Ärzte Zeitung, 27.05.2005

Organempfänger in USA starben an Nager-Virus

NEW YORK (mut). In den USA sind drei Menschen nach einer Organtransplantation an einer Infektion mit LCM-Viren gestorben. Der Organspender war mit den Viren infiziert, aber nicht erkrankt.

Der Organspender hatte sich offenbar bei einem Hamster, den er als Haustier gehalten hatte, mit dem Lymphozytischen Choriomeningitis-Virus (LCMV) infiziert, berichtet die Zeitung "The New York Times". Der Spender starb an einem Schlaganfall. Organe von ihm wurden auf vier Patienten übertragen. Drei davon sind inzwischen an LCMV gestorben.

Das LCM-Virus ist unter Nagetieren verbreitet und kann auch Menschen durch Kontakt mit Tieren oder über Tröpfchen infizieren. Meist verläuft die Infektion bei Menschen wie ein milder grippaler Infekt. US-Ärzte vermuten, daß die immunsuppressive Therapie plus eine hohe Viren-Dosis in den übertragenen Organen zu einem fatalen Krankeitsverlauf bei den Organempfängern geführt hatte.

In den USA sind bereits im Jahr 2003 drei Organempfänger an einer LCMV-Infektion gestorben. In Deutschland starben in diesem Jahr drei Menschen, die Organe einer Tollwut-infizierten Frau erhalten hatten.

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Infektionsgefahr läßt sich nie ausschließen

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