Ärzte Zeitung, 31.01.2006

Hallen-Einsturz: Weiteres Opfer in Klinik gestorben

KATTOWITZ (dpa). Knapp zwei Tage nach dem Unglück von Kattowitz (Katowice) ist gestern morgen ein Mann an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben. Die Zahl der Opfer des Einsturzes einer Messehalle in der oberschlesischen Bergbaumetropole steigt damit auf 67.

Einwohner von Kattowitz im Blutspendezentrum der polnischen Stadt. Das Blut wird für die über 140 teilweise schwer Verletzten nach dem Einsturz einer Messehalle gebraucht. Unter den bisher 67 Toten sind auch zwei Deutsche. Foto: dpa

Ob es noch mehr Todesopfer gibt, ist weiter unklar. Die Einsatzkräfte waren am Sonntag zwar überzeugt, daß keine Leichen mehr in den Trümmern der Halle liegen, doch noch immer melden sich bei der Polizei Menschen, die Angehörige vermissen und sie weder unter den geborgenen Toten noch den Verletzten finden konnten.

Unterdessen ist gestern die Suche nach den Ursachen des Unglücks fortgesetzt worden. Alle Unterlagen, die das Gebäude betreffen, werden genau geprüft, sagte der Leiter der von der Regierung eingesetzten Untersuchungskommission, Jerzy Krawczyk, gestern im Nachrichtensender TVN 24.

Transportminister Jerzy Polaczek, der auch für das Bauwesen zuständig ist, hatte am Sonntagabend berichtet, auf dem Dach der größten Messehalle des Kattowitzer Messegeländes habe ersten Ermittlungen zufolge mehr Schnee gelegen, als die Sicherheitsnormen zulassen. Die Betreiberfirma bestreitet dies.

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