Ärzte Zeitung, 13.02.2007

190 000 Kranke nach der Flut

Zahl der Toten in Indonesien steigt auf knapp 100

Eine indonesische Mutter trägt ihr an Durchfall erkranktes Kind. Foto: dpa

JAKARTA (dpa). Nach den Überschwemmungen in der indonesischen Hauptstadt Jakarta und den benachbarten Provinzen sind etwa 190 000 Menschen erkrankt. Die meisten haben Durchfall, Atembeschwerden, Dengue-Fieber und Hautkrankheiten. Sie wurden überwiegend ambulant behandelt, sagte Rustam Pakaya vom indonesischen Gesundheitsministerium.

Die Zahl der Todesopfer stieg unterdessen auf 94. Die meisten waren ertrunken oder durch Stromschläge umgekommen. Gestern harrten noch 59 000 der ursprünglich 420 000 aus ihren Häusern geflohenen Einwohner in Notunterkünften aus.

Jakarta ist von den schlimmsten Überschwemmungen seit fünf Jahren betroffen. Bis zu 75 Prozent der Stadt und Umgebung wurden überflutet. Die Regenzeit ist noch nicht vorüber. Die Behörden rechnen daher mit weiteren schweren Niederschlägen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »