Ärzte Zeitung, 19.12.2005

Vorteil für Y-Spermien

Dauert es lange bis zur Gravidität, wird es oft ein Junge

MAASTRICHT (mut). Wenn es Frauen trotz vieler Versuche erst nach langer Zeit schaffen, schwanger zu werden, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß das Kind ein Junge wird, berichten niederländische Forscher (BMJ 331, 2005, 1437).

Die Wissenschaftler hatten Daten von über 5000 Geburten analysiert. Knapp 58 Prozent der Frauen, die länger als ein Jahr benötigten, um schwanger zu werden, gebaren einen Jungen. Dagegen hatten nur 51 Prozent der Frauen, die weniger als ein Jahr benötigten, männlichen Nachwuchs.

Die Forscher vermuten, daß Frauen, die nur schwer schwanger werden, einen zähflüssigen Zervix-Schleim haben. Darin bewegen sich Y-Spermien schneller als X-Spermien.

Topics
Schlagworte
Gynäkologie (5456)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »