Ärzte Zeitung online, 12.08.2008

Nach der Geburt schnell aus der Klinik - davon profitieren Hebammen

WIESBADEN (dpa). Weil Frauen nach der Geburt ihres Kindes immer schneller das Krankenhaus verlassen, wächst der Arbeitsmarkt für Hebammen. Während die Zahl der Geburten in Deutschland zwischen 1997 und 2006 um 17 Prozent zurückging, stieg die Zahl der Hebammen und Entbindungspfleger um 18 Prozent.

Diese Zahlen nannte das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilte. Zudem arbeiten immer mehr Hebammen ambulant: 2005 kamen bereits mehr als die Hälfte der etwa 18 000 Hebammen zu den jungen Eltern nach Hause.

Dass heute mehr Hebammen gebraucht werden als früher, lässt sich nicht damit erklären, dass immer mehr Kinder außerhalb des Krankenhauses geboren würden: Ihre Anteil liegt seit rund zehn Jahren bei rund 1,7 Prozent. "Jedoch verließ 1997 eine Mutter nach einer normalen Entbindung durchschnittlich nach 5 Tagen und im Jahr 2006 nach 3,3 Tagen das Krankenhaus", deutet Anja Afentakis von der Destatis-Zweigstelle in Bonn die gegenläufige Entwicklung. "Durch die kürzere Verweildauer im Krankenhaus nach einer Entbindung benötigen die Säuglinge und Eltern eine verstärkte Betreuung durch eine ambulant tätige Nachsorge-Hebamme".

Weitere Infos: www.destatis.de

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