Ärzte Zeitung online, 05.02.2009

Siamesische Zwillingsbrüder aus Madagaskar in Paris getrennt

PARIS (dpa). Französische Ärzte haben in einer sechsstündigen Operation ein acht Monate altes siamesisches Zwillingspärchen erfolgreich getrennt. Die beiden Jungen seien an Brust und Unterleib zusammengewachsen gewesen und hätten eine gemeinsame Leber, teilte der Pariser Krankenhausverband am Donnerstag mit.

Die Zwillinge stammten aus Madagaskar. Es sei ungewöhnlich, dass es sich um Jungen handle. Etwa 90 Prozent aller siamesischen Zwillinge seien Mädchen. Das Team unter der Leitung von Yann Révillon, das vier Anästhesisten und sechs Chirurgen umfasst, hatte bereits 2001 ein siamesisches Zwillingspärchen aus Großbritannien getrennt.

Siamesische Zwillinge sind eineiige Zwillingspaare, die sich nicht vollständig getrennt haben. Die Missbildung entsteht in frühen Entwicklungsstadien. Einige haben nur äußeres Gewebe gemeinsam, andere ganze Organe oder Gliedmaßen. Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa 1 zu 100 000.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »