Ärzte Zeitung, 19.01.2004

Säugling mit minimalinvasiver Operation gerettet

BERLIN (dpa). Mit einer minimalinvasiven Operationsmethode haben Berliner Kinderchirurgen einem Neugeborenen das Leben gerettet. Sie schlossen dem wenige Stunden alten Baby Jacob mit einem minimalinvasiven Eingriff ein handtellergroßes Loch im Zwerchfell.

Hiermit ließ sich ein großer Bauchschnitt vermeiden, teilte Chefarzt Klaus Schaarschmidt vom Helios-Klinikum mit. Der neugeborene Junge drohte zu ersticken, weil ihm durch das Loch Magen, Milz, und Darm in den Brustraum gerutscht waren.

Bei der Operation verschafften sich die Chirurgen zunächst mit einer Mini-Videokamera, die über drei bis zu fünf Millimeter kleine Schnitte in den Körper des Babys eingeführt wurde, einen Blick in seinen Brustkorb.

In die Brust geblasenes Kohlendioxid drückte Organe wie Magen, Milz, Dünn- und Dickdarm danach zurück in den Bauchraum, teilte die Klinik mit. Anschließend vernähten die Chirurgen das Zwerchfell.

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Gynäkologie (5524)

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