Ärzte Zeitung, 06.09.2006

Erhöhtes Sterberisiko nach Kaiserschnitt?

HYATTSVILLE (ple). Ein Kaiserschnitt bei Schwangeren, die kein Risiko für Geburtskomplikationen haben, ist möglicherweise mit einem höheren Sterberisiko der Neugeborenen assoziiert. Das geht aus den Daten einer US-Kohortenstudie hervor.

Berücksichtigt wurden in den Jahren zwischen 1998 und 2001 mehr als 5,7 Millionen Lebendgeburten und fast 12 000 Totgeburten (Birth 33, 2006, 175). In diesem Zeitraum stieg der Anteil der Kaiserschnitt-Geburten an allen Geburten von etwa 21 auf 29 Prozent.

Der Studie zufolge lag die neonatale Sterberate - berücksichtigt wurden Kinder, die innerhalb von 28 Tagen nach der Geburt starben - in der Kaiserschnitt-Gruppe bei 1,77 pro 1000 Lebendgeburten.

In der Vergleichsgruppe der Frauen, die natürlich entbunden hatten, lag die Rate bei 0,62 pro 1000 Lebendgeborenen. Die Statistiker um Dr. Marian MacDorman aus Hyattsville im US-Staat Maryland fordern, in weiteren Studien nach Ursachen für die höhere Sterberate zu fahnden.

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Gynäkologie (5524)

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