Ärzte Zeitung, 08.01.2004

Medizinische Versorgung in Bam funktioniert

Rotkreuz-Hilfskrankenhaus und sieben Feldhospitäler / Lage nach dem Erdbeben

BAM (ug). Zwischen 40 000 und 60 000 Iraner aus Bam und der Umgebung sind nach dem schweren Erdbeben am 26. Dezember obdachlos, nach anderen Schätzungen sind es sogar bis zu 100 000. Sie sind auf Hilfe aus aller Welt angewiesen.

In einer Schüssel wäscht diese Iranerin die Kleider ihrer Kinder. Sie ist eine von mindestens 40 000, die bei dem Erdbeben in Bam alles verloren haben. Foto: dpa

Für die medizinische Versorgung stehen sieben internationale Feldkrankenhäuser zur Verfügung und ein Rotkreuz-Hilfskrankenhaus. Das genüge, so die UN. Allein mit dem Rotkreuz-Krankenhaus sei die Versorgung für 240 000 Menschen in der Region für die nächsten Monate sichergestellt, bestätigt das Deutsche Rote Kreuz (DRK).

Das DRK stellt zwei Basis-Gesundheitsstationen, zehn Ärzte und Pfleger sowie den Chefarzt. Gerechnet wird mit einer Einsatzdauer von bis zu einem Jahr.

Die medizinische Versorgung funktioniere gut, so die Weltgesundheitsorganisation im aktuellen Lagebericht vom Dienstag. Seuchen seien noch keine aufgetreten. Bisher sind nur 46 Patienten mit Diarrhoe registriert worden. Nur einer davon leidet an einer blutigen Diarrhoe. Außerdem haben 271 Patienten akute Atemwegsinfektionen.

Vor allem viele Kinder seien durch die schrecklichen Erfahrungen traumatisiert, befürchtet UNICEF. Um ihnen psychischen Halt und eine schnelle Rückkehr in einen normalen Alltag zu geben, bereitet das UN-Kinderhilfswerk schon die Wiederaufnahme eines Schulunterrichts vor.

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