Ärzte Zeitung online, 18.05.2009

Kürzeres Bein kein Behandlungsfehler

München (dpa) - Bei einem bis zu eineinhalb Zentimeter kürzeren Bein nach einer Hüftoperation liegt kein Behandlungsfehler vor. Zu diesem Urteil kam des Münchner Amtsgericht im Streit um ein Ärztehonorar.

Der Operierte hatte nach Angaben des Gerichts vom Montag die Bezahlung der Rechnung von knapp 3000 Euro mit dem Argument verweigert, die Operation sei nicht kunstgerecht ausgeführt worden. Dem widersprach der Operateur. Seine Auffassung wurde von einem Sachverständigen bestätigt.

Eine Differenz der Beinlänge von 1 bis 1,5 Zentimeter sei bei solchen Operationen typisch. Der Patient muss zahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Aktenzeichen: 154C 24159/04

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