meistens erstmal ab".

Männer bemerken Krankheitszeichen meist später als Frauen oder negieren sie, sie gehen auch seltener zum Arzt. 81 Prozent der Männer in Deutschland kennen den zweijährigen Gesundheits-Check-up 35, sogar 92 Prozent kennen die jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung. Aber nur etwas mehr als die Hälfte dieser Männer haben nach DAK-Angaben bereits an diesen Untersuchungen teilgenommen. Regelmäßig - das heißt turnusmäßig, haben nur etwa ein Viertel der Männer diese Chance der Vorsorge genutzt.

Die DAK fordert verstärkte Forschungsanstrengungen, wie der Zugang von Männern zu Präventions- und Vorsorgeangeboten verbessert werden kann. Von "Männerärzten" hält Rebscher wenig. Sinnvoller sei, vor allem Hausärzte durch eine bessere Fortbildung mit Blick auf männerspezifische und geschlechtssensible Themen zu unterstützen.

Lesen Sie morgen mehr in der "Ärzte Zeitung"

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »