Ärzte Zeitung, 13.07.2007

Streubomben gefährden Kinder im Libanon

Unicef berichtet über nach wie vor schwierige Situation in den Krisengebieten

NEU-ISENBURG (run). Ein Jahr nach dem Beginn des Krieges im Süden des Libanon ist die Lage der Kinder in diesem Land weiter schwierig. Die Mädchen und Jungen leiden unter Angst und Unsicherheit, die durch Gewaltakte immer wieder neu geschürt werden, wie das Kinderhilfswerk Unicef berichtet.

Tausende Familien seien vor den Kämpfen in den Palästinenserlagern im Norden des Libanon geflohen. Gefahr gehe auch von den schätzungsweise eine Million nicht explodierter Streubomben aus. So seien allein 70 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in den vergangenen Monaten durch Explosionen von Minen oder Streumunition verletzt oder getötet worden, so das Kinderhilfswerk.

Insgesamt starben über 400 Kinder im Juli-Krieg. Spezielle Trainer von Unicef sollen nun in 150 Dörfern über das Minenrisiko aufklären. Zudem wurden Kinderschutzzentren eingerichet, in denen sich Sozialarbeiter um traumatisierte Kindern kümmern können.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »