Ärzte Zeitung, 22.04.2008

Ist Geburt in Beckenendlage erblich?

BERGEN (hub). Wer selbst als Steißgeburt auf die Welt gekommen ist, zeugt doppelt so häufig Kinder, die ebenso geboren werden, wie Eltern, die in Normallage das Licht der Welt erblickt haben. Das hat die Auswertung der Daten einer Bevölkerungskohorte über zwei Generationen aus Norwegen ergeben (BMJ online). Ausgewertet wurden die Daten von 2,2 Millionen Geburten von 1967 bis 2004.

Das Erstaunliche: Den Zusammenhang zwischen eigener Geburtslage und der des Nachwuchses gab es nicht nur bei den Müttern, sondern auch bei den Vätern. Das ergab die Auswertung der Daten von über 35 000 Männern, die jeweils mit zwei Frauen Kinder zeugten. In Beckenendlage geborene Eltern hatten allerdings nur ebensolchen Nachwuchs, wenn sie zum normalen Zeitpunkt geboren wurden und nicht zu früh.

Das Risiko für eine Steißgeburt habe auch eine genetische Komponente, folgern die Forscher.

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