Ärzte Zeitung, 10.09.2004

Fluconazol verhindert Pilzrezidiv in der Vagina

Während der Prophylaxe blieben über 90 Prozent der Behandelten rezidivfrei / Kontrollierte Studie mit 200 Frauen

DETROIT (ikr). Pilzinfektionen im Vulvovaginalbereich läßt sich mit dem Antimykotikum Fluconazol wirksam vorbeugen. Innerhalb von sechs Monaten erlitten mit dieser Therapie nur knapp zehn Prozent der Frauen ein Rezidiv, mit Placebo nahezu 65 Prozent.

Candida albicans wie in dieser Kultur ist häufiger Erreger von Infekten der Vagina. Foto: Schauerte

In einer Studie erhielten mehr als 200 Frauen, die gerade wegen einer vulvovaginalen Infektion mit Candida albicans mit Fluconazol behandelt worden waren, eine Erhaltungstherapie mit der Substanz oder Placebo (NEJM 351, 2004, 876).

Die Frauen, die alle zu Rezidiven neigten, bekamen sechs Monate lang einmal wöchentlich 150 mg Fluconazol oral oder Placebo. Das berichten Dr. Jack D. Sobel aus Detroit im US-Staat Michigan und sein Team. Danach wurden die Studienteilnehmerinnen noch sechs Monate beobachtet.

Die Ergebnisse: Innerhalb der sechsmonatigen Behandlungsphase blieben 128 (91 Prozent) der 141 mit dem Antimykotikum behandelten Frauen rezidivfrei, aber nur 51 (36 Prozent) der 142 Frauen der Placebo-Gruppe. Nach weiteren sechs Monaten waren in der Verumgruppe noch 43 Prozent der Frauen rezidivfrei, aber nur 22 Prozent der Frauen in der Placebogruppe. Mit Fluconazol entwickelte sich im Mittel nach zehn Monaten erneut ein Rezidiv, mit Placebo passierte dies bereits nach vier Monaten.

Das Antimykotikum wurde gut vertragen. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen waren Kopf- und Bauchschmerzen. Sie waren in Verum- und Placebo-Gruppe jedoch ähnlich häufig.

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