Ärzte Zeitung online, 15.05.2009

Kugel nach 42 Jahren aus Wange operiert

PEKING (dpa). Nach 42 Jahren haben Ärzte in der Stadt Chongqing in Südwestchina einer Frau ein Geschoss aus der Wange operiert. Bei einem Schusswechsel zum Beginn der Kulturrevolution 1967 war die Frau von einem Querschläger durch eine Holzwand getroffen worden, wie die Zeitung "Chongqing Wanbao" am Freitag berichtete. Die Ärzte hielten es damals nur für einen Streifschuss. Die Wunde verheilte über mehrere Wochen, aber die 3,3 Zentimeter große Kugel steckte unbemerkt zwischen Kiefer und Ohr.

Erst 1978, als die Frau über plötzliche Kopfschmerzen klagte, wurde die Kugel bei Untersuchungen entdeckt. Wegen der schlechten Bedingungen in dem Krankenhaus entschied sich die Frau zunächst aber gegen eine Operation.

Zu Beginn dieses Jahres traten aber Schmerzen in ihrer rechten Gesichtshälfte auf. Auch klagte die Frau insgesamt über Unwohlsein, sodass die Kugel in einem Krankenhaus der Metropole operativ entfernt wurde.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »