Ärzte Zeitung online, 14.11.2008

Robert-Koch-Preis verliehen - unter den drei Ausgezeichneten ist ein Deutscher

BERLIN (ars). Den mit 100 000 Euro dotierten Robert-Koch-Preis erhalten zu gleichen Teilen ein deutscher, ein amerikanischer und ein japanischer Wissenschaftler. Sie werden für ihre Arbeiten zur Stammzellbiologie geehrt.

"Der Robert-Koch-Preis zählt zu den höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in Deutschland", sagte Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder bei der Verleihung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Ausgezeichnet werden in diesem Jahr Professor Hans Robert Schöler aus Münster, Professor Irving Weissmann aus Stanford und Professor Shinya Yamanaka aus Kyoto. Ihre Forschung sei von fundamentaler Bedeutung für die Stammzelltherapie, heißt es in einer Mitteilung des RKI. Der Robert-Koch-Preis wird jährlich verliehen, das Bundesministerium für Gesundheit bezuschusst ihn mit 50 000 Euro.

Mit der Robert-Koch-Medaille in Gold wurde Professor Philip Leder von der Harvard Medical School in Boston/USA für sein Lebenswerk gewürdigt. Er hat zum Verständnis des genetischen Codes beigetragen und durch seine Arbeit mit monoklonalen Antikörpern die Grundlagen für Therapien geschaffen. Derzeit konzentriert sich seine Forschung auf die Genetik von Krebserkrankungen und darauf aufbauenden Behandlungsoptionen.

Die mit jeweils 5000 Euro dotierten Postdoktorandenpreise gehen an Professor Astrid M. Westendorf aus Essen, Dr. Bärbel Kaufmann aus West-Lafayette/Indiana USA und Dr. Dr. Christoph Schoen aus Würzburg.

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