Ärzte Zeitung online, 15.06.2009

Impfstoffherstellung gegen neues H1N1-Virus dauert Monate

BERLIN(eb). Forschende Pharma-Unternehmen entwickeln Impfstoffe gegen die Schweinegrippe. Damit wollen sie die WHO im Kampf gegen die Pandemie unterstützen und der Bevölkerung bald Schutz vor Ansteckung bieten.

Das berichtete Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des vfa, dem Verband der forschenden Pharma-Unternehmen, am Freitag in Berlin. Bei den Projekten der Hersteller Novartis Behring, GlaxoSmithKline und Sanofi Pasteur kommen modernste Technologien zur Impfstoffentwicklung und -produktion zum Einsatz. Dadurch lassen sich die für große Impfaktionen nötigen Mengen an Impfstoff schneller verfügbar machen als noch vor wenigen Jahren.

Dennoch sind auch unter idealen Bedingungen noch mehrere Monate erforderlich, bis Impfstoffe gegen den neuen Grippeerreger entwickelt, zugelassen und in ausreichenden Mengen produziert sind.

Essenziell sind vor allem Hygienemaßnahmen

Bis dahin muss ein Schutz vor Ansteckung vor allen Dingen über Hygienemaßnahmen erreicht werden. Bei Infizierten kann versucht werden, den Verlauf der Erkrankung durch die vorhandenen Grippemedikamente zu mildern, die in Deutschland und vielen anderen Ländern für den Fall einer Epidemie umfassend bevorratet wurden.

Deutschland zählt zu den wichtigsten Standorten für die Herstellung von Grippeimpfstoffen weltweit mit Produktionseinrichtungen in Dresden und Marburg.

Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 47 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland rund 90.000 Mitarbeiter. Mehr als 17.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung.

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