Ärzte Zeitung, 05.04.2007

Geprägte Zellen bewahren vor Organabstoßung

NANTES (ple). Französische Forscher haben herausgefunden, wodurch mit dem Kombinationsmolekül CD40Ig die Abstoßungsreaktionen etwa nach einer Herztransplantation verhindert werden.

Das Molekül besteht aus dem Zellmarker CD40 und Immunglobulin G. Wie die Forscher im "Journal of Clinical Investigation" (117/4, 2007, 1096) berichten, entstehen offenbar im Immunsystem von Mäusen, die mit CD40Ig behandelt worden sind, T-Zellen, die die Abstoßungsreaktionen unterdrücken. Diese Zellen können das selbst dann, wenn sie in Mäuse gespritzt werden, die zuvor nicht mit CD40Ig behandelt worden waren.

Die Forscher überprüften daraufhin in vitro, welche Zytokine diese Immunzellen aus der Milz ausschütten. Die Wissenschaftler entdeckten, dass die Zellen vor allem Interferon-gamma sezernieren. Und dieses Interferon wiederum stößt auf Endothelzellen in transplantierten Herzen die Synthese des Eiweißmoleküls IDO (Indolamin-2,3-Dioxigenase) an, wodurch Abstoßungsreaktionen verhindert werden. Ohne das Interferon und ohne das Molekül IDO überleben transplantierte Organe nicht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »