Ärzte Zeitung, 11.07.2007

Patientin nach Gallenblasen-Op völlig ohne Narbe

HAMBURG (dpa). Ärzte in Hamburg haben erstmals in Deutschland eine Gallenblase entfernt - ohne sichtbare Narbe. Die Chirurgen führten die Instrumente durch den Nabel der Patientin ein, trennten das Organ ab und zogen es durch einen Schnitt in der Scheide heraus.

Kritiker gaben zu bedenken, das Risiko einer Bauchfellentzündung könne bei einem Schnitt durch das hintere Scheidengewölbe höher sein als bei einem Schnitt in die Bauchdecke.

Gallenblasenentfernungen gehören mit jährlich 192 000 Operationen in Deutschland zu den häufigsten Eingriffen. Zwei Drittel der Patienten sind Frauen. Die weltweit erste Gallenblasenoperation durch die Scheide erfolgte im Frühjahr dieses Jahres an der Universitätsklinik Straßburg.

Topics
Schlagworte
Chirurgie (3264)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »