Ärzte Zeitung, 26.01.2006

FUNDSACHE

Sex vor Prüfungen macht streßresistent

Wer vor einer Prüfung Sex hatte, steht die Angstsituation einer britischen Studie zufolge tatsächlich lockerer durch als ohne. Allerdings, so berichtet das Magazin "New Scientist" (2536, 2006, 17), sollte es echter Beischlaf sein.

Selbstbefriedigung oder andere Sexpraktiken, bei denen es nicht zum Koitus kommt, haben der Studie nach eine deutlich schlechtere Anti-Streß-Wirkung.

Das Team um Stuart Brody, Psychologe von der University of Paisley in Schottland, ließ dazu 24 Frauen und 22 Männer zwei Wochen lang Tagebuch über ihre sexuellen Aktivitäten führen. Anschließend mußten sie vor einem Auditorium reden und öffentlich kopfrechnen.

Bei Probanden, die Beischlaf hatten, zeigten sich dabei die wenigsten Streßsymptome und der unauffälligste Blutdruck. Liebhaber anderer Sexpraktiken lagen im Mittelfeld. Bei abstinenten Teilnehmern hingegen blieben die streßbedingt erhöhten Blutdruckwerte am längsten bestehen. (dpa)

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